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Unsere Arbeit

Erfolge

Nach dem Motto »Tierschutz mit Herz und Verstand« arbeiten wir intensiv daran, spürbare Erfolge für die Tiere zu erzielen. Unsere Bilanz bislang:

Käfighaltung für »Legehennen« abgeschafft

Wolfgang Schindler, Gründer der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, besiegelte im Jahr 1999 den Anfang vom Ende der Käfighaltung: Als Bevollmächtigter des Landes NRW überzeugte er das Bundesverfassungsgericht, dass die damals verwendeten Legebatterien nicht mit dem Tierschutzgesetz vereinbar sind.

Die Eierindustrie in Deutschland entwickelte daraufhin eine neue Form der Käfighaltung: die sogenannten Kleingruppenkäfige. Gleichzeitig begannen wir jedoch – als Leiterin der Initiative Deutschland wird Käfigfrei – mit Unternehmen zu verhandeln. Das war ein voller Erfolg: Wir konnten weit über 100 Unternehmen überzeugen, keine Käfigeier mehr zu verwenden und zu verkaufen. Die Eierindustrie musste daraufhin erkennen, dass es für Eier aus »Kleingruppenkäfigen« keinen Markt in Deutschland gibt und stellte auf alternative Haltungsformen um.

Das Resultat: Der hiesige Marktanteil der Käfighaltung ist von 87 % im Jahr 2000 auf aktuell 4,3 % eingebrochen. Zudem haben sich Bund und Länder darauf geeinigt, die »Kleingruppenhaltung« und damit die letzte legale Form der Käfighaltung abzuschaffen. Dieses Verbot trat 2026 in Kraft (mit bis zu drei Jahren Übergangszeit in Härtefällen).

Schnabelkürzen bei »Legehennen« beendet

Bevor das Thema Schnabelkürzen öffentlich diskutiert wurde, haben wir bereits im Hintergrund daran gearbeitet. Entscheider:innen aus Politik und Wirtschaft haben wir verdeutlicht, wie der Ausstieg funktionieren kann. Dass das Schnabelkürzen bei sogenannten Legehennen inzwischen beendet ist, geht maßgeblich auf unsere Hintergrund- und Kampagnenarbeit zurück.

Die Schnäbel wurden gekürzt, weil Hennen wegen schlechter Bedingungen in Aufzucht und Haltung oft Verhaltensstörungen entwickeln und sich gegenseitig bepicken. Daher war es ein wichtiger Schritt, dass wir auch Verbesserungen in der Aufzucht durchsetzen konnten.

Handel mit Stopfleber und Hummern eingeschränkt

Wir haben viele Unternehmen überzeugt, die Stopfleberindustrie nicht mehr zu unterstützen. Zudem haben wir die meisten Supermarktketten überzeugt, keine Hummer mehr zu verkaufen.

Höhere Tierschutzstandards für Millionen Masthühner erwirkt

Gemeinsam mit weiteren Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen haben wir die Masthuhn-Initiative ins Leben gerufen, um die größten Missstände in der Hühnermast zu beenden. Mehr als 35 Organisationen arbeiten heute daran mit.

Indem wir Unternehmen aus der Lebensmittelbranche für die Initiative gewinnen, etablieren wir einen flächendeckenden neuen Mindeststandard, der über den gesetzlichen Vorgaben liegt. Besonders wichtig ist uns dabei die Abschaffung der Qualzucht.

In Deutschland sind, vor allem dank unserer Arbeit, schon über 100 Unternehmen an Bord, darunter die meisten großen Lebensmitteleinzelhändler.

Transparenz- und Wirkungsbericht

Wir erstellen übrigens zu jedem Jahr einen ausführlichen Wirkungsbericht (erscheint im Laufe des Folgejahrs).

Wichtige Fortschritte beim Schutz von Fischen und Garnelen in Aquakultur erreicht

Die industrielle Fischzucht wächst weltweit, doch in den meisten Ländern gibt es keinerlei Tierschutzstandards für Aquakulturen. Wir haben deshalb die Aquaculture Welfare Standards Initiative (AWSI) ins Leben gerufen. Diese hat Empfehlungen erarbeitet, um den Schutz von aquatischen Tieren weltweit zu verbessern.

Die großen deutschen Supermarktketten haben sich der Initiative angeschlossen und arbeiten darauf hin, zukünftig nur noch zertifizierte Produkte aus Aquakultur anzubieten, bei deren Erzeugung die Tierschutz-Mindestanforderungen der AWSI eingehalten werden. Dabei hilft es sehr, dass die wichtigen Zertifizierungsgeber für Aquakulturprodukte – ASC, Global GAP und Naturland – ebenfalls der AWSI angehören und die Empfehlungen vollständig in ihre Standards integriert haben.

Dieser Erfolg ist weltweit bislang einzigartig und er hat das Potenzial, die Leiden von mehreren Milliarden Tieren deutlich zu lindern. Die Zahl ist unter anderem deshalb so hoch, weil auch die Haltungsstandards von Garnelen abgedeckt werden – unzählige kleine und leidensfähige Lebewesen.

Das Verbot von Käfighaltung auf die Agenda der EU gesetzt

Von Anfang an unterstützen wir die Europäische Bürgerinitiative (EBI) »End the Cage Age«. Sie ist die erste EBI zum Schutz von Tieren in der Landwirtschaft, die das notwendige Quorum von einer Million Unterschriften erreicht hat: 1,4 Millionen Europäer:innen fordern mit ihr das Ende der Käfighaltung. Das führte dazu, dass die Europäische Kommission nun ein Verbot der Käfighaltung anstrebt.

Wir setzen uns gemeinsam mit den anderen Organisationen hinter der EBI weiter dafür ein, dass der Wille der Bürger:innen nach einem konsequenten Verbot auch tatsächlich umgesetzt wird.

Für die Tiere Erfolge vor Gericht errungen

Mit unseren Tierschutzklagen greifen wir Standardpraktiken in der Massentierhaltung an, die gegen das Tierschutzrecht verstoßen. Entsprechende Urteile haben zur Folge, dass tierquälerische Praktiken beendet werden müssen oder das Tierschutzrecht verbessert wird, z. B. in Bezug auf die Mast von Puten.

Gemeinsam mit anderen Organisationen haben wir zudem die Klage gegen die Mega-Mastanlage in Haßleben unterstützt. Nach Jahren der juristischen Auseinandersetzungen ist klar, sie darf nicht wieder in Betrieb genommen werden.

Tierprodukte reduziert

Wir arbeiten mit Unternehmen daran, dass sie weniger Tierprodukte sowie mehr und bessere pflanzliche Optionen anbieten.

Regelmäßig evaluieren wir dazu das pflanzliche Angebot oder die Tierschutzkriterien verschiedener Branchen, z. B. Caterer oder Supermärkte. Verbunden damit geben wir den Unternehmen wertvolle Hinweise, wo Verbesserungsbedarf besteht. Der direkte Vergleich sorgt dann zuverlässig dafür, dass Unternehmen ihr veganes Angebot stärken, um sich zu verbessern oder eine gute Platzierung zu halten.

Privatpersonen erreichen wir erfolgreich über unsere Selbst-Wenn-Broschüre, die wir inzwischen mehrere Millionen Mal gedruckt haben, und über unsere Aktionsgruppen, die bundesweit aktiv sind. Außerdem bieten wir die Vegan Taste Week an, an der bereits mehrere hunderttausend Menschen teilgenommen haben.

Mit den deutschen Studierendenwerken haben wir zusammengearbeitet, um das vegane Angebot in den Mensen zu fördern. Dass längst über 50 % des Mensaangebots in Deutschland vegetarisch oder vegan ist, liegt zum Teil auch an unserer Arbeit.

Jahresrückblicke und Meilensteine

Hier finden Sie komprimierte Rückblicke auf unsere wichtigsten Erfolge der vergangenen Jahre:

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Gemeinsam sorgen wir für mehr Tierschutz und weniger Tierprodukte.