Petition zum Schnabelkürzen

Petition Schnabelkürzen beenden

Das Schnabelkürzen ist ein sehr schmerzhafter Prozess für die Küken. Es wurde durchgeführt, weil die Hennen unter schlechten Haltungsbedingungen Verhaltensstörungen entwickeln und sich gegenseitig verletzten. Die gute Nachricht: Die Eier-Industrie hat eingesehen, dass diese eigentlich längst verbotene Praxis nicht mehr tragbar ist. Seit Anfang 2017 hat sie das Schnabelkürzen in Deutschland beendet.

Die schlechte Nachricht: Es gibt noch immer keine verbindlichen Vorgaben, um die Haltungsbedingungen so zu verbessern, dass keine Verhaltensstörungen entstehen. Daher ist der Schnabelkürz-Ausstieg unterm Strich sogar eine Verschlechterung für die Tiere: Die Tiere verletzen sich gegenseitig massiv. Um sie ruhig zu halten, werden die Ställe verdunkelt. Das ist keine Lösung, denn ohne richtigen Tag-Nacht-Rhythmus leiden die Tiere.

Wir fordern daher: Der Ausstieg aus dem Schnabelkürzen muss richtig umgesetzt und die Haltung der Tiere deutlich verbessert werden!

Appelltext

An den Vorstand des Vereins für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen e.V. (KAT)
Sehr geehrte KAT-Vorstandsmitglieder,

ich begrüße es, dass KAT den Ausstieg aus dem Schnabelkürzen unterstützt. Wenn allerdings keine Verbesserungen vorgenommen werden, wird der Schnabelkürz-Ausstieg unterm Strich eine Verschlechterung für die Tiere darstellen: Sie verletzen sich gegenseitig schwer und werden durch eine tierschutzwidrige Verdunkelung der Ställe ruhig gehalten.

Deshalb sind dringend folgende Punkte umzusetzen. Sie beruhen auf einer Auswertung der wissenschaftlichen Literatur und auf Erfahrungsberichten:

Die Aufzucht der jungen Legehennen muss deutlich verbessert werden, damit sie gesünder in den Ställen ankommen und mit dem Haltungssystem schon vertraut sind.
Das Futter für die Hennen muss hochwertiger und tiergerechter sein.
Die Hennen brauchen insgesamt bessere Haltungsbedingungen mit weniger Stress und mehr Möglichkeiten zur Beschäftigung.

Ich fordere Sie daher auf, nach dem Ausstieg aus dem Schnabelkürzen die Haltungsbedingungen für Legehennen deutlich zu verbessern!

Mit freundlichen Grüßen
[Name, PLZ Ort]

Hintergrund

Weiblichen Legehennen-Küken wurden jahrzehntelang routinemäßig die empfindsamen Schnabelspitzen entfernt. Denn bei schlechten Haltungsbedingungen entwickeln sie Verhaltensstörungen: Sie zupfen sich gegenseitig Federn aus und picken sich blutig, mitunter mit tödlichen Verletzungen. Das Schnabelkürzen sollte dies vermeiden. Das Tierschutzgesetz verbietet eigentlich schon seit 1986 das routinemäßige Kürzen. Die Behörden haben es allerdings geduldet. Dabei ist ein intakter Schnabel wichtig für die Nahrungsaufnahme, das Ausleben des Erkundungstriebs sowie das Wohlbefinden der Tiere.

Eine Auswertung der wissenschaftlichen Literatur und von Erfahrungsberichten zeigt, dass das Problem des gegenseitigen Bepickens im Wesentlichen über drei Schritte gelöst werden kann: Deutlich verbesserte Aufzucht der jungen Legehennen, hochwertiges Futter und bessere Haltungsbedingungen mit weniger Stress und mehr Möglichkeiten zur Beschäftigung.
Der Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen (KAT) hat es in der Hand, diese Schritte umzusetzen: In ihm sind fast alle Legehennenhalter in Deutschland sowie viele im Ausland organisiert. KAT macht zwar einige Vorgaben, die etwas über die gesetzlichen Mindeststandards hinausgehen, zögert bislang allerdings sträflich, die genannten Verbesserungen verbindlich umzusetzen.

Datenschutz

Ihre Daten (Name, PLZ und Ort, aber nicht Ihre E-Mail-Adresse) übergeben wir nach Abschluss der Petition dem Vorstand von KAT e. V.. Wir speichern Ihre Daten über den Zeitraum des Appells hinaus nur dann, wenn wir Sie per Newsletter auf dem Laufenden halten sollen. Ansonsten werden Ihre Daten ausschließlich für die Petition verwendet und spätestens drei Monate nach Beendigung der Aktion gelöscht (vollständige Datenschutzerklärung).

Wenn nicht anders vermerkt, gilt für Texte dieser Seite die Creative-Commons-Lizenz Namensnennung 4.0. Bilder stehen meist unter Copyright.
[email]
[email]
[name]
[name]
[disabled]
[disabled]
[email]
[email]
[name]
[name]