8 Millionen Tonnen Fleisch und niemand schreit auf
Die neuen Rekordwerte der deutschen Massentierhaltungs- und Schlachtindustrie sind einer zivilisierten Gesellschaft unwürdig.

»Das ständige Wachstum der Schlachtzahlen ist einer zivilisierten Gesellschaft unwürdig«, kommentiert Wolfgang Schindler, Präsident der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt und verweist darauf, dass für den grausamen Rekord der Schlachtkonzerne etwa eine Milliarde Tiere leiden und sterben mussten – vor allem Masthühner.
Der Fleischkonsum in Deutschland ist leicht rückläufig, doch die Agrarindustrie hat sich längst den Auslandsmärkten zugewandt. Die Bundesregierung hilft mit einem Exportförderprogramm bei der Erschließung neuer Märkte. Die Albert Schweitzer Stiftung fordert die Trendumkehr: »Wir haben es mit einer Industrie zu tun, die selbst Minimalanforderungen des Tierschutzgesetzes mit Füßen tritt, um zu Weltmarktpreisen produzieren zu können«, erläutert Rechtsanwalt Schindler.
Da die Bundesregierung offensichtlich kein Interesse hat, dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten, richtet sich die Stiftung an die Gesellschaft: Verbraucherinnen und Verbraucher finden im Internet (z. B. www.v-heft.de) Tipps, um ihren Fleischkonsum zu reduzieren oder zu beenden. Unternehmen bietet die Stiftung Schulungen in der vegetarischen und veganen Verpflegung an: Kochschulungen.