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Image-Kampagne der Geflügelindustrie

Die deutsche Geflügel-Industrie will ihr Image aufbessern – nach etlichen Skandalen rund um die Hühner-, Puten– und Entenmast hat sie das auch bitter nötig. Sie investiert daher hohe Beträge in eine Medienkampagne, deren Herzstück eine Webseite ist, die mit Holz-Optik Naturverbundenheit suggeriert und auf der die Industrie nur die bewegten Bilder zeigt, die sie dem Verbraucher auch zumuten will. Das ändert nichts daran, dass einige der Videos etwas unheimlich sind (Video von der Werbe-Webseite):

Darüber hinaus führt die Geflügelindustrie auf ihrer Webseite ein Frage-Antwort-Spiel mit Interessierten: Man darf eine Frage formulieren, die einige Zeit später veröffentlicht und beantwortet wird. Unsere Frage, wie es zu verantworten sei, dass die Tiere sich am Ende der Mast vor Überzüchtung kaum noch auf den Beinen halten können und Verätzungen an den Füßen und der Brust erleiden, weil sie Tag und Nacht in ihren eigenen Fäkalien liegen, wartet derzeit noch auf eine Antwort. Währenddessen rühmt sich die Industrie damit, keine Tiere in Käfigen zu mästen, wobei sie aber verschweigt, dass die Mast in Bodenhaltung schlichtweg billiger ist (nur bei Legehennen lohnt sich die Haltung in Käfigen). Außerdem rühmt sie sich damit, bei der Besatzdichte unter dem in der EU erlaubten Maximum zu bleiben, wobei das maximale EU-Niveau in der deutschen Standardmast ohnehin nicht legal wäre, denn die dafür notwendigen Auflagen werden nicht erfüllt. So ziehen sich die Halbwahrheiten durch sämtliche Texte.

Diese Wanderung auf dem schmalen Grad zwischen geschönter Wahrheit und dreister Lüge provoziert natürlich zu Gegendarstellungen. So haben die KollegInnen vom BUND ihr eigenes Motiv zur Kampagne entwickelt:

Werbung für Geflügelfleisch - und Gegenwerbung

Auch wenn die Stoßrichtung des BUND eine etwas andere ist als unsere (wir sehen die Bio-Haltung kritischer), begrüßen wir jedes Engagement, ein vollständigeres Bild dessen zu zeichnen, was in der Geflügelindustrie vorgeht. (Trotzdem eine Anmerkung zum Motiv: Laut Statistischem Bundesamt sind im letzten Jahr 609 Mio. Hühner in Deutschland geschlachtet worden – nicht 67 Mio.)

Seien Sie die Gegenkampagne

Die Geflügelindustrie wird lernen müssen, dass sie lieber in die Erhöhung ihrer Tierschutzstandards als in Werbekampagnen investieren sollte. Verbreiten Sie z.B. unsere Hintergrundinfos zur Massentierhaltung und zeigen sie Menschen anhand der Selbst-Wenn-Broschüre, wie einfach es ist, die alltägliche Tierquälerei nicht mehr zu unterstützen!

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