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Masthuhn-Initiative: Viele Supermärkte dabei

Masthuhn
© Pipat Jongdee – Shutterstock

Nachdem wir in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen der Open Wing Alliance (OWA) Aldi dafür gewonnen haben, in Deutschland der Europäischen Masthuhn-Initiative beizutreten, hat das Unternehmen heute auch in Spanien nachgezogen. In beiden Ländern ist Aldi der erste Lebensmitteleinzelhändler, der diesen Schritt geht und damit die Tierschutzstandards für Millionen Hühner in der Mast hebt.

Aldi verpflichtet sich in Frankreich, Deutschland und Spanien

Den Erfolg in Spanien konnte die Tierschutzorganisation Igualdad Animal (Animal Equality Spain) im Namen der OWA festzurren. Wie bereits in Deutschland und auch Frankreich, verpflichtet sich Aldi, bis 2026 für eine Reduzierung der Qualzucht sowie höhere Haltungs- und Schlachtungsstandards für Hühner bei seinen Zulieferern zu sorgen.

In Frankreich hatte der Konzern sich bereits im August zu den Kriterien der Initiative verpflichtet, nachdem die Tierschutzorganisation L214 eine Kampagne gegen den Konkurrenten Lidl startete. Inzwischen sind beide Unternehmen der Masthuhn-Initiative beigetreten. Einen ersten wichtigen Schritt hat Aldi zudem in Dänemark gemacht, wo das Unternehmen bereits auf langsamer wachsende Zuchtlinien umstellt.

Andere Länder und Unternehmen weiter im Fokus

In weiteren europäischen Ländern und den USA stehen die dortigen OWA-Organisationen mit den nationalen Aldi-Unternehmensführungen in Kontakt. In Deutschland führt die Albert Schweitzer Stiftung Gespräche mit Aldis Mitbewerbern, um auch Lidl & Co. für die Europäische Masthuhn-Initiative zu gewinnen.

Mahi Klosterhalfen, Präsident der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt: »Wir rechnen damit, dass bald weitere Unternehmen nachziehen. Gemeinsam kann der Handel hier neue Maßstäbe im Tierschutz erreichen. In Europa und Nordamerika haben sich bislang mehr als 370 Unternehmen der Masthuhn-Initiative angeschlossen. Davon ist Aldi eines der größten und wichtigsten.«

Aldis Zusage ist daher ein Türöffner: Bereits vor einigen Jahren hat Aldis Vorbild dazu geführt, dass alle deutschen Supermärkte Eier aus Käfighaltung auslisteten. Gleichzeitig beweisen zahlreiche Unternehmen aus anderen Branchen, die die Masthuhn-Initiative unterstützen, dass die Kriterien umsetzbar sind.

Die Europäische Masthuhn-Initiative im Lebensmitteleinzelhandel

Ein Überblick zeigt, welche Lebensmitteleinzelhändler in Europa dabei sind:

Frankreich: Seit diesem Jahr sind alle neun großen Supermarktketten in der Europäischen Masthuhn-Initiative, darunter auch Lidl. Alle verpflichten sich darüber hinaus dazu, dass 20 % der Hühner aus Freilandhaltung oder Haltung mit Zugang zu Wintergärten stammen müssen. Zusammen stellen sie 99,3 % des französischen Lebensmitteleinzelhandels. Weitere kleinere Unternehmen sind ebenfalls an Bord, sodass nahezu die gesamte Branche mindestens die Kriterien der Masthuhn-Initiative umsetzen wird.

Vereinigtes Königreich: Waitrose ist im März 2019 der Initiative beigetreten. Gegen die größte Supermarktkette Tesco läuft derzeit eine Kampagne. Die britische Kette Marks & Spencer hat 2017 zugesagt, die Tierschutzkriterien der Masthuhn-Initiative gleich in ganz Europa umzusetzen.

Norwegen: Rema 1000, ein norwegischer Discounter, hat sich der Initiative angeschlossen und die Kriterien bereits fast vollständig umgesetzt. Bis 2021 möchte das Unternehmen die Umstellung abgeschlossen haben.

Dänemark: 7-Eleven hat 2020 angekündigt, die Tierschutzstandards der Europäischen Masthuhn-Initiative bis 2022 umzusetzen.

Polen: Der Online-Supermarkt Frisco.pl ist 2019 der Initiative beigetreten.

Deutschland: Aldi ist seit diesem Jahr der erste deutsche Lebensmitteleinzelhändler in der Masthuhn-Initiative.

Spanien: Auch in Spanien ist Aldi nun die erste Supermarktkette in der Initiative.

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