Wasserverbrauch in Deutschland

Veröffentlicht am 8. Aug 2009

wasser_l_u_z_a_lack_of_inspiration1Wie der WWF berichtet, verbraucht jeder Deutsche durchschnittlich 5.288 Liter Wasser am Tag, was etwa 25 Badewannenfüllungen entspricht. Zu dieser Menge trägt der private Verbrauch im Haushalt allerdings mit lediglich 3,4% des Gesamtverbrauchs nur minimal bei. Der allergrößte Teil (73%) stammt von den landwirtschaftlichen Produkten, die wir konsumieren.

Unseren Wasser-Fußabdruck, der zu den höchsten der Welt gehört, können wir daher kaum in den Griff bekommen, wenn wir kürzer duschen, Aufsätze für den Wasserhahn kaufen, oder wassersparende Geräte kaufen. Ganz massiv können wir aber den Wasserverbrauch senken, wenn wir unser Konsumverhalten überdenken, und Lebensmittel meiden, deren Produktion sehr wasserintensiv sind. Neben Kaffee und Kakao sind dies vor allem Produkte tierischer Herkunft. Zum Vergleich der Wasserverbrauch einiger Produkte laut waterfootprint.org:

Leder: 16.600 Liter pro kg
Rindfleisch: 15.500 Liter pro kg
Käse: 5.000 Liter pro kg
Schweinefleisch: 4.800 Liter pro kg
Hühnerfleisch: 3.900 Liter pro kg
Eier: 3.300 Liter pro kg (200 Liter pro Ei)
Sojabohnen: 1.800 Liter pro kg
Weizen: 1.300 Liter pro kg
Kartoffeln: 900 Liter pro kg
Äpfel: 700 Liter pro kg

Der Bauernverband (DBV) will wie üblich von alledem nichts wissen und gibt eine Pressemitteilung heraus, die so klingt als müssten wir uns um den Wasserverbrauch in der Landwirtschaft keine Gedanken machen. Aber seitdem der DBV behauptet, die Landwirtschaft habe eine positive Klimabilanz (wofür es mehrere Rügen von Wissenschaftlern gab), sprechen wir ihm die Glaubwürdigkeit in Umweltfragen schlichtweg ab.

Wir raten übrigens aus Tierschutzgründen davon ab, zum Zwecke der Wasserersparnis Hühnerfleisch statt Rindfleisch zu essen. Der Grund ist, dass Masthühner unter viel schlimmeren Bedingungen leben müssen als Mastrinder.


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17 Kommentare | Zum Kommentarfeld»

  1. Sehr geehrte Damen und Herren – @ A. S. Stiftung
    Das Thema Wasser/Abwasser ist viel zu komplex, um es mit diesen wenigen Worten überhaupt nur anzukratzen. Aber grundsätzlich stimmt: hier gibt es (wie auch in allen anderen Bereichen unserer Gesellschaft) akuten Handlungsbedarf.
    Um es an dieser Stelle mal zu erwähnen:
    Ich bin Ihnen immer wieder dankbar dafür, das Sie mich/uns regelmäßig auf die verschiedensten Problemschwerpunkte aufmerksam machen. (Tiefergehend recherchieren kann und sollte ja dann auch jeder selbst)
    Weiter so!!!

  2. Nichtsdestotrotz kann jeder schonmal seinen Beitrag leisten, unnötige Wasserverschwendung zu vermeiden.

    Vegan zu leben ist definitiv der einfachste und effektivste Schritt zu einer besseren Gesellschaft.

  3. Dank neuer Markise und viel Regen läuft bei jedem Wolkenbruch mein Wasserspeicher so voll,daß ich den balkönlichen Garten und streckenweise sogar die Toilette damit bewässern kann.
    Ich darf auch die EM-Technologie empfehlen,die sich fantastisch positiv auf unsere Umwelt auswirkt.

  4. Ich denke dieses Thema wird viel schwieriger der Allgemeinheit verständlich zu machen sein, da die mehrheit der Bevölkerung meiner Meinung nach eh kein Unrechtbewußtsein hat…ich habe bei mir in der Firma schon einige Themen angesprochen, z.b. die Videos der Schweineverstümmelung, Schokolade die aus Kinderarbeit stammt etc…
    meint Ihr irgendjemand kauft deswegen keine Kinderschokolade mehr oder das Mittagessen bei der Burgerkette mit dem gelbem M!? Achwas! Die Allgemeinheit denkt eh nur von 12 bis Mittag und dann zu 90% an seinen eigenen Hintern. Hauptsache billig! Woher die Dinge kommen oder wie sie hergestellt werden oder wieviel Wasser sie verbrauchen interessiert da schon gar nicht! So ist das Leben, da haben wir uns hinentwickelt. Ich denke das die jenigen die sich hier angagieren auch danach Leben (zumindest zum Teil), um für sich im Reinen zu sein, so gut es geht…

  5. Schon die Überlegung, dass der Verzehr von nur einem Kilo Fleisch so viel Wasser verbraucht, dass wir dafür bis zu ein Jahr lang 7 Minuten täglich duschen könnten, sollte uns zum Veganer werden lassen. Das ist aber nur ein Teil der Umweltproblematik.
    Wir ziehen da noch nicht die Erderwärmung durch vor allem Methan und Lachgas ins Kalkül, den zusätzlichen CO2 Ausstoß durch Kühlung, Transport und Abholzung der Amazonaswälder, Herstellung von Düngemitteln und Arzneien für Tiere in der Massentierhaltung und Menschen, die durch Fleischverzehr krank werden. Wir haben da noch nicht bedacht, dass die Gülle Flüsse, Grundwasser und Meere verseucht usw. usw. Und wie wollen wir das Tierleid messen?
    Ein bemerkenswerter Sender, der sich seit einiger Zeit mit dieser Problematik befasst kann man über
    http://www.suprememastertv.com anschauen

  6. Liebe Freunde im Engagement für unsere Mitgeschöpfe,
    ich bin immer wieder sehr dankbar für die wöchentlichen neuesten Infos, welche ich oft in meinem pastoralen Dienst verwende.
    Der immens hohe Wasserverbrauch in der Landwirtschaft ist wirklich ein riesen Problem und ganz klar, dass wir als Verbraucher unsere Speisegewohnheiten ändern müssen – predige ich seit ca. 15 Jahren…
    Aber um der Glaubwürdigkeit willen bitte ich Zahlen nicht ungeprüft zu übernehmen, denn eine Henne verbraucht bei uns max. 0,5 l Wasser pro Tag und legt im Jahr (Alte Rasse-Lakenfelder) ca. 160 Eier. Also unter Berücksichtigung weiterer Kritererien entsteht ein Ei mittels 2 l Wasser – max!!!
    Es grüßt Alfredo Rockstroh, Pfarrer
    und Zuchtleiter der Nutztier-Arche-Mitgeschöpfe.de

  7. Hallo Alfredo,

    die Leute um waterfootprint.org arbeiten streng wissenschaftlich. Die Diskrepanz, die Sie wahrnehmen, lässt sich dadurch erklären, dass das Konzept des virtuellen Wassers nicht nur den direkten Wasserverbrauch, sondern auch den indirekten Wasserverbrauch einberechnet. Dazu gehört bei den Eiern vor allem das Wasser, das benötigt wird, um das Futter für die Hennen anzubauen.

  8. Das Fleisch und Käse einen hohen Ressourcenaufwand (und Tierleid) darstellen muss denke ich nicht weiter erörtert werden.

    Für Vegetarier und Veganer wäre es aber an dieser Stelle auch interessant, ob es Studien gibt, die mir den virtuellen Wasserverbrauch z.B. eines Seitanschnitzels gegen ein Tofuschnitzel aufrechnen?

    Sojabohnen verbrauchen anscheinend mehr Wasser als Weizen. Auf der anderen Seite ist für Seitan eine große Menge an Gluten notwendig, vermutilch mehr als an Sojabohnen.

    Andererseits fällt Gluten meist als Nebenprodukt in den Mühlen an und wird extrem günstig abgegeben…

    Hat die Albert Schweitzer Stiftung oder einer der Leser hier eine Quelle hierzu?

  9. Wasser/Abwasser sind wirklich viel zu komplex, als das man dieses Thema hier mit wenigen Worten darstellen könnte, da stimme ich dem Schreiber Dirk voll zu. Wir selbst sind es, die dazu beitragen können und zwar nach dem Motto: Kleinvieh macht auch Mist! Unsere Politiker sind dafür viel zu desinteressiert!Batmanns Aussage ist leider eine Tatsache und es wird sich auch in weiterer Zukunft nichts gravierendes ändern. Man könnte seine Hoffungen auf die Schul- und Kindergartenfraktion umlenken, aber wenn die Erwachsenen schon ihre Gleichgültigkeit an den Tag legen und sich für dieses Thema nicht interessieren, WIE sollen dann die Kinder in bezug auf Wasserrverbrauch und Umwelt etwas lernen können??!!! Und Kinder lernen von den Erwachsenen, das vergessen in unserer egozentrischen Welt die meisten. Ich versuche schon seit Jahren mit mir und meinem Geweissen im Einklang zu leben, unbeurrbar und trotz blöder Kommentare von außen!

  10. Was den Beitrag von Herrn Alfredo Rockstroh betrifft, so finde ich es ganz super, dass sich auch mal ein Pfarrer mit Tier- und Naturschutz beschäftigt und sich dafür engagiert! Großes Lob! Ansonsten schweigen ja (fast) alle christlichen Pfarrer und Glaubensgemeinschaften zu diesen Themen – oder pflegen zum Teil sogar positive Kontakte und Freundschaften mit Politikern, die Tierqual fördern. Welche Schande!

    Was Wasserverbrauch betrifft, so gibt es übrigens Tierhalter, die ihre Tiere Durst leiden lassen, um Wasser zu sparen; ich kenne einen Bauern, der früher Schafe hatte, aber sie kaum tränkte, so dass Leute aus der Nachbarschaft Wasser bringen mussten. Mittlerweile hat er die Schafe weggegeben, weil ich mich zusammen mit anderen Tierschützern so oft beim Veterinäramt über ihn beschwerte, bis er keine Lust mehr hatte, die Schafe zu behalten.

  11. Liebe Mitstreiter,

    Die Unterzeichner der Deklaration von Rio haben sich zur Förderung von “nachhaltiger Entwicklung” verpflichtet. Daraus entstand die “Dekade: Bildung für nachhaltige Entwicklung”.
    Schulen setzen dieses Konzept bevorzugt im Sachunterricht der Grundschule um, ich denke aber, dass es auch später, z. B. im Bio-Unterricht eine Rolle spielt. Allerdings ist die Ausbildung der Lehrenden oft sehr oberflächlich. Ich habe selbst Seminare zum Thema besucht und denke, dass es hier für Lehrer noch viel zu lernen gibt (befinde mich in der Ausbildung zur Lehrerin).

    Dies ist aber auch eine große Chance für uns: Die Lehrer sollen dies lehren. Klären wir sie – wissenschaftlich fundiert – auf, regen wir sie an, geben wir ihnen Zahlen an die Hand!

    Herzlich grüßt

    Elisabeth Petras

  12. Es gibt Leute, die sich intensiv und fundiert mit dem Thema Wasserverbrauch und weiterer Problematik in Bezug auf das Fleischessen befasst haben – es geht dabei um das Klima, die Umwelt, um Gesundheit, Tierschutz, Verantwortung und Vorbildfunktion. http://www.fleischverbot.de – eine höchst interessante Website

  13. Ich schließe mich Ellen Hamel und Verena an.

    Die zu bloßen Produkten degradierten Nutztiere müssen nicht nur getränkt sondern auch gefüttert werden. Mit Getreide zu dessen Erzeugung wieder erhebliche Mengen Wasser benötigt werden. So weit muss man/mensch aber erst einmal logisch denken.

    “Nutztiere” in Tierfabriken sterben nicht an Hunger. Menschen schon. Aufgrund der Gier nach tierischen Produkten werden massenhafte Monokulturen angelegt, Wasser verschwendet, riesige Mengen Abfallstoffe produziert… vom verursachten Leiden ganz zu schweigen. Es ist schon eine kranke Welt in der wir leben… in der sich ein Kriegsdienstverweigerer rechtfertigen muss und nicht ein Soldat.

    http://www.traumkrieger.de/virtualwater/

    Vegan zu leben ist das Umfassendste was jeder einzelne von uns für die (nicht “unsere”!) Erde tun kann. Vegetarisch ist leider nur die halbe Miete.

    http://www.youtube.com/watch?v=gTS2Yp-UgI0&feature=related

    http://www.youtube.com/watch?v=U6_hjA4cdjM&e

    Jeder der sich ernsthafte Gedanken macht, muss hinsehen. Taten zählen, nicht Worte.

    http://video.google.de/videoplay?docid=3664359489218547625

    “Wir können nicht allen helfen”, sagte der Faule und half keinem. Es ist DEINE Verantwortung!
    DU bist das Volk. DU bist die Nachfrage. DU machst den Unterschied!

  14. alle beiträge die ich gelesen habe stimmen mit meiner meinung überein. nur was nützt es? diese diskussion muß menschen ansprechen die sich dieser thematik nicht bewusst sind! wie kann sie hinausgetragen werden? wie kann bewusstsein geschaffen werden?

  15. Wie Monica Harder schon geschrieben hat; ich benutze auch Regenwasser und EM in meine Pferdestal und Garten.
    Meistens brauche ich kein Leitungwasser als Trinkwasser und wenn meine Tiere wahlen können, nehmen sie Regenwasser!
    Auto wird gewaschen mit Regenwasser.

    Jede kann Regenwasser speichern; auch Bauern und jede Schritt ist Wichtig.

    Alfrede predigt mit Respekt für die Schöpfung und viele Christen verstehen es nicht.
    Ich studiere die Bilbel bei die JZ und sie verstehen noch meine Tierliebe und Tierschutz, noch meine “Arbeit” für Umweltschutz.
    Wenn mehrere Menschen Petities unterschreiben, öffnen wir vielleicht mehr Augen und ich glaube dass Gott es auch so gemeint hat; Respekt für die GANZE Schöpfung!

    Aber das habe ich in die Meiste Meinungen hier gelesen. Wie öffnen wir die Augen von Menschen??

  16. Zitat von Lijdia:
    Auto wird gewaschen mit Regenwasser.

    Naja wollen wir mal hoffen, dass du dein Auto nicht Zuhause in der Einfahrt wäschst. Öl verschmutzt nämlich viel mehr Wasser, als das was du dadurch an Trinkwasser sparen kannst.

  17. Sounds like a plan to me
    Goodbye

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