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Unser Jahresrückblick 2014

Pressemitteilung

Jahresrückblick Albert Schweitzer Stiftung
© Marco2811 – Fotolia

Ob bei politischen Entscheidungen, der Zusammenarbeit mit Unternehmen oder der Information der Öffentlichkeit – die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt zieht eine positive Bilanz des vergangenen Jahres. »Neben dem Ausstieg aus dem Schnabelkürzen und dem Abschaffen von Käfig-Eiern in vielen Unternehmen und Studentenwerken konnten wir insbesondere die vegane Idee weiter verbreiten«, freut sich Mahi Klosterhalfen, geschäftsführender Vorstand der Stiftung. Auch von außen erhält die NGO starken Zuspruch: Die Organisation Animal Charity Evaluators wählte die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt von weltweit 155 Tierrechts- und Tierschutzorganisationen in ihre Top 7.

Ende von Käfig-Ei und Stopfleber

Die 2007 ins Leben gerufene Initiative »Käfigfreie Mensa« erzielte 2014 große Erfolge: Ob hartgekocht, im Salat oder als Brotbelag – Deutschlands Mensen verzichten zukünftig auf Käfigeier. 56 der insgesamt 58 deutschen Studentenwerke haben diesen Entschluss bereits in die Tat umgesetzt, die letzten befinden sich in der Umstellung. Neben den Studentenwerken konnten die Kampagnen der Stiftung zudem viele Firmen davon überzeugen, auf Tierqualprodukte zu verzichten. Die Liste der Unternehmen, die von der Stiftung vom Verzicht auf Käfigeier überzeugt wurden, ist um 25 Namen angewachsen, unter ihnen Branchenriesen wie Subway, Homann, Kuffler, McCain, Café Extrablatt und dessen Lieferant, die Gastro Service GmbH. Auch die Verwendung von Stopfleber in namhaften Gastronomien nimmt ab: Renommierte Hotelketten wie Meliá und Hyatt sicherten zu, keine Stopfleber mehr zu verkaufen. »Ein großer Erfolg war auch unsere Zusammenarbeit mit Starbucks: Dort wird seit einigen Monaten ein veganes Ciabatta angeboten – vorher gab es kein veganes Speiseangebot«, führt Silja Kallsen-MacKenzie, die für die Stiftung verschiedene Unternehmenskampagnen leitet, weiter aus.

Ausstieg aus dem Schnabelkürzen

Mehr als 65 Millionen Legehennen bleibt zukünftig eine Grausamkeit erspart: Ab 2017 werden deutsche Supermärkte keine Eier mehr aus Betrieben zu beziehen, die bei der Haltung der Hennen auf das Schnabelkürzen der Tiere zurückgreifen. »Auf Grund der schlechten Haltungsbedingungen entwickeln die Legehennen Verhaltensstörungen und würden sich gegenseitig verletzen und töten, wenn man ihnen nicht als Küken die Schnabelspitzen entfernen würde. Wir setzen uns seit 2010 für ein Ende dieser Amputationen unter gleichzeitiger Verbesserung der Haltungsbedingungen ein«, erklärt Mahi Klosterhalfen, geschäftsführender Vorstand der Stiftung. »Der Beschluss, aus dem Schnabelkürzen auszusteigen, ist ein wichtiger Meilenstein und ein großer Erfolg unserer Kampagnenarbeit.« Auch die Tatsache, dass die Petition gegen die Massentierhaltung von knapp 100.000 Menschen unterstützt wurde und unter der Teilnahme von Mahi Klosterhalfen vor dem Petitionsausschuss des Bundestages erörtert werden musste, war ein wichtiger Schritt.

Information der Öffentlichkeit

»Die breite Öffentlichkeit konnten wir darüber hinaus mit unserem Kaufland-Projekt über die vegane Ernährung informieren«, erklärt Silja Kallsen-MacKenzie. Die Stiftung gestaltete eine Broschüre zu dem Thema, die auf der Kaufland-Webseite zum Download bereitsteht. Gleichzeitig berichtete Kaufland in seiner Kundenzeitschrift »TIP der Woche«, die über eine Auflage von mehr als 20.000.000 verfügt, auf zwei Seiten über vegane Ernährung. Einen weiteren wirkungsvollen Baustein bildet die GrunzMobil-Tour der Stiftung, die deutschlandweit über Massentierhaltung und vegane Ernährung informiert. »Im Zuge der Aktion konnten wir nahezu 15.000 neue Abonnenten für unseren Ernährungsnewsletter gewinnen«, freut sich Carsten Halmanseder, der bei der Stiftung für die Straßen- und Informationskampagnen verantwortlich ist. Zusätzlich konnte die Stiftung die Anzahl ihrer lokal tätigen Aktionsgruppen von sechs auf 21 erhöhen.

Vegan Taste Week

Vegan ist Trend! Doch wie funktioniert diese Ernährungsform eigentlich? Und welche Tipps erleichtern den Einstieg in das vegane Leben? Diese und mehr Fragen beantwortet ein weiteres Großprojekt der Stiftung, das im November 2014 an den Start ging: Die Vegan Taste Week. Im Rahmen einer Probierwoche werden selbst Fleischliebhaber durch einen täglichen Newsletter an die vegane Lebensweise herangeführt und mit schmackhaften Rezepten versorgt. »Nach nur knapp einem Monat haben bereits über 11.000 Menschen an der Vegan Taste Week teilgenommen. Daran zeigt sich, dass das Interesse der Bevölkerung an veganer Ernährung immer weiter wächst«, sagt Carsten Halmanseder. »Wir sind sicher, dass auch 2015 viele an der pflanzlichen Ernährung interessierte Menschen eine Woche als Probe-Veganer verbringen – und mindestens einige davon ihre Ernährung dauerhaft umstellen werden.«

Wissenschaft großgeschrieben

Das Wissenschaftsressort der Stiftung stützt die Arbeit der anderen Bereiche durch Evaluationen und Recherchen sowie bei der Ausarbeitung von Projekten wie der Vegan Taste Week und der Erstellung des Jahresberichts, der einen aus Bundesmitteln finanzierten Preis gewonnen hat. Im Jahr 2014 vernetzte es sich zudem mit Personen aus der Wissenschaft, anderen Organisationen sowie der Politik und brachte es sich aktiv beim Wir-haben-es-satt-Kongress ein. Es platzierte außerdem hochwertige Artikel in der Agrarzeitung sowie in den Kritischen Agrarberichten 2014 und 2015. »Wir freuen uns, dass wir damit unsere Position in die öffentlich und auch in der Fachwelt geführte Debatte um Tierschutzreformen und Tierrechte sowie um die Zukunft unserer Ernährung einbringen konnten«, sagt Konstantinos Tsilimekis, Leiter des Wissenschaftsressorts.

Weitere Erfolge

Um diesen Artikel übersichtlich zu halten, haben wir nicht alle Erfolge aus 2014 aufgeführt. Sehen Sie sich auch unsere vollständige Liste an.

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