Appell an Agrarkommissar

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Keine EU-Gelder für Fleischwerbung

EU-Agrarkommissar Phil Hogan will den Fleischkonsum in der Europäischen Union mit einem Werbe-Etat von 15 Millionen Euro ankurbeln. Gerade jetzt, da in einigen Ländern dringend benötigte Umdenkprozesse zum Fleischverzehr und unserem Umgang mit Tieren stattfinden, ist das genau das falsche Signal. Wir fordern daher: Unterstützen Sie nicht den Konsum von Fleisch, sondern fördern Sie tierfreundliche und nachhaltige Lebensmittel!

Appelltext

Sehr geehrter Herr Kommissar,

Ihr Vorhaben, den Verzehr von Fleisch mit Investitionen in Werbung zu steigern, steht neben den ethischen Problemen zum Umgang mit Tieren im eindeutigen Widerspruch zu allen gesundheitlichen und ökologischen Erkenntnissen über die Auswirkungen des Fleischkonsums.

In Anbetracht der europäischen sowie globalen Bemühungen, den Klimawandel zu begrenzen, ist es genau das falsche Signal, die Nachfrage nach Fleisch zu fördern. Auch aus gesundheitlichen Gründen raten Fachleute schon lange dazu, deutlich weniger Fleisch zu essen.

Jetzt wäre es an der Zeit, den Absatz tier- und umweltfreundlicher sowie gesundheitlich vorteilhafter Lebensmittel zu stärken. Dazu fordere ich Sie auf.

Mit freundlichem Gruß
[Name, PLZ und Ort]

Hintergrund

Auf einer Agrarmesse am 5. Oktober 2016 im französischen Clermont-Ferrand kündigte Hogan an, 15 Millionen Euro für Werbemaßnahmen bereitzustellen. Damit will er den Fleischkonsum in der europäischen Union ankurbeln. Die Maßnahmen sollen unter anderem helfen, »mit einigen Mythen« über die Tierhaltung aufzuräumen, die inzwischen allgemein akzeptiert seien.

Dem Rindfleischmarkt und anderen Fleischsektoren wolle die EU-Kommission laut Hogan in den nächsten Jahren besondere Beachtung schenken und deren Bedeutung auch für die Nachhaltigkeit betonen. Dies ist eine groteske Äußerung hinsichtlich der umweltschädlichen Produktion der Massenware Fleisch.

Hinzu kommt, dass der Agrarkommissar mit einer diplomatischen Initiative neue Exportmärkte für Fleisch aus Europa eröffnen will.

Datenschutz

Ihre Daten (Name, PLZ und Ort, aber nicht Ihre E-Mail-Adresse) werden wir nach Abschluss des Appells dem EU-Kommissar Phil Hogan überreichen. Wir speichern Ihre Daten über den Zeitraum des Appells hinaus nur dann, wenn wir Sie per Newsletter auf dem Laufenden halten sollen. Ansonsten werden Ihre Daten ausschließlich für die Petition verwendet und spätestens drei Monate nach Beendigung der Aktion gelöscht (vollständige Datenschutzerklärung).

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