Nach dem Wiesenhof-Skandal

Veröffentlicht am 13. Jan 2010

Am Dienstag berichtete Report Mainz über tierquälerische Zustände bei der Firma Wiesenhof:

Seit der Ausstrahlung dieses Beitrags hat sich einiges getan: Wiesenhof hat mit »Engel und Zimmermann« eine PR-Agentur für Krisenkommunikation beauftragt, die auch in der Vergangenheit schon öfter für Unternehmen aus der Massentierhaltung tätig war. Weiterhin hat Wiesenhof Strafanzeige gegen Peta gestellt, weil ein »begründeter Verdacht« bestehe, dass Peta die Farmleiterin instrumentalisiert habe. Zu diesen und anderen Vorwürfen nimmt Peta hier Stellung.

Der Weser-Kurier berichtet in der Zwischenzeit, dass Wiesenhof alle seine Farmleiter aufgefordert habe, Tierschutzrichtlinien »so gut wie möglich« einzuhalten und bei verschiedenen Aktivitäten die Türen möglichst geschlossen zu halten. Begründung: »Tierschützer sind unterwegs«.

Unabhängig von Details zu Wiesenhofs Vorgehen weist die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt darauf hin, dass die Hühnermast systemimmanent tierquälerisch ist: Bei den Tieren handelt es sich aus unserer Sicht um Qualzuchten, weil sie sich häufig schon im Alter von sieben Wochen vor lauter Gewicht kaum noch bewegen können und an Knochendeformationen leiden. Hinzu kommt die drangvolle Enge von bis zu 25 Tieren pro Quadratmeter. Damit die Elterntiere nicht unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbrechen, werden sie konstant hungrig gehalten, und die Liste geht noch weiter.

Die Geflügelwirtschaft behauptet hingegen, sie nehme eine Vorreiterrolle im Tierschutz ein. Diese Darstellung kommentiert für uns Dr. Hermann Focke, leitender Amstveterinär a.D.: »Wenn [...] behauptet wird, ‘dass Deutschland seit mehr als einem Jahrzehnt eine Vorreiterrolle beim Tierschutz in der Hähnchenaufzucht einnimmt’, ist dieses zumindest irreführend, um nicht zu sagen pharisäerhaft. Tatsache ist folgende: An einem ungewöhnlich heißen Wochenende im August 1992 verendeten in den Geflügelställen der Region Weser-Ems mehr als 1.000.000 Tiere, vorwiegend Masthühner und Puten. Große Bestürzung in der Bevölkerung; die Medien traten auf den Plan. Die Politiker mussten reagieren. Es wurde ein Arbeitskreis gebildet. Dieser erstellte nach zahlreichen Sitzungen und Beratungen ein Gutachten. Aufgrund dieses Gutachtens verkündete am 10.12. 1993 der zuständige Landwirtschaftsminister den sogenannten Masthähnchenerlass, in dem für die Zukunft eine maximale Belegdichte von 30kg/m2 (d.h.höchstens 20 Tiere/m2) festgeschrieben wurde. Dieser Erlass, der die Belegdichte einschränkte, ist jedoch nie umgesetzt worden, obwohl es weiterhin gängige Praxis war, dass die behördlich genehmigten Belegzahlen nicht unerheblich überschritten wurden. Denn es passierte folgendes: Die Geflügelwirtschaft intervenierte beim zuständigen Minister mit dem Ergebnis, dass am 30.10. 1997 der damalige niedersächsische Landwirtschaftsminister Funke eine Vereinbarung mit der niedersächsischen Geflügelwirtschaft unterschrieb, nach der die Besatzdichte von ursprünglich 20 auf 26 Tiere/m2 , d.h. um 30% erhöht wurde. Diese Daten wurden dann auch später von der EU- Kommission übernommen. Ergo: Deutschland war Vorreiter aber im negativen Sinne. Weitere Details zu diesem Thema sowie Beispiele und Hintergrüde agrarindustrieller Nutztierhaltung können meiner Dokumentation ‘Tierschutz in Deutschland – Etikettenschwindel?!’ entnommen werden.«

Unsere Empfehlung lautet: Essen Sie kein Hühnerfleisch – unabhängig davon, ob es von Wiesenhof oder einem anderen Anbieter stammt.

Nachtrag (24.01.10): Wiesenhof behauptet, der Vorwurf der systemimmanenten Tierquälerei sei nun belegt. Um dieses Argument zu stützen, werden Kontrollen von Amtsveterinären von vor und nach dem Skandal aufgeführt. Dazu ist anzumerken, dass die Kontrollen aus zwei Gründen nichtssagend sind: Zum einen wird Wiesenhof selbstverständlich für die Kontrolle nach dem Skandal gründlich aufgeräumt haben, und zum anderen heißt es leider meist nicht viel, wenn Amtsveterinäre nichts zu bemängeln haben. Amtsveterinäre vernachlässigen immer wieder ihre Berufsordnung, die sie eigentlich zu Schützern der Tiere macht. In der Praxis müssen wir aber immer wieder die Erfahrung machen, dass Amtsveterinäre als Schützer der Tier»nutzer« auftreten. Das geschieht teilweise unfreiwillig wegen Überlastung, aber oft scheint schlichtweg der Wille zu fehlen, Misstände zu erkennen bzw. gegen sie vorzugehen.

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65 Kommentare | Zum Kommentarfeld»

  1. Die Welt ist vegan. Wenn wir es wollen!

  2. Ich selber bin nicht vegan, habe meine eigene Tiere, die ich artgerecht mit Respekt und Liebe bis zum Tage X halte. Fleisch aus den Supermaerkten kann ich nicht mehr kaufen, allein der Gedanke was die Tiere ueber sich ergehen lassen muessen, wird es mir uebel.
    Wer also nicht auf sein “schnitzel” verzichten moechte, kann auch direkt zum naechsten Bauern gehen. Sich auch mal den Stall und Tiere anschauen. Ich denke das dies der Weg fuer die Zukunft sein wird und muss.
    Ich bin auf alle Faelle immer sehr erfreut wenn mich “Kunden” besuchen und meine Tiere anschauen moechten.

  3. Unglaublich! Ich bin Vegetarierin und kann es nicht nachvollziehen, dass man so mit anderen Lebenwesen umgeht! Ich hoffe, dass bei einem Teil der Gesellschaft nach den diversen Berichten ein Umdenken stattfindet!Jeder einzelne Mensch, der sich entscheidet vegetarisch oder vegan zu leben, ist ein Schritt in die richtige Richtung!
    Ich habe Wiesenhof angeschrieben und Edeka und Real, weil die nach wie vor die Produke weiter vertreiben. Schreibt Protestbriefe, benutzt eure Stimme!

  4. Wiesenhof…. genso wie andere große Ketten, sind allein aufgrund ihrer Größe nicht in der Lage auch nur annähernd tierschutzgerecht zu arbeiten. Es geht einfach nur um den Profit. Mehr nicht.

    @Petra Stahl: Ich vermute, dass Sie einen Bio-Bauernhof haben. Für mich wäre allein die Vorstellung, ein Lebewesen, welches ich “ein Leben lang” mit Respekt und in Liebe begleitet habe, “den Hals umzudrehen”, unerträglich.

    Ich bin jedenfalls sehr froh, dass “mein” Bio-Hofladen ausschließlich frisches, knackiges, lebendiges Grünzeug anbietet – und draußen ein Ziegenpaar alt werden darf :-)

  5. @ S. Landsberger
    Schön, dass es solche Menschen wie Sie gibt! Haben Sie eine Homepage? LG Sandra

  6. es geht doch heute nur um geld, wie und was da passiert interressiert keinen!

  7. Der Verbraucher WILL doch gar nicht wissen wo und wie sein Essen produziert wird.
    Der Aufschrei kommt immer nur dann, wenn Otto Scheinheilig und Lieschen Hatkeine-Ahnung, unmissverständlich und ohne Rückzugsmöglichkeit mit den traurigen Tatsachen konfrontiert wird.
    was glauben denn die Leute, wo die Hähnchen für -,99 cent die im Supermarkt angeboten werden herkommen ?
    Aus dem Hühnerschlarraffenland ????
    Selbst die, die zum Normalpreis von 1,99 oder 2,49 in der Truhe liegen ??
    Wie soll denn so ein Preis herkommen, wenn nicht durch so eine Haltung ?

    Ist doch genauso wie bei Fleisch..die Leute wollen ihre Schnitzel für 3,99 € das Kilo kaufen, wenn sie aber dann die Massenschlachtung und Massentransporte sehen, dann schreien sie auf……..

    Solange Geiz Geil ist (in allen Bereichen) und es in Deutschland billigeres Argentinisches Rindfleisch gibt, was um den halben Globus gekarrt wird, als der ansässige Metzger es von hiesigen Bauern einkaufen kann, wird sich an der Massen- und Qualtierhaltung nichts ändern.

    Wenn sich jeder mal Gedanken machen würde was auf seinen Teller kommt, gäbe es viel mehr Vegetarier.

  8. Wenn ich Zuhause aussortiere und das Überschüssige im Müll entsorge… genauso werden die Tiere in Kisten gelagert. Wie Müll, als sei es ne leere Müslitüte, ein altes Kleidungsstück, alter unnützer Kram.. den man schön in die Tonne stopft, damit noch mehr hinein passt.

    …Und sowas isst man dann. Gratulation.

    Sind ja nur Tiere und die füllen Mägen.

    Pfui Teufel. Wann fühlen Menschen wieder??

  9. das was Peta bei der Firma Wiesenhof aufgedeckt hat, ist leider alltäglicher Wahnsinn in der Massentierhaltung. Angesichts dieser Bilder ist man beschämt zur Gattung Mensch zu gehören. Es darf und kann nicht so weitergehen dass wir jeden Respekt vor lebenden, fühlenden Geschöpfen verloren haben. Es ist nicht richtig, dass Geflügelfleisch zu Spott Preisen in den Supermärkten liegt, ich hoffe ein Umdenken wird sich einstellen und viele werden sich bewußter, was sie da in sich hineinfressen.

  10. Wir können viel tun – packen wir es an!

    Es hat sich z.B. das bundesdeutsche Netzwerk von Bürgerinitiativen “Bauernhöfe statt Agrarfabriken” gegründet. Wir können die Betroffenen (Bürgerinitiativen vor Ort) in ihrem Widerstand unterstützen (das hat auch schon beim Widerstand gegen Kohlekraftwerke geholfen!) Damit zeigen wir, dass dies uns alle angeht.KEIN PROFIT auf dem Rücken gequälter Tiere. Wenn die Subventionen (unsere Steuergelder) nur an die Großen (Nestele, Wiesenhof,…) gehen, dann brauchen wir uns nicht zu wundern, dass die kleinen Bauern kaputt gehen…

    http://reset.to/blog/zur-er%C3%B6ffnung-der-gr%C3%BCnen-woche-demonstration-gegen-industrielle-massentierhaltung

  11. Go Vegan!
    Es ist so einfach!

  12. Mir fehlen die Worte,wann hört das endlich auf. Dieses Elend der Tiere,diese leiden. Jeder einzelne Mensch ist dafür verantwortlich der Fleisch ist. Diese Massentierhaltung muss beendet werden,jeder kann etwas tun,jeder !!

  13. Ich bin seid 3 Jahren in einem Dorf umgezogen. Als ich sah, wie die Kühe leben/elends auch sterben bin ich veganer geworden. Es hat zwar gedauert aber ich habe es endlich geschafft. Ich würde gerne wissen, die Kühe, die in diesem Dorf sterben, zum welchen Metzger werden sie gebracht?? Weihenstephaner holt sich jeden Abend die Milch. In der Werbung leben die Kühe glücklich. Aber die Wahrheit sieht schrecklich aus. Kühe die nie das Sonnenlich gesehen haben. Kühe die seid ihrer Geburt nur stehen oder in ihre eigene Kod liegen. So was esse und trinke ich nicht.

  14. Ich stimme ELLEN PASSINGER voll und ganz zu . Das ist auch meine Überzeugung !
    Diese Massentierhaltung muss beendet werden !
    Und aus diesem Grund esse ich auch kein Fleisch mehr, weil solch eine verfluchte Tierquälerei nicht mehr zu ertragen ist …

  15. Das ist keine Seite für Veganer,es ehrt Sie sehr wenn Sie ihr Leben vegan durchziehen können ,
    wahrscheinlich mit den Weltschmerzruf: Die Welt ist schlecht und Ungerecht! (Zitat aus:Der kleine
    Eisbär ).Bleibt mal bischen auf den Boden !
    Siehe Haiti,die würden z.Zeit alles fressen außer
    Leichen…….

  16. Das Beispiel Haiti stimmt, aber wir hier müssen nunmal nicht alles essen. Dennoch, irgendwann ist eine vegane Welt sicher ein Ziel. Wir können aber nicht von Menschen, die bisher fast täglich Fleisch essen diesen Schritt zum Veganen erwarten. Es wäre schon toll, wenn die Mehrzahl der Menschen wenigstens einen, besser, zwei, drei vegetarische Tage die Woche macht. Ein Anfang!

  17. Ich bin Vegetariarin geworden und kann meinen
    Ekel kaum noch in Worte fassen. Unsagbar,
    diese Grausamkeit gegen wehrlose Tiere.

  18. Wenn ich mir vorstelle, wie Petra ein Tier liebevoll zu pflegen und dann zu schlachten, dann komme ich mir vor, wie ein Kannibale. Es ist in meinen Augen scheinheilig, vegan zu leben und gleichzeitig Tiere zu halten um sie dann zu schlachten.

    Bei mir kommen keinerlei tierische Produkte auf den Tisch – und meiner Gesundheit tut dies sehr gut.

  19. Sehrgut,daß Report Mainz die Sendung über Wiesenhof gesendet hat.Wiesenhof kann sich jetzt drehen und wenden.Als entscheidendes Faktum gilt weiterhin,,daß die “in Massen”gehaltenen Tiere lediglich Lebendfleisch darstellen.Erst wenn die Schmerzen und Ängste der Tiere bei der Haltung und Tötung deren Fleischqualität beeinträchtigen würde,würde man sich ernsthaft um deren Wohlergehen kümmern.Außerdem:Seit wann haben Nahrungsmittel Schmerzen_—-?Tiere sind Güter,Fleisch ist Konsum,-Handels-und Wegwerfware.Es wird massenhaft zu Billigpreisen angeboten ,verfettet selbst Geringverdiener,trägt erheblich zur Belastung des Gesundheitssystems und der Umwelt bei.Massentierhaltung wird als technisch-ökonomische Angelegenheit behandelt.

  20. selbst ein Huhn pro Quadratmeter wäre doch schon viel zu viel, aber 25??

    Go Vegan kann ich da nur sagen!

  21. Es glaubt doch kein Mensch wirklich im Ernst, wenn das Fleisch teurer würde das es dann den Nutz-Schlachttieren besser ging?? Das die Ställe von Massentierhaltung vergrößert würden?? Die Schweine und Kühe wieder Stroh unter ihre Beine bekämen?? Die grausamen Transporte eingestellt würden?? Das Geflügel frei in der Erde und auf dem Misthaufen rumscharren könnte?? Die Fische betäubt werden bevor sie gefangen werden??
    Einfach weniger oder gar kein Fleisch essen hilft.

  22. Mir kommen die Tränen und leider konnte ich mir das Video desshalb nicht anschauen.Aber natürlich möchte ich etwas tun und versuche es soweit wie möglich mich veganisch zu ernähren.Das ist sicher nicht jedermanns Sache,aber ich rufe euch trotzdem dazu auf…..
    Kauft bitte diese Produkte nicht mehr!!!!!!!!!!!!

  23. Wir essen Eier und ich habe Hühner – glückliche Hühner die ich aus Massentierhaltung aufkaufe bevor Suppenwürfel aus ihnen gemacht wird! Sie haben viel viel Platz und dürfen leben bis sie sich in eine Ecke verkrümeln und sterben was sehr schnell geht da sie dann alt sind — etwa 8 -10 Jahre. Ich liebe meine Hühnerchen und sie kennen mich und kommen sofort angeflitzt immer in der Hoffnung eine Köstlichkeit zu ergattern!
    So viel Elend bekümmert mich denn Hühner sind ebenso leidensfähig wie du und ich.

  24. Liebe Leute,

    könntet ihr bitte auch mal in den großen Medien, die eben nicht nur von Aufgeklärten wie ihr es seid genutzt werden, eure Stellungnahmen/ eure Kritik anbringen?! Bitte schreibt Leserbriefe zu Hauf, damit noch mehr Menschen endlich wach werden, den Konsum solcher Produkte aus Tierqual reduzieren / beenden und dadurch auch Druck auf die entsprechenden PolitikerInnen ausüben! Wenn nicht eine breite Empörung jetzt deutlich wird, wird sich nichts ändern.

    Politiker wie Ehlen und Aigner sind willfährige Handlanger der Geflügelwirtschaft bzw. der Agrarindustriellen und haben die grausamen Nutztierhaltungsverordnungen mit durchgesetzt. Jetzt tun sie so, als handele es sich bei den gezeigten Filmszenen um Einzeltaten von Schwarzen Schafen! Dabei geschieht das systemimmanent. Entsprechende Stellungnahmen zur Einordnung des “Wiesenhof-Skandals” findet ihr beim BUND, Bündnis 90 / Die Grünen, Die LINKE, weiteren Tierschutzorganisationen neben der Albert-Schweitzer-Stiftung wie auch beim gemeinsamen BI- und Organisationen-Netzwerk “Bauernhöfe statt Agrarfabriken”.

    Ihr habt hier viele Kommentare abgegeben, wie es bereits bei vielen ASS-Themen geschehen ist. Aber da schreiben wir doch nur innerhalb einer, na sagen wir mal: tierfreundlichen und kritischen, Community, d. h. eher gefahrlos. Sollten wir nicht, damit sich wirklich was ändert und wir wenigstens ein bisschen etwas für die Tiere über unseren privaten Rahmen hinaus tun, mehr an die Öffentlichkeit gehen?!! Bitte schreibt überall an eure Tageszeitungen oder Sender eure Meinung! Und wenn’s nur eine kurze Passage aus dem ist, was ihr hier schon geschrieben habt, ein kleines Bisschen vielleicht geändert für die andersgearteten Adressaten! Es ist nur ein ganz wenig Mühe mehr!

  25. Moechte nochmals erwaehnen, ich bin “Selbstversorger”, das bedeutet, wenn ich kein Fleisch habe, kann ich mich auch gut von meinem Gemuesegarten ernaehren. Fuer mich persoehnlich ist es auch nicht soo wichtig Fleisch auf dem Tisch zu haben. Ich moechte aber “Beispiel” geben, vor allem ueber die Haltung von Nutztieren. Ich lebe auf dem Lande und sehe soviele Grausamkeiten an Tieren, nicht nur in der Massenhaltung es geht mir einfach um den Respekt fuer das Tier. Auserdem ist es fuer mich eine Utopie das der Mensch kein Fleisch mehr verspeist. Daher werde ich immer Tiere halten und auch schlachten.

  26. Auch ich habe sofort eine Protestmail an Wiesenhof geschrieben.
    Außerdem werde ich jetzt konsequent in Richtung Vegetarierin gehen. Ich sehe ein, daß es so nicht weitergeht. Ich fürchte nur, daß wieder Gras über die Sache wächst, sobald sie aus den Medien raus ist. Also, was kann man/frau tun, damit der Skandal sich in den Köpfen festsetzt?

  27. Einfach nur grausam. Aber es ist doch leider so dass wir, die Verbraucher selber schuld sind. Warum muss es JEDEN Tag Fleisch geben??? Warum muss immer alles so billig wie möglich sein???
    Ich bin Vegetarierin, kaufe mein Fleisch nur noch beim hiesigen Fleischer. Wenn in unseren Köpfen endlich mal ein Umdenken stattfinden würde, gäbe es auch nicht so viel Tierleid.
    Traurige Grüße von Meike, die sich schämt der Spezies Mensch anzugehören!!!

  28. Wir Verbraucher sind im Grunde so mächtig: Esst kein Fleisch mehr und die Umwelt ist gesund und keine Tiere müssen mehr leiden.

  29. Es ist einfach zu sagen, alle sollen doch vegan leben, dann ist das alles Vergangenheit. Die einzige REALISTISCHE Chance, Massentierhaltung zu beenden ist meiner Meinung nach, sie unrentabel zu machen. Ein unsympathischer Gedanke, ich weiß, es geht mal wieder nur ums Geld…Aber nur das, was die Menschen dazu bringt solche Tierfabriken zu betreiben wird sie auch davon abbringen: GELD. Nämlich wenn die FLEISCHESSER dieses Fleisch nicht mehr kaufen!!! Sie als Mörder und Unmenschen hinzustellen ist ungerecht und bringt die Sache überhaupt nicht voran. Man muss sie überzeugen weniger Fleisch zu essen und genau hinzusehen, drüber nachzudenken, wie das Tier gelebt hat. Ich nehme an, jetzt geht bei einigen von Euch der Deckel hoch, aber ich muss es loswerden: Wer in der Realität was ändern will, muss sich auch mit den Fleischessern abfinden!

  30. Hallo zusammen,

    ich bin seit über 12 Jahren Vegetarier, leider noch kein Veganer – aber ich arbeite daran.

    Leider haben wir, nur mal für Deutschland gesprochen, fast nur noch Täterschutz und kein Opferschutz mehr – gilt auch für Menschen.

    Wenn wir alle, wirklich alle, jeder für sich kleine Schritte geht, wird irgendwann die Humanität zurückkehren.

    Viele Menschen verstehen nicht, daß es garnicht nur um die “armen Tiere” geht, sondern um sich selber, um jeden einzelnen Menschen.
    Wenn die Menschen verstehen, daß sie ihrer Gesundheit und damit verbunden unserem gemeinsamen Planeten nicht nur Schaden zufügen, sondern ihn zerstören und zwar unwiederbringlich, dann ist es “g e s c h a f f t”.

    Zum Verständnis, ich möchte mich hier nicht für die Bestie Mensch stark machen, möchte nur meine Meinung kund tuen.
    Wenn jeder der “Wissenden” den Unwissenden erzählt wie es wirklich ist (das Schnitzel hatte mal Augen, welche treu, ängstlich und schmerzverzerrt geguckt haben…….) dann haben wir schon sehr viel getan.

    Herbert Grönemeyer sang mal das Lied,”Kinder an die Macht”, bezieht Kinder frühzeitig mit ein, erklärt den Kindern, das der Hamburger, die Currywurst, die Fischstäbchen, Chickennuggets usw. mal gelebt haben und mit vielen Qualen und Umweltvernichtung in die so “gesunden und bequemen” Restaurants gelangt sind.
    Kinder (ich seber habe keine) sind unser aller Zukunft und sie können dazu beitragen, daß es eine bessere, humanere, verständnisvollere Welt geben wird.

    Es müssen sich noch viel mehr Menschen zusammen schließen, Unterschriften sammeln und dann an die entsprechenden Konzerne, Supermärkte usw. schicken.
    Wer überhaupt nicht vergessen werden darf, sind unsere Volksvertreter / Politiker und zwar müssen diese Leute nicht erst kurz vor den Wahlen aufmerksam gemacht werden, sondern nach den Wahlen und das regelmäßig bis zu den nächsten Wahlen und dann müssen Konsequenzen gezogen werden.

    Ich hoffe ich habe nicht zu verquer geschrieben und ihr versteht was ich meine.

    Es ist übrigens gar nicht so schwer Vegetarier zu werden.
    Büchertipp: Vegetarisch leben;
    GOVINDA-VERLAG ISBN 3-906347-77-X
    Preis: 4,50 Euro

    Thilo Bode – Abgespeist –
    Ein Buch von S. Fischer
    ISBN 978-3-10-004307-8
    Preis: 14,90 Euro
    http://WWW.foodwatch.de

    Eine schöne Woche für euch alle. Jürgen

  31. Einzig wichtig und sinnvoll scheint mir, JETZT öffentlich, z.B. durch Leserbriefe, unserer Empörung Luft zu machen! Wir dürfen nicht warten, bis alles wieder vergessen und vorbei ist! Jetzt gilt es, für die Tiere Partei zu ergreifen, und nicht erst, wenn sich die Gemüter wieder beruhigt haben. – Denken wir doch an BSE und Schweinepest: Wie groß war das Geschrei, als man in den Nachrichten die riesigen Scheiterhaufen mit brennenden Rindern gesehen hatte … um am nächsten Tag bedenkenlos seinen Rinderbraten genüsslich zu verspeisen! Allzu schnell werden diese Bilder verdrängt, scheußliche Dinge lässt man nicht so sehr an sich rankommen, das Elend der Tiere ist unerträglich, Bilder oder Filme über Tierquälereien brechen uns das Herz, … aber auf Fleisch will natürlich keiner verzichten!
    Die Presse muss bombardiert werden mit Leserbriefen über das zum Himmel schreiende Elend der ausgebeuteten, ausgemergelten Tiere, man muss dieses Unrecht und das Verbrechen an wehrlosen Geschöpfen förmlich rausbrüllen, damit es jeder hört – und sich vielleicht einmal die Mühe macht darüber nachzudenken, ob er es verantworten kann, auch nur einen Bissen (Hähnchen-)fleisch aus diesen gigantischen Mastfabriken reinen Gewissens zu konsumieren! Jeder, der es dennoch tut, gibt den Auftrag zu weiterer Quälerei und billionenfachem Mord an unseren Mitgeschöpfen, die geboren werden, um für unseren unersättlichen Fleischgenuss ein elendes “Leben” zu fristen, und einen noch qualvolleren Tod zu sterben! …
    Handelt bitte jetzt, solange dieses Thema durch alle Medien geistert! Hernach haben wir unsere Chance vertan!

  32. Einzig wichtig und sinnvoll scheint mir, JETZT öffentlich, z.B. durch Leserbriefe, unserer Empörung Luft zu machen! Wir dürfen nicht warten, bis alles wieder vergessen und vorbei ist! Jetzt gilt es, für die Tiere Partei zu ergreifen, und nicht erst, wenn sich die Gemüter wieder beruhigt haben. – Denken wir doch an BSE und Schweinepest: Wie groß war das Geschrei, als man in den Nachrichten die riesigen Scheiterhaufen mit brennenden Rindern gesehen hatte … um am nächsten Tag bedenkenlos seinen Rinderbraten genüsslich zu verspeisen! Allzu schnell werden diese Bilder verdrängt, scheußliche Dinge lässt man nicht so sehr an sich rankommen, das Elend der Tiere ist unerträglich, Bilder oder Filme über Tierquälereien brechen uns das Herz, … aber auf Fleisch will natürlich keiner verzichten!
    Die Presse muss bombardiert werden mit Leserbriefen über das zum Himmel schreiende Elend der ausgebeuteten, ausgemergelten Tiere, man muss dieses Unrecht und das Verbrechen an wehrlosen Geschöpfen förmlich rausbrüllen, damit es jeder hört – und sich vielleicht einmal die Mühe macht darüber nachzudenken, ob er es reinen Gewissens verantworten kann, auch nur einen Bissen (Hähnchen-)fleisch aus diesen gigantischen Mastfabriken zu konsumieren! Jeder, der es dennoch tut, gibt den Auftrag zu weiterer Quälerei und billionenfachem Mord an unseren Mitgeschöpfen, die geboren werden, um für unseren unersättlichen Fleischgenuss ein elendes “Leben” zu fristen, und einen noch qualvolleren Tod zu sterben! …
    Handelt bitte jetzt, solange dieses Thema durch alle Medien geistert! Hernach haben wir unsere Chance vertan!

  33. Ich finde es super, dass es Ihre Institution gibt und Ihr Team, das diese Mißstände bei der Tierhaltung bzw. Tierverwertung aufdeckt. Das Einzige, was gegen diese tierquälerischen Machenschaften hilft, ist jede Menge Öffentlichkeitsarbeit und der totale Boykott dieser Produkte. Das ist das gleiche Prinzip wie mit den Pelzmänteln! Was nicht gekauft wird, wird auch nicht nachproduziert.
    Was die Firma Wiesenhof sich geleistet hat, ist mehr als Betrug und Vertrauensbruch. Ich habe die Produkte auch in dem Glauben gekauft, dass bei so einer “namhaften” Firma alles nach Vorschrift zugeht. Aber nun kann ich diese Produkte nicht mehr verzehren, ich müßte mich erbrechen. Das ist das gleiche wie bei Käfigeiern, die ich auch peinlichst meide.
    Weiter so mit Ihrer Aufklärungsarbeit und viel Erfolg!

  34. Der Wiesenhof-Skandal ist nur einer von vielen der unzähligen Tier-KZ’s in unserem Lande und weltweit! Es liegt nun auch an uns, dieses Thema noch eine Weile ins Bewusstsein der Verbraucher zu rücken, die Medien damit zu beschäftigen, in der Hoffnung, ein Umdenken zu bewirken. Die Chancen, durch Leserbriefe unserer Empörung Luft zu machen, sind mehr als günstig! Doch die Zeit drängt, und sie darf nicht ungenutzt verstreichen. Wir müssen Partei ergreifen für jene, die es selbst nicht können! Wenn sich die Gemüter erst wieder beruhigt haben, ist es zu spät. – Denken wir doch an BSE und Schweinepest: Ein Aufschrei, wenn riesige Scheiterhaufen mit brennenden Rindern zu sehen waren … doch schon am nächsten Tag aß man bedenkenlos seinen Rinderbraten! Allzu schnell werden diese Bilder verdrängt, scheußliche Dinge lässt man nicht so sehr an sich rankommen, das Elend der Tiere ist unerträglich, Bilder oder Filme über Tierquälereien brechen uns das Herz, … aber auf Fleisch will natürlich keiner verzichten!
    Die Presse muss bombardiert werden mit Leserbriefen über das zum Himmel schreiende Elend der ausgebeuteten, ausgemergelten Tiere, man muss dieses Unrecht und das Verbrechen an wehrlosen Geschöpfen förmlich hinausbrüllen, damit es jeder hört – und sich vielleicht einmal die Mühe macht darüber nachzudenken, ob er es reinen Gewissens verantworten kann, auch nur einen Bissen (Hähnchen-)fleisch aus diesen gigantischen Mastfabriken zu konsumieren! Jeder, der es dennoch tut, gibt den Auftrag zu weiterer Quälerei und billionenfachem Mord an unseren Mitgeschöpfen, die geboren werden, um für unseren unersättlichen Fleischgenuss ein elendes “Leben” zu fristen, und einen noch qualvolleren Tod zu sterben! …
    Handelt bitte jetzt, solange dieses Thema durch alle Medien geistert! Hernach haben wir unsere Chance vertan!

  35. Der o.a. Kommentar des ehemaligen Amtsveterinärs Dr. Hermann Focke macht es wieder einmal
    überdeutlich wie Agrarindustrie und Politik mit einander vebandelt sind nach dem Motto: die Wirtschaft macht die Politik und die Politiker machen die Rhetorik. In seiner Dokumentation
    “Tierschutz in Deutschland Etikettenschwindel?!” schreibt Focke:” Die Wirtschaft bestimmt, die
    Politiker reden, Ministerialbürokratie sowie kommunale Verwaltung verhalten sich angepaßt und
    Schöpfung wie Gesellschaft sind ihnen heillos ausgeliefert.”
    Laßt uns diese unheilige Allianz durchbrechen.

  36. zu Rita Kleb: Das sehe ich ganz genau so. In dieser medien- und werbemanipulierten gesteuerten Zeit führt kein Weg an denen vorbei wenn man großflächig aufklären will. Das ganze funktioniert nur über massenverständliche Kommunikation und die läuft eben heute nahezu ausschliesslich über abgestumpfte und Hauptsache unanstrengende Berieselung durch den Fernseher oder Bilder in Zeitungen.
    Was hier allerdings einige unter Kommunikation verstehen ist mir teilweise schleierhaft,s.Kommentar 4. Null produktiv,an statt einen Nutzen aus Kommentar 2 zu ziehen wird lieber ein bisschen Selbstinszenierung geübt. Bravo,genau durch sowas wird Stillstand und null Kommunikation mit den Menschen erreicht mit denen man kommunizieren sollte. Fragt euch mal ob ihr hier der Sache an sich dienen möchtet oder eurem eigenen Geltungsbedürfniss. Genau durch solche Kommentare macht ihr es Menschen,die sich nicht nur im Chat verkriechen sondern TATSÄCHLICH aktiv im Tierschutz auf andere zu gehen und sich an vorderste Front wagen, nahezu unmöglich ein normales Gespräch mit denen in Gang zu kriegen die wir erreichen MÜSSEN da ihr alle negativen Vorurteile gegenüber Tierschützern bedient. VIELEN herzlichen Dank!!!! Und an die Extremisten unter den Veganern(Gott sei Dank kenn ich auch genügend normale): Könntet ihr BITTE endlich mit euren völlig überzogenen Forderungen aufhören und vielleicht akzeptieren das nicht alle Fleischkonsumenten (und für einige von euch wohl mittlerweile sogar auch Vegetarier) keine “vom Satan gesteuerten Dämonen” sind sondern Menschen die DRINGEND einer Aufklärung benötigen….womit man nahtlos wieder an Kommentar 34 von Rita Kleb anschliessen kann. Gott sei Dank gibt´s auch solche Menschen die nach effektiven Wegen suchen und nicht nur Populismus hoch 10 im Internet betreiben.

  37. Wiesenhof (die anderen Vermehrer und Mäster stehen in nichts nach) steht schon seit vielen Jahren in der Kritik. Hat sich etwas geändert? Ja, in die negative Richtung! Wie sollte es auch anders sein, wo jeder Fleischesser billiges Fleisch haben will! Der Schuldige ist der Konsument, der durch sein Verhalten, diese Misere mit heraufbeschworen hat!
    Wird sich bei diesen Betrieben jemals etwas ändern? NEIN, denn laut Aussage des zuständigen Veterinäramtes “….nach genauer Prüfung könnte möglicherweise die Staatsanwaltschaft eingeschaltet werden!…” Der Konjunktiv besagt alles!!!!!!

  38. @Petra Stahl: “Gut” finde ich das Sie unseren Mitgeschöpfen ein “gutes” Leben ermöglichen. Doch wie kann man diesen dann den Hals umdrehen bzw. diese dann ruhigen gewissens den Bolzen im Kopf jagen???

    Ich bin Vegatarierin seit dem ich den Film “Earthlings” gesehen habe. Soetwas grauenvolles hat den schalter in mir umgelegt – von heute auf morgen habe ich auf Fleisch verzichtet. Auch esse ich kein Käse oder Eier der Klasse 3. Joghurt u.ä. sehr selten.
    Seitdem habe ich aber noch mehr geändert an meiner Ernährung und auch an meinen Konsumverhalten!

    Ich muß sagen diese Aufnahmen schocken mich zutiefst – doch wo, frage ich mich, sind dort die “Kontrollstellen”? Sollten Betriebe nicht überprüft werden ob die Gesetze eingehalten werden?! Irgendwie habe ich immer den leisen Verdacht das diese kräftig mitverdienen wenn diese ein Auge zudrücken!?!
    Sollten nicht auch die Mitarbeiter geprüft werden? Wen einer auffällt, wg. Gewalt z. Bsp., sollte dieser fristlos gekündigt werden und eine Anzeige wegen Tierquälerei bekommen.

    Geld versaut den Charakter der Menschen immer mehr…

    WIR sind einfach wiederlich und eines Tages wird Mutter natur sich fürchterlich rächen!

  39. Wer Tier isst, trägt große MITschuld an dem Leid der Tiere !!

    Aber auch oft auf der einen Seite sogenannte Tierschützer, dann aber oft selbst solche Tiere, wie Wiesenhof Geflügel essen, ist mir unverständlich.

    Die Menschen, die Hand an Tieren anlegen ,wie im o.g. Video sollten extreme Strafen erhalten.

    Wie pervers ist die Rasse MENSCH !!!

  40. Massentierhaltung ist immer mit Tierquälerei gleichzusetzen, egal um welche Art von Tier es sich handelt.
    Solch eine große Nachfrage an Fleisch kann nicht mit kleinen Bio-Bauernhöfen gedeckt werden.
    Der Konsument trägt die größte Schuld an solch schrecklichen Zuständen in der Tierhaltung!
    Der EINZIGSTE Schutz ist das Überdenken der eigenen Ernährung. Ich selbst bin seit 12 Jahren Vegetarierin; weiterhin kaufe ich Milch Käse und Eier ausschließlich in Bio-Läden…

  41. Ich kenne mich aus in Physiognomie (Antlitzdeutung). Bei sehr viel Menschen kann man erkennen, dass es ihnen besser ginge, ja sogar sie wieder gesund sein könnten, wenn sie Wurst- und Fleischkonsum einschränken könnten oder gar darauf verzichten würden.

    Dieses mit Angst und Stress durchsetzte Fleisch ist für uns Menschen Gift. Unsere Zellen erkennen es nicht, da es nicht Gottes Schöpferprinzip entspricht. Gilt für alle Nahrungsmittel. Es übersäuert unseren Körper, und im sauren Milieu entsteht Disharmonie und Krankheit. Egal welche!!!!!

    Daher auch der Ausspruch der Hopi-Indianer. “Ihr werdet noch vor den vollen Fleischtöpfen verhungern.

    Wie naiv die Menschen sind sieht man auch daran, dass sie lieber Gift-Pillen schlucken, eigene Operationen hinnehmen, sich Organe entfernen lassen oder Dement werden, als sich ein wenig zu besinnen, dass wir nur Gast auf Erden sind.

    “Man ist was man ißt”.

    Übrigens haben sie schon mal versucht, wie herrlich eine sehr dünne Selleriescheibe, auf einem Brot evtl. mit Knoblauchzehe eingestrichen schmeckt? L.G.

  42. Meiner Meinung nach wird es Zeit eine Demo zu organisieren gegen Wiesenhof und Co.
    Übrigens kann man bei Peta eine Petition unterschreiben.

  43. GO VEGAN!!

  44. es ist schon erstaunlich , das jedes kommentar was auch nur annähern nichtvegan ist, negativ bewertet wird . der korrrekte tierschützer muss also veganer sein. ich persönlich stimme eher mit Petra Stahl überein und vertrete eine artgerechte Haltung anstatt diese Kuscheltierethik. Die hier anwesenden Veganer scheinen mir die Tiere eher zu vermenschlichen anstatt zu begreifen dass der Mensch ein Tier ist. Ungeachtet dessen sind die Bedinungen in der Massentierhaltung immer indiskutabel , aber eben nichts neues. deshalb vertrete ich eher die haltung von einer begrenzenten Anzahl von Tieren , aber die in wirklich artgerechter Weise.

  45. Die “hier anwesenden Veganer” wissen aus eigener Erfahrung, dass es bei weitem nicht so schwer ist, vegan zu leben, wie sich das viele Nichtveganer vorstellen. Es ist nur eine Veraenderung bis dahin bestehender Gewohnheiten, bzw. deren Ersatz durch neue. WESENTLICH leichter zu verwirklichen, und vor allem schneller, als z.B. das Erlernen einer Fremdsprache!
    Dennoch kann ich die Vorurteile und (Beruehrungs-)Aengste z.T. nachvollziehen, da ich selbst erst dreizehn Jahre Ovo-Lacto-Vegetarier war, bevor es “klick” gemacht hat – ja, durch einen Beitrag ueber die Zustaende in der Milchwirtschaft vor dem Hintergrund der damaligen BSE-Hysterie – und ich habe keinen einzigen Tag der fast zehn Jahre seitdem bereut! Ich verspeise meine veganen Lebensmittel mit dem gleichen Genuss, wie ich vor Ewigkeiten die Tierqualprodukte gegessen habe – aber mit einem viel reineren Gewissen! Und ich kann nur jedem, dem das Schicksal unserer Mitlebewesen eben nicht egal ist, raten, diesen Weg zu gehen, wenn’s sein muss auch ueber den UMWEG des Vegetarismus, nur bitte, verweilt dort nicht zu lange… denn wenn ihr in einer so misslichen Lage waert, wie die Milliarden Lebewesen, die, zu “Nutztieren” degradiert, ihr klaegliches Dasein fristen – dann waert ihr auch froh, wenn es ausserhalb eurer Gefaengnisse Menschen gaebe, die ein paar Veraenderungen in Kauf nehmen, um euch, oder die, die nach euch kommen, aus eurer Gefangenschaft zu befreien – und nicht nur, eure “Haltungsbedingungen” ein wenig zu erleichtern. Und da ist der vegane Weg eben der einzig sinnvolle!
    Also, nur Mut! Und hoert bitte auf, Veganer dafuer zu kritisieren, dass sie eben schon ein wenig weiter sind…natuerlich will man andere dann mit an Bord ziehen! Jeder Tag, der mit nichtveganem Konsumverhalten verplempert wird, kostet andere ihre Freiheit, ihre Gesundheit und am Schluss ihr Leben. Wem es wirklich um die Tiere geht, der wird es auch schaffen, weder sie, noch ihre Koerperfluessigkeiten – und andere Produkte, die aus ihnen hergestellt sind, zu konsumieren. Das schaffen bereits 13-14jaehrige Kinder…

  46. Petra hat recht. Doch es geht nicht nur um die Tiere sondern auch unsere Gesundheit. In meinem Dorf verkaufen sie das Fleisch von Tieren, die die Freiheit nie gesehen haben. Die Milch ist genauso ekelhaft wie das Fleisch. Sie selbst aber essen ihre eigene Produkte nicht. Komisch. Na ja sie haben ja das Geld um sich Bio-Fleisch und Milch zu besorgen. Fahren ein tollen Wagen während der Verbraucher aus Geldmangel deren Mist noch unterstützt. Also ich kann nur empfehlen Veganer/Vegetarier zu werden. Ansonsten sollte man sich von Bio-Produkten ernähren. Ist zwar teurer aber dafür gesünder und die Tiere haben wenigsten glücklich gelebt. Der Anfang auf dem Wege eines Vegetarismus.

  47. der Veganer ist also weiter? was für eine widerliche Arroganz. es ist einfach nur eine andere Auffassung, mehr nicht, und ob die gerade besser ist, wag ich zu bezweifeln. Es ist eine Möglichkeit der Ernährung, mehr nicht. es ist kein Allheilmittel. und ich finde der Veganer verhält sich wider der Natur, leugnet quasi die Evolution und ist kein Stück besser, wie die, die glauben Sie können die Natur beherrschen. Unser Problem der heutigen Zeit ist,dass wir über unseren Bedarf hinaus konsumieren, nicht, dass wir überhaupt konsumieren. und ein Gleichgewicht stelle ich nicht her, indem ich eine Seite komplett wegnehme. Ich wäre euch Veganern daher sehr dankbar, wenn ihr nicht mehr mit Umweltschutz argumentieren würdet, denn ein Naturverständnis ist euch völlig abhanden gekommen. Es ist lobenswert sich für den Tierschutz einzusetzen, aber eine Abschaffung der Nutztierhaltung wird es nie geben. Zudem müsste man, wenn man es für sich konsequent durchführt ,auch Haustierhaltung, Zoos, den Reitsport und alle anderen Nutzungen von Tieren ablehnen. Und genau deswegen, werdet ihr nie die Mehrheit gewinnen. Es ist eine nicht ganz bis zu Ende gedachte Ethik, sicherlich mit guten Ansätzen.

  48. @ria
    von wegen, Veganer leugnen die Evolution! Sich von unethischen, umweltzerstoererischen, nichtartgerechten und krankmachenden (Ernaehrungs-)Gewohnheiten zu loesen IST Evolution! Also seien Sie bitte nicht laenger ein Bremsklotz derselben ;-) .
    Und das Problem ist nicht nur, dass wir ueber unseren Bedarf hinaus konsumieren – sondern vor allem das Falsche! Wir haetten ein Vielfaches an (pflanzlichen) Lebensmitteln (=Energie), die wir fuer die Ernaehrung der Weltbevoelkerung verwenden koennten, wenn wir (d.h. IHR!!!) nicht laenger am “Umweg Tier” festhalten wuerdet! Wuerden wesentlich weniger Wasser verschwenden! Und weniger COs/Methan freisetzen…
    Und, vor allem: Weniger Tiere quaelen.
    Was, um Himmels willen, ist daran so widerlich arrogant?????????

  49. Ich stimme allen Kommentaren der wenigen Nicht-Veganer zu!

    Vor allem finde ich es widerlich, wie Petra Stahl von einigen Personen kritisiert und abgewertet wird, nur weil sie ihre eigenen (artgerechten gehaltenen) Tiere selber schlachtet!

    In Anbetracht der vielen artwidrigen Tierhaltungen und Langstreckentransporte sollte man sich doch freuen, dass es einige wenige Nutztierhalter wie sie gibt, die den Tieren ein gutes Leben ermöglichen und sie dann schnell und schmerzlos töten!

    Ich habe Petra Stahl deswegen einen Pluspunkt gegeben.

    Ich selber könnte es zwar nicht fertig bringen, ein Tier zu schlachten und würde auch kein Tier essen, das ich persönlich kenne und mag, aber ich kann trotzdem Menschen, die das tun, nicht verurteilen, weil es doch viel Schlimmeres gibt, was man anprangern muss (siehe Wiesenhof und vieles ähnliche).

    Sollte ich mich jemals entscheiden, vegan zu werden, möchte ich jedenfalls keine Freundschaften mit Veganern pflegen, die jeden Nichtveganer anfeinden.

    Es gibt wohl viele tolle vegane Rezepte, aber dazu braucht man meist auch Zeit zum Kochen und Backen. Das ist eher etwas für Stubenhocker, als für Leute, die berufstätig sind und in der Freizeit oft den ganzen Tag unterwegs beim Wandern und Radfahren. Hatte neulich Veganwurst beim Wandern dabei, die hat eher nach Gummi als nach Wurst geschmeckt. Nächstes Mal nehm ich wieder (neben Biokäse) echte Biowurst mit.

    Aber auch manch Veganes schmeckt wirklich super – wenn ich Zeit zum Kochen habe, ist mein veganes Lieblingsgericht selbst gemachte Kartoffelpuffer mit Apfelmus.

  50. Klar braucht man “Zeit zum Kochen”, mal mehr und mal weniger. Das gilt fuer vegane Rezepte uebrigens genauso wie fuer nichtvegane…:))
    Wenn einem ein Produkt auch nach mehreren Versuchen nicht schmeckt, braucht man es nicht zu essen. Wo ist das Problem? Aber man muss deswegen nicht in alte Gewohnheiten zurueckfallen. Menschen, die das so sehen, haben noch nicht die Erfahrung gemacht, dass sich der Geschmack auch aendert – meist schon kurz, nachdem man die gewohnten Produkte konsequent weglaesst.
    Ich fuer meinen Teil glaube an die Lernfaehigkeit der Menschen. Und daran, dass immer mehr Menschen klar wird, dass ihre Tierliebe (bzw. ihr Unbehagen gegenueber Tierleid) nicht am Kochtopf enden muss. Und auch nicht am Kleiderstaender…

  51. Immer daselbe, Tiere in Händen von Folterknechten, schutzlos ausgeliefert. Es geht überall nur um eiskalten Profit. Und die Sadisten, die mit den Tieren umgehen, kommen voll auf ihre Rechnung. Schrecklich!

  52. habs im tv gesehen…. ich war so sprach und fassungslos was hühner für geräusche von sich geben können!
    ich frage mich was ist diesen menschen die so handeln geschehen, was wurde ihnen angetan!? das soll keine rechtfertig oder parteiergreifung sein, nicht im geringsten! aber wenn ein mensch geboren wird glaube ich nicht das er von natur aus so handeln würde… arme menschheit…..

  53. @petra: jeder kann und sollte sich von unethischen, umweltzerstoererischen, nichtartgerechten und krankmachenden (Ernaehrungs-)Gewohnheiten loesen.

    Dazu muss man aber nicht Veganer werden!

    Der Konsum von tierischen Erzeugnissen ist nicht perse falsch, sondern es kommt wie immer und überall auf die Menge an.

    Und der Umweg Tier ist auf Flächen die für den Ackerbau ungeeignet sind durchaus sinnvoll. Da wir nun mal kein Gras essen können.

    und man kann tierische Erzeugnisse verwerten ohne dabei Tiere zu quälen oder ihnen Leid zu zufügen. eine kurze, schmerzlose Tötung ist nicht mit Leid oder Qual verbunden und das Tier hat gerade wenn es vorher artgerecht gehalten wurde, nicht gehetzt wird oder ewig irgendwo hingebracht wird auch keine Angst, da es ja in dem Moment wenn es getötet wird gar nicht weiss worum es geht.Umso besser wenn diesen Akt jemand vollführt den es kennt und dem es vertraut und es sich in gewohnter Umgebung befindet. Wer das nicht kann, muss kein Fleisch essen.

    Für alle Veganer, die der Meinung sind Ihre Ernährunsweise ist der einzigst wahre weg die Welt zu retten und glauben diese Ernährung sei mehrheitsfähig, empfehle ich, sich mit den Themen Naturhaushalt, Stoffkreisläufen, speziell Stickstoffkreislauf, ökologischer Landbau, biologisch-dynamische Landwirtschaft, Permakultur und überhaupt mit der Geschichte der Lebensrefombewegung auseinander zusetzen.
    Wenn wir tatsächlich in der Öffentlichkeit was bewirken wollen, dann nicht mit “go vegan” , das klingt wie ” Ausländer raus”. Also bitte vorsicht! Die Mehrheit ist mittelmäßig und nicht extrem. Und eine neue Mitte zu definieren ist eher eine Aufgabe. Zu radikale Forderungen sind schlechte Lobby für Tierschutz, Naturschutz und Umweltschutz, da die meisten Leute da leider kein Unterschied drin sehen.Wenn wir ernst genommen werden wollen, dann bitte mit sachlichen und fachlich korrekten Argumenten und nicht mit emotionalem Müll. Das Image des Umweltsschützers ist so schon schlecht genug. “Der- körner-essende- birkenstock tragende-Hippie, der nie erwachsen wird, eben ein Spinner, eine Randerscheinung”.
    Ich mein die gesteigerte Nachfrage nach ökologisch erzeugten Produkten ist doch schon ein Anfang, die Leute beginnen sich über ihre Ernährung Gedanken zumachen auch wenn die Gesundheitlichen Aspekte im Vordergrund stehen, aber besser als gar nichts.

  54. @ria:
    Sehr richtig, dem kann ich nur zustimmen! Was mich an der Vegan-Bewegung stört und abstößt ist das sektiererische Gehabe, das ist ganz und gar fürchterlich.

    Ich esse selbst kein Fleisch (mehr), mit Unterbrechung (Bio-Fleisch) seit ungefähr 10 Jahren. Das Bio-Fleisch (aus der Rhön) habe ich wieder aufgegeben, weil diese Tiere ja in den gleichen Schlachthöfen und unter den gleichen unsäglichen Umständen getötet werden wie die aus konventioneller Haltung.
    Da nutzt vorher die artgerechte Aufzucht und Haltung auch nichts.
    Trotzdem bin ich kein Vegetarier! Ich bin ein Fleischesser, der aus Tierschutzgründen kein Fleisch mehr isst. Und solange in diesem Land wirtschaftliche Interessen höher stehen als der tierschutzgerechte Umgang mit den sogenannten Nutztieren, wird das auch so bleiben.

    Übrigens habe ich vor Jahren im Krankenhaus eine Landwirtin kennengelernt, die dort keine Tierprodukte gegessen hat. Auf meine Bemerkung, dass eine vegetarischer Bauer aber schon ulkig ist, sagte sie: ich bin kein Vegetarier, ich esse das nicht, weil es nicht von meinem Hof kommt!
    Das sagt ja einiges…

  55. @Ria und Heike

    Koennt ihr noch etwas anderes von euch geben als den Versuch, ein Feindbild des “sektiererischen, arroganten, unwissenden, etc.” Veganers zu konstruieren? (wie z.B. in Posts 47, 49, 53, 54).

    Oder die Ermordung von fuehlenden Lebewesen zu propagieren, deren Ableben laut Ria voellig in Ordnung ist, so lange es von jemandem “den es kennt und dem es vertraut” ins Jenseits befoerdert wird? (Post Nr. 53 )

    Habt ihr mal eine Herde Rinder schreien hoeren, wenn man ihnen die einjaehrigen “Bio”Kinder wegnimmt, um ihnen dann ebenso den Bolzen ins Gehirn zu jagen wie den armen anderen?

    Mich macht es wuetend, wenn ich sowas lese… aber ich vergass wohl, dass ich mich hier in einem TierSCHUTZforum befinde, nicht in einem Forum fuer TierRECHTE.

    Wie sonst ist zu erklaeren, dass Fakten, die so gerne gefordert, und von denen zumindest einige auch genannt wurden (Post Nr. 48 ) IGNORIERT werden?

    Vielleicht weil es einfacher ist, ab und an seinen Namen unter eine Petition zu setzen (was durchaus sinnvoll sein kann), oder sich (berechtigt!) ueber eklatante Missstaende aufzuregen, als DARUEBERHINAUS Tag fuer Tag, Woche fuer Woche, Jahr fuer Jahr, das zu leben, was diese Missstaende schneller und nachhaltiger beseitigen koennte als alle halbherzigen Reformationsversuche zusammen?

    Vielleicht, weil es Rueckgrat braucht, und Mut, und Ausdauer, in einer Gesellschaft, in der mehr als 90 Prozent das noch anders sehn, einen DURCHAUS MEHRHEITSTAUGLICHEN WEG zu gehen, auch, wenn man dafuer ZUNAECHST einmal einer Minderheit angehoert – und das auch noch freiwillig?

    Weil es einfacher ist, jemanden als “arrogant” zu diffamieren, anstatt hinter seiner Aufforderung, ebenfalls so gewaltfrei wie moeglich zu leben, auch den Versuch zu sehen, zu zeigen, dass das einfacher ist, als viele irrtuemlich glauben?

    Old habits die hard, ich weiss.

    Und ich kann nur hoffen, bzw. wuensche euch von Herzen, dass ihr NIEMALS in eine schreckliche Situation kommt, in der ihr von Leuten abhaengig seid, die es zwar “gut meinen” – euch aber ruhigen Gewissens z.B.weiter in ein chinesisches Arbeitslager sperren wuerden, mit der Begruendung, (Achtung, Ironie ON) solange ihr nur acht statt sechzehn Stunden schuften muesst, ein wenig Auslauf habt, und einen Fernseher in eurer Zelle, sei es in Ordnung. Und solange ihr, wenn eure Leistung nachlaesst, mit einem raschen Schuss vor Ort erledigt werdet – am besten von eurem Lieblingsaufseher. Und ueberhaupt – solange diese “mittelmaessige” Gesellschaft so billig produzierte Klamotten haben will, soll sie diese auch kriegen… denn diese NICHT zu kaufen, sich nach Alternativen umzusehen, und durch den geaeusserten Bedarf daran das Angebot staendig zu verbessern – DAS sei ja nur was fuer Extremisten…(Ironie OFF).

    Und von mir aus koennt ihr jetzt noch mehr ueber uns Veganer herziehen – ein Rezept fuer ein Omelett werdet ihr trotzdem nicht von mir kriegen.

  56. @ Petra:
    “Habt ihr mal eine Herde Rinder schreien hoeren, wenn man ihnen die einjaehrigen “Bio”Kinder wegnimmt, um ihnen dann ebenso den Bolzen ins Gehirn zu jagen wie den armen anderen?”

    die Herde würde auch schreien , wenn das Kalb vom Wolf gerissen wird. Muss der Wolf jetzt abgeschafft werden?

    anderes Beispiel:
    Ich hab eigens in freier Wildbahn, also real draußen, nicht nur in irgendeinem Medium, Elefanten “trauern” sehen, um ein sterbendes Jungtier , was vermutlich entweder von Hyänen oder Löwen angegriffen wurde aber eben nicht sofort getötet , da die Elefantenherde wahrscheinlich die Angreifer vertreiben konnten, trotzdem konnte das Jungtier nicht überleben.
    Herzzereißend keine Frage. aber was wird den jetzt mit den niedlichen Hyänen- oder Löwenbabys wenn sie kein Fleisch bekommen? Sollten sie sich mal Gedanken machen, ob sie auch Cellulose verwerten können? oder der Löwe fragt höflich das Zebra, ob er ihm vielleicht ein Stück Hinterteil abgibt.

    “Wie sonst ist zu erklaeren, dass Fakten, die so gerne gefordert, und von denen zumindest einige auch genannt wurden (Post Nr. 48 ) IGNORIERT werden?”

    ich ignoriere gar nichts , ich versuche zu relativieren.
    und ich habe nie nach einem Rezept für ein Omelett gefragt…

    ich bin nur nicht der Meinung , dass man Tiere vermenschlichen sollte.

    weiteres Beispiel: ich hatte als Kind zwei Hamster . Ich dachte einer wär bestimmt traurig so ganz alleine. Sollten zwei Weibchen sein. Wenige Wochen später hatte ich 16 Hamster. das bedeutet einen Wurf von 14 Neugeborenen, mehr als die Mutter Zitzen hat und sicherlich zuviel um alle zusäugen. ich machte mir große gedanken, wie ich den armen kleinen helfen könnte, vielleicht gab es ja Hamstermuttermilchersatz , leider fand ich nichts vergleichbares und hoffte sie würden doch durchkommen. Als ich 4 Tage später nachzählte, waren es nur noch 11. 3 waren unauffindbar, bei genauerem Hinsehen entdeckte ich allerdings wenige kleine minifleischklumpen, die aussahen wie schabefleisch….
    die Mutter hatte sich und ihrem Nachwuchs bereits selbst geholfen. Aus unserer menschlichen Perspektive furchtbar grausam, und vorallem unethisch. nun kann man sich dazu natürlich viele Fragen stellen: Leidet die Hamsterfamilie unter dem Verlust der Jungtiere? Hat die Mutter sich sehr überwinden müssen ihre eigenen Kinder zuessen? Nach welchen Kriterien hat sie ausgewählt und wieso gibt sie nicht allen die gleiche chance?

    Man kann aber auch einfach feststellen, dass die Natur eigene Gesetzte hat , unabhängig von unseren Ethikdiskussionen. Und man das einfachmal akzeptieren sollte.

  57. @ria: Nur weil Wölfe Kälber reißen, heißt das noch lange nicht, dass wir auch Kälber töten müssen. Im Gegensatz zum Wolf haben wir die Wahl.

  58. richtig, deswegen kann jeder für sich wählen, wie er überlebt. sowas nennt man Einnischung.

  59. Dass ich niemandem vorschreiben kann, ob er unnötigerweise Tiere tötet (bzw. töten lässt), ist mir klar. Aber seine Meinung dazu äußern muss erlaubt sein – die Tiere können es nicht, und der Fleischkonsum bringt (bis auf verschwindend wenige Weideland-Ausnahmen) gravierende Probleme für die Menschheit mit sich: CO2-Emissionen, Grundwasserbelastung etc. Das geht uns alle etwas an und da mische ich mich auch ein.

    Aber um mal versöhnlichere Töne anzustimmen: Die Frage lautet doch nicht “Weidelandfleisch oder kein Weidelandfleisch?”, sondern “Wie können wir diese elendige Massentierhaltung beenden (oder zumindest schwächen)?” Solange wir dieses Problem nicht gelöst haben, sollten wir uns nicht streiten, sondern uns auf den gemeinsamen Gegner konzentrieren.

  60. @Thomas: da stimme ich zu. Und es ist immer wichtig Meinungen auszutauschen. Und es ist ethisch erstrebenswert Verständnis und Empathie für seine Umwelt zuentwickeln.
    Und massenhafter Konsum ist schädlich völlig korrekt.
    Wenn man sich nun für andere Arten einsetzten möchte , in dem Falle für unterschiedliche Nutztierarten, muss erstmal das Verständnis dafür da sein. Ich kann nicht meine andersartige Denk-und Lebensweise irgendwo reininterpretieren. Und die Forschung der Verhaltensbiologie, der Tierpsychologie ist nochlange nicht soweit, um zu sagen, ja das Haustier/ Nutztier strebt nach Freiheit und Selbstbestimmung. Wobei hier sicherlich der entscheidende Unterschied zwischen Wildtier und domnestizierten Tieren gemacht werden muss. Das Wisent verhält sich anders als das domnestizierte Zuchtvieh. Ich verhalte mich anders als ein Angehöriger eines indigenen Volkes.
    dazu fällt mir ein schöner Spruch von einem alten Inuit ein der meinte:
    “Die Entwicklungshilfe ist wie ein großer liebevoller Eisbär der dich umarmt und dabei ausversehen erdrückt.”

    Deshalb was ich hier die ganze Zeit mit meinem Geplänkel vermitteln möchte:
    Ja die Massentierhaltung muss bekämpft werden, aber nicht indem ich mich komplett gegen Tierhaltung ausspreche.
    Ja Vegetarismus einschließlich Veganismus ist eine mögliche Alternative zur Mischernährung, aber nicht für jeden Menschen und schon garnicht für carnivore Arten.
    Keine Strategie ist absolut.
    Und ich finde regional geschlossene Kreisläufe z.B. sehr sinnvoll. Was eben global nicht mehr machbar ist, da die Gülle die bei Massentierhaltung z.B. in Deutschland entsteht eben nicht nach Brasilien zurückgeflogen wird um dort die entzogenen Nährstoffe wieder dem Boden zurückzuführen.
    Und dann verstehe ich noch nicht ganz wie sich ein Tierrechtler die Befreiung der domnestizierten Arten vorstellt. Weil die meisten unserer “freigelassenen Haustiere” versuchen zum “Stall/zuHause” zurück zukehren, weil sie garnicht wissen wohin mit sich und sie kommen “draußen” bei Zeiten um.

  61. Ja, diese Diskussion friedlich ausklingen zu lassen, ist auch mein Anliegen…

    Nur – und das sage ich jetzt noch einmal friedlich, und, wie ich hoffe, sachlich genug – vegetarisch alleine reicht eben nicht, schon alleine aus folgenden Gruenden:

    1. Fuer die leidenden Tiere ist es kein Unterschied, ob sie eingesperrt und ausgebeutet werden ihres “Fleisches” wegen – oder wegen ihrer Muttermilch, ihren Fortpflanzungsprodukten (Eiern), ihrer Haut, ihrer Haare, ihrer Federn etc.

    2. Auch oekologisch macht es keinen so grossen Unterschied. Es wuerden immer noch CO2/Methan-emmitierende Tiere gehalten.

    3. Ethisch macht es nur bedingt einen Unterschied, denn auch wenn eventuell ein, zwei Spezies (z.B. Schweine, Fische) dadurch verschont wuerden, oder die Zahl aller ausgebeuteten Tiere reduziert – was natuerlich fuer die betroffenen Individuen ein Segen waere – so litten immer noch unzaehlige andere.

    Natuerlich sind, auf den ersten Blick, die Betreiber solcher Massentierhaltungsanlagen die “Boesen” – aber die Ursache dafuer, dass es ueberhaupt soweit kommen konnte, sind trotzdem wir, die Verbraucher.

    Diese Verantwortung anzuerkennen, diesen Irrweg wieder zu verlassen, die Folgen der prognostizierten Klimaveraenderungen einzudaemmen, und vor allem unserer tierlichen Mitwelt zu einem selbstbestimmten, durch uns unbehelligten Leben zu verhelfen, ist wohl eine der groessten Herausforderungen unserer Zeit. Ein “Evolutionssprung” kann man IMHO ruhig sagen.

    Natuerlich, Ria, (die du mich tatsaechlich nicht um ein Rezept gebeten hast – ich wollte durch diese Metapher meinen Worten etwas Nachdruck verleihen, also nimm’s nicht zu persoenlich) muessen und sollen dafuer keine Woelfe oder Loewen etc. “abgeschafft” werden – sie sind von der Natur dazu gemacht, sich von Beutetieren zu ernaehren. Im Gegensatz zu uns! Angefangen von der Beschaffenheit unserer Gebisse, unserer Magensaeure, der Laenge unseres Darms, der Tatsache, dass wir Haende mit Fingernaegeln haben – keine Klauen mit Krallen – u.v.m. belegen die Tatsache, dass auch der Mensch von Natur aus zum Pflanzenesser bestimmt war und ist.

    Und Millionen quicklebendiger VeganerInnen weltweit sind das sichtbare Zeichen :-)) .

    Ein gutes Wochenende euch allen,

    Petra.

  62. Deshalb domnestizierte Arten zu “befreien” ist wie einen industrialisierten weißen Städter unvorbereitet im Kongo auszusetzen. Vielleicht überlebt er, aber es ist sehr unwahrscheinlich, da er nicht gelernt hat wie er dort überleben soll. Müsste er aber eigentlich, weil die Menscheit ja in Afrika entstanden ist.

  63. Okay, hab grad erst Posting 60 gelesen, daher noch eine Anmerkung:

    Ich glaube nicht, dass auch ein Tierrechtler fordern wuerde, alle “Haustiere” oder “Nutztiere” jetzt einfach vor die Tuer zu setzen. Aber wichtig in dem Zusammenhang waere m.E. vor allem:

    1. Keine Tiere zu zuechten.
    2. Sie nicht wie Ware (z.B. in Zoohandlungen) zu kaufen/verkaufen.
    3. Sie nicht zu instrumentalisieren – will heissen, sich nicht, um es banal zu sagen, ein anderes Tier ins Haus zu holen, weil vielleicht gerade kein Mensch da ist…oder man jemand braucht, zum Maeusefangen oder Hof bewachen…oder als “lebende Dekoration”. Das Teilen seines Lebens mit anderen Tieren ist in meinen Augen vertretbar, wenn man sie dadurch aus einer fuer sie wesentlich schlimmeren Lage befreien kann und sonst keine Alternative da ist. (Banales Beispiel: Man uebernimmt einen Hund von jemand, bei dem er halbverhungert im Zwinger verreckt waere, und ermoeglicht ihm ein Leben mit guter Versorgung, Auslauf, Zuwendung, der Moeglichkeit, mit Artgenossen Kontakt zu haben, etc.).
    Ausserdem ist auch nicht von der Hand zu weisen, dass etliche Tiere, die mit Menschen leben, Zuneigung zu diesen entwickeln, sie auch davon profitieren, und es ihnen durchaus gut geht.
    Im strengen tierrechtlichen Sinne, da hattest du mit einem frueheren Posting recht, stellt Haustierhaltung an sich aber ein Problem dar.

    Ich selbst koennte mir evtl. noch vorstellen, z.B. einer streunenden Katze, die deutlich macht, dass sie gerne bei mir leben wuerde, ein Dach ueberm Kopf und Zuwendung zu geben, sofern sie die Moeglichkeit haette, sich “artgerecht”, d.h. durch das Erjagen von Beutetieren zu ernaehren… oder, wie es in meinem Bekanntenkreis geschehen ist: Da hat jemand eine aus dem Nest gefallene Meise von Hand grossgezogen und dann freigelassen… der halbzahme Vogel kommt nach seinen taeglichen Ausfluegen freiwillig immer wieder zu der Familie zurueck, um im Kaefig zu schlafen, und am naechsten Morgen fliegt er wieder davon.
    Auch wenn man hier anmerken koennte, dass es verkehrt war, sich einzumischen, weil sich die Eltern des Vogels womoeglich selbst um ihn gekuemmert haetten – so ist dieses Beispiel trotzdem ein Unterschied zu jemand, der in die Tierhandlung geht und sich einen Kanarienvogel “zulegt” und allein in einen Kaefig sperrt, “weil die so schoen singen”.

  64. Und zu Posting 62 noch ganz kurz:

    Ich denke, wir sind uns alle darueber im Klaren, dass ein Umschwung dieser Gesellschaft hin zu einer veganen Lebensweise NICHT von heute auf morgen passieren wird.
    Aber – die, im guenstigsten Falle graduell steigende Anzahl vegan lebender Menschen bis hin zu 100 Prozent, haette eine stetig fallende Nachfrage an Tierprodukten zur Folge, was wiederum die Nachzucht von Tieren ueberfluessig machen wuerde.
    Wie schnell dieses Ziel erreicht werden kann, haengt einzig und allein davon ab, wie schnell alle noch nichtvegan lebenden Menschen ihre Widerstaende dagegen aufgeben.

    Ich muss jetzt wieder arbeiten…aber bei wirklichem Interesse verfolge die Thematik doch einfach weiter in entsprechenden Tierrechtsforen :-).

  65. @ petra : Danke werd ich machen.
    ich würd auch gern mal mit dafür ausgebildeten Leuten sprechen. Quasi Experten.

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