Zwischen den Opferfesten
Das größte Opferfest der Welt ist gerade in Nepal zu Ende gegangen, und morgen geht es mit dem nächsten Opferfest weiter. Was ist passiert? Was wird geschehen?
In Nepal sind je nach Schätzung bis zu einer Millionen Hindus zusammengekommen, um der Tötung von etwa 300.000 Tieren für die Göttin Gadhimai (die Göttin der Macht) beizuwohnen. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, sind in dem Gedränge der Gläubigen auch zwei Kinder erstickt. Die Opfer sollen die Göttin dazu bewegen, die Gläubigen mit Glück und Wohlstand zu segnen – sicher ist bislang aber nur, dass sehr viel Leid und Unglück verursacht wurden.
Tierschützer aus aller Welt haben gegen das Opferfest protestiert – wie zu befürchten war, ohne jeden Erfolg. Die Veranstalter haben sich auf die langjährige Tradition berufen. Eben diese gilt es aber zu überdenken und zeitgemäßer zu handeln. Oft sind Tieropfer von den Religionen nicht vorgeschrieben, und außerdem beruht die betäubungslose Durchführung in aller Regel auf falsch verstandenen Traditionen.
In diesem Zusammenhang zeigt sich die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt auch äußerst besorgt über das morgen beginnende islamische Opferfest ‘Idu l-Aḍḥā (Kurban Bayramı). Es ist zu befürchten, dass im Rahmen des Festes tausendfach gegen das Tierschutzgesetz verstoßen wird, denn für das Opferfest werden Tiere – oft von Laien und ohne Genehmigung – geschächtet. Sollten Sie Zeuge solcher Vorgänge werden, empfiehlt es sich, umgehend die Polizei zu verständigen, denn das Schächten ohne Erlaubnis ist in Deutschland verboten. Das Gleiche gilt für den zu erwartenden Transport von Schafen und Ziegen im Kofferraum.






