Weltvegantag

Veröffentlicht am 1. Nov 2009

porscheDen heutigen Weltvegantag stellt der Vegetarierbund Deutschland unter das Motto »Veganer dürften Porsche fahren«. Er weist damit darauf hin, dass eine pflanzliche Ernährung sehr viel umweltschonender ist als eine Ernährung mit hohen Anteilen an Fleisch, Milch und Eiern. Der Unterschied ist so groß, dass VeganerInnen theoretisch Porsche statt VW fahren könnten und noch immer eine bessere Klimabilanz als durchschnittliche Fleischesser hätten.

Weniger auf Öffentlichkeitsarbeit ist dagegen das jüngste Essay von Dr. Christian Müller ausgerichtet. »Albert Schweitzers Ehrfurchtsethik und der Veganismus« nähert sich der veganen Ernährung aus philosophischer Sicht. Das Essay finden Sie hier.

Außerdem möchten wir Sie auf die neue Webseite und die dazugehörige Broschüre von Dr. Ernst Walter Henrich hinweisen: www.pro-vegan.info.

Merken und Weitersagen:
  • email
  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • MisterWong.DE
  • LinkArena
  • del.icio.us
  • Google Bookmarks
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Print

Weitere Artikel zu:

11 Kommentare | Zum Kommentarfeld»

  1. Sehr geehrte Redaktion,

    ich muss sagen, ich bin sehr enttäuscht über diesen Artikel.
    Natürlich ist der CO2-Footprint eines Veganers gegenüber jemand mit konventioneller Ernährungsweise, bezüglich seiner Ernährung positiv zu bewerten. Im gleichen Augenblick jedoch, wenn auch nur als theoretisches Modell, dem Veganer den Nutzen eines Porsches zuzugestehen, ist alles andere als Ökologisch und steht daher im Gegensatz zu ihren eigenen philosophischen Grundsätzen.
    Durch diesen Kurzartikel spielen sie der Autoindustrie in die Hände, die nach wie vor versuchen, Luxusautos (mit einem oftmals viel zu hohem CO2-Ausstoß und viel zu großen Motoren) als etwas Exklusives und erstrebenswertes zu vermarkten.
    Viel angebrachter hätte ich es gefunden, wie viel mehr km ein Veganer mit einem Lupo Beispielsweise hätte fahren können im Gegensatz zu einem Menschen mit konventioneller Ernährung dies mit dem selben Wagen hätte machen können, um am Ende auf den selben CO2-Ausstoß zu gelangen.
    Ich würde mir wünschen, dass sie diesen Artikel noch umgestalten könnten, bin mir leider aber auch darüber bewusst, dass dies nicht mehr möglich ist.
    Stattdessen hoffe ich, dass sie in Zukunft solche „Fehlgriffe“ vermeiden werden.

  2. Ich verstehe Ihren Kommentar, aber denke, dass es eher so gemeint ist, dass es darstellen soll, wie viel CO2 man als Veganer spart. Ich denke nicht, dass es suggerieren soll, dass wir unseren CO2 Fußabdruck mit Porschefahren wieder “wettmachen” können.

  3. Danke für den tollen Artikel. Ich finde die Pressemitteilung vom VEBU sehr gelungen. Da Menschen viel besser in Bildern denken, ist es viel verständlicher, jemandem zu sagen, dass er,wenn er vegan leben würde, eine bestimmte Anzahl Kilometern im Jahr Porsche fahren als wenn er Fleischesser wäre und VW Passat fährt. Das es sich hierbei um ein theoretisches Modell handelt, dürfte bekannt sein. Es ist mitnichten ein Aufruf sich stark motorisierte Fahrzeuge zu kaufen. Wer sich ein wenig mit Pressearbeit auskennt, wird wissen, dass man Informationen auf eine bestimmte Art und Weise verpacken muss, damit sie überhaupt aufgegriffen werden. Also mein Statement dazu: Bitte weiter so und mehr solche Aktionen!

    Danke auch für den Link zu der Broschüre.

    liebe Grüße,
    Robert Kresse

  4. ich finde diesen Artikel gut und zum Schmunzeln. Man muss ja nicht immer alles so ernst nehmen. Erstens mag ich schnelle Autos, habe selber einen Sportwagen in meiner Heimat die nicht in Deutschland ist und zweitens ist das nur ein Artikel der etwas mit Humor zunehmen ist und Aufmerksamkeit erregen soll.Es geht eigentlich darum wieviel Methan und CO2 Vegnare sparen
    Aufmerksamkeit ist immer gut wenn man fuer etwas werben will.
    Also, mit Humor nehmen.

  5. ich finde den artikel super. er fordert ja nicht zum porsche fahren an sich auf, sondern zeigt nur, dass die klimabilanz eines veganen porschefahrers besser ist als eines fleischfressenden nuckelpinnenfahrers. außerdem wird man gerade als veganer, vegetarier und tierschützer dauern ausgemeckert, wenn man z.b. zu einer demo oder für einen infostand mit dem auto auffährt: “sie als umweltschützer sollten aber nicht…”, ohne dass der meckerer selbst auch nur das kleinste bisschen irgendwas tut. da nehme ich das argument schon lange als retourkutsche: “ich esse keine tierischen produkte, da kann ich auto fahren bis der arzt kommt.” nicht päpstilcher sein als der papst.. :)

  6. Danke fuer den Artikel – besonders fuer das Essay – zum Weltvegantag! Das VEBU-Motto stufe ich als verzweifelten Versuch ein, wenigstens ueber das Argument der besseren Klimabilanz ein paar Menschen fuer den Veganismus zu sensibilisieren. Die Tatsache, dass dadurch in erster Linie nichtmenschlichen Lebewesen Leid erspart wird, scheint leider vielen immer noch egal zu sein :-( . Ich kann nur hoffen, dass sich die (nichtveganen) Leser dieses Newsletters nicht NUR an dem gelungenen VEBU-Slogan erfreuen, sondern sich die im verlinkten Essay genannten Argumente mit der gleichen Begeisterung anschauen ;-) . Und dann auch ihre Konsequenzen daraus ziehen :-) .

  7. Tja, da komme ich doch schwer ins Grübeln. Nicht weil wir Veganer Porsche fahren könnten, das nehme ich mit Humor. Aber ich frage mich, warum hinterfrägt eigentlich hier niemand, warum wir so viel CO2 sparen sollen, da in unserer Luft sowieso nur ein Anteil von 0,03% ist. Wer hat Interesse daran uns ohne C02 leben zu lassen? Das ist hier die Frage. Uns wird eingeredet, wir würden einer *Erhitzung* entgegen gehen. So, so, solange es noch Eismassen von ca. 4000 Metern Dicke gibt, leben wir in einer Eiszeit und nicht in der Warmzeit. Eine Warmzeit haben wir nur, wenn überhaupt kein Eis mehr da ist. Es wäre dann wärmer, feuchter, das Pflanzenwachstum größer und und und. Aber damit werden nur Ängste geschürt – cui bono – wem nützt das? Dazu gibt es einen erhellenden Artikel im Heft *Matrix*3000 von Dez. 2009 – aus CIA-Akten wurde enthüllt, dass dort schon lange daraufhingewiesen wurde, der Mensch bräuchte 5% C02 in der Luft, um optimal zu leben. CO2 ist ja erst bei unglaublicher hoher Konzentration schädlich, wie z.B. bei grossen Bränden etc. – wer wirklich Interesse daran hat, kann ja im Netz nach dem Artikel schauen, sich das Heft kaufen und mal alles zusammenlegen, was er/sie davon gehört hat. Außerdem hört man ja kaum etwas davon, dass sich Planeten erwärmen und sich Atmosphären bilden, wo vorher keine waren. Das lasse ich mal so stehen – oder sind wir doch schon auf Mars und Mond und haben dort gewütet? So werden wir wieder mal gespalten, Veganer sind die besseren Menschen und Fleischesser…. das überlasse ich Eurer Fantasie. Und weiterhin wird das Märchen vom CO2 postuliert und in alle Köpfe versenkt. Mal sehen, was letzten Endes dabei herauskommt.

  8. Der Artikel enthält das Wörtchen “theoretisch”. Damit ist klar gesagt, dass Veganer-innen Porsche fahren KÖNNTEN und selbst dann immer noch eine wesentlich bessere Umweltbilanz aufzeigen würden als andere Ernährungsgruppen. Praktisch werden wohl nur wenige Veganer-innen Porsche fahren, weil sie, sollten sie so viel Geld übrig haben, es lieber für die Tiere einsetzen. Ich würde diejenigen nicht verurteilen, die dennoch “auch” Porsche oder einen anderen Sportwagen fahren, weil ein Konsumdiktat Leute vom Veganismus abschreckt und genau den Ruf schafft, den es zu vermeiden gilt, nämlich den des asketischen und lustverneinenden vegan lebenden Menschens.

  9. Besser als der Porsche ist sicher das Fahrrad und das Wandern zu Fuß!

    Zum Weltvegantag möchte ich vor allem auch anregen, mal (soweit möglich) näher nachzuprüfen, woher das Soja und Palmfett für die vielen veganen Ersatzprodukte tatsächlich kommt.

    Stammt es wirklich immer aus umweltschonendem Anbau? Ist das überhaupt richtig nachprüfbar?

    Ich halte es für besser, diese Ersatzprodukte einzuschränken (oder ganz wegzulassen) und dafür mehr Obst, Salat, Gemüse und Vollkornprodukte zu essen.

    Ein großer Gemüseteller macht auch ohne Sojaschnitzel satt.

  10. @Lämmlein: lassen Sie mich ein “Ja, aber…” zu Ihrem Kommentar anfügen.
    Ich gebe Ihnen vollkommen Recht: mensch kann immernoch etwas besser machen und dann wieder besser machen und wieder besser machen usw. usf… Natürlich kann (und sollte) sich jede/r Veganer/in Gedanken darüber machen, woher seine Nahrung kommt und ob Soja wirklich nötig ist.

    Aber nun meine Frage an Sie: wollen Sie die vegane Ernährung schlecht machen oder wissen Sie etwa nicht, dass der überwiegende Großteil des angebauten Sojas&Co. zur Fütterung von sog. “Nutztieren” verwendet wird? Das ist doch die eigentliche Verschwendung!

    Doch: im Grunde gebe ich nach wie vor Recht.

  11. Natürlich weiß ich, dass das meiste Soja an Nutztiere verfüttert wird – vor allem gentechnisch verändertes Soja aus Südamerika, wofür Regenwälder abgeholzt werden. Deshalb verurteile ich ja die Bauern bzw. Agrarindustriellen, die ihre Tiere so füttern! Das sollte strikt verboten werden und ich kaufe deshalb auch keine Produkte von konventionell gefütterten Tieren.

Was ist Ihre Meinung?

Bitte beachten Sie unsere Diskussionsregeln.

CAPTCHA-Bild
Bild neuladen