Begrüßenswerte Einigung zur Tierhaltungskennzeichnung
Die Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und SPD haben sich heute auf die inhaltliche Erweiterung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes und den Start der verpflichtenden staatlichen Kennzeichnung zum 1. Januar 2028 geeinigt. Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt begrüßt die Pläne und fordert einen verbindlichen Zeitplan für die Umsetzung.
- CDU/CSU und SPD haben sich darauf verständigt, die verpflichtende staatliche Tierhaltungskennzeichnung auf den 1. Januar 2028 zu verschieben.
- Die Koalitionsfraktionen wollen das Tierhaltungskennzeichnungsgesetz überarbeiten und seinen Geltungsbereich erweitern.
- Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt begrüßt die geplante Weiterentwicklung und fordert einen verbindlichen Zeitplan für die Umsetzung.
Christian Rehmer, Bereichsleiter Politik & Recht bei der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, kommentiert die Einigung wie folgt:
„Während einige Akteure bereits die Abwicklung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes gefordert haben, stehen CDU/CSU und SPD erfreulicherweise für die Weiterentwicklung der staatlichen Tierhaltungskennzeichnung. Das ist sehr gut. Ich freue mich darauf, die Kennzeichnung ab Anfang 2028 endlich im Supermarktregal und auf den Speisekarten in Restaurants finden zu können.
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer muss den Gesetzgebungsprozess nun zeitnah starten, sodass er schnellstmöglich vom Deutschen Bundestag abgeschlossen werden kann. Der Minister muss die offenen Fragen aus dem EU-Notifizierungsverfahren in konstruktiven Verhandlungen mit allen Beteiligten klären. Besonders wichtig sind die Erweiterung der Kennzeichnung auf importiertes Fleisch sowie die Kennzeichnungspflicht in Restaurants und Kantinen.
Neben der Förderung und vereinfachten Baugenehmigungen für Betriebe, die in mehr Tierwohl investieren wollen, ist eine verlässliche Kennzeichnung ein wichtiger Baustein für den Umbau der Tierhaltung. Denn beim Kauf von Fleisch, Milch und Eiern sowie bei servierten Gerichten in Restaurants wollen Kundinnen und Kunden wissen, wie die Tiere gehalten wurden. Die zukünftige staatliche Kennzeichnung wird ihnen endlich verlässliche Informationen für ihre Kaufentscheidung geben.“
Hintergrund
- Stellungnahme zum Tierhaltungskennzeichnungsgesetz mehrerer Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutzverbände vom 5. Oktober 2026
- Stellungnahme der Albert Schweitzer Stiftung zur Kennzeichnung von Lebensmitteln tierischen Ursprungs mit der Haltungsform der Tiere vom 29. April 2026
- Policy Paper der Albert Schweitzer Stiftung zur Kennzeichnung vom Oktober 2025
Bildmaterial zur redaktionellen Verwendung
Über die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt
Die Albert Schweitzer Stiftung setzt sich für eine Welt ein, in der kein Tier mehr für die Herstellung von Lebensmitteln leidet. Die Stiftung nutzt juristische Mittel und wirkt auf wichtige Akteure aus Wirtschaft und Politik ein, um Tierschutzstandards zu erhöhen, den Verbrauch von Tierprodukten zu reduzieren und das pflanzliche Lebensmittelangebot zu verbessern. Interessierten bietet sie fundierte Informationen und zeigt Alternativen auf. Mehr erfahren Sie auf albert-schweitzer-stiftung.de.