Wieder mehr Tiere geschlachtet
Die Menschen in Deutschland haben wieder mehr Fleisch gegessen. Das zeigt sich auch in den Schlachtzahlen: 2025 wurden mehr Tiere für die Lebensmittelproduktion getötet als im Jahr zuvor. Hier finden Sie die aktuellen Kennzahlen zum Thema. Besonders betroffen sind ausgerechnet die Tiere, die ohnehin enorm unter der Massentierhaltung leiden: Hühner.
Schlachtungen: Wieder leicht gestiegen
Nachdem 2024 ein historischer Tiefstand bei den Schlachtzahlen erreicht war, stieg die Zahl im Jahr 2025 wieder um etwa 3 Millionen Tiere an. Damit liegt die Zahl zwar über dem Niveau der beiden Vorjahre, aber weiterhin deutlich unter den Werten der Jahre bis einschließlich 2022.
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Rund 746 Millionen Tiere wurden 2025 in Deutschland geschlachtet.
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Das sind über 2 Millionen jeden einzelnen Tag.
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85.131 in jeder Stunde.
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1.419 Tiere pro Minute.
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Auf jeden Menschen in Deutschland (rund 83,5 Mio.) kommen damit für das Jahr 2025 rund 9 getötete Tiere.

„Masthühner“ leiden am meisten
Unser Ziel ist klar: Wir wollen, dass keine Tiere mehr für die Ernährung leiden und sterben müssen. Einen besonderen Fokus legen wir jedoch auf die Hühner in den Mastbetrieben – denn sie stellen die am meisten geschlachteten Landtiere. Deshalb setzen wir uns für diese Tiere besonders ein, vor allem mit der Masthuhn-Initiative. Mit klaren Forderungen und Kooperationen bewegen wir Unternehmen dazu, höhere Tierschutzstandards zu etablieren und weniger Tiere zu nutzen
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86 % der geschlachteten Tiere waren sogenannte Masthühner – diese Zahl steigt seit einigen Jahren stetig, diesmal sogar um rund 13 Millionen Tiere.
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Andere Spezies machten im Vergleich zu „Masthühnern“ einen deutlich geringeren Anteil aus: 6 % Schweine, 4 % Puten und 3 % aussortierte „Legehennen“, die als „Suppenhühner“ geführt werden.
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Den größten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr gab es bei den „Legehennen“: 2025 wurden rund 6 Millionen Tiere weniger geschlachtet (21 Mio.). Die amtlichen Statistiken nennen keine Ursachen. Möglich sind unter anderem ein leicht gesunkener Legehennenbestand oder Veränderungen bei der Nutzungsdauer der Tiere.
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Auch bei den Puten ist ein positiver, also abnehmender Trend zu erkennen: 2025 wurden knapp 3 Mio. Tiere weniger geschlachtet (28 Mio.).
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Bei Schweinen stieg die Zahl leicht (auf 48 Mio.), bei Rindern sank sie etwas (auf 3 Mio.).
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Die rund 8 Millionen Enten machen nur 1 % aller 2025 geschlachteten Tiere aus. Alle anderen Spezies, auch Rinder, liegen anteilsmäßig noch einmal deutlich darunter.
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Fische, Krebstiere und Weichtiere in Aquakulturen, die für die Lebensmittelproduktion getötet werden, werden nicht als Individuen erfasst, sondern nur ihr Gewicht. Für 2025 liegen noch keine Zahlen vor. Im Jahr 2024 waren es 32.661 Tonnen – etwas weniger als im Jahr zuvor, aber über dem Niveau der meisten Vorjahre.
Auch auf Tiere in Aquakulturen legen wir einen besonderen Fokus, denn diese Industrie wächst – weltweit gesehen – stetig, ohne dass es etablierte Tierschutzstandards für Fische und andere aquatische Tiere gibt. Hier besteht also großer Handlungsbedarf, deshalb haben wir die Aquaculture Welfare Standards Initiative ins Leben gerufen.
- Keine Auskunft gibt das Statistische Bundesamt über die Zahl der jährlich in Deutschland geschlachteten Kaninchen, da es diese nicht erfasst. Die Zahl wurde vor Jahren auf 30 Millionen geschätzt.
Fleischproduktion ist gleich geblieben
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Aus den insgesamt 746 Millionen Schweinen, Rindern, Hühnern, Puten und anderen Tieren wurden 2025 6,8 Millionen Tonnen Fleisch „gewonnen“. Das entspricht in etwa dem Wert des Vorjahres. Zuvor war er über viele Jahre gesunken.
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Das meiste Fleisch stammt von Schweinen (4 Mio. t). An zweiter Stelle folgt bereits Hühnerfleisch (1 Mio. t), danach Rindfleisch (1 Mio. t) und Putenfleisch (0,4 Mio. t).
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Die Produktion von Schweinefleisch und Fleisch aus „Masthühnern“ ist 2025 gestiegen – das entspricht den jeweils gestiegenen Schlachtzahlen.
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Aus „Suppenhühnern“ wurde 2025 deutlich weniger Fleisch hergestellt – das entspricht den gesunkenen Schlachtzahlen.
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Die Produktionszahlen für Rind- und Putenfleisch sanken ebenfalls.
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Insgesamt stagnierte die „Geflügel“-Fleischproduktion im Vergleich zum Vorjahr. Das lässt vermuten, dass Hühnerfleisch andere Fleischsorten verdrängt.
Zu beachten ist bei dieser Zahl: Das Statistische Bundesamt erfasst mit den 6,8 Millionen Tonnen produzierten Fleischs die reine „Schlachtmenge“, basierend auf Daten zu ausgeweideten Tierkörpern in den Schlachtbetrieben.
- Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) gibt die Fleischproduktion für 2025 mit 7,3 Millionen Tonnen an. Hier werden zum Beispiel Knochen und Innereien mitgerechnet.
Fleischverbrauch: Das meiste für uns Menschen
Da die Menschen in Deutschland am liebsten Muskelstücke wie Schweineschnitzel, Hühnerbrust und Rindersteak essen, werden diese zusätzlich auch aus anderen Ländern importiert. Vor allem hierzulande weniger beliebte Teile geschlachteter Tiere, zum Beispiel Ohren, Füße, Zungen, Schwänze und Innereien, werden dagegen auch exportiert. In einigen Regionen der Welt zählen diese Teile als Delikatessen. In anderen können sie dagegen als Billigimportware den heimischen Markt stark unter Druck setzen. Dass in Deutschland vor allem bestimmte Fleischstücke nachgefragt werden und andere Körperteile exportiert werden, hat deshalb auch internationale Auswirkungen.
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2025 wurden 3,6 Millionen Tonnen Fleischwaren nach Deutschland importiert.
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4,5 Millionen Tonnen Fleischwaren wurden 2025 aus Deutschland exportiert.
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Zuzüglich der Importe und abzüglich der Exporte lag die 2025 zum Verbrauch in Deutschland verfügbare Menge Fleisch bei 6,4 Millionen Tonnen. Das entspricht in etwa dem Wert des Vorjahres.
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Von den verfügbaren Mengen wurde nicht alles direkt von Menschen verzehrt. 1,8 Millionen Tonnen Fleisch landeten 2025 zum Beispiel im Hunde- und Katzenfutter oder bei der Weiterverarbeitung im Abfall.
Fleischverzehr: Erstmals wieder minimal gestiegen
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Für den menschlichen Verzehr wurden 2025 in Deutschland 4,6 Millionen Tonnen Fleisch verwendet.
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Der Pro-Kopf-Verzehr stieg damit erneut und lag 2025 bei 54,9 Kilogramm.
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Jede Person in Deutschland hat damit im Schnitt 1,06 Kilogramm Fleisch pro Woche gegessen.
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Der wöchentliche Pro-Kopf-Verbrauch lag damit 2025 bei über 300 % der maximal empfohlenen Menge der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) (300 Gramm)!
Der Anstieg liegt vor allem daran, dass die Menschen in Deutschland mehr „Geflügel“-Fleisch essen als früher. Dabei leiden gerade sogenannte Masthühner extrem unter den Bedingungen der Massentierhaltung. Zudem müssen für dieselbe Menge Fleisch mehr Hühner leiden und sterben als zum Beispiel Rinder. Das ist kein Argument, doch lieber Rinder statt Hühner zu essen – besser für Mensch, Planet und Tier ist es immer, pflanzliche Optionen zu wählen.

Selbstversorgungsgrad: Mehr als genug
Deutschland produziert weiterhin mehr Fleisch, als rechnerisch für den inländischen Verbrauch benötigt würde. Zugleich zeigen die hohen Import- und Exportmengen, dass Fleisch längst Teil eines internationalen Marktes ist: Tiere werden nicht nur für den Konsum in Deutschland gehalten und getötet, sondern auch für wirtschaftliche Absatzmöglichkeiten im Ausland.
- Der Selbstversorgungsgrad mit Fleisch lag 2025 bei 115 %.
Ein Ernährungswandel braucht Politik und Wirtschaft
Die aktuellen Zahlen zeigen: Der Wandel ist noch nicht geschafft. Noch immer werden in Deutschland jedes Jahr rund 746 Millionen Tiere geschlachtet – überwiegend Hühner. Deshalb braucht es weitere Veränderungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, und deshalb setzt die Albert Schweitzer Stiftung einen Schwerpunkt auf diese Tiere.
Zwar hinterfragen immer mehr Menschen ihren Fleischkonsum und Tierschutz, Klimaschutz und persönliche Gesundheit motivieren viele zu einer Reduktion von Tierprodukten. Doch darf eine gute Zukunft für alle nicht allein von den Kaufentscheidungen einzelner abhängen. Politik und Wirtschaft müssen beim Tierschutz noch besser mitziehen, denn ein Ernährungswandel ist unausweichlich, wollen wir eine lebenswerte Zukunft für alle.
Wir setzen uns weiter dafür ein, das Leid der Tiere in der Lebensmittelproduktion zu reduzieren, insbesondere mit der Masthuhn-Initiative, unserer Aquakultur-Arbeit, aber auch durch Tierschutzklagen und unsere politische Arbeit. Außerdem zeigen wir mit gezielter Beratung im Rahmen von Plant Potential den Unternehmen der Lebensmittelbranche Wege auf, Tierprodukte zu reduzieren. Gemeinsam mit unseren Unterstützer:innen schaffen wir so Schritt für Schritt die Voraussetzungen für eine Ernährung, für die kein Tier mehr leiden muss.
Möchten Sie erfahren, wie Sie den Wandel auf dem eigenen Teller vorantreiben? Unsere Vegan Taste Week bietet Tipps und Rezepte für eine pflanzlichere Ernährung.
Quellen
Hinweis: Einige der verwendeten Zahlen sind vorläufig und können im Laufe des Jahres durch die jeweiligen Institutionen angepasst werden.
Statistisches Bundesamt (Destatis), Genesis-Online: 41331-0001: Geschlachtete Tiere, Schlachtmenge: Deutschland, Jahre, Tierarten, Schlachtungsart (abgerufen am 1.7.2026).
Statistisches Bundesamt (Destatis), Genesis-Online: 41322-0001: Geflügelschlachtereien, Geschlachtete Tiere, Schlachtmenge: Deutschland, Jahre, Geflügelart (abgerufen am 3.7.2026).
Statistisches Bundesamt (Destatis), Genesis-Online: 41322-0002: Geflügelschlachtereien, Geschlachtete Tiere, Schlachtmenge: Deutschland, Monate, Geflügelart (abgerufen am 1.7.2026).
Statistisches Bundesamt (Destatis), Genesis-Online: 41362-0001: Betriebe mit Erzeugung in Aquakultur, Erzeugte Menge: Deutschland, Jahre, Aquakulturerzeugnisse (abgerufen am 1.7.2026).
Statistisches Bundesamt (Destatis): destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Bevoelkerungsstand/_inhalt.html (abgerufen am 1.7.2026)
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL): Fleisch. (abgerufen am 2.7.2026).