Was bringt der Tierschutz-TÜV?
Dass der Tierschutz-TÜV kommt, ist seit einigen Tagen beschlossene Sache. Was heißt das konkret, und was haben die »Nutztiere« davon?
Ab 2012 werden nach und nach serienmäßig hergestellte Systeme zur Nutztierhaltung daraufhin überprüft werden, ob sie den gesetzlichen Mindestanforderungen entsprechen. Begonnen wird mit Haltungssystemen für Legehennen.
Der Sorge von anderen Tierschutzorganisationen, dass auch Kleingruppenkäfige ein TÜV-Siegel erhalten könnten, stehen wir gelassen gegenüber. Wir können uns beim besten Willen nicht vorstellen, dass im Jahr 2012 noch irgendein Landwirt Interesse an diesem zum Scheitern verurteilten Käfigsystem haben könnte. Die grundsätzliche Gefahr, dass Haltungssysteme eine Art Ritterschlag bekommen werden, obwohl sie massives Leiden mit sich bringen, besteht aber trotzdem.
Dass unsere »Freunde« vom Bauernverband über die Einführung des Tierschutz-TÜVs äußerst unglücklich sind, bestätigt unseren Eindruck, dass das Prüfsystem mehr Chancen als Risiken mit sich bringt. Wie groß der Beitrag des Tierschutz-TÜVs zu einer artgerechteren Tierhaltung sein wird, hängt jedoch von der konkreten Durchführung und der Beteiligung von Tierschützern ab.











industrielle Eiererzeugung: Nur die weiblichen Küken sind von Nutzen. Die männlichen Küken werden bei lebendigem Leibe zerschreddert, mit Kohlenmonoxid vergiftet oder noch lebend in Mülltonnen geworfen, wo sie ersticken. Die weiblichen Hühner werden mit drei bis sechs Artgenossen in winzige Käfige gesteckt, so dicht, daß sie nicht einmal ihre Flügel spreizen können. 18 Monate und etwa 400 Eier später werden die Hennen verladen und zum Schlachthof transportiert. Hier macht man aus ihren ausgemergelten Körpern noch Hundefutter oder Hühnersuppe.
Mastschweine: Oft werden die Ferkel schon nach drei Wochen der Mutter weggenommen und im Alter von etwa zehn Wochen in Mastbetriebe transportiert. Dort werden sie mit antibiotikahaltigen Leistungsförderern in drei bis vier Monate schlachtreif gemästet. Enge und Langeweile in den kahlen Buchten mit Spaltenboden und ohne Einstreu führen zu Verhaltensstörungen und Aggression. Krankheiten werden nur mühsam mit hohen Medikamentengaben in Schach gehalten.
Masthähnchen: Nur fünf Wochen Lebenszeit werden einem Masthähnchen zugestanden. Ein Quadratmeter ist der gesamte Lebensraum für 25 Tiere. Bis zu 8 Prozent, das sind jährlich rund 3 Millionen Tiere, sterben bereits während der Mast. Die Schlachtung bei völlig unzureichender Betäubung im Elektrobad beendet ein elendes Leben voller Qualen.
Puten: In der modernen Putenmast leben die Tiere monatelang in dermaßen überfüllten Ställen, daß ein Flügelschlagen oder Beinestrecken nahezu unmöglich ist. Sie stehen in ihrem eigenen Kot, und die Urin- und Ammoniakdämpfe verätzen ihnen die Augen und Lungen. Millionen Puten überleben schon die ersten Wochen nicht. Im Schlachthof werden sie an ihren schwachen, verkrüppelten Beinen aufgehangen.
Enten: Nicht weniger als 2 Millionen Enten werden in Deutschland in strukturlosen Ställen auf perforierten Böden zusammengepfercht meist zu Tausenden gehalten, ohne Tageslicht, Auslauf oder Badegelegenheit. Das artgemäße Seihen, Gründeln und Tauchen wird völlig verhindert.
“Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter. Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.”
Das sollte ein Zitat von Albert Schweitzer sein und sagt sooo viel!
Habe mal einen Job in Dänemark gehabt, dabei (die ganz großen) Hühnerstalle mit Hochdruckreinigern gesäubert, das möchte ich nie wieder tun…
Was Du da alles mitbekommst….
Warum muß man die Tiere sooo brutal ausnutzen und behandeln?