Wissenschaftler gegen Fleisch
Wie das Forbes magazine berichtet, wird Prof. Patrick Brown, einer der renommiertesten Bio-Wissenschaftler der Welt, eine 18-monatige Auszeit von seiner regulären Arbeit nehmen, um nach Wegen zu suchen, den globalen Fleischkonsum drastisch zu reduzieren.
Pat Brown hat sich als Biochemiker an der Stanford University einen Ruf gemacht. Er ist außerdem Mitglied der National Academy of Science in den USA, und er arbeitet für das Howard Hughes Medical Institute. Er lebt seit 30 Jahren vegetarisch und seit 5 Jahren vegan. Zum Thema Umweltzerstörung und Fleischkonsum sagt er: »Es ist absolut unmöglich, dass wir die nächsten 50 Jahre so weitermachen wie bisher. Entweder wir handeln, oder wir sind Toast.«
Prof. Brown weist darauf hin, dass die Fleischproduktion zwar nur für 9% der weltweiten CO₂-Emissionen, dafür aber für 37% der vom Menschen verursachten Methan- und für 65% der vom Menschen verursachten Lachgasemissionen verantwortlich ist. Die beiden letzten Treibhausgase erwärmen das Klima deutlich stärker als CO₂. Seine Lösung des Problems: Die Tierhaltung beenden, oder zumindest stark einschränken.
Prof. Brown plant, in den ersten 6 Monaten seiner Auszeit ökonomische Modelle zu erarbeiten, die verdeutlichen, dass wir uns die »Nutztierhaltung« schlichtweg nicht leisten können. Danach will er sowohl daran arbeiten, bessere vegetarische Lebensmittel zu erzeugen als auch eine Strategie entwickeln, wie man die politischen, ökonomischen, rechtlichen und verhaltenswissenschaftlichen Herausforderungen meistern kann, um die Ernährung der Weltbevölkerung nachhaltiger zu gestalten.
Lebensmittelproduzenten gibt Prof. Brown den Ratschlag lieber jetzt statt später daran zu arbeiten, den Fleischkonsum zu reduzieren: »Fangen Sie am besten sofort an, ernsthafte Summen zu investieren und Alternativen zu finden, um zu überleben.«
Bemerkenswert ist, dass Prof. Brown von allen Problemen auf der Welt die drastische Reduzierung der Fleischproduktion als das Wichtigste und Dringendste ansieht. Oft wird in diesem Zusammenhang an Themen wie die wachsende Weltbevölkerung gedacht. Ohne die Probleme des Bevölkerungswachstums herunterspielen zu wollen, sieht die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt in solchen Diskussionen auch die Tendenz, Probleme möglichst weit von uns wegschieben zu wollen. Mit dem Fokus auf die Weltbevölkerung vergessen wir oft, dass wir mit unserem Lebensstil in den Industrienationen die wahren Ressourcenverschwender sind. Die alten Tipps wie unsere Glühbirnen zu wechseln und sparsamere Autos zu kaufen, sind inzwischen überholt. Immer mehr Studien belegen, dass der Großteil unserer Umweltbelastung durch unsere fleischlastige Ernährung entsteht. Hier kann jeder Fleischesser bzw. Nicht-Veganer (mehr als 90% der deutschen Bevölkerung) sofort einen gravierenden Beitrag zur Rettung des Klimas leisten, ohne die Probleme in Entwicklungsländern suchen zu müssen.











Es ist ja schon lange kein Geheimnis mehr, dass Massentierhaltung nachhaltig zu Klimaerwärmung beiträgt und der Co2 Ausstoß maßgeblich dadurch beiflusst wird. Es gibt leider noch viel zu viele Menschen die nicht auf den Fleischkonsum verzichten wollen. Es kann garnicht genug gegen dieses Verhalten getan werden. Schaut man sich die Entwicklung der letzten Jahre an, was alles von Menschen in der tierwelt erzeugt und angerichtet wurde. Vogelgrippe, Rinderwahnsinn, Blauzungenktrankheit, Schweinegrippe uvm.. Der Mensch sollten endlich aufhören Kreaturen zu quälen und sich auf das Wesentliche zu beschränken. Nicht nur, dass ein Leben ohne Fleisch viel gesünder ist sondern auch ein reines Gewissen gehört dazu. Jesus hat beim Abendmahl Brot verteilt und keinen Schinken.
Ist den Menschen denn immer noch nicht bewußt, das die Tiere unter grausamen Bedingungen aufgezogen werden? Ihr Leben ist kurz,eingesperrt in Käfigen,Kisten,völlig überfüllten Schuppen und engen Ställen.Im Anschluß an diese grausame Haltung folgt der qualvolle Tiertransport.Eine Garantie für einen schmerzlosen Tod gibt es nicht!
Wären die Schlachthäuser aus Glas,würden wir die Todesschreie der Tiere hören, würden wir dann noch Fleisch essen?
Jeder sollte sein Eßverhalten überdenken.Es ist nun mal Tatsache,dass das Fleisch,das wir im Supermarkt od. Geschäft kaufen,von Tieren stammt,die im Leben und beim Sterben gelitten haben.
Allein dieses wäre ein Grund für eine vegetarische Ernährung, aber wir würden auch uns etwas Gutes tun, denn es heißt nicht umsonst:Vegetarier leben länger!
Solange Politiker Großmastanlagen wie z.B. für ca EINHUNDERTAUSEND Schweine, wie in Mecklenburg Vorpommern, oder die Tausende von Riesenmastanlagen für Geflügen etc genehmigen, wird der Fleischessende Verbraucher doch gerne auf “diese Billigernährung” zurück greifen. Man sollte m.M. nach erst mal vehement gegen die Politiker protestieren, die über die Köpfe ihrer Wähler hinweg, sich für diese Art von Massentierhaltung- und Schlachtung stark machen. Und das nur…weil DREI Arbeitsplätze damit geschaffen werden ??
Man sollte jeden Tag, jede Stunde im TV Berichte und die Filme dazu, über die meist qualvolle Haltung der Tiere zeigen, wie z.B. den Film “EARTHLINGS”, wünschenswert wäre dann, dass einige “umdenken”.
Wir sind keine Vegetarier, essen aber kaum noch Fleisch , und wenn, dann kaufen wir bei einem Biobetrieb, wo an auch HINTER die Kulissen schauen darf.
Warum berichten die Medien nicht darüber, das ist für mich ein Phänomen, das ich nicht begreife. Auch bei Diskussionen mit “Fleischfresser” kann ich diesem Argument nicht wirklich was entgegnen. Schnell wird man in die Ecke von Weltverschwörer getrieben. Ich habe mal in meinem BWL Studium gelernt, dass man die Hebelwirkung immer anwenden muss, um z.B. in Bezug auf ein Kostenmanagement immer zu erst die großen Brocken zu bewegen, warum scheint das in Bezug auf den Fleischkonsum außer Kraft zu treten. Die ganzen Argumente für die Fleischlose-Ernährung — Umwelt, Welthunger, Tierquälerei, Gesundheit laufen bezogen auf die Medien völlig ins Leer bzw. finden nicht statt. Dort werden Sondersendungen über Glühbirnen ausgestrahlt, aber welch große Wirkung von dem Verzicht auf Fleisch ausgeht, findet nicht statt. Dies versteh ich nicht!!! Für jede Erklärung bin ich Euch dankbar.
Unsere Essgewohnheiten werden schon in der Kindheit und geprägt, und es ist fast immer zu beobachten, dass Kinder mit Kinderschnitzel, Wiener und Hamburger aufgezogen werden. Das setzt sich fort und viele Menschen kommen überhaupt nicht auf die Idee, dass ein Essen ohne Fleisch ein richtiges Essen ist. Mit der dahinter stehenden Grausamkeit setzt man sich einfach nicht auseinander. Diese Verdrängung muß endlich ein Ende haben. Man könnte sogar zu drastischen Mitteln greifen und mit Schulklassen Schlachthäuser besichtigen.
Das finde ich sooo gut !!!!!
Es freut mich ungemein, dass sich dieser renomierte Wissenschaftler des Themas annimmt.
An Matthias:
Du hast genau die richtige Frage gestellt!
Und es gibt eine einfache Antwort, warum das Thema so totgeschwiegen wird: Die Redaktionen der Medien und auch die Parteien (selbst die Grünen) sind voll von Fleischfressern (siehe Frau Künast, die sogar öffentlich Tiere umbringt und sich auch noch toll vorkommt).
Die Gier nach Fleisch benebelt den Verstand. Es wäre so einfach, damit aufzuhören, aber die Menschen kriegen das nicht zustande, weil sie glauben, dass ihnen etwas abgehen würde.
Traurig, aber wahr!
Es ist traurig das man darüber immer noch Diskutieren muss. Es ist einfach schrecklich unter welchen grausamen Bedingungen diese armen Tiere gehalten werden. Massentierhaltungen müssen sofort abgeschafft werden. Der Fleischkonsum muss drastisch gesenkt oder noch besser auch eingestellt werden. Tiere sind unsere Freunde,haben Gefühle wie wir Menschen auch,begreift das doch endlich !!!!!
Auch in Deutschland wäre es sinnvoll, eine Fleisch-, Milch- und Ei-Steuer einzuführen, um die schweren Schäden, die durch Massentierhaltung angerichtet werden, zu decken. In der Schweiz wird eine Fleischsteuer bereits gefordert ( http://www.fleischsteuer.ch/ ).
Das würde als erster Schritt den Verbrauch drastisch senken – oh, wie wär das auch für die menschliche Gesundheit vorteilhaft!
Stattdessen fließen die milliarden unserer Steuergelder über EU, Länder und Regierung immer noch in die Exportförderung, die Steigerung des Konsums, neue Industrie-Tierhaltungsaanlagen, die Bekämpfung und Entschädigung von Seuchen, die durch Massentierhaltung verursacht werden.
Mit unserer neuen Regierung wird alles noch heftig viel schlimmer.
Ja genau darüber denke ich seit der neuesten Studie des World Watch Institutes (Fleischprod. als Klimakiller Nr.1 viel schlimmer als bisher angenommen) nach, was man tun könnte, um genau diese Mauer der Verdrängung und Ignoranz zu durchbrechen, die in keinem anderem Bereich stärker ist als bei diesem Thema, dem heißesten aller Eisen. Der Prof. Brown gibt mir einen neuen Anstoß, hier in D eine Initiative ins Leben zu rufen wie “Künstler gegen größten Klimakiller” oder so ähnlich … Ich selbst komme ja als Schnellzeichnerin auf Veranstaltungen ständig mit Künstlerkollegen und Promis zusammen und würde versuchen, möglichst viele für diese Sache zu gewinnen. Was z.B. Hannes Jaennicke macht, finde ich spitzenmäßig, wenn wir solche engagierten und viele andere ins Boot holen könnten, wäre super
Als Nicht-Vegetarierin versuche ich schon seit langem, Fleischgerichte auf ein Minimum zu begrenzen und dann auch nur Produkte aus artgerechter Tierhaltung. Einhergehend mit der rasanten Zunahme der Weltbevölkerung wird auch der Fleischkonsum in aufstrebenden östlichen Industrieländern wie z.B. China entsprechend steigen und damit auch die grausame Massentierhaltung. Doch keine der beiden immens wichtigen Themen wird in den Medien oder z.B. in Talk-Shows aufgegriffen. Statt dessen Diskussionen über Wirtschaftswachstum u.ä. bis zum Erbrechen …
Hoffentlich kommen wir so weiter in Sachen Tierschutz/Klimaschutz durch No Meat-Aktionen. Leider haben die Bauern/Jäger/Grundherren/Nahrungsmittelindustrie-Lobbies weltweit grössten Einfluss, obwohl sie nur eine winzige Minderheit der Bevölkerung sind. Mit dem Hinweis auf “Hunger usw.” schaffen sie es auch noch, Angst zu erzeugen. Dabei ist gerade diesen Leuten – samt den Politikern dazu – der Welthunger, die Ökosphäre, die Natur, die Menschen – und erst gar die Tiere vollkommen egal. Nur das ist interessant, was Geld, viel Geld bringt – und leider sind die KomsumentInnen alles andere als mündig ….
Kurz zu dem Kommentar von “Mathias” vom 22.November und seiner Frage: “Warum berichten die Medien nicht darüber, das ist für mich ein Phänomen, das ich nicht begreife.” Das Nichtwahrnehmenwollen und Totschweigen betrifft nicht nur das Fleischfressen, sondern alles, was sich gegen herrschende Interessen richtet und dessen Erkenntnis darüber hinaus unbequem ist, weil es für die einen Gewinneinbußen und für die anderen Verhaltensänderungen impliziert. Das war schon immer so. Es betrifft fast alle Politik- und Lebensbereiche. Sieh mal in einem Psychologielexikon unter dem Stichwort “Verdrängung” nach. Bei solchen Themen wird kollektiv verdrängt. Wenn die Mächtigen, die Politiker, in erster Linie aber die Leute anfangen würden, das zu tun, was erkennbar richtig und notwendig ist, würden wir uns auf der Erde paradiesischen Verhältnissen nähern.Einzelne, wie du, durchbrechen diesen Zustand und schaffen dadurch ab und zu eine Veränderung. Deshalb kannst du dich zur wahren Elite zählen, wenn du möchtest.
@Matthias und Elke:
Genau, diese Frage stelle auch ich mir immer wieder. Nicht nur, dass die Fleisch(fr)esser (noch) überall vorrangig sind, sondern ich glaube, dass – sollte man die sog. “Nutz”tierhaltung abschaffen und in einer vegangen Welt leben, so würde schlicht die komplette Wirtschaft zusammen brechen. Wir wissen doch alle, dass mit nahezu jedem Produkt irgendwie Tierleid verbunden ist. Wir kennen doch all die Etiketten, die Inhaltsangaben und die zutiefst leidvollen Produkte, die durch Tierversuche angeblich “gefahrlos” sind – unabhängig, ob es sich um ein medizinisches Produkt, um eine Möbelpolitur oder um ein Haarshampoo handelt….
Weshalb die Medien nicht darüber berichten? Weil alle, die teure (Kombi-)Anzeigen schalten irgendwie mit diesen Tierqaulen Geld, viel Geld, verdienen…. in den hierlande klassischen Medien gibt es keine freie Berichterstattung!
Wie kann man den Mann unterstützen?
Ich bin immer noch verzweifelt wie viele Menschen noch so gerne Fleisch essen. Sie haben keine Interesse um sich zu informieren, keine Interesse die Wahrheit zu wissen, lieber alles ignorieren, aber Fleisch bis zum Tod, weiter essen!!! In was für ein Welt leben wir? Ist der Mensch so Dumm, so Primitiv????!!!! Die Medien müssen mehr und mehr Information geben, Promis und wichtige Menschen sollten Herr Jaennicke nachmachen. Auch Scobel gibt manchmals solche Informatioenen. Informationen ist sehr wichtig. Und vor allem die Schäden , die Fleisch essen, an die gesundheit bei bringt.
Erst letztes Wochenende führte ich mal wieder so eine ermüdende Diskussion mit einem Fleischesser. Er wollte nicht glauben, was eine wissenschaftlich bewiesene Tatsache ist, nämlich die Auswirkung der Fleischindustrie auf unsere Erde ! Das Thema wurde sofort in eine andere Richtung gedrängt und ich als “fanatisch” hingestellt. Es ist schon sehr mühsam. Aber jede Änderung im Menschsein war und ist mit Schmerzen verbunden ! Noch ein Gedanke : Fleischindustrie und Pharamindustrie = die beiden profitieren doch wunderbar voneinander. 2 mächtige Partner !
Letztes Wochenende hatten wir von der Evangelischen Studierenden Gemeinde ein Bundestreffen zum Thema “Klima – Krise oder Katastrophe. Es liegt an dir!”
Eine der vielen Diskussione behandelte das “ökologische” Fasten. Mit diesem Artikel finde ich unsere Diskussion gestützt und man hat durch das “ökologische” Fasten die Möglichkeit der spirituellen Erweiterung UND des aktiven Klimaschutzes! Im Advent ist es wieder soweit – ein guter Zeitpunkt zum starten und ausprobieren ob es tatsächlich auch ohne bzw. mit viel weniger Fleisch geht!
Klar hat die Großtierhaltung Einfluss auf das Klima, aber dann sollten wir auch gleich versuchen Wasserdampf aus der Atmosphäre zu entfernen, schon könnten wir 60% der für die Erwärmung der Erde verantwortlichen “Übeltäter” beseitigen – Plus/Minus allen Lebens auf der Erde. Bei der Herstellung von Flachbildschirmen fallen Abfallprodukte an, die 500 Mal klimaschädlicher sind als CO2 & Co zusammen. Gore-Tex ist Super-Sondermüll, und wenn man denkt weil man auf Auto, Zug, Flugzeug verzichtet sei man klimafreundlich der irrt: jedes atmende Lebewesen trägt seinen Beitrag dazu bei. Wissenschaftler haben errechnet, dass man die Weltbevölkerung mit Reis durchbringen kann, aber solange nicht irgendwelche Religionen was dagegen haben, wird sich jeder hart arbeitende Mensch bei der Wahl zwischen Fleisch oder Reis für das Fleisch entscheiden, Beriberi läßt grüßen. Wir sollten uns nichts vormachen: um wirklich was für die Welt zu tun, müssen wir auf alles verzichten was in den letzten 200 – 400Jahren erfunden und entwickelt wurde! Keine Medikamente, keine Lebensmittelindustrie, keine Maschinen, keine Industrie! Wir sind einfach viel zu verwöhnt und KÖNNEN auf vieles verzichten im Gegensatz zu anderen Leuten die einfach nur übeleben wollen (und es meistens nicht schaffen), und solange nicht jeder hier mal versucht ohne ALLE industrieellen Errungenschaften für 10 Jahre zu überleben, kann man solche Diskussionen getrost sein lassen.
Den Beitrag von Bratwurst finde ich gut.
Bezüglich des Fleischkonsums zum Thema Klimawandel mache ich mir vor allem über die soja-gefütterte Massentierhaltung von Rindern, Schweinen und Hühnern Sorgen.
Da beruhigt es mich, dass meine Lieblingstiere, die Schafe, nur Gras und Heu zu fressen bekommen.
In Ländern, in denen Schafe in großen Massen gehalten werden (vor allem Australien) schädigen sie gewiss durch Ausströmen von Methan und Lachgas das Klima.
Hier in Deutschland jedoch werden die Schafe immer weniger, obwohl sie in gewissen Gegenden wertvolle Landschaftspfleger sind. Erst gestern las ich wieder einen Bericht, dass in einer bestimmten Moorgegend, die zu verbuschen drohte, wieder besondere, seltene Blumen wachsen und besondere Insekten vorkommen, seit dort 200 Schafe und Ziegen weiden.
Trotzdem werden durch die ausufernde Bürokratie immer mehr Schafhaltungen aufgegeben. Infolge gesetzlicher Verordnungen müssen die Schafhalter immer mehr Schreibkram erledigen, immer mehr am Schreibtisch sitzen, obwohl das für den Tierschutz überhaupt nichts bringt, im Gegenteil, sogar schadet, weil die Schäfer dadurch immer weniger Zeit für ihre Schafe haben.
Übrigens glaube ich, dass gar keine Schafe mehr geschlachtet werden bräuchten, wenn die Landschaftspflegeschäfer ein richtiges Gehalt für die Landschaftspflege bekämen, von dem sie gut leben können.
Wenn es nach mir ginge, würde z.B. die Pflegeversicherung abgeschafft und statt dessen eine Landschaftspflegesteuer eingeführt, die den Schäfern ausbezahlt wird, unter der Bedingung, dass dann kein Schaf mehr geschlachtet wird, weil der Fleischverkauf ja dann für ihren Lebensunterhalt nicht mehr nötig wäre.
Bratwurst: Dass wir auf alle Errungenschaften verzichten müssten, um die Welt zu retten, ist schlichtweg falsch. Richtig ist, dass es so nicht weitergeht und wir vieles ändern müssen. Dabei beim Problem #1 anzusetzen, macht durchaus Sinn.
Die Huffington Post hat einen aktuellen Artikel, der ganz gut zur Argumentation von Bratwurst passt (englisch): http://www.huffingtonpost.com/laurie-david/ieating-animalsi-caring-i_b_367131.html
Ich empfinde die Diskussion bezüglich der Beziehung zwischen Fleischkonsum und der Klimaveränderung ehrlich gesagt als etwas befremdlich.
Die Argumentation, dass Fleischkonsum entscheidenden Anteil an der Klimaveränderung hat, ist natürlich richtig, aber trotz allem sollte das für jeden mitfühlenden Menschen als Motivation eigentlich eher zweitrangig sein.
Täglich erleiden unzählige Tiere Schmerz und Angst und werden getötet. Braucht man da wirklich noch andere Gründe, um keine tierischen Produkte mehr zu konsumieren? Dass ein veganer Lebensstil natürlich besser ist als “Glühbirnen zu wechseln und sparsamere Autos zu kaufen” ist für mich wenn überhaupt ein nützlicher Nebeneffekt.
Ich halte die Argumente “Vegetarisch ist gut für’s Klima” und “Vegetarisch ist gut für die Gesundheit” zwar für sachlich richtig, aber trotz allem für fragwürdig. Zeigt sich hier nicht wieder der gleiche Anthropozentrismus, der für die ganze Situation verantwortlich ist?
@ Stefan: das Problem ist halt leider, dass das Argument: “Die Tiere müssen leiden” bei den meisten Menschen nicht “zieht”, bzw. dass die Leute es sich viel zu wenig bewusst machen und natürlich auch zu wenig von den Medien konfrontiert werden. Ich finde es gut, dass auch andere Argumente vorangetrieben werden – wenn sie dazu dienen, dass dieser Wahnsinn ein Ende findet, ist es doch mehr als recht!
Ich denke, wenn jeder Mensch einen genauen Einblick hätte, wie das Schnitzel, welches er gerade kauft oder isst, entstanden ist, dann würde es wirklich den meisten Leuten vergehen.
Ich finde es wirklich klasse, dass sich dieser Professor Brown einer solch wichtigen Aufgabe widmet! Ich hoffe, dass er Erfolg hat und auch entsprechende Anerkennung für seine Arbeit finden wird!
Kathrin, deinem ersten Absatz stimme ich voll und ganz zu. Deinem zweiten leider nicht. Früher habe ich auch so gedacht, inzwischen bin ich aber durch Erfahrungen desillusioniert und bin leider davon überzeugt, dass die meisten Menschen sich über kurz oder lang daran gewöhnen würden und weiter “Lust auf Schnitzel” hätten, auch wenn sie einen genauen Einblick hätten, wie es entstanden ist. Der Mensch ist leider ein Gewohnheitstier und tendiert dazu abzustumpfen.
Als mitglied von der niederländischen Partij voor de Dieren (Partei für die Tiere) erkläre ich mich völlig einverstanden mit dem Bericht das der Fleischconsum drastisch zu reduzieren sei. Auch hier in den Niederlanden sind immer mehr Leute davon überzeugt das Fleisch nicht nur Tierquälerei bedeutet aber auch für die Natur, Umwelt und Planet eine Katastrophe ist. Im Film ‘Meat The Truth” zeigt Marianne Thieme, Parlementariër und Vorsitzende der Partei für die Tiere, unwiderleglich das die Viehzucht in der Welt die Luft viel mehr verschmutzt als alle LKW’s, PKW’s, Flugzeuge, Schiffe und Züge zusammen! Wenn alle Einwohner in den Niederlanden ein Tag pro Woche kein Fleisch consumieren würden, würde de Zielsetzung Kyotos nachgekommen. Ich habe mehr als sechzig Jahre Fleisch gegessen. Seit anderthalb Jahr aber gar nicht mehr. Das fällt mir, so unglaublich wie das auch scheint, gar nicht schwer! Ich esse gut und gesund und mein Gewissen wird nicht belastet mit der Wissenschaft das ich mit verantwortlich bin für unnötiges Tierleid, Verschmutzung von der Luft, Hunger in der Welt usw. Und auch für den Mensch ist eine vegetarische Lebensweise besser.
Ich hoffe das de Tierschutzpartei in Deutschland so erflogreich sein wird wie ihre Schwesterpartei in den Niederlanden un das auch gut zusammen gearbeitet wird.
Ich möchte mich entschuldigen für mein unbeholfenes deutsch!
Ich erkläre mich nicht einverstanden mit diesem Artikel, da der Austausch von Kühen durch Känguruhs, die Klimaschäden drastisch reduzieren könnte ohne Fleisch verbieten zu müssen.
Natürlich steht im Hintergrund das Bedürfnis der Regierung, das Volk produktiver zu machen, durch bewussten Proteinentzug ist er leichter zu manipulieren.
Ich habe eine Protestmail an das ARD-Buffet geschrieben, weil dort immer mit Fleisch gekocht wird. Habe vorgeschlagen, angesichts der Klimadiskussion mehr vegetarische Gerichte zu kochen. Habe ein freundliche Antwort bekommen. Bin gespannt, ob sich was ändert. Werde auch an die anderen Kochsendungen schreiben, denn da siehts genaus so aus. Wie wärs, wenn da noch mehr mitmachen?
Hallo Monika,
die Idee mit der Protestmail finde ich sehr gut, werde mich dem anschließen und auch eine Email verschicken. Ich lebe seid einigen Jahren vegan und finde es seltsam, dass Vegetarier oftmals mit dem gleichen Unverständnis reagieren, wie Fleischesser auf Vegetarier. Am besten ist natürlich eine vegane Lebensweise (meine Meinung), aber ich finde es auch gut, wenn Menschen sich überhaupt mit diesem Thema befassen und ihren Fleischkonsum bereits einschränken. Ich versuche niemanden zu belehren auch wenn es sehr schwer fällt, sondern einfach mit gutem Beispiel voran zu gehen.