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Coworking ohne Fleisch

WeWork Mitbegründer
Miguel McKelvey, Mitbegründer und Chief Culture Officer von WeWork. © WeWork

WeWork, einer der größten Anbieter von Coworking-Büros, hat angekündigt, bei firmeneigenen Veranstaltungen ab sofort kein Fleisch mehr zu servieren. Auch in den Selbstbedienungs-Kiosken, die sich in einigen der von WeWork betriebenen Büroräumen befinden, wird es nur noch fleischfreie Snacks geben. Zudem bekommen MitarbeiterInnen, die auf Firmenkosten essen, keine Ausgaben für Fleischgerichte mehr erstattet.

Das Unternehmen betreibt in über 20 Ländern etwa 400 Coworking Büros, in denen Arbeitsplätze und Infrastruktur für einen begrenzten Zeitraum angemietet werden können. Mit der Neuausrichtung will WeWork seinen Angestellten die Möglichkeit geben, »mehr über gesundes, nachhaltiges und bewusstes Leben zu lernen«.

Die Gründe für die Neuausrichtung

WeWork-Mitgründer Miguel McKelvey informierte die etwa 6.000 Angestellten des Unternehmens per E-Mail über die Entscheidung. Als Grund führte er den Umweltschutz an: Wer seinen ökologischen Fußabdruck verkleinern möchte, könne mit dem Umstieg auf eine fleischfreie Ernährung am meisten erreichen – mehr als etwa mit dem Wechsel auf ein Auto mit Hybridantrieb. »Indem wir kein Fleisch servieren, können wir bis 2023 geschätzte 60 Milliarden Liter Wasser und 201,9 Millionen kg CO2-Emissionen einsparen sowie über 15 Millionen Tiere verschonen«, so McKelvey in seiner E-Mail.

Da die neue Richtlinie ab sofort gültig sei, werde es auch beim bald stattfindenden »Summer Camp«, dem größten MitarbeiterInnen-Event des Unternehmens, keine Fleischgerichte geben. »Wir schätzen, dass wir allein an den drei Tagen (…) mehr als 10.000 Tiere verschonen können«, schreibt McKelvey weiter. Das Team habe hart gearbeitet, um ein nachhaltiges, reichhaltiges und leckeres Menü ohne Fleisch zu erstellen.

Trend zu mehr Nachhaltigkeit in Unternehmen

Immer mehr Unternehmen setzen in letzter Zeit Nachhaltigkeit auf ihre Agenda und stellen entsprechende Projekte vor. So wollen beispielsweise Starbucks und American Airlines keine Strohhalme aus Plastik mehr verwenden, weil diese massiv die Ozeane verschmutzen.

Um ihr Nachhaltigkeitsprofil zu schärfen, achten Unternehmen auch zunehmend auf die Ernährung ihrer Angestellten am Arbeitsplatz – das beobachtet Virginia Hoekenga, stellvertretende Direktorin der National Association for Environmental Management in den USA. Wir gehen davon aus, dass zukünftig immer mehr Unternehmen entsprechende Projekte vorstellen werden – immerhin kann man mit pflanzlichen Mahlzeiten nicht nur die Umwelt und Tiere schonen, sondern auch der Gesundheit etwas Gutes tun.

Reaktion der Fleischindustrie

Kurz nachdem WeWork die Neuigkeiten bekanntgegeben hatte, ging in den USA die Website IChooseMeat.com online. Dort erhalten Interessierte »Hilfe« – etwa bei der Frage, wie sie Fleisch in ihr fleischloses Büro schmuggeln können. Auch angebliche »Fleischmythen« werden entkräftet.

Die Website stammt vom Nordamerikanischen Fleischinstitut, einer Handelsorganisation, die Hersteller und Anbieter von rotem Fleisch und Geflügel vertritt. Das fragwürdige Projekt zeigt beispielhaft, wie sehr sich die Fleischindustrie mittlerweile von Initiativen, die den Konsum von Tierprodukten verringern wollen, bedroht fühlt.

Unser Fazit: Ein Schritt in die richtige Richtung

Wir begrüßen es sehr, wenn Unternehmen sich ihrer Verantwortung bewusst werden und ihre MitarbeiterInnen für die negativen Auswirkungen des Fleischkonsums sensibilisieren. Unternehmensintern auf fleischfrei umzustellen, ist unserer Ansicht nach ein guter Schritt in die richtige Richtung.

Wer noch einen Schritt weiter gehen möchte, schließt die »Produktion« von Milch und Eiern ein, denn auch diese sind aus ökologischer Sicht problematisch und bedeuten Leid und Tod für die Tiere. Die Fischzucht hat ebenfalls erhebliche negative Auswirkungen. Lohnenswert wäre es deshalb, auch zu diesen Produkten pflanzliche Alternativen anzubieten.

Wenn Sie persönlich den Schritt zu einer umwelt- und tierfreundlicheren Ernährung gehen möchten, schauen Sie doch bei unserer Vegan Taste Week vorbei.

(rp)

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