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Wirtschaft

Wirtschaft - Küken auf Eierkarton
© Bespaliy – Shutterstock

Der Wirtschaft kommt eine entscheidende Rolle dabei zu, die Situation der »Nutztiere« zu verbessern sowie den aus praktisch jeder Hinsicht zu hohen Verbrauch an Tierprodukten zu reduzieren.

Früher: Weitergabe der Schuld

Noch bis ungefähr zur Jahrtausendwende war es für Entscheider aus der Wirtschaft durchaus üblich, ihre Hände in Unschuld zu waschen: Für die schlechten Zustände in der Tierhaltung machten sie Politik und Verbraucher verantwortlich. Wenn sich etwas ändern sollte, dann argumentierten sie häufig, die Politik müsse die Rahmenbedingungen verbessern. Außerdem verwiesen die Entscheider gerne auf die Verbraucher, die mit ihrer Nachfrage das Angebot steuerten.

Dabei ließen sie außer Acht, dass viele Verbraucher insbesondere angesehenen Unternehmen vertrauen und davon ausgehen, dass diese selbst für hohe Standards sorgen. So gehen viele Menschen fälschlicherweise davon aus, dass in bestimmten Supermarktketten keinerlei Produkte aus Massentierhaltung verkauft werden. Wenn man sich die übliche Werbung und die Bilder auf Tierprodukten anschaut, dann überrascht das vielleicht auch nicht.

Bezüglich der Politik ist zu betonen, dass die letzten Bundesregierungen in Tierschutzfragen vor allem bremsend gehandelt haben. Es gibt zwar einige wenige Fortschritte wie das inzwischen beschlossene Verbot der »Kleingruppen«-Käfighaltung von Legehennen. Das ist aber die Folge einer Ohrfeige des Bundesverfassungsgerichts sowie des Versagens dieser Haltungsform am Markt.

Heute: Stärkere Akzeptanz der Eigenverantwortung

Die Weitergabe von Schuldzuweisungen oder das Nutzen von Ausreden sind in der Wirtschaft zwar durchaus noch zu beobachten, werden aber seltener. Inzwischen nehmen immer mehr Entscheider ihre Verantwortung immer stärker wahr. Das heißt zwar noch lange nicht, dass wir in der Nähe des Ziels wären. Inzwischen finden wir aber verstärkt Rahmenbedingungen vor, unter denen wir gut arbeiten können. So wird das Thema Nachhaltigkeit immer mehr zum Wettbewerbsfaktor.

Unsere Arbeit mit der Wirtschaft

In aller Regel gehen wir konstruktiv auf Unternehmen zu und schlagen eine Zusammenarbeit zu bestimmten Themen vor. Dabei kann es zum einen darum gehen, die Tierschutzstandards anzuheben wie z. B. Käfige aus den Lieferketten zu streichen und Amputationen an Tieren zu beenden. Zum anderen schlagen wir oft Kooperationen vor, um das vegane Angebot auszubauen oder zu verbessern. In der Regel entstehen so gute Fortschritte und häufig kommt es zur dauerhaften Zusammenarbeit.

Früher waren wir meistens sehr geduldig mit Unternehmen, die sich nicht bewegt haben. Bis einschließlich 2015 haben wir fast nie Negativkampagnen durchgeführt. Seit 2016 ändern wir unser Vorgehen schrittweise: Wir sind nach wie vor sehr an konstruktiven und langjährigen Kooperationen interessiert. Gleichzeitig sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir mit den langsamsten Unternehmen und mit denen, die ihre Zusagen nicht einhalten, nicht allzu zimperlich umgehen sollten.

Konkrete Beispiele

Schauen Sie sich unsere laufend aktualisierte Liste von Kooperationen mit und Kampagnen gegen Unternehmen sowie wichtigen Tierschutzinformationen aus der Wirtschafts an.

Initiative Transparente Zivilgesellschaft
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