Tierhaltungskennzeichnung: Deutliche Verbesserungen in Sicht
Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt hat heute im Rahmen der Verbändebeteiligung ihre Stellungnahme zum Referentenentwurf des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat zur Änderung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes eingereicht. Christian Rehmer, Bereichsleiter Politik & Recht, begrüßt die vorgeschlagenen Änderungen grundsätzlich:
"Der Gesetzentwurf des Bundeslandwirtschaftsministeriums würde das bestehende Tierhaltungskennzeichnungsgesetz deutlich verbessern. Ich hoffe darauf, dass die Vorschläge die EU-Notifizierung überstehen und eine Mehrheit im Deutschen Bundestag bekommen werden. Erleichterungen beim sogenannten "Downgrading", die Kennzeichnung von tierischen Lebensmittelimporten und die Einbeziehung der Außer-Haus-Verpflegung sind unterstützenswerte und zentrale Anliegen des Gesetzentwurfs.
Das verbindliche, staatliche Tierhaltungskennzeichen könnte zukünftig nicht nur im Supermarkt, sondern auch im Restaurant zu finden sein. Das bietet Verbraucherinnen und Verbrauchern die Möglichkeit, mit ihrer Kaufentscheidung eine tiergerechtere Haltung mit Frischluft, Auslauf oder Zugang zur Weide zu unterstützen.
Eine breit verfügbare Kennzeichnung tierischer Lebensmittel ist ein wichtiger Baustein zur politischen Begleitung des Umbaus der landwirtschaftlichen Tierhaltung. Weitere Bausteine sind verlässliche Förderprämien für die Landwirtschaft, eine erleichterte Bau- und Genehmigungspraxis von Tierhaltungsanlagen sowie die langfristige Anhebung der Mindestanforderungen entsprechend der Empfehlungen des Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung. Ziel muss es sein, weniger Tiere unter deutlich besseren Bedingungen zu halten, um gleichzeitig Klima-, Umwelt- und Tierwohlziele zu erreichen."