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Berliner Sommer: Sojaeis und Tierrechtsdemo

Fotos: © Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt

 

Internationale Leckereien, interessante Vorträge und Workshops, die neuesten nachhaltigen Produkte, kostenlose Musik-Acts und zahlreiche Möglichkeiten, tolle Menschen und Initiativen kennenzulernen: Das Vegane Sommerfest Berlin bot auch 2019 wieder für jeden Menschen etwas. Organisiert von ProVeg, Berlin-Vegan und der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt verwandelte das Fest den Alexanderplatz für ein Augustwochenende in ein kleines Veggie-Utopia. Doch nicht nur das: Am Sonntag bewies auch der »Official Animal Rights March« bunt und lautstark, dass Tierschutz und Tierrechte eine immer größer werdende Zahl an Menschen bewegen.

Die vegane Welt ist vielfältig und wächst

Bei strahlendem Sonnenschein konnte das Vegane Sommerfest Berlin erneut einen BesucherInnenrekord verzeichnen: Rund 65.000 Menschen, von der Tierrechts-Veteranin bis zum Tofu-Skeptiker, tummelten sich an den drei Festtagen an den mehr als 130 Ständen und Food-Trucks rund um den Brunnen der Völkerfreundschaft und die Weltzeituhr.

Eine beeindruckende Entwicklung: Im Jahr 2008 startete die Veranstaltung als »Vegan-vegetarisches Sommerfest« mit etwa 300 Besucherinnen und Besuchern. Das zeigt nicht nur, dass das gesellschaftliche Bewusstsein für Tierschutz und Tierrechte gestiegen ist, sondern auch, dass die Möglichkeiten, das eigene Leben vegan zu gestalten, heute vielfältiger und auch verfügbarer sind denn je.

Tierrechte bewegen Menschen weltweit

Auch der Animal Rights March am Sonntag ist mit rund 5.500 Teilnehmenden wieder gewachsen – auf beinahe doppelt so viele Demonstrierende wie im Vorjahr. Das Organisationsteam vom »Tierrechtsaktivistenbündnis«, das auch in der Hamburger AG der Albert Schweitzer Stiftung aktiv ist, möchte damit auf die Haltung und Ausbeutung fühlender Lebewesen sowie die damit verbundene Zerstörung des Planeten aufmerksam machen. In zahlreichen Städten auf der ganzen Welt gibt es inzwischen ähnliche Veranstaltungen. Ursprung der Bewegung war der Animal Rights March in London im Jahr 2016 mit circa 2.500 Menschen – 2018 waren es schon rund 28.000 Teilnehmende in 25 Städten, davon mehr als 3.000 in Berlin.

Die Demonstration startete am Senefelderplatz und schlängelte sich über rund fünf Kilometer durch den Prenzlauer Berg und Berlin-Mitte zum Roten Rathaus. Dort fand die Abschlusskundgebung mit musikalischen und Redebeiträgen statt. Auf halbem Weg wurde ein eindrucksvolles »Massensterben« inszeniert, bei dem sich alle Teilnehmenden reglos auf den Boden legten. Für einige Minuten war dann lediglich das Trommeln der Percussion-Band »Drums over Knives« zu hören, das an einen Herzschlag erinnerte.

Mehr als genug Gründe für einen Wandel

Angesichtes weltweiter Entwicklungen – v. a. Massentierhaltung, Klimawandel, Regenwaldrodung, Artensterben und Hungersnöte – sind die Gründe für einen schnellstmöglichen Umstieg auf eine pflanzliche Ernährung präsenter denn je. Beim Sommerfest wurden daher nicht nur tierleidfreie, sondern auch nachhaltige und faire Lösungen für alle Lebensbereiche angeboten und diskutiert, z. B. beim Zero-Waste-Workshop.

Darüber hinaus fanden auch wieder andere gesellschaftskritische Themen wie die intersektionale »Tierbefreiung unterm Regenbogen« und gesundheitliche Fragen ihren Raum. Profis wie Ernährungsexperte Niko Rittenau oder Psychologin Melanie Joy gaben Antwort. Dem wichtigen Thema Vitamin B12 war sogar ein eigener Stand gewidmet und wer Anschluss an vegane Mitmenschen suchte, wurde beim V-Friending sicher fündig.

Die Albert Schweitzer Stiftung hatte auch diesmal wieder das Programm im Vortragszelt gestaltet und war mit einem Infostand dabei. Die engagierten Aktiven, die den Stand betreuten, freuten sich über angeregte Gespräche und reges Interesse. »Ein durchgängig gut gefülltes Vortragszelt und anhaltender Andrang an unserem Infostand sind für uns ein deutliches Zeichen, dass die Themen Tierrechte und pflanzliche Lebensweise im Zentrum der Gesellschaft angekommen sind«, so Doreen Rothe, Kampagnen- und Freiwilligenmanagerin bei der Albert Schweitzer Stiftung.

Nächstes Jahr geht’s weiter!

Der vegane Sommer im Herzen Berlins ist längst zu einer festen Größe geworden und erhält durch den Animal Rights March weiteres politisches Gewicht. Für Veganerinnen, Veganer sowie alle anderen, denen das Wohl ihrer Mitlebewesen und des Planeten am Herzen liegt, war das Augustwochenende wieder eine tolle Gelegenheit zum Schlemmen, Informieren, Vernetzen, Spaß haben und Kraft tanken. Ohne die Arbeit vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer wäre das alles nicht möglich, dafür sagen wir als MitorganisatorInnen des Sommerfests und Demonstrationsteilnehmende herzlich Danke!

(jw)

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