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5 neue Mitglieder für die Masthuhn-Initiative

Masthuhn
© Dimik-777 – Shutterstock

In den letzten Wochen haben wir fünf weitere Unternehmen und Einrichtungen, für die Europäische Masthuhn-Initiative gewinnen können. Indem sie die Tierschutzstandards für Hühner in der Mast anheben, lindern sie das Leid vieler Hühner und tragen zu einem respektvolleren Umgang mit den Tieren bei. Wir stellen Ihnen die Neuzugänge vor.

Studierendenwerke Vorderpfalz und Kaiserslautern

Das Studierendenwerk (STW) Vorderpfalz versorgt die Hochschulstandorte Landau, Ludwigshafen, Worms, Germersheim und Neustadt mit insgesamt 18.432 Studierenden. Das Studierendenwerk Kaiserslautern betreut 19.830 Studierende in Kaiserslautern, Zweibrücken und Pirmasens (Stand: jeweils Wintersemester 2020/2021). Neben gastronomischen Einrichtungen (14 beim STW Vorderpfalz und 8 beim STW Kaiserslautern) stellen die Studierendenwerke Wohnplätze, psychologische und rechtliche Beratung, Kinderbetreuung und andere Formen der Unterstützung für Studierende bereit.

Die Studierendenwerke Vorderpfalz und Kaiserslautern werden die Anforderungen der Europäischen Masthuhn-Initiative für 100 % des Hühnerfleischs, das sie verarbeiten, bis spätestens 2026 umsetzen. Damit unterstützen nun zwölf Studierendenwerke die Europäische Masthuhn-Initiative.

Diäko

Die Diäko GmbH aus Hamburg bereitet fertige Gerichte zu, die sich die Kund:innen einmalig oder regelmäßig liefern lassen und selbst aufwärmen können, zum Beispiel zu Hause oder im Büro. Das Kernangebot richtet sich mit kalorienarmen und aufeinander abgestimmten Speiseplänen über mehrere Tage an Kund:innen, die abnehmen möchten. Unter dem Namen Easyfit vertreibt das Unternehmen zudem auch einzeln leichte omnivore und vegetarische Gerichte ohne Abnehmplan.

Auch die Diäko GmbH hebt ihre Tierschutzanforderungen für 100 % des verarbeiteten Hühnerfleischs an und arbeitet gemeinsam mit ihren Zulieferern an der Umsetzung der Kriterien bis spätestens 2026.

Allresto

Die Allresto Flughafen München Hotel und Gaststätten GmbH betreibt neben dem Hilton Hotel und einem Konferenzzentrum auch rund 85 % der Gastronomiebetriebe am Flughafen München. Das umfasst nicht nur den öffentlichen Bereich für Besucher:innen und Reisende, sondern auch die Verpflegung der rund 10.000 Angestellten. Der Flughafen München ist mit knapp 48 Millionen Passagieren im Jahr 2020 der zweitgrößte in Deutschland.

Allresto hat sich ebenfalls verpflichtet, die Kriterien der Europäischen Masthuhn-Initiative bis spätestens 2026 für seine Eigenmarken umzusetzen.

Audi

Auch eine Premiere können wir zum Jahresende verkünden: Mit Audi ist der erste Automobilhersteller der Europäischen Masthuhn-Initiative beigetreten. Die Audi Gastronomie versorgt an ihren deutschen Standorten sowohl rund 60.000 Mitarbeitende als auch Besucher:innen in den »Audi Foren« Ingolstadt und Neckarsulm.

Audi wird für seine Betriebsrestaurants ab spätestens 2026 nur noch Hühnerfleisch einkaufen, das die Kriterien der Europäischen Masthuhn-Initiative erfüllt. »Mit dem Beitritt zur Europäischen Masthuhn-Initiative senden wir ein klares Signal an die Fleischproduzenten und geben ihnen die Sicherheit, dass wir als Konsument bereitstehen«, sagt Victoria Broscheit, Leiterin Audi Gastronomie.

Die Europäische Masthuhn-Initiative: Mehr Platz, weniger Qualzucht

Die Europäische Masthuhn-Initiative wurde von der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt und weiteren europäischen Tierschutzorganisationen ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, die größten Quellen von Tierleid in der Hühnermast durch einen neuen, flächendeckenden Mindeststandard zu minimieren. Dazu schreibt sie ihren Mitgliedern und deren Zulieferern vor allem vor, Überzüchtung zu verringern, um körperliche Leiden zu vermeiden, für mehr Platz, Licht und Abwechslung in den Ställen zu sorgen und die Abläufe bei der Betäubung vor der Schlachtung weniger brutal und stressig zu gestalten.

Weltweit haben sich bereits fast 500 Unternehmen zu höheren Tierschutzstandards entsprechend der Europäischen Masthuhn-Initiative verpflichtet. Unter ihnen sind Konzerne wie Nestlé und Unilever, Top-Caterer wie Sodexo, Hersteller wie die Rügenwalder Mühle und Restaurantketten wie Subway und Kentucky Fried Chicken. Alle Mitglieder verpflichten sich, regelmäßig über den Fortschritt der Umsetzung zu berichten und die Einhaltung der Standards durch unabhängige Kontrollen sicherzustellen.

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