Masthühner

Als »Masthühner« werden Hühner bezeichnet, die zum Zweck der Fleischproduktion gehalten werden. Meist werden dafür besonders schnell und massiv wachsende Rassen und Zuchtlinien verwendet. Von der Industrie werden sowohl männliche als auch weibliche Tiere »Hähnchen« oder »Broiler« genannt.
Hühner sind intelligente und soziale Lebewesen. In der Massentierhaltung leiden sie sowohl psychisch als auch körperlich, und zwar besonders unter den Folgen von Qualzucht, unter den Haltungsbedingungen, auf Transporten sowie während der Schlachtung.
Etwa 5 bis 7 % der Hühner1 sterben unter diesen Bedingungen bereits, bevor sie das Schlachtalter von ohnehin nur wenigen Wochen erreichen. Solche Verlustraten werden fest einkalkuliert.
Millionen
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Inhalt
- Zucht: Warum sind »Masthühner« Qualzuchten?
- Haltung: Wie leiden Hühner in der Mast?
- Transport und Schlachtung: Wie werden Hühner geschlachtet?
- Weitere Probleme: Krankheiten aus dem Hühnerstall
- Unsere Forderungen
Zucht: Warum sind »Masthühner« Qualzuchten?

Das heutige »Haushuhn« (Gallus gallus domesticus), zu dem auch »Masthühner« und »Legehennen« gehören, stammt hauptsächlich vom Bankivahuhn (Gallus gallus) ab.2 Diese wildlebende Hühnervogelart hat einen deutlich grazileren Körper als domestizierte Haushühner und legt nur wenige Male im Jahr Eier. Bankivahühner leben in Asien, am liebsten in Wäldern und an deren Rändern.
Menschen haben Hühner domestiziert, um deren Eier und Fleisch zu nutzen. Über viele Jahrhunderte wurden Hühner so gezüchtet, dass sich »Legeleistung« und »Fleischertrag« immer weiter gesteigert haben.3 Die moderne Fleischindustrie bevorzugt Hühner, die möglichst schnell mit möglichst wenig Futter möglichst viel Fleisch (also Muskelgewebe) bilden – insbesondere an der Brust und den Schenkeln, weil das die Teile sind, die viele Menschen am liebsten essen. Je effizienter die Tiere ihr Futter in Körpermasse umsetzen und je schneller sie wachsen, desto weniger Kosten und mehr Gewinn hat der Mastbetrieb.
Für die »Masthühner« bedeutet das, dass ihr Körper so massiv wächst, dass Knochen und Organe damit überfordert sind – sie leiden und haben Schmerzen. Zusätzlich wurde ihnen das Sättigungsgefühl weggezüchtet, damit sie mehr essen. Darunter leiden nicht nur die Hühner in der Mast, sondern auch deren Elterntiere, die trotz der gleichen genetischen Veranlagungen nicht so rapide wachsen sollen und deshalb hungern müssen.
1,5 Kilogramm in 30 Tagen: Zu viel für Knochen und Organe

Die Wachstumsrate von für die Mast gezüchteten Hühnern wurde im Laufe der Jahre vervierfacht: In den 1950er Jahren wogen »Masthühner« nach etwa 101 Tagen circa 1,8 kg. Heutige »Masthühner« erreichen dieses Gewicht bereits innerhalb von 32 Tagen.4 Dieses schnelle und massive Wachstum ist für die Körper der Tiere fatal.
Bei »Masthühnern« ist die Brust- und Schenkelmuskulatur enorm vergrößert. Sie macht bis zu 66 % des Körpergewichts aus.5 Das hohe Gewicht führt zu Beinschwäche,6 schmerzhaften Beinschäden7 bis hin zu Knochendeformationen,8 denn das noch jugendliche Skelett kann mit dem schnellen Wachstum der Muskelmassen nicht mithalten.9 Gegen Ende der Mast bewegen sich die Tiere nur noch während etwa 4 % des Tages.10
Organe wie Herz und Lunge können ebenfalls nicht mit dem schnellen Körperwachstum mithalten und bleiben zu klein. In der Folge können sie den Organismus nicht ausreichend versorgen. Das kann zum Aszites-Syndrom führen,11,12 einem tödlich verlaufenden Herzversagen. Das vergrößerte Muskelgewebe kann sich ebenfalls leichter entzünden.13
Häufig beobachtet man bei »Masthühnern« auch degenerative Muskelerkrankungen wie das sogenannte White Striping, Spaghetti Meat oder Wooden Breast, deren Ursache unter anderem im massiven Wachstum des Muskelgewebes liegt.
Ständig Hunger: Sättigungsgefühl weggezüchtet

Damit die »Masthühner« in kurzer Zeit möglichst viel Kraftfutter essen, wurde ihnen das natürliche Sättigungsgefühl weggezüchtet.14 Die für die Zucht der »Masthühner« genutzten Elterntiere haben ebenfalls diese Eigenschaft.15 Da sie aber deutlich länger leben müssen, bekommen sie weniger Futter. Das soll Verfettung, Stoffwechselkrankheiten und das Nachlassen der Fruchtbarkeit verhindern.16
Aufgrund des fehlenden Sättigungsgefühls leiden die Elterntiere jedoch ihr Leben lang unter ständigem Hunger und zeigen deutliche Zeichen der Frustration.17 Sie suchen nach Futter und versuchen, ihr Verlangen anderweitig zu stillen: Die Hühner picken ziellos auf Objekte, scharren vermehrt auf dem Boden, wetzen wiederholt ihren Schnabel und laufen eilig, aber ziellos hin und her.18 Diese Ersatzhandlungen können sich zu Stereotypien (Verhaltensstörungen) entwickeln.19
»Masthühner« sind Hybride
Konventionelle Fleischproduzenten mästen ausschließlich »Hybride« – das sind Kreuzungen verschiedener Rassen. Bei diesen Hühnern sind die gewünschten Zuchtmerkmale stärker ausgeprägt als bei den Eltern (Heterosiseffekt). Die modernen Hybridlinien sind das Endprodukt jahrelanger Zuchtprogramme für »Hochleistungen« in der Mast.
Die Hybride geben die Zuchtmerkmale jedoch nicht in gleichem Maß an ihre Nachkommen weiter, weshalb jede neue Generation aus spezialisierten Zuchtbetrieben stammt. Lediglich eine Handvoll Unternehmen kontrolliert die Zucht dieser Masthybriden weltweit, darunter die Erich Wesjohann Gruppe (EW Group). Die Genetik ihrer Zuchtlinien ist ein gut geschütztes Geschäftsgeheimnis der Unternehmen.
Haltung: Wie leiden Hühner in der Mast?

Der Großteil der »Masthühner« lebt in konventioneller Bodenhaltung ohne Auslauf. Die Tiere leben dabei zu Tausenden in großen geschlossenen Hallen, die überwiegend künstlich beleuchtet und klimatisiert sind. Die Stallfläche ist gänzlich unstrukturiert und nur von Futtertrögen und Tränkeeinrichtungen durchzogen.20 Viel Platz für die Hühner bleibt nicht, sie können sich kaum ungestört bewegen oder ruhen – gegenseitige Verletzungen sind da vorprogrammiert. Die unnatürliche Umgebung bedeutet für sie außerdem: Leben im eigenen Dreck, quälende Langeweile und sozialer Stress.
Ihr natürliches Verhalten (z. B. Scharren, Staubbaden) können die Küken, die sich kurze Zeit nach ihrem Schlupf ohne Mutterhenne in einem solchen Stall wiederfinden, nicht oder nur sehr eingeschränkt ausleben oder überhaupt erst erlernen. Als eine weitere Folge der Qualzucht sind sie zusätzlich in ihren Bewegungsmöglichkeiten eingeschränkt.
Die Zucht hat zwar die Ausprägung einiger Verhaltensweisen der Hühner verändert. Heutige »Masthühner« haben jedoch im Grunde dieselben Bedürfnisse wie ihre wilden Vorfahren.21 In den Mastbetrieben werden diese aus Kosten- und Effizienzgründen größtenteils ignoriert.
Dicht gedrängt: Bis zu 26 Hühner pro Quadratmeter

Pro Maststall sind Gruppen von 10.000 und mehr Tieren üblich.22 Bis zu 60.000 Tiere in einer Masthalle sind möglich. In konventionellen Haltungsformen liegen die zulässigen Besatzdichten in Deutschland bei bis zu 39 kg Lebendgewicht pro Quadratmeter (§ 19 (3) TierSchNutztV). Untersuchungen zeigen, dass die Obergrenzen immer wieder überschritten werden.23
In der sogenannten Leichtmast und bei einem Endgewicht von 1,6 kg müssen sich bei höchster (erlaubter) Besatzdichte etwas mehr als 24 Hühner einen Quadratmeter Platz teilen. Das entspricht pro Huhn etwas weniger als einem DIN-A5-Blatt plus einem Bierdeckel. In der Schwermast teilen sich zwar weniger Individuen einen Quadratmeter, sie sind dafür aber schwerer und größer.
Leichtmast | Mittelmast | Schwermast | |
---|---|---|---|
Lebensdauer | 29 Tage | 34 Tage | 42 Tage |
Schlachtgewicht | ca. 1,6 kg | 2,1 kg | 2,8 kg |
Hühner pro Quadratmeter bei 39 kg/m2 | 24 | 19 | 14 |
Auch wenn die gesetzlichen Mindestvorgaben eingehalten werden, ist der Stallboden zum Ende der Mast mit Tieren bedeckt. Laufen, Scharren, Putzen oder Flügelschlagen ist unter diesen Umständen kaum noch möglich. Da es den Hühnern eh schon schwer fällt, ihre massigen Körper zu bewegen, liegen sie die meiste Zeit auf dem Stallboden. Das fördert Verhaltensstörungen und Erkrankungen.24
Auslauf: Die allermeisten »Masthühner« haben keinen

Auslauf ins Freie haben »Masthühner« meist nur in Bio-Betrieben. Dort leben jedoch nur 1,4 % des »Mastgeflügels« in Deutschland. Der Anteil von Tieren, die Zugang zu einem Auslauf haben, dürfte sich also maximal in diesem Prozentbereich bewegen.
Sozialleben: Mutterseelenallein unter Fremden

Bankivahühner leben in kleineren Gruppen. Zu einem Hahn gehören dabei 5 bis 20 Hennen. Zwischen den Tieren herrscht eine soziale Rangordnung. Auch »Haushühner« kommen in solch einer kleinen Gruppe am besten zurecht. Tagsüber bewegt sich die Gruppe in einem festen Territorium, das durch den leitenden Hahn vor Artgenossen anderer Gruppen verteidigt wird.25
Die Brut und Aufzucht des Nachwuchses übernimmt normalerweise die Henne. Etwa drei Wochen bebrütet sie die Eier. Nach dem Schlupf bringt sie ihrem Nachwuchs innerhalb von 10-12 Wochen alles bei, was er braucht.26 Bereits einige Tage vor dem Schlupf geben die Küken Laute von sich und kommunizieren mit ihrer Mutter.27
»Masthühner« werden dagegen künstlich ausgebrütet. Einen Tag nach dem Schlüpfen werden Sie »eingestallt«.28 Noch bis zu vier Tage nach dem Schlüpfen geben sie einen Verlassenheitslaut (auch »Weinlaut« genannt) von sich.29 Damit sich die vielen gleich jungen Tiere ohne ältere Vorbilder zurechtfinden, sind die Mastställe in der ersten Woche der Mast 20 bis 24 Stunden lang hell erleuchtet.30
Das Gedränge zwischen tausenden anderen Hühnern im Maststall stresst die Tiere enorm.31 Sie können sich gegenseitig kaum ausweichen. Außerdem steigt das Risiko, dass sich die Hühner gegenseitig erdrücken.32 Untersuchungen haben ergeben, dass Hühner erst bei Besatzdichten unter 27 kg pro Quadratmeter ein normales Sozialverhalten zeigen.33 Das entspräche in der Kurzmast etwa 18 Tieren, statt der erlaubten 26.
In der Mast erreichen die Hühner nicht einmal das Jugendalter. Sie leben lediglich vier bis sechs Wochen, bevor sie geschlachtet werden. Dadurch, dass sie ohne Mutter aufwachsen, zeigen »Masthühner« nur ein eingeschränktes Sozialverhalten.34 Bei der unüberschaubaren Anzahl von Tieren, bleiben sie untereinander zudem regelrecht anonym. Dass »Masthühner« trotzdem deutlich weniger Aggressionen untereinander zeigen als »Legehennen« liegt daran, dass sie noch zu jung sind, um ein Territorium oder eine Rangordnung ausbilden.35 Trotzdem verletzen sich die Tiere im Gedränge auch gegenseitig durch Picken oder Kratzen.36
Ruhen: Keine Entspannung möglich

Im Kükenalter liegen Hühner zum Schlafen eng beieinander am Boden. Als Erwachsene flattern sie in der Abenddämmerung lieber auf erhöhte Schlafplätze in Bäumen oder Büschen.37 »Haushühner« nutzen deshalb gerne Sitzstangen – ein »Masthuhn« ist jedoch noch ein Küken und aufgrund seiner enormen Körpermasse kaum dazu fähig, auf Sitzstangen zu ruhen oder zu schlafen.38 In Untersuchungen nutzten nur leichtere Tiere am Anfang der Mast Sitzstangen.39 Die schwereren Hühner bräuchten Rampen, um erhöhte Sitzmöglichkeiten überhaupt erreichen zu können.40
»Masthühner« sind aufgrund ihrer massigen Körper im Vergleich zu weniger überzüchteten Hühnern außerdem nur wenig aktiv und liegen die längste Zeit des Tages auf dem Stallboden.41,42 Die Ruhephasen sind jedoch oftmals nur sehr kurz.43 Da im Stall Rückzugsorte wie Sitzstangen oder abgetrennte ruhigere Bereiche fehlen, stören aktive Hühner, die sich bewegen, flattern oder aufstehen, die am Boden Ruhenden.44
Hygiene: Leben im eigenen Dreck

Der Stallboden wird in der Regel nur einmal, bevor die Tiere ankommen, eingestreut, z. B. mit Pellets, Holzspänen oder Stroh. Im Verlauf der Mastzeit vermischt sich die Einstreu mit den Ausscheidungen der Tiere, der Kotanteil in der Einstreu erhöht sich dadurch fortlaufend. Das wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus.45
Zwar versuchen Hühner normalerweise, feuchte Bereiche zu meiden, doch die hohe Besatzdichte macht dies fast unmöglich.46 Schon ab Mitte der Mast ist die Qualität der Einstreu so schlecht, dass die Tiere kaum noch Staubbaden können – gegen Mastende ist das praktisch unmöglich.47 Damit fällt ein wichtiger Part der Körperhygiene48 für die Tiere weg. Da die Hühner außerdem unnatürlich lange auf dem dreckigen Boden liegen, ist das Gefieder im Brustbereich bei 50 bis 100 % der Tiere verschmutzt.49 Putzen können sich die Tiere aufgrund ihrer angezüchteten großen Körpermasse oder wegen Erkrankungen allerdings kaum noch.50
Dem Gemisch aus Exkrementen und Einstreu entströmt fortwährend Ammoniak. Das Gas entsteht durch die Zersetzung der Ausscheidungen und hat einen stechenden Geruch. Es reizt vor allem die Schleimhäute der Hühner und ruft schmerzhafte Entzündungen an Augen und Atemwegen hervor.51,52 Hohe Ammoniak-Konzentrationen schwächen zudem das Abwehrsystem der Hühner und machen sie so anfälliger für Krankheiten.53 Am Boden, wo das Ammoniak am höchsten konzentriert ist54, führt das Gas in Kombination mit feuchter Einstreu zu schmerzhaften Entzündungen und Verätzungen an Brusthaut, Beinen oder Fußballen.55,56,57,58 Fast alle »Masthühner« leiden an schmerzhaften Fußballenerkrankungen.59
Beschäftigung: Langeweiles Fast Food statt geschäftiges Scharren

Die Nahrung von Hühnern besteht in der freien Natur aus Gras, Blättern, Samen, Früchten, Wurzeln und Wirbellosen, manchmal auch kleinen Eidechsen oder Fröschen. Mit der Suche danach beschäftigen sich Hühner etwa die Hälfte des Tages.60,61
In den Mastbetrieben müssen Hühner nicht nach Nahrung suchen oder diese vor dem Essen bearbeiten. Die »Masthühner« erhalten ein hochverarbeitetes, meist pelletiertes Kraftfutter in Futtertrögen. Dadurch verbringen sie nur noch 10 % des Tages mit der Futteraufnahme.62 Ihr Bedürfnis, sich zu beschäftigen, bleibt daher unerfüllt.
Wasser: Kranke und Schwache können verdursten

Hühner trinken in der Natur eigentlich aus offenen Wasserquellen. Im Maststall bekommen sie das Trinkwasser jedoch in Nippeltränken, deren Höhe sich am Alter und somit der Größe der Tiere orientiert. Den für sie unnatürlichen Bewegungsablauf beim Trinken müssen die Tiere erst lernen.63 Kranke oder verletzte Hühner kommen häufig nicht mehr an die Wasserquellen heran.64 In Untersuchungen wurde beobachtet, dass solche Hühner wiederholt die Balance verloren, wenn sie versuchten, die Nippeltränken zu erreichen.65
Einzelne Tiere aufzupäppeln, ist für die Mastindustrie nicht rentabel. Erholen sich geschwächte Hühner nicht wieder und bleiben sie von Arbeiter:innen unentdeckt, die sie »nottöten« würden, leiden sie unter ihrem Durst und können verdursten.
Licht: Wenig Tageslicht gegen Aktivität

Hühner sind normalerweise in den frühen Morgenstunden und spätnachmittags bis abends unterwegs, also tagaktiv. Die konventionellen Mastställe sind allerdings meist künstlich beleuchtet und wenn überhaupt, fällt nur wenig natürliches Licht in die Hallen.66 Im Einsatz sind vor allem Lampen mit niedriger Lichtintensität, da eine helle Beleuchtung die Aktivität der Tiere steigern und somit ihre Gewichtszunahme verlangsamen würde.67
Besonders das fehlende Sonnenlicht ist ein großer Nachteil für die Hühner: Sie brauchen dessen ultraviolettes (UV) Lichtspektrum, um sich in ihrer Umgebung zu orientieren, ihr Sozialverhalten auszuleben und um Artgenoss:innen zu unterscheiden. Das UV-Sehen ist ebenfalls wichtig, um Futter zu suchen und die innere Uhr zu synchronisieren.68
Stallklima: störungsanfällig und gefährlich

Heizungen und Lüftungen regulieren in den Masthallen die Temperatur, sie wird schrittweise an das Alter der Tiere angepasst. Unter natürlichen Bedingungen würde sich die Henne um die Wärmeversorgung ihrer Küken kümmern, da diese ihre Körpertemperatur in den ersten Lebenstagen kaum selbst regulieren können. In den Mastställen sind die Küken jedoch allein – ihnen fehlt die mütterliche Wärme. Wenn die Klimaanlage ausfällt oder nicht an die Bedürfnisse der Jungtiere angepasst ist, sinkt die Temperatur in der Halle. Die Tiere zittern und rücken eng zusammen, bei zu niedrigen Temperaturen können die Küken sogar sterben.69
Reicht im Sommer die Kühlleistung nicht oder fällt die Klimaanlage gar aus, wird es für die Hühner im vollbesetzten Stall dagegen schnell zu heiß. Sie versuchen, die ansteigenden Temperaturen durch Trinken und Hecheln auszugleichen, doch in dem dichten Gedränge wird die Belastung schnell zu hoch. Die Tiere erzeugen zudem selbst Wärme und wenn die Luftzirkulation nicht ausreicht, kann am Boden ein regelrechter Wärmestau entstehen.70 Die Hühner liegen dann mit gespreizten Flügeln und offenen Schnäbeln auf dem Stallboden und sterben häufig einen qualvollen Hitzetod.71
So schlau, sozial und begabt sind Hühner

Hühner haben gute Sinne: Sie sehen Licht im UV-Bereich. Ihr Schnabel ist hochsensibel und mit einem sehr guten Tastsinn ausgestattet.
Hühner sind sehr sozial. Jedes Huhn kennt seinen Platz in der Gruppe. Zur Kommunikation dienen ihnen, neben dem Krähen, mehr als 20 verschiedene Laute, um sich z. B. über Futter und Gefahr durch Raubtiere auszutauschen.
Mutterhennen sprechen bereits mit ihren Küken, bevor diese schlüpfen. Sie reagieren zudem gestresst, wenn die Küken gestresst sind, sie selbst jedoch nicht – ein Zeichen von Empathie.
Verhaltensexperimente zeigen, dass Hühner in der Lage sind zu zählen, logische Schlüsse zu ziehen und andere auszutricksen. Sie verfügen über ein gewisses Ich-Bewusstsein, Selbstbeherrschung, können sich an Vergangenes erinnern und in die Zukunft planen sowie voneinander lernen.
Transport und Schlachtung: Wie werden Hühner geschlachtet?

Zahlenmäßig sind Hühner nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit die am meisten geschlachteten Tiere. Schon das Einfangen und der Transport zu einem der 180 Geflügelschlachthöfe in Deutschland sind dabei meist mit Stress und Verletzungen verbunden, nicht wenige Tiere sterben dabei. Die Verluste beim Einfangen und beim Transport sind jedoch einkalkuliert. Die Bezeichnung dafür lautet »Dead on Arrival«, also »tot bei der Ankunft«.72
Im Schlachtverlauf werden die Tiere zuerst betäubt und dann durch Ausbluten getötet.73 Bei der Betäubung und Tötung müssen Schmerzen, Leiden sowie Aufregung und Stress eigentlich vermieden werden.74 Dies wird durch die genutzten Verfahren – Elektro- oder Gasbetäubung – jedoch nicht gewährleistet.
Verladen: Hektisch und grob

Am Tag des Abtransports zum Schlachthof fangen und verladen sogenannte Fängerkolonnen oder große Maschinen die »Masthühner«.75,76 Dabei kann sich Panik unter den Tieren ausbreiten, bei der viele Hühner im hektischen Gedränge ersticken.77 Die Fänger:innen, auch »Stopfer« genannt, arbeiten unter großem Zeitdruck. Sie fangen die Hühner an den Beinen, tragen bis zu fünf kopfüber hängende Tiere pro Hand zu den Transportbehältern und befüllen diese eilig. Um die Tiere gleichmäßig zu verteilen, rütteln sie die Behälter immer wieder.78
Es gibt auch die Möglichkeit, die Hühner durch eine Maschine einzufangen. Dabei hat sich ein System durchgesetzt, das die Tiere mit rotierenden Walzen auf ein Förderband »kehrt«, das zu Transportcontainern führt. Bei schnellen Bandgeschwindigkeiten schlagen die Hühner heftig auf den Containerboden auf und verletzen sich – viele sterben dabei.79
Bei beiden Fangmethoden erleiden die Tiere Verletzungen wie Blutungen oder Knochenbrüche an Flügeln und Beinen.80 Viele Tiere sind eigentlich auch von vornherein nicht transportfähig.81 Sie können nicht mehr einwandfrei laufen und lahmen aufgrund von Erkrankungen, Verletzungen oder unter ihrer großen Körperlast. Diese Tiere werden dennoch verladen und zum Schlachthof transportiert.82 So »entsorgt« der Betrieb die Tiere über den Schlachthof.
Das Abladen der Transportbehälter am Schlachthof erfolgt maschinell. Da auch hier Zeitdruck herrscht, besteht das Risiko, dass den Tieren durch einen rücksichtslosen Umgang z. B. Knochen gebrochen oder Flügel verletzt werden.83
Transport: Je länger, desto tödlicher

Der Transport belastet die Hühner enorm, da sie zuvor nur eine gleichbleibend reizarme Umgebung gewohnt waren.84 Auch aufgrund ihrer Überzüchtung sind sie besonders stressempfindlich und ihre Kräfte erschöpfen sich schon nach wenigen Stunden.85 In den engen Behältnissen bekommen die Tiere außerdem weder Wasser noch Futter; auch die fehlende Frischluftzufuhr und Temperaturschwankungen sind problematisch.86
Laut Empfehlungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sollen »Masthühner« nicht länger als sechs Stunden in Transportbehältern verbringen,87 doch schon nach vier Stunden steigt die Sterblichkeitsrate unter den Tieren an. Bei »Masthühnern« sterben umso mehr Tiere, je länger der Transport dauert.88 Die häufigsten Todesursachen sind – neben den tödlichen Verletzungen, die beim Fangen und Verladen passieren – Hitzestress89 und Herz-Kreislauf-Versagen90 beim Transport.
Elektrobetäubung: An den Beinen aufgehängt

In Deutschland ist die Betäubung im stromführenden Wasserbad noch immer eine gängige Methode, obwohl die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bereits 2004 aus Tierschutzgründen empfohlen hat, dieses Verfahren schrittweise einzustellen.91 Aus wirtschaftlichen Gründen ist man in Deutschland dieser Empfehlung nicht gefolgt.92
Für die Elektrobetäubung greifen Schlachthofmitarbeiter:innen die Hühner aus den Transportbehältern heraus und hängen sie mit den Beinen in die Metallbügel eines Förderbands.93 Das Kopfüberhängen und das schmerzhafte Zusammendrücken der Beine belasten die Tiere. Ein Großteil schlägt beim Einhängen mit den Flügeln, viele erleiden dadurch Ausrenkungen und Knochenbrüche.94
Das Förderband fährt die Hühner mit dem Kopf durch ein Wasserbecken, das unter Strom steht. Durchströmt eine ausreichende Menge Strom das Gehirn, betäubt ein Epilepsie-ähnlicher Anfall die Tiere. Das Schlachtband transportiert sie weiter zum Halsschnittautomaten. Um ein schnelles Ausbluten zu gewährleisten, müssen dort eigentlich beide Halsschlagadern durchtrennt werden. Aus technischen Gründen erfolgt jedoch meist nur ein einseitiger Halsschnitt. Mitarbeiter:innen am Band müssten unzureichend entblutete Tiere per Hand nachschneiden, doch die hohen Bandgeschwindigkeiten führen dazu, dass dies entweder nur unvollständig oder nicht bei allen betroffenen Tieren geschieht.95 Kleine Hühner, deren Köpfe nicht vollständig in das Wasserbecken eintauchen und die nicht einzeln nachbetäubt werden, erleben den Halsschnitt bei Bewusstsein.96
Gasbetäubung: Ersticken in der Gaskammer
Eine Alternative ist die Betäubung mit Gas in kontrollierter Atmosphäre (engl. »Controlled Atmosphere Stunning«). Hierfür werden die Hühner entweder noch in den Transportbehältern auf einem Förderband in die Anlage gefahren oder einzeln auf ein Förderband geschüttet.
Die Hühner werden dann nacheinander verschiedenen Gasgemischen ausgesetzt, die unter anderem Kohlendioxid enthalten. Dieses erzeugt bei den Tieren ein Gefühl von Atemnot, auf das sie mit Luftschnappen oder Abwehrbewegungen reagieren.97 In einigen Anlagen tötet man die betäubten Tiere anschließend mit hohen Gaskonzentrationen.98 Danach hängt das Personal die Tiere kopfüber in das Schlachtband, das sie zum Halsschnittautomaten befördert.99
Sind zu viele Hühner gleichzeitig im Tunnel, bleiben sie nicht lang genug darin oder ist die Gaszusammensetzung nicht richtig, sind die Tiere womöglich nicht ausreichend betäubt. In diesem Fall zeigen sie während des Ausblutens bewusste Abwehrbewegungen wie Flügelschlagen, Lautäußerungen oder rhythmische Atembewegungen.100
Zusammenfassung: Tierschutzprobleme bei »Masthühnern«
»Masthühner« sind qualgezüchtet, d. h. sie wachsen so massiv, dass sie in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind und gesundheitliche Probleme haben oder sogar daran sterben können. Auch fehlt ihnen das Sättigungsgefühl.
Qualzucht und Haltungsbedingungen, vor allem die hohe Besatzdichte, verhindern, dass die wichtigsten Bedürfnisse der »Masthühner« erfüllt werden: Sie können sich nur wenig bewegen, sich nicht ausreichend sauber halten, finden kaum Ruhe, können sich nicht beschäftigen und kein normales Sozialverhalten ausleben..
Transport und Schlachtprozess erzeugen Stress und bergen viele Verletzungsrisiken – je grober mit den Tieren umgegangen wird, desto mehr. Manche Tiere überleben bereits den Transport nicht. Andere erleben ihre Schlachtung mit, weil es zu Fehlern bei der Betäubung kommen kann.
Weitere Probleme: Krankheiten aus dem Hühnerstall

Die Kombination aus industriellen Haltungsbedingungen, hohen Besatzdichten und Überzüchtung macht »Masthühner« besonders anfällig für Infektionskrankheiten. Je mehr Mastbetriebe es in einer Region gibt, desto höher ist zudem das Risiko, dass sich Erreger zwischen ihnen verbreiten.
Ist ein Tier im Stall erkrankt oder droht zu erkranken, erhalten alle Tiere im Stall – auch noch nicht erkrankte – Antibiotika über das Trinkwasser. Eine gezielte Einzelbehandlung gibt es nicht. Wo besonders viele Tiere leben, ist die eingesetzte Antibiotikamenge entsprechend sehr hoch.101 Da jeder Einsatz von Antibiotika zur Entwicklung resistenter Keime beiträgt, ist die gängige Praxis in der Hühnermast auch für Menschen gefährlich.
Lesen Sie hier mehr zum Thema Antibiotikaresistenzen aus dem Stall.
Unsere Forderungen

In der Hühnermast gibt es viele tierschutzrelevante Probleme – wir plädieren daher für ihre Abschaffung. Solange das nicht erreicht ist, könnten folgende Veränderungen die Probleme zumindest etwas abschwächen:
- kein Einsatz von schnell wachsenden und schweren Rassen bzw. Linien
- maximale Besatzdichte von 30 kg/m²
- strukturierte Ställe mit Aktivitäts- und Ruhebereichen, z. B. mittels Strohballen und Sitzstangen
- bessere Stallhygiene mit stets trockener Einstreu
- Zugang zu einem strukturierten Auslauf ins Freie
- Tageslicht in den Ställenabwechslungsreiches, kalorienärmeres Futter wie z. B. Körnermischungen, Möhren und Grünfutter
- spezifische gesetzliche Vorgaben für die Haltung der Elterntiere in der Zucht von Masthybriden auf europäischer und nationaler Ebene
- Betäubung ohne Kopfüberhängen

Gemeinsam mit verbündeten Tierschutzorganisationen haben wir die Europäische Masthuhn-Initiative entwickelt, um die größten Probleme in der Mast anzugehen. Hier sind wir mehrere Kompromisse eingegangen, damit die Mehrkosten nicht zu hoch und damit die Chancen größer sind, dass viele Unternehmen die Kriterien unserer Initiative umsetzen. Wir haben so bereits hunderte Unternehmen weltweit überzeugt, ihre Tierschutzstandards für »Masthühner« anzuheben.
Was Sie für Hühner in der Mast tun können
Erzählen Sie Ihren Freund:innen und Bekannten, was sie über die Hühnermast wissen.
Informieren Sie sich genau, wie die Tiere gelebt haben, die Sie essen möchten. Beachten Sie jedoch: Auch Bio bedeutet nicht unbedingt bessere Haltungsbedingungen und hinter jedem Stück Fleisch steckt ein Tier, das sterben musste.
Probieren Sie so oft es geht pflanzliche Alternativen aus. Mit unserer Vegan Taste Week bieten wir Ihnen kostenlos viele Tipps und Rezepte.
Unterstützen Sie uns im Kampf gegen die tierquälerische Massentierhaltung.

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Hoy, S., Gauly, M., & Krieter, J. (2016). Nutztierhaltung und -hygiene (2., überarbeitete Auflage). Ulmer, S. 177. ↩
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Buchholtz, C. (2005). Sozialverhalten beim Haushuhn. In G. Martin, H. H. Sambraus, & A. Steiger (Hrsg.), Das Wohlergehen von Legehennen in Europa – Berichte, Analysen und Schlussfolgerungen. Universität Kassel, S. 29. ↩
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Hoy, S., Gauly, M., & Krieter, J. (2016). Nutztierhaltung und -hygiene (2., überarbeitete Auflage). Ulmer, S. 177. ↩
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Spindler, Dr. B., & Hartung, Prof. Dr. J. (2012). Abschlussbericht Untersuchungen zur Besatzdichte bei Masthühnern entsprechend der RL 2007/43/EG. Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, S. 42. ↩
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Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL). (2006). Nationaler Bewertungsrahmen Tierhaltungsverfahren, S. 659 ff. ↩
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Westermaier, C. (2015). Vergleichende Untersuchungen zur Tiergesundheit von konventionell gehaltenen Ross 308 und Cobb Sasso Masthühnern mit einem neuen Aufzuchtkonzept im Rahmen der konzeptionellen Ausarbeitung von Richtlinien für eine tiergerechtere Masthühnerhaltung [Ludwig-Maximilians-Universität München], S. 44. ↩
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Hoy, S. (Hrsg.). (2009). Nutztierethologie (1. Aufl.). Ulmer, S. 209 f. ↩
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Hoy, S. (Hrsg.). (2009). Nutztierethologie (1. Aufl.). Ulmer, S. 209 f. ↩
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Westermaier, C. (2015). Vergleichende Untersuchungen zur Tiergesundheit von konventionell gehaltenen Ross 308 und Cobb Sasso Masthühnern mit einem neuen Aufzuchtkonzept im Rahmen der konzeptionellen Ausarbeitung von Richtlinien für eine tiergerechtere Masthühnerhaltung [Ludwig-Maximilians-Universität München], S. 61. ↩
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Sambraus, H. H., & Steiger, A. (Hrsg.). (1997). Das Buch vom Tierschutz. Enke Verlag, S. 189. ↩
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Wilutzky, K. (2015). Feldversuch zu den Verhaltensuntersuchungen von konventionell gehaltenen Masthühnern der Linie Ross 308 und einem neuen Haltungskonzept mit der Linie Cobb Sasso [Ludwig-Maximilians-Universität München], S. 15, 19. ↩
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Reiter, K. (2006). Verhalten und Wohlbefinden bei Masthühnern. Archiv für Geflügelkunde, S. 211. ↩
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Westermaier, C. (2015). Vergleichende Untersuchungen zur Tiergesundheit von konventionell gehaltenen Ross 308 und Cobb Sasso Masthühnern mit einem neuen Aufzuchtkonzept im Rahmen der konzeptionellen Ausarbeitung von Richtlinien für eine tiergerechtere Masthühnerhaltung [Ludwig-Maximilians-Universität München], S. 23. ↩
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Wilutzky, K. (2015). Feldversuch zu den Verhaltensuntersuchungen von konventionell gehaltenen Masthühnern der Linie Ross 308 und einem neuen Haltungskonzept mit der Linie Cobb Sasso [Ludwig-Maximilians-Universität München], S. 17 f. ↩
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Hirt, A., Maisack, C., & Moritz, J. (2016). Tierschutzgesetz: TierSchG. Kommentar (3. Auflage). Vahlen, S. 660. ↩
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Weise, H. (2008). Lichtbedingten Einflüsse auf Verhalten und Leistung in der Hähnchenmast: Eine Feldstudie unter Berücksichtigung tierschutzrechtlicher und wirtschaftlicher Aspekte [Ludwig-Maximilians-Universität München, S. 23. ↩
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Spindler, Dr. B., & Hartung, Prof. Dr. J. (2012). Abschlussbericht Untersuchungen zur Besatzdichte bei Masthühnern entsprechend der RL 2007/43/EG. Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, S. 43 f. ↩
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Petermann, S. (2006). Geflügelhaltung. In T. Richter, Krankheitsursache Haltung: Beurteilung von Nutztierställen—Ein tierärztlicher Leitfaden. Enke Verlag, S. 187. ↩
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Petermann, S. (2006). Geflügelhaltung. In T. Richter, Krankheitsursache Haltung: Beurteilung von Nutztierställen—Ein tierärztlicher Leitfaden. Enke Verlag, S. 187. ↩
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Hirt, A., Maisack, C., & Moritz, J. (2016). Tierschutzgesetz: TierSchG. Kommentar (3. Auflage). Vahlen, S. 661. ↩
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Brade, W., Flachowsky, G., Schrader, L., & Johann Heinrich von Thünen-Institut (Hrsg.). (2008). Legehuhnzucht und Eiererzeugung: Empfehlungen für die Praxis. Johann-Heinrich-von-Thünen-Inst, S. 98 f. ↩
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Westermaier, C. (2015). Vergleichende Untersuchungen zur Tiergesundheit von konventionell gehaltenen Ross 308 und Cobb Sasso Masthühnern mit einem neuen Aufzuchtkonzept im Rahmen der konzeptionellen Ausarbeitung von Richtlinien für eine tiergerechtere Masthühnerhaltung [Ludwig-Maximilians-Universität München], S. 64. ↩
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Hirt, A., Maisack, C., & Moritz, J. (2016). Tierschutzgesetz: TierSchG. Kommentar (3. Auflage). Vahlen, S. 542. ↩
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European Food Safety Authority (EFSA) (Hrsg.). (2010). Scientific Opinion on the influence of genetic parameters on the welfare and the resistance to stress of commercial broilers. EFSA Journal, S. 20. ↩
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Petermann, S. (2006). Geflügelhaltung. In T. Richter, Krankheitsursache Haltung: Beurteilung von Nutztierställen—Ein tierärztlicher Leitfaden. Enke Verlag, S. 184. ↩
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Hirt, A., Maisack, C., & Moritz, J. (2016). Tierschutzgesetz: TierSchG. Kommentar (3. Auflage). Vahlen, S. 660 f. ↩
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Westermaier, C. (2015). Vergleichende Untersuchungen zur Tiergesundheit von konventionell gehaltenen Ross 308 und Cobb Sasso Masthühnern mit einem neuen Aufzuchtkonzept im Rahmen der konzeptionellen Ausarbeitung von Richtlinien für eine tiergerechtere Masthühnerhaltung [Ludwig-Maximilians-Universität München, S. 32. ↩
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Petermann, S. (2006). Geflügelhaltung. In T. Richter, Krankheitsursache Haltung: Beurteilung von Nutztierställen—Ein tierärztlicher Leitfaden. Enke Verlag, S. 184. ↩
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Hirt, A., Maisack, C., & Moritz, J. (2016). Tierschutzgesetz: TierSchG. Kommentar (3. Auflage). Vahlen, S. 660. ↩
-
de Jong, I., Berg, C., Butterworth, A., & Estevéz, I. (2012). Scientific report updating the EFSA opinions on the welfare of broilers and broiler breeders. EFSA Supporting Publications, S. 16 f, 22. ↩
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European Food Safety Authority (EFSA) (Hrsg.). (2010). Scientific Opinion on the influence of genetic parameters on the welfare and the resistance to stress of commercial broilers. EFSA Journal, S. 16. ↩
-
Bradshaw, R. H., Kirkden, R. D., & Broom, D. M. (2002). A Review of the Aetiology and Pathology of Leg Weakness in Broilers in Relation to Welfare. Avian and Poultry Biology Reviews, 13(2), 45–103, S. 37 ff. ↩
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Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) (Hrsg.). (2009). Anforderungen in der Geflügelhaltung, S. 5. ↩
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Westermaier, C. (2015). Vergleichende Untersuchungen zur Tiergesundheit von konventionell gehaltenen Ross 308 und Cobb Sasso Masthühnern mit einem neuen Aufzuchtkonzept im Rahmen der konzeptionellen Ausarbeitung von Richtlinien für eine tiergerechtere Masthühnerhaltung [Ludwig-Maximilians-Universität München], S. 26. ↩
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Petermann, S. (2006). Geflügelhaltung. In T. Richter, Krankheitsursache Haltung: Beurteilung von Nutztierställen—Ein tierärztlicher Leitfaden. Enke Verlag, S. 153. ↩
-
Hoy, S. (Hrsg.). (2009). Nutztierethologie (1. Aufl.). Ulmer, S. 213 f. ↩
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Petermann, S. (2006). Geflügelhaltung. In T. Richter, Krankheitsursache Haltung: Beurteilung von Nutztierställen—Ein tierärztlicher Leitfaden. Enke Verlag, S. 190. ↩
-
Jones, T. A., Donnelly, C. A., & Stamp Dawkins, M. (2005). Environmental and management factors affecting the welfare of chickens on commercial farms in the United Kingdom and Denmark stocked at five densities. Poultry Science, S. 1164. ↩
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vgl. § 18 Abs. 5 Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (TierSchNutztV) ↩
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Bessei, W. (2006). Welfare of broilers: A review. World’s Poultry Science Journal, S.461. ↩
-
Weise, H. (2008). Lichtbedingte Einflüsse auf Verhalten und Leistung in der Hähnchenmast: Eine Feldstudie unter Berücksichtigung tierschutzrechtlicher und wirtschaftlicher Aspekte [Ludwig-Maximilians-Universität München], S. 13. ↩
-
Westermaier, C. (2015). Vergleichende Untersuchungen zur Tiergesundheit von konventionell gehaltenen Ross 308 und Cobb Sasso Masthühnern mit einem neuen Aufzuchtkonzept im Rahmen der konzeptionellen Ausarbeitung von Richtlinien für eine tiergerechtere Masthühnerhaltung [Ludwig-Maximilians-Universität München], S. 28-30. ↩
-
Spindler, B., & Hartung, J. (2012). Abschlussbericht Untersuchungen zur Besatzdichte bei Masthühnern entsprechend der RL 2007/43/EG. Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, S. 11. ↩
-
Petermann, S. (2006). Geflügelhaltung. In T. Richter, Krankheitsursache Haltung: Beurteilung von Nutztierställen—Ein tierärztlicher Leitfaden. Enke Verlag, S. 183. ↩
-
Marino, L. (2017). Thinking chickens: A review of cognition, emotion, and behavior in the domestic chicken. Animal Cognition, S. 129. ↩
-
Brade, W., Flachowsky, G., Schrader, L., & Johann Heinrich von Thünen-Institut (Hrsg.). (2008). Legehuhnzucht und Eiererzeugung: Empfehlungen für die Praxis. Thünen-Institut, S. 101. ↩
-
Edgar, J. L., Lowe, J. C., Paul, E. S., & Nicol, C. J. (2011). Avian maternal response to chick distress. Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences. ↩
-
Lamey, A. & The Hegeler Institute. (2012). Primitive Self-Consciousness and Avian Cognition The Monist. ↩
-
Taylor, P. E., Haskell, M., Appleby, M. C., & Waran, N. K. (2002). Perception of time duration by domestic hens. Applied Animal Behaviour Science. ↩
-
Marino, L. (2017). Thinking chickens: A review of cognition, emotion, and behavior in the domestic chicken. Animal Cognition, S. 138. ↩
-
Nijdam, E., Delezie, E., Lambooij, E., Nabuurs, M. J., Decuypere, E., & Stegeman, J. A. (2005). Comparison of bruises and mortality, stress parameters, and meat quality in manually and mechanically caught broilers, S. 467. ↩
-
Holleben, K. von, Wenzlawowicz, M. von, Gregory, N., Anil, H., A.Velarde, Rodriguez, P., Goga, B. C., Catanese, B., & Lambooij, B. (2010). Report on good and adverse practices—Animal welfare concerns in relation to slaughter practices from the viewpoint of veterinary sciences, S. 14. ↩
-
Hirt, A., Maisack, C., & Moritz, J. (2016). Tierschutzgesetz: TierSchG. Kommentar (3. Auflage). Vahlen, S. 991. ↩
-
de Jong, I., Berg, C., Butterworth, A., & Estevéz, I. (2012). Scientific report updating the EFSA opinions on the welfare of broilers and broiler breeders. EFSA Supporting Publications, S. 46. ↩
-
Petermann, S. (2006). Geflügelhaltung. In T. Richter, Krankheitsursache Haltung: Beurteilung von Nutztierställen—Ein tierärztlicher Leitfaden. Enke Verlag, S. 180. ↩
-
vgl. Art. 17 Europäisches Übereinkommen vom 10. März 1976 zum Schutz von Tieren in landwirtschaftlichen Tierhaltungen, Empfehlungen in Bezug auf Haushühner der Art Gallus gallus, angenommen vom Ständigen Ausschuss des Europäischen Übereinkommens zum Schutz von Tieren in landwirtschaftlichen Tierhaltungen am 28. November 1995. ↩
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Rabitsch, A. (2014). Tiertransporte: Anspruch und Wirklichkeit. Veterinärspiegel Verlag, S. 103 f. ↩
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Petermann, S. (2006). Geflügelhaltung. In T. Richter, Krankheitsursache Haltung: Beurteilung von Nutztierställen—Ein tierärztlicher Leitfaden. Enke Verlag, S. 192. ↩
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Knierim, U., & Gocke, A. (2003). Effect of Catching Broilers by Hand or Machine on Rates of Injuries and Dead-On-Arrivals. Animal Welfare. ↩
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Hirt, A., Maisack, C., & Moritz, J. (2016). Tierschutzgesetz: TierSchG. Kommentar (3. Auflage). Vahlen, S. 928. ↩
-
Holleben, K. von, & Wenzlawowicz, M. von. (2008). Aspekte des Tierschutzes bei Transport und Schlachtung. In Achim Spiller & B. Schulze (Hrsg.), Zukunftsperspektiven der Fleischwirtschaft. Verbraucher, Märkte, Geschäftsbeziehungen (S. 443–463). Universitätsverlag Göttingen, S. 452. ↩
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Hirt, A., Maisack, C., & Moritz, J. (2016). Tierschutzgesetz: TierSchG. Kommentar (3. Auflage). Vahlen, S. 995 f. ↩
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Holleben, K. von, & Wenzlawowicz, M. von. (2008). Aspekte des Tierschutzes bei Transport und Schlachtung. In Achim Spiller & B. Schulze (Hrsg.), Zukunftsperspektiven der Fleischwirtschaft. Verbraucher, Märkte, Geschäftsbeziehungen (S. 443–463). Universitätsverlag Göttingen, S. 451. ↩
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Hirt, A., Maisack, C., & Moritz, J. (2016). Tierschutzgesetz: TierSchG. Kommentar (3. Auflage). Vahlen, S. 860, 857. ↩
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Hirt, A., Maisack, C., & Moritz, J. (2016). Tierschutzgesetz: TierSchG. Kommentar (3. Auflage). Vahlen, S. 860, 857, 996. ↩
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European Food Safety Authority (EFSA). (2004). Opinion of the Scientific Panel on Animal Health and Welfare (AHAW) on a request from the Commission related to the welfare of animals during transport. EFSA Journal, S. 15. ↩
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Hirt, A., Maisack, C., & Moritz, J. (2016). Tierschutzgesetz: TierSchG. Kommentar (3. Auflage). Vahlen, S. 857, 876. ↩
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EFSA Panel on Animal Health and Welfare (AHAW). (2011). Scientific Opinion Concerning the Welfare of Animals during Transport. EFSA Journal, S. 49. ↩
-
de Jong, I., Berg, C., Butterworth, A., & Estevéz, I. (2012). Scientific report updating the EFSA opinions on the welfare of broilers and broiler breeders. EFSA Supporting Publications, S. 62. ↩
-
EFSA Panel on Animal Health and Welfare (AHAW). (2004). Opinion of the Scientific Panel on Animal Health and Welfare (AHAW) on a request from the Commission related to welfare aspects of the main systems of stunning and killing the main commercial species of animals. EFSA Journal, S. 16. ↩