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Zirkus-Wildtierverbot in Portugal

Veröffentlicht am 15. Okt 2009

zirkus-plakatDie Initiative für ein Wildtierverbot in Zirkussen, an der sich auch die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt maßgeblich beteiligt, begrüßt die Entscheidung der portugiesischen Regierung, das dunkle Kapitel der Wildtierhaltung in Zirkussen endlich zu schließen.

Nachdem die portugiesische Regierung bereits im September Zirkussen verboten hat, Menschenaffen mit sich zu führen, wurde am Dienstag ein weiterer wichtiger Schritt in die richtige Richtung getan: Zirkusse dürfen Wildtiere wie z.B. Elefanten, Tiger, Löwen, Bären, Flusspferde oder Nashörner nicht mehr vermehren und auch nicht mehr neu anschaffen.

Auch wenn Tierschützer sich gewünscht hätten, dass Wildtiere schneller aus Zirkussen verschwinden, hat die portugiesische Regierung doch immerhin das Ende von Zirkusnummern mit Löwen und Elefanten eingeläutet.

Nachdem Länder wie Bulgarien, Dänemark, Finnland, Österreich, Polen und Schweden schon weitreichende bzw. vollständige Wildtierverbote eingeführt haben, darf Deutschland nicht den Anschluss verlieren. »Wenn die Bundesregierung bzw. das Landwirtschaftsministerium sich weiterhin weigert, den Bundesratsbeschluss zu einem Verbot mehrerer Wildtierarten in Zirkussen von 2003 umzusetzen, ist das ein Skandal. In diesem Fall sind die Bundesländer aufgefordert, zu handeln«, sagt Mahi Klosterhalfen, Sprecher der Initiative für ein Wildtierverbot in Zirkussen.

Um ein deutsches Wildtierverbot zu beschleunigen, können Bürgerinnen und Bürger unter www.zirkus-in-berlin.de eine Online-Petition unterschreiben und sich kostenfrei Plakat- und Faltblättermotive herunterladen.

Helfen Sie den Wildtieren bitte auch mit einer Förderschaft oder einer Spende.