Tiertransporte in außereuropäische Länder stoppen!

Tiertransporte ins außereuropäische Ausland stoppen

Bei Transporten in außereuropäische Länder legen die Tiere nicht selten tausende Kilometer unter entsetzlichen Bedingungen per LKW und Schiff zurück. Unterwegs leiden sie unter Durst, Hunger, Krankheiten, Verletzungen und sind den Witterungsverhältnissen oft schutzlos ausgeliefert. Im Zielland werden sie womöglich unter tierquälerischen Bedingungen getötet.

Bundesländer wie Bayern, Hessen und Schleswig-Holstein haben bereits 2019 gehandelt und den Export von lebenden Tieren in Tierschutz-Hochrisikostaaten oder Krisengebiete verboten. Kürzlich hat auch Niedersachsen auf öffentlichen Druck hin einen Transportstopp in Drittländer erlassen. Brandenburg gab einen Tag später bekannt, dass die umstrittenen Transporte vorerst ausgesetzt werden – doch das ist lediglich ein erster Schritt. Wir erwarten auch von Brandenburg eine nachhaltige Lösung!

Fordern Sie die verantwortliche Ministerin Ursula Nonnemacher dazu auf, die grausamen Tiertransporte in außereuropäische Länder ein für alle Mal zu verbieten.

Appelltext

Sehr geehrte Frau Ministerin Nonnemacher,

zahlreiche Bundesländer haben bereits ihre Regelungen für Tiertransporte in bestimmte Staaten außerhalb der Europäischen Union verschärft. Ich begrüße es, dass auch Brandenburg inzwischen die tierschutzwidrigen Transporte in außereuropäische Länder ausgesetzt hat. 

Doch bei dem Aussetzen handelt es sich um ein Verbot auf Zeit, so besteht dieses laut Ihrer Pressemitteilung vorerst lediglich »bis zur Klärung der erhobenen Vorwürfe«. Und das, obwohl mit einer an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass bei den Transporten und in den Zielländern gravierende Tierschutzverstöße stattfinden. Ein Rechtsgutachten von Dr. Christoph Maisack und Dr. Alexander Rabitsch zeigt auf, wie massiv die Qualen der Tiere sind. Folglich sind die Genehmigungen solcher Transporte auch zukünftig durch nichts zu rechtfertigen und sogar illegal.

Während das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium am 23. Juli 2020 den zuständigen Behörden per Erlass bis auf Weiteres verboten hat, Tiertransporte in außereuropäische Länder zu genehmigen, setzen Sie lediglich die Transporte aus drei Landkreisen aus. 

Ich fordere Sie auf, die Bemühungen anderer Bundesländer nicht zu untergraben: Verbieten Sie umgehend und konsequent alle Tiertransporte in Länder außerhalb Europas und sorgen Sie dafür, dass die unsäglichen Qualen der Tiere ein Ende finden.

Mit freundlichen Grüßen

[Name, PLZ Ort]

Hintergrund

Bereits 2019 wandten wir uns mit einem offenen Brief an die niedersächsische Agrarministerin Barbara Otte-Kinast. In diesem forderten wir sie dazu auf, die tierquälerischen Tiertransporte zu unterbinden. Nachdem lange Zeit nichts passierte, hat das Ministerium am 23. Juli 2020 auf Druck von Tierschutzorganisationen und aufgrund von Medienberichten endlich eingelenkt und die grausamen Transporte verboten. Auch Brandenburg hat einen Tag später die Tiertransporte »bis zur Klärung der erhobenen Vorwürfe« ausgesetzt. 

Das Bundesland droht jedoch somit auch in Zukunft ein Schlupfloch für die Transportunternehmen zu sein, die das Start-Bundesland für ihre Transporte frei wählen können. Sollte Brandenburg die Transporte nicht konsequent stoppen, wird das Land auch weiterhin die Bemühungen jener Bundesländer untergraben, die die Tiertransporte in zahlreiche Nicht-EU-Länder langfristig verboten haben. 

Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 23. April 2015 hat klargestellt, dass der Schutz der Tiere nicht an den EU-Außengrenzen enden darf und die Europäische Tiertransportverordnung auch in Drittländern eingehalten werden muss. Doch auf den langen Transportwegen sind bei weitem nicht genügend der gesetzlich vorgeschriebenen Versorgungsstellen vorhanden, sodass den Tieren nicht die nötigen Ruhephasen ermöglicht werden. Sie leiden unter Erschöpfung durch Hitze oder Kälte, Hunger und Durst sowie Enge und Stress.

Die Tiere, die den Transport mit LKW und Schiff lebend überstehen, erwartet in den Zielländern oft Schlimmes. Obwohl die Tiere für den Transport als »Zuchttiere« gekennzeichnet wurden, werden sie im Zielland häufig getötet. Tierschutzorganisationen berichten von massiver Gewalt sowohl beim Ausladen als auch bei der Schlachtung.

Da die Wahrscheinlichkeit von Tierschutzverstößen während des Transports und in den Drittländern sehr hoch ist, weisen Dr. Christoph Maisack und Dr. Alexander Rabitsch in einem Rechtsgutachten darauf hin, dass die Transportgenehmigungen in Tierschutz-Hochrisikoländer nicht mit den rechtlichen Bestimmungen vereinbar sind. Die Bedingungen während des Transports und im Zielland sind nicht kalkulierbar und EU-Standards werden schlicht nicht umgesetzt. Ein konsequenter und dauerhafter Transportstopp ist daher mehr als überfällig.

Datenschutz

Ihre Daten (Name, PLZ und Ort, aber nicht Ihre E-Mail-Adresse) übergeben wir nach Abschluss der Petition an die Verantwortlichen der Bundesländer. Wir speichern Ihre Daten über den Zeitraum des Appells hinaus nur dann, wenn wir Sie per Newsletter auf dem Laufenden halten sollen. Ansonsten werden Ihre Daten ausschließlich für die Petition verwendet und spätestens drei Monate nach Beendigung der Aktion gelöscht (vollständige Datenschutzerklärung).

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