von Weizsäcker fordert radikale Änderung der Ernährungsgewohnheiten

Ernst Ulrich von Weizsäcker ist Träger des Großen Verdienstkreuzes, ehemaliges Mitglied im Bundestag (SPD) und zählt zu Deutschlands einflussreichsten Umweltexperten. Unter anderem ist er Ko-Vorsitzender des International Panel for Sustainable Resource Management des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), dessen jüngste Studie soeben in Paris vorgestellt wurde.

Die Studie stellt die Landwirtschaft als einen der wichtigsten Faktoren für die Größe unseres ökologischen Fußabdrucks heraus: »Sie ist verantwortlich für 20 Prozent der Treibhausgasemissionen, für 60 Prozent der Phosphor- und Stickstoffemissionen und für 30 Prozent der Gift-Emissionen in Europa – insbesondere von Chemikalien. Auf Kosten der Landwirtschaft gehen zudem 70 Prozent des weltweiten Süßwasserbedarfs und 38 Prozent der gesamten Fläche«, erläutert Prof. Dr. Edgar Hertwich, und streicht dabei heraus, dass die Produktion von Fleisch und Milchprodukten den größten Anteil an den Emissionen und am Ressourcenverbrauch haben.

Was daraus für den Einzelnen folgt, fasst von Weizsäcker in klare Worte: »[Das bedeutet] unter der Prämisse, dass die Weltbevölkerung bis 2050 um 50 Prozent zunimmt, eine radikale Änderung der Ernährungsgewohnheiten weg von tierischen Produkten.«

Völlig zu Recht dürften bei solchen Äußerungen die Alarmglocken der Agrarindustrie läuten. In Wissenschaft und Öffentlichkeit gerät die Fleischproduktion immer mehr in die Kritik, und es ist hoffentlich nur eine Geduldsfrage, bis auch die Politik anfängt, die Zeichen der Zeit zu erkennen. Wir werden auch weiterhin daran arbeiten.

Unser Tipp an Sie: Warten Sie nicht auf die Politiker, sondern genießen Sie schon jetzt die tierleidfreie und umweltfreundliche Ernährung. Anregungen dazu finden Sie hier.

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