Appell an Agrarkommissar

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Keine EU-Gelder für Fleischwerbung

Mit 15 Millionen Euro will EU-Agrarkommissar Phil Hogan den Fleischkonsum in der Europäischen Union ankurbeln. Gerade jetzt, da in einigen Ländern dringend benötigte Umdenkprozesse zum Fleischverzehr und unserem Umgang mit Tieren stattfinden, ist das ein Skandal. Wir fordern daher von EU-Kommissar Phil Hogan: Unterstützen Sie nicht den Konsum von Fleisch, sondern fördern Sie tierfreundliche und nachhaltige Lebensmittel.

Das Vorhaben Hogans, den Verzehr von Fleisch mit Investitionen in Werbung zu steigern, ist neben den ethischen Problemen ein Hohn gegenüber allen gesundheitlichen und ökologischen Erkenntnissen über die Auswirkungen des Fleischkonsums. Es ist ein absurdes Signal, die Nachfrage nach Fleisch zu fördern in Anbetracht der europäischen wie globalen Bemühungen, den Klimawandel zu begrenzen. Auch aus gesundheitlichen Gründen raten Fachleute schon lange dazu, deutlich weniger Fleisch zu essen. Es wäre hingegen an der Zeit, den Absatz tier- und umweltfreundlicher sowie gesundheitlich vorteilhafter Lebensmittel zu stärken.

Hintergrund

Auf einer Agrarmesse am 5. Oktober im französischen Clermont-Ferrand kündigte Hogan an, 15 Millionen Euro für Werbemaßnahmen bereitzustellen, um den Fleischkonsum in der europäischen Union anzuregen. Anfang nächsten Jahres will Hogan eine Ausschreibung für entsprechende Förderprojekte veröffentlichen. Die Maßnahmen sollen unter anderem helfen, »mit einigen Mythen« über die Tierhaltung aufzuräumen, die inzwischen allgemein akzeptiert seien.

Dem Rindfleischmarkt und anderen Fleischsektoren wolle die EU-Kommission laut Hogan in den nächsten Jahren besondere Beachtung schenken und deren Bedeutung auch für die Nachhaltigkeit betonen – eine groteske Äußerung hinsichtlich der umweltschädlichen Produktion der Massenware Fleisch.

Hinzu kommt, dass der Agrarkommissar mit einer diplomatischen Initiative neue Exportmärkte für Fleisch aus Europa eröffnen will.

Datenschutz

Ihre Daten (Name, PLZ und Ort, aber nicht Ihre E-Mail-Adresse) werden wir nach Abschluss des Appells dem EU-Kommissar Phil Hogan überreichen. Wir speichern Ihre Daten über den Zeitraum des Appells hinaus nur dann, wenn wir Sie per Newsletter auf dem Laufenden halten sollen. Ansonsten werden Ihre Daten ausschließlich für die Petition verwendet und spätestens drei Monate nach Beendigung der Aktion gelöscht (vollständige Datenschutzerklärung).

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