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Landwirtschaft

Landwirtschaft - schützende Hand
© malekas – Fotolia

Der Bereich der Landwirtschaft bietet zahlreiche Ansatzpunkte, um auf Verbesserungen für Millionen von sogenannten »Nutztieren« hinzuwirken. Wir stellen Ihnen nachfolgend vor, auf welche Weise wir hier wirken, und geben außerdem Hinweise, wie auch Sie sich einbringen können.

Missstände aufzeigen

Der bei weitem größte Teil der in Deutschland produzierten und konsumierten Tiere lebt unter intensiven, industriell geprägten Haltungsbedingungen wie der Massentierhaltung. Mit einer Reihe von umfangreich belegten und regelmäßig aktualisierten Artikeln weisen wir auf die größten Missstände in der Tierproduktion hin und stellen für jede Tierart Mindestforderungen an die Agrarpolitik. Die Artikel eignen sich gut als Informationsgrundlage zur Tierhaltung in der Landwirtschaft und als generelle sachliche Argumentationsbasis. Zusätzlich veröffentlichen wir auch laufend aktuelle Meldungen zum Themenbereich.

Widerstand gegen Agrarfabriken

Wir-haben-es-satt Demo
© Timo Stammberger Photography

Als Mitglied des bundesweiten Netzwerks »Bauernhöfe statt Agrarfabriken« setzen wir uns seit 2010 gemeinsam mit Bürgerinitiativen, Umwelt- und Tierschutzverbänden sowie Vertretern aus dem kirchlichen Bereich und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) für die zentralen Forderungen des Bündnisses und damit vor allem gegen industrielle Tierhaltungsanlagen ein. Die Arbeit des Netzwerks kann bislang als Erfolgsgeschichte gelten.

Wenn auch Sie sich gegen den Bau einer Tierfabrik in Ihrer Umgebung einsetzen wollen, dann können Sie sich in diesem Forum anmelden und mit Akteuren aus dem Netzwerk austauschen. Die AbL bietet zudem wertvolle »Tipps für den Widerstand gegen Agrarfabriken« mitsamt Hinweisen zur Gründung und Arbeit von Bürgerinitiativen. Einen »9-Punkte-Plan zur Gründung einer Bürgerinitiative gegen Mastanlagen« bietet auch das Landesnetzwerk Niedersachsen von »Bauernhöfe statt Agrarfabiken«. Sehr informativ und hilfreich ist außerdem der »Leitfaden gegen Massentierhaltung« vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Eigene Kampagnen und Petitionen

Bereits seit 2010 setzen wir uns dafür ein, die weithin gängige Praxis des Schnabelkürzens bei Legehennen zu beenden. Dies u. a. mit einem eigenen Positionspapier, das sowohl die Probleme als auch Lösungsmöglichkeiten aufzeigt. Als Erfolg unserer Kampagne werten wir inzwischen gefasste wirtschaftliche Beschlüsse und Vereinbarungen, die eine Beendigung dieser Praxis spätestens ab 2017 versprechen. In Aussicht steht außerdem eine Beendigung des Schnabelkürzens bei Mastputen.

In praktisch allen Bereichen der Lebensmittelwirtschaft wirken wir seit Jahren darauf hin, dass in Deutschland keine Käfigeier mehr verkauft und verarbeitet werden. Damit tragen wir maßgeblich dazu bei, dass die derzeit noch erlaubte Haltung von Legehennen in sog. »Kleingruppen-Käfigen« für die Landwirtschaft immer unattraktiver wird.

Über Petitionen gehen wir regelmäßig gegen verschiedene weitere Missstände in der landwirtschaftlichen Tierhaltung an. Werden auch Sie eine von »500.000 Stimmen für die Tiere« – gemeinsam können wir viel für die Tiere in der Landwirtschaft erreichen!

Förderung der bio(zyklisch)-veganen Landwirtschaft

Als Alternative zu derzeit dominierenden Agraransätzen wird oft gefordert, auf eine ökologisch-bäuerliche Landwirtschaft umzusteigen. Dies befürworten wir grundsätzlich und stellen vor allem den bio-veganen und biozyklisch-veganen Anbau als förderungswürdige Alternativen heraus. Ihre aus tierethischer Sicht besondere Stärke liegt darin, sowohl ökologisch zu wirtschaften als auch von jeglicher »Nutztier«-Verwendung abzusehen (d. h. auch von tierlichen Düngemitteln).

Das Biologisch-Vegane Netzwerk für Landwirtschaft und Gartenbau (BVN) unterstützen wir dabei, die bio-vegane Landwirtschaft als Konzept zu verbreiten und ihre Weiterentwicklung voranzutreiben.

Zudem beteiligen wir uns auch aktiv an der Weiterentwicklung und Verbreitung des biozyklisch-veganen Anbaus, dies u. a. als Mitglied des gleichnamigen Vereins. Angeschlossen haben wir uns zudem im Jahr 2017 der Initiative LivingLand, die sich für eine allgemeine, grundlegende Reform der EU-Landwirtschaftspolitik einsetzt, was letztlich auch den Agraransätzen zugutekäme, die ohne »Nutztiere« arbeiten.

Helfen Sie dabei mit, diese Formen der Landwirtschaft und des Gartenbaus zu verbreiten, indem Sie etwa selbst damit beginnen, bio-vegan zu gärtnern, oder aber auch bei örtlichen Händlern und Landwirten immer wieder nach bio(zyklisch)-veganen Produkten fragen, um die Gesamtnachfrage zu steigern. Tragen Sie sich zudem in diesen Newsletter ein, um tagesaktuell zu erfahren, wo Sie biozyklisch-veganes Obst und Gemüse erwerben können.

Interessierten Landwirtinnen und Landwirten empfehlen wir bei Gründungs- oder Umstellungsanfragen den direkten Kontakt zum Verein Biozyklisch-Veganer Anbau. Zudem können Sie sich bei allgemeinen Anbauanfragen auch über dieses Forum mit bio-veganen Praktikern und Praktikerinnen austauschen.

Den Agrardialog mitgestalten

Podiumsdiskussion Landwirtschaft
© Felix Jürgen Holland

Für das Voranbringen des Tierschutzes und des Tierrechts ist es unerlässlich, die eigenen Anliegen, Themen- und Fragstellungen auch in die allgemeinen Fachdebatten zur Landwirtschaft einzubringen. Dies gelang uns bisher u. a. mit eigenen Artikeln in verschiedenen gewichtigen Agrarmedien sowie über Veranstaltungsteilnahmen wie etwa beim »Wir-haben-es-satt«-Kongress oder beim »Zukunftsdialog Agrar & Ernährung«.

Nachfolgend eine Auflistung unserer Artikel oder Interviews, die in externen Medien veröffentlicht wurden:

Archiv

Unsere verschiedenen Beiträge zum Thema Landwirtschaft finden Sie hier.

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Initiative Transparente Zivilgesellschaft
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