Laufende Kampagnen
Beendigung der Käfighaltung von Legehennen
Nachdem wir in den Jahren 2008 und 2009 maßgeblich dazu beitragen konnten, dass alle großen Supermarktketten den Verkauf von Käfigeiern beendet haben, richten wir unser Augenmerk jetzt auf die Lebensmittelindustrie, und wir machen auch hier große Fortschritte. Aktuelle Listen mit Unternehmen und Einrichtungen mit und ohne Käfigeier finden sie auf unseren Seiten www.kaefigfrei.de sowie auf www.kaefigfreie-mensa.de.
Abschaffung des qualvollen Schnabelkürzens
Da auch die alternativen Haltungsformen erhebliche Mängel haben, arbeiten wir weiter an schrittweisen Verbesserungen. Im Januar 2011 konnten wir im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) 12.000 Unterschriften zum Thema überreichen. Wir freuen uns, dass das BMELV inzwischen auch aktiv wird. Noch im ersten Quartal 2011 (ersatzweise im zweiten Quartal) sollen alle Beteiligten an einen Tisch kommen, um Lösungen zu erarbeiten.
Beendigung des Schwanzkürzens und Zähneschleifens bei Ferkeln
Ebenfalls im BMELV waren wir, um gegen die illegale Praxis des routinemäßigen Schwanzkürzens und Eckzahnabschleifens bei Ferkeln zu protestieren. Immerhin teilt das BMELV unsere Rechtsauffassung, zieht daraus aber nicht die nötigen Konsequenzen, denn es wird nur sehr weich mit der Schweinefleischindustrie verhandelt. Seit wann werden GesetzesbrecherInnen freundlich und ohne Androhung von Konsequenzen gefragt, ob sie gedenken, sich in den nächsten Jahren eventuell wieder an das Gesetz zu halten? Wir bleiben weiter am Thema dran!
Gegen die Wachtelhaltung in Käfigen
Dass auch Wachteln in engen, strukturlosen Käfigen gehalten werden, und dass der Markt für Wachteleier stetig wächst, wurde bislang vernachlässigt. Wir konnten bereits einige Ketten überzeugen, Käfigwachteleier aus dem Sortiment zu nehmen und führen momentan Verhandlungen, deren Ergebnisse den weiteren Verlauf der Kampagne bestimmen werden.
Für einen Zirkus ohne Wildtiere
Die tierquälerische und anachronistische Haltung von Wildtieren in Zirkussen hätte eigentlich schon im Jahr 2003 weitestgehend abgeschafft werden sollen – zumindest forderte das der Bundesrat. Doch die Bundesregierung handelt nicht. Inzwischen haben sich vier der fünf Bundestagsfraktionen für ein Wildtierverbot ausgesprochen, doch die CDU/CSU blockiert den Fortschritt. Während immer mehr Städte und Kommunen eigene Einschränkungen und Verbote aussprechen, scheint ein generelles Verbot vor der nächsten Bundestagswahl unwahrscheinlich. Mehr zum Thema finden Sie auf unserer Webseite www.zirkus-in-berlin.de.
Stärkung der vegetarischen und veganen Idee
Da reine Tierschutzprojekte ihre Grenzen haben (getötet wird in jeder Form der »Nutztier«-Haltung, politische Erfolge benötigen jahrelange Vorarbeit), werben wir für die pflanzenbasierte Ernährung, ohne dabei bevormunden zu wollen. Dazu zählt unsere Zusammenarbeit mit dem veganen Starkoch Björn Moschinski, der schon in etlichen Mensen und Kantinen für eine Ausweitung und Verbesserung der vegetarisch-veganen Menüs gesorgt hat. Zusätzlich beteiligen wir uns an der Kampagne www.donnerstag-veggietag.de. Ein weiteres Großprojekt befindet sich derzeit in Planung und wird voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2011 gestartet werden.
Beendigung des Stopfleberhandels
Wir konnten schon mehrere Unternehmen aus der Wirtschaft und den Medien überzeugen, sich von Stopfleberprodukten zu distanzieren. In der Folge sind beispielsweise die Stopfleberexporte von Frankreich nach Deutschland deutlich gesunken. Die meisten Gespräche verlaufen konstruktiv und erfolgreich, aber amazon.de weigert sich beharrlich, die Förderung des Stopfleberhandels einzustellen. Daher haben wir eine Kampagne gegen Amazon ins Leben gerufen.
Juristische Auseinandersetzungen
Mit einem Präsidenten, der im Jahr 1999 als Rechtsanwalt das Bundesverfassungsgericht überzeugen konnte, Legebatterien als verfassungswidrig einzustufen, vielen befreundeten JuristInnen und einem Wissenschaftsbeirat, der u.a. einen Standardkommentar zum Tierschutzgesetz verfasst hat, sind wir juristisch gut aufgestellt und machen davon regelmäßig Gebrauch. Dabei scheuen wir auch nicht davor zurück, uns mit den ganz Großen anzulegen: So musste sich z.B. der damalige Ministerpräsident und heutige Bundespräsident Christian Wulff von uns das Zitat in den Mund legen lassen »Millionenfache Tierquälerei darf nicht aufhören – meine Agrarindustrie will sie«. Den dazugehörigen Gerichtsprozess verlor er gegen uns. Außerdem beteiligen wir uns daran, das dicke Brett um ein Verbandsklagerecht für Tierschutzorganisationen zu bohren.
Tagesgeschehen, Protestaktionen
Immer öfter müssen wir schnell reagieren, um gegen akute Tierquälereien vorzugehen. Dazu starten wir u.a. Online-Proteste und informieren die Medien.
Erfolge
Was unsere Kampagnen bewirken, erfahren Sie hier. Wir freuen uns, wenn Sie helfen, noch mehr zu bewegen!






