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Fische in Aquakultur

Betäubung und Schlachtung von Fischen

Ob und wie Fische Schmerz empfinden können, wird unter Wissenschaftlern immer noch kontrovers diskutiert. Das Gehirn von Fischen unterscheidet sich nämlich in seinem Aufbau und seiner Struktur deutlich vom Gehirn der Säugetiere. So argumentieren die einen, Fische könnten gar nicht über eine bewusste Schmerzempfindung verfügen, weil ihnen eine hoch entwickelte Großhirnrinde (der Neocortex) fehle. Der Neocortex gilt gemeinhin als Sitz der bewussten Sinneswahrnehmung bei Säugetieren. Mit demselben Argument wurde jedoch auch Vögeln lange Zeit jegliches bewusste Empfinden abgesprochen – ein besonders zur Rechtfertigung der Legebatterien beliebter Vorwand – bis jüngere Forschungsergebnisse bei Vögeln sogar weit komplexere Fähigkeiten zweifelsfrei aufzeigten, wie z. B. logisches Denken, hohe Gedächtnisleistungen und Emotionsvermögen. Daraus wird deutlich, dass weniger die Struktur des Gehirns als vielmehr gezielte verhaltensbiologische Untersuchungen einen Aufschluss geben können, ob und wie Fische Schmerz empfinden.

Und tatsächlich: Fische zeigen in entsprechenden Untersuchungen nicht nur, dass sie relevante äußere Reize erkennen und darauf sinnvoll reagieren. Sie merken sich auch günstige oder unangenehme Situationen und versuchen, ihr Verhalten langfristig an diese Erlebnisse anzupassen. Sie suchen gezielt nach Linderung, wenn sie eine Verletzung oder Parasiten auf der Haut haben. Sogar Hinweise auf komplexes kognitives Verhalten wie die Nutzung von Werkzeugen oder das Erlernen von »Tricks« werden von einigen Fischarten berichtet. Da sich solche und andere Verhaltensmuster nicht mehr nur aus einer einfachen Reiz-Reflex-Reaktion erklären lassen, deuten wissenschaftliche Erkenntnisse immer stärker darauf hin, dass Fische auch ohne hoch entwickelte Großhirnrinde über eine bewusste Schmerzwahrnehmung verfügen.

Im deutschen Tierschutzrecht wird ein bewusstes Schmerzempfinden bei Fischen bereits berücksichtigt. So dürfen Fische hierzulande nur geschlachtet werden, wenn sie zuvor betäubt wurden (§ 12 Abs 10 TierSchlV). Als zulässige Methoden gelten dabei die Elektrobetäubung und der Kopfschlag, die Verabreichung eines Stoffes mit Betäubungseffekt sowie bei Salmoniden auch noch die Betäubung mit Kohlendioxid. Letztere wird aber als nicht hinreichend tierschutzgerecht kritisiert, unter anderem weil bei ihr die Betäubung wesentlich später eintritt als bei Elektrobetäubung oder Kopfschlag und weil sich deutliche Anzeichen von erhöhtem Stress bei den so behandelten Fischen messen lassen.

Innerhalb der EU wird außer in Deutschland und den Niederlanden in keinem anderen Land eine Betäubung von Fischen vor der Schlachtung verbindlich vorgeschrieben. Oft werden Fische aus Aquakultur nach dem Abfischen lediglich auf Eis gepackt, wo sie in einem minutenlangen Todeskampf ersticken. Diese Praxis stammt aus der Fangfischerei und ist in den Mittelmeerländern, aber auch in Asien weit verbreitet, wo das Kühlen von Fisch als Schutz vor dem Verderben kulturell einen ungleich höheren Stellenwert genießt als der Schutz der Fische vor unnötigem Leid. Auf Druck großer Abnehmer wie Tesco arbeiten einige europäische Aquakultur-Betriebe bereits mit einer Elektrobetäubung vor der Schlachtung. Diese Methode ist in der europäischen Lachsindustrie bereits zunehmend verbreitet, zumal ein unter Betäubung geschlachteter Fisch aus lebensmittelchemischer Sicht über eine bessere Fleischqualität verfügt als ein leidvoll verendeter. Entsprechende technische Lösungen sind verfügbar und wären auch für andere Fischarten anzupassen. Aber eine EU-weite Betäubungspflicht für alle Aquakultur-Betriebe ist politisch nicht in Sicht. Eher im Gegenteil: Die EU-Kommission kam erst in einer Ende 2017 vorgelegten Studie zu dem Schluss, eine freiwillige Initiative der Aquakultur-Industrie sei gegenüber einem politischen Regelungsakt der Kommission zu bevorzugen. Aus Tierschutzsicht ist das eine dringende Herausforderung zum Handeln.

Exkurs: Verfügen Fische über ein Bewusstsein?

Bewusstsein lässt sich nicht objektiv messen. Es wird in der Forschung zum einen als Fähigkeit der reflexiven Selbstwahrnehmung definiert, also beispielsweise als ein »Ich-Gefühl«. Zum anderen kann man die bewusste Wahrnehmung der Umgebung und ihrer Reize, ohne sich dabei seiner Selbst bewusst zu sein, bereits als Bewusstseinszustand ansehen, also beispielsweise die Empfindung von grundlegenden Emotionen wie »gut oder schlecht«. Legt man aktuelle neuroanatomische, neurophysiologische und ethologische Forschungsergebnisse zu verschiedenen Fischarten zugrunde, so ist es sehr wahrscheinlich, dass Fische entgegen landläufiger Meinung tatsächlich über eine solchermaßen bewusste Wahrnehmung von Emotionen wie Schmerz oder Angst verfügen.

Ob der Bewusstseinszustand eines Fisches dem des Menschen ähnlich ist oder nicht, ist zwar strittig, aber letztlich unerheblich. Die vorliegenden wissenschaftlichen Hinweise auf ein bewusstes Empfinden von Schmerzen und Unwohlsein bei Fischen reichen bei Weitem aus, um nach deutschem Tierschutzrecht eine wirksame Vermeidung von Leiden und Schäden bei Fischen zu fordern.

Gesunderhaltung und Hygiene

Krankheiten und Parasitosen können zu erheblichem Leid bei Fischen in Aquakultur führen. Erkenntnisse darüber, wie oft und wie stark einzelne Aquakultur-Betriebe von viralen oder bakteriellen Erkrankungen, von Pilzinfektionen oder Parasitenbefall betroffen sind, können Hinweise über Tierschutzprobleme in den Betrieben liefern. Insbesondere wenn in intensiven Haltungsformen haltungsbedingter Stress durch bspw. eine unzureichende Wasserqualität oder zu hohe Besatzdichten auftritt, kann dies zu einem Krankheitsausbruch beitragen. Es ist jedoch zu beachten, dass nicht jeder kranke Bestand zwangsläufig auch ein Tierschutz- oder Managementproblem haben muss. Krankheiten entstehen auf vielfältige Art und Weise.

Entscheidend ist vor allem die Vorbeugung von Erkrankungen. Zur Gesunderhaltung tragen ein fachkundiger Umgang mit den Fischen in Fütterung und Pflege sowie ein hohes Maß an Hygiene bei. Schädliche Erreger können über den Zulauf von Wasser, über Futtermittel, Wildtiere oder Besucher, aber auch über Besatzfische oder aus benachbarten Kulturen in eine Aquakultur gelangen.

Die Bekämpfung von Fischseuchen in Deutschland wird durch die Fischseuchenverordnung vom 24.11.2008 geregelt, welche die EU-Richtlinie 2006/88/EG in deutsches Recht umsetzt. Gemäß § 7 der Fischseuchenverordnung müssen genehmigungspflichtige Aquakultur-Betriebe ihren Fischbestand in Abhängigkeit vom Erkrankungsrisiko bis zu dreimal jährlich von einem »Qualifizierten Dienst« untersuchen lassen. Ähnliche Maßnahmen sollten auch von allen Erzeugerländern eingefordert werden, die Fische aus Aquakultur in die EU liefern.

Exkurs: Lachsläuse

Wie alle wildlebenden Tiere werden Lachse und lachsartige Fische wie Meerforellen oder Regenbogenforellen in der freien Natur von Parasiten befallen. Problematisch wird es, wenn die befallenen Fische ihre Parasiten nicht mehr auf natürlichem Wege loswerden. In den unnatürlich dichten Fischbeständen von Lachsfarmen führt vor allem der Befall mit sogenannten Lachsläusen immer wieder zu massiven und aus Tierschutzsicht untragbaren Schäden.

Lachsläuse – auch Seeläuse (sea lice) genannt – sind wenige Millimeter große meeresbewohnende Kleinkrebse. Sie setzen sich bereits als Larve auf der Haut eines Wirtsfisches fest. Oft kommt es besonders am Kopf der befallenen Fische zu größeren Ansammlungen dieser Parasiten. Nach dem Festsetzen ernähren sich die Lachsläuse von der Schleimschicht, der Haut, dem Blut und der Muskulatur ihres Wirtsfisches. Dabei wachsen sie über mehrere Häutungen zum erwachsenen Krebs heran. Die Fraß-Aktivitäten der Lachsläuse richten schwerwiegende Gewebeschäden am befallenen Fisch an. Die Fähigkeit der Fische, den Salzgehalt ihrer Körperflüssigkeit zu regulieren, wird massiv beeinträchtigt. Die befallenen Fische versuchen vergeblich, durch Reiben an Materialien des Netzgeheges die Parasiten wieder loszuwerden. Zudem bleiben die abgeworfenen Häutungshüllen der Läuse in der Fischhaut verankert, wo sie starke Entzündungen hervorrufen. Durch die offenen Wunden in der Fischhaut können krankheitserregende Viren und Bakterien ungehindert eindringen. Zur Bekämpfung von bakteriellen Sekundärinfektionen kommen Antibiotika zum Einsatz. Ohne erfolgreiche Behandlung führt der fortschreitende Befall eines Fisches mit Seeläusen zum Tod.

Eine erwachsene weibliche Lachslaus lebt bis zu acht Monate und kann in dieser Zeit mehrere Tausend Nachkommen produzieren. Diese finden in den dichten Fischbeständen der Lachsfarmen leicht neue Wirte. So kommt es unter günstigen klimatischen Bedingungen zum Massenbefall mit fatalen Folgen für die Fische – mittlerweile ein chronisches Problem, dem nur noch mit hohem Aufwand zu begegnen ist. In der Lachsindustrie macht die Bekämpfung der Lachslaus derzeit fast ein Viertel der Produktionskosten aus.

Doch die bisher üblichen Methoden, die Parasiten zu bekämpfen, verursachen selbst wiederum Probleme. So erweisen sich Lachsläuse zunehmend als resistent gegen chemische Wirkstoffe. Das zwingt verstärkt zur Entfernung der Läuse mit mechanischen Methoden, beispielsweise der Behandlung der befallenen Fische mit heißem Wasser oder dem Abbürsten der Lachsläuse mit speziellen Bürsten. Doch diese Maßnahmen führen ihrerseits zu neuen Tierschutzproblemen: So verendeten im Jahr 2015 auf einer schottischen Farm über 95.000 Lachse alleine beim misslungenen Versuch, ihre Lachsläuse mit Heißwasser zu entfernen. Die Behandlung mit Bürsten wiederum ist für die Fische nicht nur extrem stressig, sondern kann ebenfalls zu Folgeschäden führen. Insider der Lachsindustrie gehen davon aus, dass im Jahr 2016 offenbar mehr Lachse durch Behandlungen getötet wurden, als selbst massiver Lachslausbefall es vermocht hätte. Auch eine für die Lachse weniger schädliche alternative Behandlungsmethode, die Lachsläuse durch der Lachszucht zugefügte Putzerfische abfressen zu lassen, ist wenig tierschutzgerecht. Denn die überwiegend aus nicht nachhaltigem Wildfang stammenden Putzerfische verhungern, wenn sie die Lachsläuse weggefressen haben, oder sie gehen zugrunde, wenn zum Winter hin das Wasser für sie zu kalt geworden ist.

Eine tierschutzgerechte technische Methode zur Bekämpfung der Lachslaus wäre mittlerweile verfügbar, wird aber nach Auskunft des Anbieters erst in rund 5 % der norwegischen Lachsfarmen eingesetzt. Mit Hilfe eines hochleistungsfähigen Bilderkennungssystems und eines starken Unterwasser-Lasers lassen sich die Lachsläuse von der Haut der befallenen Fische im Netzgehege entfernen: Die Laus stirbt durch den Laserimpuls und der Fisch spürt den Abschuss offensichtlich nicht. Der norwegische Lachszüchter Cermaq, mit einer Produktionsmenge von 137.000 t (2016) einer der weltweit größten, konnte nach eigenen Angaben unter anderem mit dem Einsatz dieser Technologie über mehr als sieben Monate auf andere Behandlungen gegen Lachsläuse verzichten. Geld genug für den Einsatz solch wirksamer, aber nicht billiger Maßnahmen wäre in der Lachsindustrie vorhanden: Im Jahr 2016 wurden so hohe Gewinne pro Kilo Lachs erzielt wie noch nie in den fünfzehn Jahren zuvor.

Handling und Transport von Fischen

Für Fische in der Aquakultur gibt es kaum eine schwerwiegendere Stressquelle als das Handling und den Transport. Als »Handling« bezeichnet man beispielsweise das Zusammenführen von Fischen für eine bevorstehende Maßnahme, das Abfischen, das Überführen in neue Becken oder Tanks, das Wägen und Sortieren, die Vorbereitung zum Impfen, das Abstreifen der Geschlechtsprodukte sowie das Schlachten. Der Transport von Fischen beinhaltet das Fasten, Zusammenführen, Abfischen, Pumpen, Beladen, Transportieren und Entladen, was zu Stressreaktionen und länger anhaltenden Beeinträchtigungen der Fische führen kann.

Sowohl der Umgang mit den Fischen bei solchen Maßnahmen als auch die Häufigkeit, mit der ein Handling oder ein Transport der Fische notwendig wird, hängen sehr von der Fachkunde des Personals und der Qualität des Managements einer Aquakultur ab. Grundsätzlich lässt sich sagen: Je seltener es zu Handling und Transport der Fische kommt, desto geringer sind Stress und Belastung für die Fische. Schäden an Schleimschicht, Haut, Schuppen und Kiemen sowie die physiologische Stressbelastung können eine erhöhte Anfälligkeit gegenüber Krankheiten und eine erhöhte Sterberate nach sich ziehen.

Problematisch ist dabei, dass traditionelle Maßnahmen wie das Abfischen mit Keschern oder Körben, das Zusammenführen vieler Fische in Netzen oder der Transport in einfachen Behältern ohne Regelung der Wasserqualität oft genug nicht kritisch hinterfragt werden, weil sie immer noch die landläufige Vorstellung einer »traditionellen Fischwirtschaft« bestimmen. Werden Fische hingegen mit Hilfe technischer Methoden wie dem Einsatz von Fischpumpen von einem Ort der Aufzucht an einen anderen versetzt, so ist das bei Weitem weniger belastend für sie als eine Entnahme aus dem Wasser. Auch in natürlichen Gewässern ist es für Fische selbstverständlich, sich unter Wasser zwischen Steinen und unter Wurzeln durch enge Öffnungen zu bewegen. Für viele Fischarten empfiehlt sich der Einsatz von automatischen Pumpen, Sortierungs- und Wägesystemen als wissenschaftlich fundierte, tierschutzgerechtere Alternative zu Kescher und Netz.

Wie stark die tatsächliche Belastung durch Handling und Transport für Fische ausfällt, ist von Fischart zu Fischart sehr unterschiedlich. So wäre ein Afrikanischer Wels in der Lage, selbst widrigste Umweltbedingungen wie einen längeren Aufenthalt an der Luft noch zu überleben, eine Goldbrasse dagegen ginge an einer solchen Behandlung schon nach wenigen Minuten zugrunde. Will man das Handling und den Transport von Fischen in der Aquakultur tierschutzgerechter gestalten, so muss man für jede Fischart spezifische Anforderungen formulieren, auf Grundlage verlässlicher wissenschaftlicher Befunde.

Unterschiedliche Bedürfnisse von Fischen

In der landwirtschaftlichen Tierhaltung werden nur wenige verschiedene Tierarten genutzt, in der Aquakultur sind es mehrere Hundert. Die meisten genutzten Fischarten sind erst seit so kurzer Zeit in Aquakultur genommen worden, dass kaum fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse über ihre arteigenen Bedürfnisse vorhanden sind. Selbst zwischen nah verwandten Fischarten wie Forelle und Lachs sind Erkenntnisse nicht ohne Weiteres übertragbar. Um herauszufinden, unter welchen Einschränkungen eine Fischart Stress erleidet und welche Bedingungen für sie förderlich sind, wären eingehende ethologische Untersuchungen erforderlich. Die Möglichkeit zum Ausleben arteigener angeborener Verhaltensweisen gehört zu den Säulen einer tierschutzgerechten Haltung.

So kommt die Organisation fair-fish international letztlich zu dem Fazit, dass die aktuell vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse über das angeborene Verhalten der überwältigenden Mehrzahl aller in Aquakultur genutzten Fischarten noch nicht ausreichen, um eine tierschutzgerechte Aufzucht zu ermöglichen.

Fütterung

Fische sind wechselwarm, das heißt, ihre Körpertemperatur passt sich der Umgebungstemperatur an. Das hat einen großen Einfluss auf den Stoffwechsel und somit auch auf den Ernährungsbedarf. Die richtige Zusammensetzung des Futters und die Art der Fütterung sind tierschutzrelevant und wirken sich unmittelbar auf den Gesundheitszustand von Fischen aus. Die Nahrungsaufnahme an sich ist aber, anders als bei gleichwarmen Landtieren, auch ein Hinweis auf ein relativ geringes Stressniveau. Fische stellen nämlich bei für sie ungünstigen Lebensbedingungen – zu kaltes Wasser, zu wenig Sauerstoff, nicht der richtige Salzgehalt oder zu viel innerartliche Auseinandersetzung – schnell die Nahrungsaufnahme ein, um die Störungen physiologisch zu kompensieren. Selbst ein Wechsel im Rhythmus von Licht und Dunkelheit in der »Photoperiode« kann bereits dazu führen, dass Fische das Fressen einstellen.

Bei der Fütterung von Fischen in Aquakultur ist es unerlässlich, die Futtergaben zeitlich und räumlich so zu verabreichen, dass kein übermäßiger Stress durch Nahrungskonkurrenz unter den Fischen entsteht. Er kann im ungünstigen Fall zu gegenseitigen Verletzungen führen. Die Zusammensetzung des Futters muss zudem eine ausreichende Versorgung mit essenziellen Amino- und Fettsäuren gewährleisten. Anderenfalls kann es zu Mangelerscheinungen, Krankheitssymptomen und bis hin zu Fehlbildungen kommen. In der Futtermischung muss das Verhältnis zwischen (teuren) Proteinen und (preiswerten) Kohlenhydraten im Futter auf den tatsächlichen Bedarf der Fische und nicht an ökonomischen Kriterien ausgerichtet werden.

Ein Aspekt in der Diskussion um Nachhaltigkeit in der Aquakultur von Fischen ist die Fütterung von karnivoren Fischarten mit Fischmehl und Fischöl. Aus ökologischen Gründen ist es wünschenswert, so wenig Fisch wie möglich wild zu fangen, um damit Fische in Aquakultur zu füttern. Das erfordert eine hocheffiziente Verwertung von Fischresten aus der Schlachtung und Verarbeitung. Andererseits ist das Anlanden von Beifang (nicht erwünschte Fische, die mit Speisefischen zusammen ins Netz gegangen sind) anstelle des Über-Bord-Werfens eine sinnvolle und politisch geforderte Maßnahme. Nur so kann wirksam kontrolliert werden, ob und wie sich Fangmethoden in der Fischerei zielgerichteter und bestandsschonender verbessern lassen. Aus Tierschutzgründen ist die Fütterung von Fischen mit speziell dazu gefangenen anderen Fischen mehr als fragwürdig. Aber auch die rein vegetarische Ernährung von karnivoren Fischen kann Tierschutzprobleme nach sich ziehen, sofern sie zu Mangelerscheinungen und physiologischem Stress führt. Hier gilt es, einen Weg zu finden, der sowohl ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit als auch Tierschutzanforderungen miteinander vereinbar macht.

 

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