Tiertransporte: Klöckner muss handeln!

Die Petition ist beendet. Am 31. Dezember 2020 endete die deutsche EU-Ratspräsidentschaft. Trotz des anhaltenden öffentlichen Drucks hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner ihre Chance vertan, sich auf der EU-Ebene für ein Ende der grausamen Tiertransporte einzusetzen. Dabei hat auch das EU-Parlament inzwischen erkannt, dass die Transporte oft gesetzeswidrig sind: Ein Untersuchungsausschuss ermittelt deshalb aktuell die Gründe für die regelmäßigen Verstöße gegen die EU-Transportverordnung. Dieser bedeutende Schritt sollte auch ein Appell an das deutsche Landwirtschaftsministerium sein – doch passiert ist bisher wenig. Zwar hat Julia Klöckner inzwischen bestätigt, dass es »Defizite« bei den Transporten gibt und die EU-Transportverordnung einer Überarbeitung bedarf. Ein Verbot der tierschutzwidrigen Transporte zieht die Ministerin jedoch auch weiterhin nicht in Betracht. Und auch auf Bundesebene bleibt Frau Klöckner tatenlos: Obwohl viele Bundesländer nach massiver Kritik aktiv geworden sind und einen Transportstopp veranlasst haben, finden die Transportunternehmen immer neue Schlupflöcher. Nach wie vor werden Tiere unter Qualen in Länder außerhalb Europas geschafft – das Fehlen eines länderübergreifenden Verbots macht es möglich.

Deshalb werden wir uns auch in Zukunft dafür einsetzen, dass die Tierquälerei auf den Transportrouten ein Ende nimmt. Wir fordern bundesweit einheitliche Regeln und ein EU-weites Verbot der grausamen Tiertransporte in Drittländer. Deutschland hat eine Vorbildrolle in der EU und muss diese auch nutzen.

Unser Dank geht an 27.623 Unterstützer:innen, die unsere Petition unterzeichnet und sich für mehr Tierschutz engagiert haben. Helfen Sie mit einer Spende oder Förderschaft, damit wir weiterhin Druck in Sachen Tierschutz machen können. Falls Sie das bereits tun oder getan haben: Herzlichen Dank!

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