Helfen Sie den Lachsen

Neueste Filmaufnahmen decken massive Tierschutz- und Umweltprobleme bei den fünf größten Lachsproduzenten in Schottland auf. Die Lachse sind verstümmelt, krank und werden bei lebendigem Leibe von Seeläusen zerfressen – bis zu ein Viertel der Tiere stirbt noch vor der Schlachtung. Zudem stellen die Farmen ein erhebliches Umweltrisiko dar, zum Beispiel durch die Entsorgung der Kadaver und den Einsatz von Chemikalien und Antibiotika.

Die schottische Regierung erlaubt eine massive Expansion der Industrie bis 2030 – und Deutschland unterstützt das Wachstum finanziell: Im Jahr 2019 führte Deutschland rund 2.867 Tonnen schottische Lachse ein und ist somit der sechstgrößte Importeur weltweit.

Die sensiblen und vollkommen unterschätzten Lachse brauchen unsere Stimme: Unterzeichnen Sie unsere Petition und fordern Sie die schottische Regierungsvertreterin in Deutschland auf, noch mehr Leid zu verhindern. Die rücksichtslose Expansion der Lachs-Industrie muss gestoppt werden.

Appelltext

Sehr geehrte Frau Dr. Alexandra Stein,

die schottische Lachszuchtindustrie ist verantwortlich dafür, dass Millionen Lachse leiden und die Umwelt stark belastet wird. Ich fordere Sie deshalb auf, sich bei der schottischen Regierung für einen Wachstumsstopp der Lachsfarmen einzusetzen.

Ein globales Netzwerk an NGOs, darunter auch die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, unterstützt den weltweiten Protest gegen die unhaltbaren Zustände auf den Lachsfarmen. Filmaufnahmen und ein begleitender Bericht beweisen die Tragweite der Probleme: Von Seeläusen befallene Lachse, Algen, die in Wunden wachsen, Krankheiten und Millionen vorzeitig gestorbene Tiere, die wie Müll entsorgt werden. Lachse, die den qualvollen Produktionszyklus überleben, werden ohne vorherige Betäubung getötet. Und nicht nur die Lachse, auch die gegen die Seeläuse eingesetzten Putzerfische leiden unter den gleichen schlechten Bedingungen – dabei ist ihr Nutzen gegen den Seelausbefall umstritten.

Und auch für andere Tiere und die Umwelt stellt die Industrie ein Problem dar: Riesige Mengen toter Lachse werden auf Mülldeponien entsorgt. Wildtiere und Vögel werden von den Kadavern angelockt, was zur Verbreitung von Krankheiten und Giften beiträgt. Organische Abfälle aus Zuchtbetrieben können außerdem Algenblüten verursachen, aus denen die Fische nicht entkommen können. Freigesetzte chemische Abfälle sind eine weitere Gefahr für andere Fische, Vögel und Säugetiere. Und die umliegenden Gewässer werden durch eingesetzte Antibiotika und Chemikalien belastet.

Schottischer Lachs ist ein Exportschlager und Deutschland gehört zu den größten Importeuren weltweit. Die fünf größten schottischen Lachsproduzenten machen zusammen über 96 % der Branche aus. Die Pläne, die Industrie bis 2030 noch zu vergrößern, sind angesichts der schwerwiegenden Probleme unverantwortlich.

Die schottische Regierung muss dringend ein Moratorium für das Wachstum der Lachszuchtindustrie einführen. Setzen Sie sich bei der schottischen Regierung dafür ein, dem Leid der Lachse und der Umweltzerstörung Einhalt zu gebieten.

Mit freundlichen Grüßen
(Name, PLZ und Ort)

Hintergrund

Compassion in World Farming hat sich mit NGOs aus über 30 Ländern zusammengetan, um Filmmaterial von einem der größten Fischzuchtgebiete der Welt zu veröffentlichen. Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt unterstützt den Protest mittels einer Petition und der Veröffentlichung des Materials in Deutschland. Unser Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass die schottische Regierung Verantwortung übernimmt und die Expansion der Industrie unterbindet.

Schottland ist der weltweit drittgrößte Produzent von gezüchteten Atlantiklachsen. Jedes Jahr werden ca. 38 Millionen Fische gezüchtet und in über 50 Länder der Welt verschifft. Doch während die Industrie expandiert, zahlen die Tiere und die Umwelt den Preis: Das Filmmaterial enthüllt die schrecklichen Bedingungen bei fünf der größten schottischen Lachsproduzenten, die über 96 % der Industrie ausmachen.

Die Wissenschaft hat längst aufgezeigt, dass Fische soziale, intelligente und äußerst empfindsame Lebewesen sind. Bei der Haltung auf Fischfarmen wird auf die Bedürfnisse der Tiere trotz dieser Erkenntnis keinerlei Rücksicht genommen. Auch die Schlachtung der Tiere ohne Betäubung ist sowohl auf den Farmen als auch auf hoher See grausamer Alltag. Hier erfahren Sie mehr über die noch immer unterschätzten Lebewesen.

Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt engagiert sich seit Langem für eine weniger leidvolle Behandlung von Fischen. Doch nun sind Sie gefragt: Helfen Sie den Lachsen und zeigen Sie mit Ihrer Unterschrift, dass die Lachsindustrie so nicht weitermachen darf.

Was kann ich darüber hinaus tun?

Möchten Sie noch mehr gegen Massentierhaltung tun? Streichen Sie Tiere von Ihrem Speiseplan und entdecken Sie die Vielfalt pflanzlicher Ernährung. Melden Sie sich einfach zur kostenlosen Vegan Taste Week an und probieren Sie es aus. Für Lachs gibt es zahlreiche leckere Alternativen, für die sicher kein Tier leiden muss.

Erlauben Sie uns, dass wir Sie über unsere Arbeit auf dem Laufenden halten. So informieren wir Sie rechtzeitig über die nächsten Möglichkeiten zum Protest gegen Tierquälerei. Klicken Sie einfach auf den grünen Button, wenn Sie Ihre Unterschrift bestätigen.

Datenschutzerklärung

Ihre Daten (Name, PLZ und Ort, aber nicht Ihre E-Mail-Adresse) übergeben wir nach Abschluss der Petition an die Verantwortlichen der schottischen Regierungsvertretung. Wir speichern Ihre Daten über den Zeitraum des Appells hinaus nur dann, wenn wir Sie per Newsletter auf dem Laufenden halten sollen. Ansonsten werden Ihre Daten ausschließlich für die Petition verwendet und spätestens drei Monate nach Beendigung der Aktion gelöscht (Vollständige Datenschutzerklärung).

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