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Sagen Sie der EU Ihre Meinung

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© Tumiso – Pixabay

––––––– Die Umfrage ist geschlossen. –––––––

So eine Chance gibt es nicht oft: Die Europäische Kommission wird die Tierschutzgesetzgebung der EU überarbeiten. Und nicht nur das, sie will auch Ihre Meinung dazu lesen.

Die wichtigste Umfrage zum Thema Tierschutz

Als die EU-Kommission im Jahr 2020 ihre Strategie »Vom Hof auf den Tisch« (Farm to Fork) verabschiedete, um die Lebensmittelproduktion nachhaltiger zu gestalten, verpflichtete sie sich auch, ihre Tierschutzgesetzgebung zu erneuern. Das ist eine historische Chance, das Leid vieler Tiere in ganz Europa zu lindern.

Im Vorfeld der Überarbeitung, die bis 2023 abgeschlossen sein soll, befragte und befragt die Kommission zahlreiche Expert:innen, Betroffene und Bürger:innen, zum Beispiel aktuell in einer öffentlichen Konsultation. Jede:r kann sich dort einbringen, auch Sie.

Dass die Kommission für den Input der Bürger:innen offen ist, zeigt ihre Reaktion auf die Europäische Bürgerinitiative »End the Cage Age«: Dem Willen von mehr als 1,4 Millionen EU-Bürger:innen folgend, ist die europaweite Abschaffung der Käfighaltung inzwischen ein fester Bestandteil der Überarbeitungspläne.

Damit die neue Tierschutzgesetzgebung aber auch wirklich mehr Schutz für die Tiere bringt, braucht es Ihre Unterstützung! Machen Sie sich für das Ende der Käfighaltung, das Ende von Lebendtiertransporten in Drittländer und eine verbindliche Tierschutzkennzeichnung auf Tierprodukten stark. Die Agrarlobby wird vermutlich die Gelegenheit nutzen, gegen strengere Tierschutzgesetze Stimmung zu machen. Sie darf nicht die lauteste Stimme sein.

So geht’s:

Die öffentliche Konsultation hat die Form einer Umfrage. Noch bis zum 21. Januar 2022 um Mitternacht MEZ ist es möglich mitzumachen. Nehmen Sie sich die Zeit, sie ist gut investiert.

Zur Umfrage

Erstellen Sie sich ein Konto (per E-Mail und Passwort) oder loggen Sie sich via Facebook, Twitter oder Google ein. Machen Sie wahrheitsgemäße Angaben, es handelt sich um einen offiziellen Vorgang und die Sicherheit Ihrer Daten ist gewährleistet. Als Privatperson können Sie auswählen, ob Ihre Antwort in der öffentlichen Auswertung der Umfrage anonymisiert wird.

Schließen Sie die Umfrage ab – wir haben dazu nachfolgend hilfreiche Hinweise für Sie vorbereitet – und sagen Sie gerne auch Ihren Freund:innen und Bekannten Bescheid.

Vielen Dank!

Hinweise zum Ausfüllen (hier klicken zum Ausklappen)

Falls Sie sich beim Ausfüllen Orientierung wünschen, sehen Sie hier, wie wir die Umfrage ausgefüllt haben und warum:

 


* Widersprechen Sie hier am besten der zweiten und dritten Aussage, dass ein umfassender Schutz von »Nutztieren« erreicht ist und die Regeln einfach anzuwenden sind. Wenn dem so wäre, wäre die Überarbeitung der EU-Gesetze kaum notwendig.

 


* Machen Sie hier bei den ersten vier Punkten deutlich, dass die Einhaltung der Gesetze für Industrie und Handel möglich ist.

 


* Wir empfehlen, hier mit einem vierfachen Widerspruch mehr Informationen für Verbraucher:innen einzufordern.

 


* Auch hier sollten Sie deutlich machen, dass das derzeitige Tierschutzniveau nicht ausreicht.

 


* Für den besseren Schutz von Tieren auf Transporten finden wir alle drei Punkten geeignet.

 


* Da wir ein komplettes Verbot von Tiertransporten in Drittländer fordern, stimmen wir den letzten beiden Vorschlägen nicht zu, die nur strengere Regulierungen bedeuten.

 


* Auch hier bedeutet nur der erste Punkt ein Verbot des Transports von besonders schutzbedürftigen Tieren.

 


* Bislang gibt es nur für wenige Tierarten und Nutzungsmöglichkeiten spezifische Vorgaben. Wir fordern, dass auch für weitere spezifische Bedürfnisse und Umstände eigene Vorgaben formuliert werden – außer für Tiere, die für die Pelzgewinnung genutzt werden, denn diese Praxis sollte gänzlich beendet, nicht nur reguliert, werden.

 


* Im besten Fall sollten landwirtschaftlich genutzte Tiere in keinster Weise verstümmelt werden, um bessere Produktionsbedingungen zu schaffen.

 


* Das Ende der Käfighaltung sollte so schnell wie möglich eingeleitet werden, daher stimmen wir für den kürzesten Zeitraum.

 


* Auch in die EU importierte Tierprodukte sollten den EU-Tierschutzanforderungen entsprechen. So können Verbraucher:innentäuschung und die Abwanderung der Industrie verhindert werden. – Es sollten dieselben Anforderungen sein, nicht ähnliche. Die Verantwortung sollte auch nicht bei den Verbraucher:innen liegen, indem sie zwischen Produkten nach EU-Standards und anderen wählen müssen.

 


* Alle aufgeführten Vorschläge sind sinnvoll.

 


* Ein Label würde Verbraucher:innen in jedem Fall mehr Informationen an die Hand geben. Wichtig ist, dass es alle Haltungsformen und Produktionsschritte umfasst, statt zum Beispiel nur auf besonders gute Haltung oder käfigfreie Haltung hinzuweisen.

 


* Hier können Sie in eigenen Worten weitere Punkte ansprechen und einfordern, die Ihnen wichtig sind, zum Beispiel:

  • ein Verbot der Pelztierindustrie
  • ein Verbot der Haltung von Kopffüßern in Aquakulturen
  • ein Verbot von Zwangsfütterung, wie z. B. in der Stopfleberproduktion
  • die Verbindlichkeit des EU-Tierschutzlabels für alle Hersteller und Tierprodukte
  • die Einsetzung eines:r EU-Tierschutzkommissar:in
  • die Definition von Wohlergehen bei Tieren nicht länger durch die »Five Freedoms«, sondern durch die »Five Domains«
  • einen besseren Schutz jeglicher zu kommerziellen Zwecken gehaltener Tiere

 

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