Tierquälerei wählen?

Veröffentlicht am 27. Aug 2009

Pressemitteilung

wahl-300x1991Alle großen Parteien geben sich als Tierschützer. Doch bei wem ist dies bloße Rhetorik, und wer meint es ernst? Eine Analyse der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt verschafft Klarheit.

Fragt man die Parteien konkret danach, wie sie zu Tierschutz-Themen stehen, erhält man meist lange Antworten, die geschickt formuliert sind und den Eindruck vermitteln, die Probleme würden entschlossen angepackt werden. Doch wenn Experten die Antworten zu Themen wie der betäubungslosen Ferkelkastration, der Käfighaltung von Kaninchen, oder Tierversuchen an Menschenaffen auswerten, ergibt sich ein schockierendes Bild.

CDU / CSU und FDP wollen beispielsweise den wichtigsten Forderungen von Tierschutzorganisationen so gut wie gar nicht nachkommen, Grüne und Linke vertreten dagegen tierfreundliche Positionen. Die SPD liegt in der Mitte.

Dieses Bild ergab sich, nachdem die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt 72 Seiten Antwortschreiben der einzelnen Parteien auf Tierschutzfragen ausgewertet hat. »Es ist schon erstaunlich, wie manch eine Partei es versteht, ihre Unterstützung der Massentierhaltung und anderer Formen der Tierquälerei hinter wohlklingenden Floskeln zu verstecken«, ist Wolfgang Schindler, Präsident der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt schockiert. »Wer ein Herz für Tiere hat, sollte auf keinen Fall Schwarz oder Gelb wählen«, schließt Schindler.

Details zur Auswertung sowie Ausschnitte aus den Antwortschreiben der Parteien sind im Internet unter www.albert-schweitzer-stiftung.de/bundestagswahl zu finden.

Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt setzt sich seit 1999 erfolgreich gegen die industrialisierte Massentierhaltung ein. Diese Arbeit umfasst auch den politischen Tierschutz und die Aufklärung der Öffentlichkeit. Ihr Recht auf klare Worte verteidigt die Stiftung auch mit juristischen Mitteln. So wurde es z.B. richterlich genehmigt, Christian Wulff (CDU) das Zitat: »Millionenfache Tierquälerei darf nicht aufhören – meine Agrarindustrie will sie«, in den Mund zu legen.

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