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Weitere Unternehmen setzen Masthuhn-Initiative um

Mit 60 seconds to Napoli und Yorma’s zeigen nach Hans im Glück und dem Dekra Congresshotel Wart zwei weitere Gastronomieunternehmen, dass ambitionierte Tierschutzstandards machbar sind. 60 seconds to Napoli erfüllt die Kriterien der Masthuhn-Initiative (MHI) bereits zum Zeitpunkt des Beitritts. Auch Yorma's hat die schrittweise Umstellung seines Sortiments nun planmäßig umgesetzt. Für die Hühner bedeutet das unter anderem:

  • Geringere Besatzdichte von max. 30 kg pro Quadratmeter
  • Verwendung von robusteren, langsamer wachsenden Zuchtlinien, die insgesamt gesünder sind
  • Mindestens zwei Meter Sitzstangen und zwei Pickmöglichkeiten pro 1000 Tiere
  • zuverlässige Betäubung ohne Kopfüberhängen
  • Audits durch unabhängige Dritte

60 seconds to Napoli verbindet Wachstum mit mehr Tierschutz

Die Restaurantkette 60 seconds to Napoli ist im Juli 2026 der Masthuhn-Initiative beigetreten. Das Besondere: Das Unternehmen erfüllt die Kriterien für sein gesamtes Hühnerfleischsortiment in Deutschland bereits zu 100 %. Dafür bezieht das Unternehmen ausschließlich Hühnerfleisch aus dem Aufzuchtprogramm „Kikok” des Produzenten Borgmeier.

„Qualität bedeutet für uns, genau hinzuschauen. Mit dem Beitritt zur Masthuhn-Initiative setzen wir ein klares Zeichen für höhere Standards und mehr Verantwortung in unserer Lieferkette. Besonders wichtig ist uns, dass wir die Anforderungen in Deutschland bereits heute mit Kikok Huhn erfüllen”, erklärt Gründer und Geschäftsführer Adrian Kuras.

Seit der Gründung im Jahr 2019 ist 60 seconds to Napoli auf 27 Standorte gewachsen und gehört laut dem Ranking des Fachmagazins foodservice zu den fünf umsatzstärksten Restaurantketten Deutschlands im Segment Pizza und Pasta. Das Unternehmen wächst damit deutlich stärker als der Gesamtmarkt. Damit bestätigt sich: Wachstum, wirtschaftlicher Erfolg und höhere Tierschutzstandards schließen sich nicht aus. Eine verantwortungsvolle Beschaffung ist vielmehr Teil eines glaubwürdigen Qualitätsversprechens.

Yorma’s hält Wort

Auch die Imbisskette Yorma’s hat das Ziel, die Kriterien bis 2026 vollständig zu erfüllen, wie geplant erreicht. Das Unternehmen trat der Masthuhn-Initiative 2021 bei und bietet seinen KundInnen mittlerweile ausschließlich FairMast-Hühnerfleisch des Produzenten Plukon an.

„Ab sofort sind all unsere Hähnchenprodukte zu 100 % FairMast. Für uns war es ein kleiner Schritt mit wenig Aufwand – doch für die Hühner ist es ein unendlich wertvoller Schritt, mit mehr Lebensqualität”, betont Tamara Eberl, Leiterin der Yorma’s Kreativabteilung.

Daran kann man sehen, wie auch in einem großen Filialnetz Verbesserungen für die Tiere etabliert werden können: mit einem klaren Zieljahr, einer schrittweisen Anpassung der Beschaffung und verlässlichen Lieferpartnern. Das Unternehmen betreibt 57 Filialen und ordnet sich laut foodservice-Umsatzranking zwischen Starbucks und Kamps ein.

Vorbilder für eine Gastronomie mit höheren Tierschutzstandards

Inzwischen haben vier Unternehmen aus unterschiedlichen Segmenten der Gastronomie ihre Angebote vollständig auf die Kriterien der Masthuhn-Initiative umgestellt:

  • Hans im Glück schloss die Umstellung bereits 2024 erfolgreich ab – zwei Jahre früher als ursprünglich vorgesehen.
  • Das Dekra Congresshotel Wart bezieht schon seit dem Beitritt 2025 ausschließlich MHI-konformes Hühnerfleisch.
  • 60 seconds to Napoli erfüllte die Kriterien ebenfalls bereits beim Beitritt.
  • 5 Jahre nach dem Beitritt verwendet Yorma’s nun ausschließlich MHI-konforme Produkte.

Die Unternehmen aus den Bereichen Pizza und Pasta, Imbiss-Gastronomie, Burger und Hotellerie führen damit auf unterschiedliche Weise vor, wie eine Implementierung höherer Standards gelingen kann. Ihre Beispiele bieten übertragbare Ansätze für die gesamte Gastronomie: verbindliche Ziele, klare Zeitpläne und eine enge Zusammenarbeit mit den beteiligten Partnern.

Über die Masthuhn-Initiative

Allein in Deutschland werden jedes Jahr mehr als 600 Millionen Hühner gemästet und getötet. Das sind über 80 % aller geschlachteten Landtiere. Die meisten dieser Tiere leiden durch das schnelle Wachstum unter gravierenden gesundheitlichen Problemen. Die enge und reizarme Stallumgebung sowie die Betäubung im elektrischen Wasserbad vor der Schlachtung verursacht zusätzliches – vermeidbares – Leid.

Um dieses Leid zu lindern, haben wir die Masthuhn-Initiative ins Leben gerufen. Ihr haben sich in Deutschland bereits mehr als 100 Unternehmen aus allen Bereichen der Lebensmittelwirtschaft angeschlossen, um die Bedingungen für Masthühner zu verbessern.

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