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Vorstand

Wolfgang Schindler

Rechtsanwalt
Stifter, Initiator und Präsident

Im Jahr 1982 gründete Wolfgang Schindler zusammen mit dem Diplomphysiker Gerd Stückler die Royonic GmbH, die High-Tech Maschinen für die Elektronikindustrie entwickelt und baut. Als geschäftsführender Gesellschafter war er verantwortlich für die Entwicklung des Unternehmen vom Jahresumsatz null bis zu deutlich zweistelligen Millionenbeträgen. Im Jahr 1993 beschließt er, sich künftig nachhaltiger für altruistische Ziele einzusetzen, und zieht sich aus dem aktiven Geschäft zurück. Seither engagiert er sich finanziell und persönlich auf den Gebieten des Kinder- und insbesondere des (politischen) Tierschutzes.

Ein Auszug seiner Tätigkeiten:
Rechtsberatung, Prozessführung und finanzielle Unterstützung von Studenten, die Tierversuche im Studium aus Gewissensgründen verweigerten.

Führung und Finanzierung einer wettbewerbsrechtlichen Klage gegen einen Käfighalter von Legehennen bis zum Bundesgerichtshof (vgl. Neue Juristische Wochenschrift, Schindler NJW 1996, 1802).

Förderung des Zieles »Tierschutz ins Grundgesetz« u.a. durch persönliche Briefe von Prominenten an Mitglieder des Verfassungsausschusses.

Einspruchsverfahren vor dem Europäischen Patentamt gegen die Krebsmaus.

1997: Übernahme eines Mandats des Landes NRW im Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht zur Gültigkeit der Hennenhaltungsverordnung, das am 6.7.1999 zu einem weichenstellenden Urteil des höchsten deutschen Gerichtes bezüglich der Nutztierhaltung führte (NJW 1999, 3253 ff). Seit 30 Jahren schreibt das Tierschutzgesetz vor, Tiere »verhaltensgerecht« unterzubringen. Das Gericht hat rechtsverbindlich festgestellt, dass das Gesetz auch »verhaltensgerecht« meint.

2000: Bemühungen, die Umsetzung des Urteils des höchsten deutschen Gerichtes zu fördern, insbesondere die Batteriekäfighaltung von Legehennen abzuschaffen: Briefaktionen an Entscheidungsträger, Veröffentlichung eines Fachartikels (Strafbarkeit der Batteriekäfighaltung, NStZ 3/2001, S. 124 ff), 80 Strafanzeigen gegen Batteriekäfighalter, mehrerer Großanzeigen in der SZ und Organisation von Mahnwachen vor dem Bundesrat in Berlin. Erfolg: Erstmals in der Geschichte der Republik wurde eine Verordnung erlassen, die im Interesse von ständig 40 Mio. gehaltenen Legehennen die Anwendung des Tierschutzgesetzes vorsieht.

2002: Weitere Förderung des Zieles »Tierschutz ins Grundgesetz«, Popularisierung der Forderung nach dem Verbandsklagerecht für Tierschutzorganisationen u.a. mit 27 Strafanzeigen gegen Kaninchenhalter (Käfige) und Anzeigen bei den Veterinärämtern.

Verfahren gegen absolute kommunale Fütterungsverbote von Stadttauben als Beispiel rücksichtsloser Durchsetzung menschlicher Interessen; ein Freispruch, AG München.

Förderung eines rechtswissenschaftlichen Kommentars zum Tierschutzgesetz für Praktiker.

Mahi Klosterhalfen

Dipl.-Kfm.
Geschäftsführender Vorstand

Foto von Mahi KlosterhalfenMahi Klosterhalfen setzt sich seit seiner Studienzeit aktiv für Tiere ein und gründete damals die Initiative »Käfigfreie Mensa«.

Mahi Klosterhalfen verfügt über gute Kontakte zur internationalen Tierschutz- und Tierrechtsszene. Dort hält er gezielt Ausschau nach besonders erfolgreichen Ansätzen und führt diese in Deutschland ein. Seit 2008 leitet er die Geschäfte der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt. Seitdem hat er insbesondere die Zusammenarbeit mit der Lebensmittelwirtschaft sowie die Online-Präsenz der Stiftung ausgebaut.

Inspiriert haben ihn vor allem Mahatma Gandhi und der späte Henry Spira.

Zusätzlich engagiert er sich ehrenamtlich als zweiter Vorsitzender der Fincke-Stiftung »Auch Tiere haben Rechte!«.

Rolf Hohensee

Richter
Mitglied des Vorstands

Rolf Hohensee ist seit Ende 2011 Mitglied des Vorstandes. Bis zum Jahre 2002 ignorierte oder verdrängte er das insbesondere den »Nutztieren« routinemäßig zugefügte Leid halbwegs erfolgreich. Der Verlust seiner Scheuklappen führte zu gravierenden Veränderungen im Konsumverhalten und zum Engagement im Tierschutz. Die Arbeit der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt begleitet und unterstützt Rolf Hohensee seit vielen Jahren.