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Niedersachsen verbietet Mast von Moschusenten

Moschusente vor einem Stall
Moschusente © Cornelia Pithart – fotolia

Im Mai 2012 haben wir den Start unserer Kampagne gegen die Entenmast bekannt gegeben. Bislang waren wir vor allem im Hintergrund aktiv: Wir haben grundlegende Informationen verbreitet, Mediengespräche geführt und die ersten Supermarktketten auf das Thema hingewiesen. Umso erfreulicher ist, dass schon jetzt (sicherlich nicht nur unseretwegen) viel Bewegung in das Thema kommt – und das ausgerechnet von der konservativen Landesregierung in Niedersachsen, dem für die Geflügelindustrie wichtigsten Bundesland.

Der niedersächsische Agrarminister Gert Lindemann (CDU) hat angekündigt, die Intensivmast von Moschusenten zu verbieten. Hintergrund seien Untersuchungen, die ergeben haben, dass es praktisch unmöglich ist, die katastrophalen Bedingungen für die Tiere zumindest abzumildern. Es gibt in der Intensivmast keine Möglichkeit, den Enten genug Wasser zur Verfügung zu stellen. Bei entsprechenden Versuchen sind Entenküken ertrunken und die Nässe in den Ställen führte über die dauerhaft feuchten Exkremente zu einer stärkeren Verbreitung von Infektionen. Zudem ist nicht ersichtlich, wie das Abtrennen der Schnabelspitzen beendet werden kann: Unter den beengten Bedingungen können unterlegene Tiere bei Auseinandersetzungen nur schlecht flüchten, weshalb die Enten sich mit den Dornen an ihren Schnäbeln erhebliche Verletzungen zufügen würden. Schließlich führt Lindemann noch Verletzungsprobleme beim Transport an.

Wir gehen davon aus, dass das niedersächsische Haltungsverbot eine Kettenreaktion in Gang setzen wird: Andere Bundesländer könnten sich dem Verbot anschließen; mehrere Unternehmen des Lebensmittelhandels und der Gastronomie dürften sich entscheiden, Moschusenten aus dem Sortiment zu nehmen; früher oder später dürfte genug bewegt worden sein, um ein bundesweites Verbot möglich zu machen. Wir werden diesen Prozess intensiv begleiten.

Offen ist derzeit noch, wie sich das niedersächsische Agrarministerium zur Mast von Pekingenten positioniert. Zweifelsohne sind die Probleme bei den Moschusenten allein schon wegen der höheren Besatzdichten, der Haltung auf Vollspaltenböden und dem Abtrennen der Schnabelspitzen die größeren. Doch muss nicht zumindest jede Haltung von Wassertieren ohne Wasserzugang hinterfragt werden?

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