Appell: Stoppt Tiertransporte

Petitionsbanner Tiertransporte stoppenDer Transport lebender Tiere ist besonders in sommerlicher Hitze eine Quälerei. Dies gilt umso mehr für Langstreckentransporte in andere Länder. Die Tiere sind oft mangelhaft versorgt und stundenlang der Hitze in überfüllten Fahrzeugen ausgesetzt. Weder die nationale noch die EU-Verordnung reicht aus, um die Tiere vor erheblichem Leid zu schützen. Gerade auf Transporten in Nicht-EU-Länder werden die Tierschutzbestimmungen der EU häufig nicht eingehalten, obwohl sie bis zum Bestimmungsort gelten. In Zielländern außerhalb der EU sind die Tierschutzbestimmungen oft völlig unzureichend oder fehlen ganz.

Unterzeichnen Sie die Petition und fordern Sie den Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft im Deutschen Bundestag auf, sich dafür einzusetzen, Langstreckentransporte zu verbieten und Abkommen über Lebendexporte mit Ländern außerhalb der EU zu beenden.

Appelltext

Sehr geehrte Damen und Herren,

immer wieder kommen erschütternde Bilder von gequälten Tieren auf Transporten ans Licht. Vor allem auf langen Transportstrecken sind Verstöße seit Jahren bekannt und gut dokumentiert. Gerade bei sommerlicher Hitze ist die Belastung für die Tiere immens. Die Fahrzeuge sind überfüllt und die Tiere erhalten nicht genügend Wasser, Futter und Ruhepausen. Tierschutzorganisationen und tierärztliche Verbände prangern diese Zustände regelmäßig an. Bei Transporten in Nicht-EU-Länder finden häufig nicht einmal die Tierschutzbestimmungen der EU Beachtung. In diesen Ländern sind Tierschutzgesetze oft völlig unzureichend oder fehlen ganz. Lebende Tiere darf man diesem Stress und Leid nicht aussetzen.

Ich fordere Sie auf, sich gegen Langstreckentransporte innerhalb der EU einzusetzen und Abkommen über Lebendexporte mit Ländern außerhalb der EU zu beenden.

Mit freundlichem Gruß
[Name, PLZ und Ort]

Hintergrund

Allein von Deutschland aus werden jährlich Millionen von Tieren auf Langstrecken innerhalb der EU transportiert, beispielsweise im Jahr 2016: über 1 Mio. nach Spanien, etwa 2,5 Mio. nach Ungarn und fast 8 Mio. nach Italien. Innerhalb Europas, von Europa in Drittländer und von Drittländern nach Europa werden jedes Jahr circa 400 Millionen größere landwirtschaftliche »Nutztiere« sowie zusätzlich circa 1,2 Milliarden Geflügeltiere transportiert.

Gewerbliche Tiertransporte innerhalb Deutschlands unterliegen keiner Meldepflicht. Daher ist ihre genaue Zahl unbekannt. Bekannt hingegen ist, dass es bei den Transporten schon lange systematische und gravierende Tierschutzverstöße gibt. Dies gilt umso mehr auf langen Transporten, sowohl von lebenden Schlachttieren als auch von Zuchttieren. Bisher ist jeder 10. Transport ein Langstreckentransport, d. h. mit einer Dauer von mehr als 8 Stunden. Die Anzahl steigt allerdings, vor allem bei Rindertransporten. Aber auch Innerhalb Deutschlands werden die Transportwege länger wegen der Schließung von Schlachthöfen.

Die Transportfahrzeuge sind häufig unzureichend ausgestattet oder transportieren mehr Tiere als zulässig. Am meisten wird bei Kontrollen beanstandet, dass Tiere nicht genug Platz haben. Viele Tiere können sich aufgrund der Überfüllung nicht hinlegen; liegende Tiere können verletzt oder zu Tode getrampelt werden. Einige Tiere müssen den Transport mit verletzten bzw. eingeklemmten Extremitäten ertragen oder mangels ausreichender Höhe der Abteile oder Käfige in schmerzhafter Haltung zubringen. Bisweilen werden auch Tiere transportiert, die zu jung oder aus anderen Gründen wie Verletzungen oder Krankheit nicht transportfähig sind.

Auf Langstreckentransporten sind die Tiere mitunter tagelang unterwegs. Sie leiden unter extremen Temperaturen und bekommen nicht genügend Futter, Wasser oder Ruhepausen. Das verringert die Immunabwehr der Tiere, was zu einer raschen Ausbreitung von Krankheiten führen kann. Viele Tiere erreichen das Zielland daher nicht lebend. Für die anderen geht die Tortur weiter: Sie sind häufig brutaler Behandlung ausgesetzt. Auch die Schlachtbedingungen sind in einigen Ländern besonders tierquälerisch.

Nach einem öffentlichen Fachgespräch zu Tiertransporten am 25. Juni ist der Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft im Deutschen Bundestag gefordert, über Anträge der Grünen und der FDP zur Begrenzung von Transporten zu entscheiden.

Ihr persönlicher Beitrag

Den größten persönlichen Beitrag können Sie leisten, wenn Sie sich pflanzlich ernähren. Probieren Sie es aus und melden Sie sich zur Vegan Taste Week an.

Datenschutz

Ihre Daten (Name, PLZ und Ort, aber nicht Ihre E-Mail-Adresse) übergeben wir nach Abschluss der Petition an die Mitglieder des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft im Deutschen Bundestag. Wir speichern Ihre Daten über den Zeitraum des Appells hinaus nur dann, wenn wir Sie per Newsletter auf dem Laufenden halten sollen. Ansonsten werden Ihre Daten ausschließlich für die Petition und das nachfolgende Unterstützungsformular verwendet und spätestens drei Monate nach Beendigung der Aktion gelöscht (vollständige Datenschutzerklärung).

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