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Schlachthofbetreiber vor Gericht

richterhammer
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Kriminalität in Schlachthöfen gibt es nicht nur im Ausland, sondern auch in Deutschland. Laut Medienberichten hat die Staatsanwaltschaft Düsseldorf nach jahrelangen Ermittlungen nun Anklage gegen einen Schlachthofbetreiber und sieben weitere Personen erhoben.

Vorgeworfen wird den Angeklagten das Vorenthalten von Löhnen sowie Steuerhinterziehung. Mit einem Geflecht von 50 Firmen sollen die Angeklagten 1.000 meist rumänische Leiharbeiter gesteuert haben, die als Scheinselbständige 50 Stunden pro Woche im Schlachthof arbeiteten. Das Firmengeflecht wurde dabei laut der Oberstaatsanwältin allein dafür genutzt, Steuern zu hinterziehen. Der Schaden für den Fiskus wird auf 14 Millionen Euro geschätzt.

Mehr als wünschenswert wäre es, wenn Tierschutzvergehen genauso konsequent verfolgt würden wie Fälle der Steuerhinterziehung. Berichte über Tierquälerei sind immer wieder von ehemaligen Schlachthaus-Mitarbeitern zu hören, allerdings fehlt es zum einen häufig am Willen der Staatsanwälte und zum anderen an geeigneten Mitteln, um diese aufzuklären. Deshalb fordern wir schon lange die Videoüberwachung von Schlachthäusern. Genau das wird jetzt von der britischen Supermarktkette Morrisons in Angriff genommen.

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