Protest gegen Exporte nach Libyen

kalb2Nach jahrelangem Ruhen werden die tagelangen Rindertransporte von Deutschland ins 3.000 km entfernte Libyen wieder aufgenommen. Staatssekretär Dr. Gerd Müller (CSU) begrüßt dies, obwohl er selbst noch vor einem Jahr Tiertransporte mit Tierquälerei in Verbindung gebracht hat.

Erinnern Sie Herrn Dr. Müller an seine eigenen Worte, und fordern Sie ihn auf, sich nicht für sondern konsequent gegen Tiertransporte einzusetzen.

Der traurige Höhepunkt des tagelangen Transports wird für viele der Tiere übrigens der Schächtschnitt (betäubungsloses Schlachten) sein. Über diesen Sachverhalt schweigt sich der Staatssekretär vornehm aus.

Dr. Müller sagt in einer aktuellen Ansprache auf seiner Webseite: »Jedes Gespräch, das ein Bürger mit mir führt, hinterlässt Wirkung. Ich denke darüber nach.« Nehmen wir ihn beim Wort!

Sehr geehrter Herr Dr. Müller,

nicht ohne Stolz haben Sie kürzlich erklärt, dass die Rindertransporte von Deutschland nach Libyen wieder aufgenommen werden.

Ich möchte Sie an Ihre Rede vom 15.02.2008 im Bundestag erinnern, in der Sie lange Tiertransporte mit Tierquälerei in Verbindung gebracht haben. Ist Ihnen diese Erkenntnis wieder entfallen? Andernfalls ist es mir völlig unverständlich, wie Sie die Wiederaufnahme von tagelangen Transporten befürworten können, deren trauriger Höhepunkt für viele Tiere auch noch der Schächtschnitt sein wird.

In Ihrem aktuellen Podcast sagen Sie: »Jedes Gespräch, das ein Bürger mit mir führt, hinterlässt Wirkung. Ich denke darüber nach.« In diesem Sinne fordere ich Sie auf, sich nicht für sondern konsequent gegen Tiertransporte einzusetzen – und sei es nur aus Egoismus: Ihnen sollte bewusst sein, dass die meisten Wählerinnen und Wähler tagelangen Tiertransporten ablehnend gegenüberstehen.

Mit freundlichen Grüßen



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Tiertransporte Libyen