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Gesundheit

Gesundheit vegan
© Augustino – Shutterstock

Die Gesundheit gilt in Deutschland als einer der wichtigsten Grundwerte – dies bestätigt auch der Werteindex 2016. Wie gesund wir durch unser Leben gehen, wird zu einem großen Teil durch unsere Ernährung bestimmt. Doch obwohl viele Menschen ihrer Gesundheit einen so hohen Stellenwert beimessen, werden offizielle Ernährungsempfehlungen oft missachtet. So ist beispielsweise der Fleischkonsum in Deutschland seit Jahren zu hoch und der Gemüsekonsum zu niedrig, was u. a. Herz- und Gefäßerkrankungen begünstigt. Eine ausgewogene, pflanzliche Ernährungsform kann Abhilfe schaffen.

Fachgesellschaften und Politik

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) betont in ihren 10 Regeln als erstes: »Wählen Sie überwiegend pflanzliche Lebensmittel.« Im Rahmen einer vollwertigen Ernährung sollten außerdem pro Woche nicht mehr als 300 bis 600 g Fleisch und Wurst gegessen werden. Der tatsächliche durchschnittliche Verzehr liegt in Deutschland allerdings bei 60,3 kg pro Kopf (2015) – was mit mehr als 1 kg pro Woche deutlich über den empfohlenen Mengen liegt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat kürzlich verarbeitetes Fleisch, z. B. Wurstwaren, als krebserregend eingestuft. Allein schon aus gesundheitlicher Sicht ist es also notwendig, weniger Tierprodukte zu konsumieren.

Der Druck von NGOs und politischen Institutionen (z. B. dem Umweltbundesamt) auf die Regierung wird immer stärker, endlich bundesweit wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um den Fleischkonsum zu senken. Vor allem aus Nachhaltigkeits- und Gesundheitsgründen sowie zur Verbesserung des Tierschutzes sollte die Politik aktiv werden, allerdings lässt die Bundesregierung noch keine Handlungsbereitschaft erkennen.

Pflanzlich zu einer gesünderen Ernährung

Die DGE hat 2016 eine Position zu veganer Ernährung veröffentlicht, in der sie die generellen gesundheitlichen Vorteile von pflanzenbetonten Ernährungsweisen aufzeigt. Auch detaillierte Ernährungsempfehlungen für VeganerInnen werden darin hervorgehoben. Insbesondere die kritische Position zu veganer Schwangerschaft, Stillzeit und Kinderernährung verwundert jedoch, da sie von der Position anderer Organisationen wie z. B. der Academy of Nutrition and Dietetics (A.N.D.) aus den USA abweicht.

Als größte Ernährungsorganisation der Welt bestätigt die A.N.D. bereits seit Jahren, dass »gut geplante vegetarische Ernährungsformen – inklusive der veganen – gesund und ernährungsphysiologisch angemessen sind«. Außerdem sieht sie diese Ernährungsformen für alle Lebensabschnitte, auch Schwangerschaft und Kindheit, als geeignet an.

Generell gilt: Wenn der Konsum tierlicher Produkte sinken soll, muss der Anteil an pflanzlichen Lebensmitteln in der Ernährung steigen. Wer auf die richtigen Lebensmittel und Nährstoffe achtet, der kann sich in sämtlichen Lebensphasen mit einer rein pflanzlichen Ernährung rundum vollwertig ernähren. Allem voran steht die sichere Versorgung mit Vitamin B12 über Supplemente, da dieses lebenswichtige Vitamin praktisch nicht in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten ist. Weitere Nährstoffe sind ebenfalls zu beachten, z. B. Eisen, Kalzium und Jod. Dass die Versorgung mit einem ausgewogenen und vor allem vollwertigen pflanzlichen Speiseplan machbar (und auch noch lecker) ist, erfahren Sie auf unseren zahlreichen Informationsseiten (siehe Abschnitt »Weiterführendes«).

Unser Anliegen

Wir setzen uns dafür ein, dass der Anteil tierlicher Produkte in der Ernährung sinkt und mehr pflanzliche Lebensmittel verzehrt werden. Im Vordergrund stehen für uns dabei vor allem tierethische Gründe. Wir möchten Interessierte darüber informieren, wie eine gesunde Ernährung ohne Tierprodukte möglich ist. Dabei arbeiten wir ausschließlich mit fundierten Erkenntnissen und orientieren uns am aktuellen Stand der Wissenschaft. Zudem führen wir eigene Studien durch, vernetzen uns mit Expertinnen und Experten und besuchen einschlägige Kongresse.

Weiterführendes

Detaillierte Informationen zu veganer Ernährung finden Sie im zusammenfassenden Grundlagenartikel »Vegan gesund«, in unseren aktuellen Artikeln zu Gesundheitsthemen und auf unserem Portal »Vegan Taste Week« mit Details zu einzelnen Nährstoffen und zahlreichen Rezeptideen.

Initiative Transparente Zivilgesellschaft
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