Walfang bleibt illegal, illegaler Walfang geht weiter
Mit dieser Überschrift lassen sich die Ergebnisse der diesjährigen Walfangkonferenz (IWC) relativ gut zusammenfassen. Was in normalen Jahren Grund ist, um frustriert zu sein, wird in diesem Jahr von den meisten Walschutzorganisationen als Erfolg gesehen, denn die Walfangnationen Japan, Island und Norwegen hatten darauf gedrängt, den Fang der Meeressäuger teilweise zu legalisieren – sogar für bedrohte Arten und in anerkannten Schutzgebieten.
Japan hatte noch nicht einmal vor Korruption zurückgeschreckt, um eine Legalisierung des Walfangs durchzusetzen. So wurde das Hotelzimmer des IWC-Vorsitzenden von einer japanischen Firma bezahlt, und außerdem wurde bekannt, dass Japan Delegierte mit Geld, Reisen und Prostituierten beeinflusst hatte. Wenn das nicht reichte, wurde Druck aufgebaut.
Glücklicherweise waren diese Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt, sodass zumindest der Status quo erhalten bleiben konnte. Dieser ist zwar unbefriedigend, weil die Walfangnationen weiterhin unter dem Vorwand der Forschung Wale fangen oder das Verbot nicht anerkennen, aber im Gegenzug haben juristische Schritte wie die, die Australien jetzt gegen Japan vorbereitet, deutlich größere Erfolgsaussichten, wenn der Walfang grundsätzlich illegal ist.
Jetzt wird es darum gehen, denn Misserfolg der Walfangnationen zu nutzen, um echte Fortschritte im Walschutz zu erreichen. Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt wünscht den Walschutzorganisationen dabei viel Erfolg!






