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	<title>Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt - Tierschutz &#38; Tierrechte &#187; Wissenschaft</title>
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	<description>Begeistert für Tiere</description>
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		<title>FAO zur Zukunft der Nahrungsversorgung</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 14:30:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Albert Schweitzer Stiftung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die FAO hat sich Gedanken zur Zukunft der Nahrungsversorgung gemacht. Wir stimmen nicht ganz überein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-13442" title="Logo der UN-Welternährungsorganisation FAO" src="http://albert-schweitzer-stiftung.de/wp-content/uploads/FAO1.jpg" alt="" width="248" height="238" />Bereits auf 25% der weltweiten Landfläche ist die Qualität der Böden derart schlecht, dass die große Herausforderung, die stetig wachsende Weltbevölkerung in Zukunft ausreichend mit Nahrung versorgen zu können, mit den derzeit effizient nutzbaren Gesamtanbauflächen kaum zu bewältigen sein wird – so das Hauptergebnis einer Studie zum »<a title="zur FAO-Studie" href="http://www.fao.org/nr/water/news/solaw_launch.html" target="_blank">Zustand der weltweiten Land- und Wasserressourcen für Nahrung und Landwirtschaft</a>«, die vor zwei Monaten von der UN-Welternährungsorganisation FAO veröffentlicht wurde.</p>
<p>Da neben den stark degenerierten 25% der weltweiten Landfläche weitere 8% als mittelschwer und 36% als leicht geschädigt einzustufen seien und da bis zum Jahr 2050 die Nahrungserzeugung zur Versorgung der dann voraussichtlich 9 Milliarden Menschen um rund 70% steigen müsse, ergeht aus der Studie die Mahnung, den Trend zur Verschlechterung der Böden alsbald umzukehren.</p>
<p>So könne die jährliche Produktion von Getreideprodukten bis 2050 nur dann um rund 1 Milliarde Tonnen und die Produktion von Fleisch um rund 200 Millionen Tonnen gesteigert werden, wenn die Agrarproduktion auf den bestehenden Ackerflächen nachhaltig intensiviert werde. Konkret bedeutet dies für die UN-Experten vor allem eine Effizienzsteigerung bei der landwirtschaftlichen Wassernutzung, etwa durch eine verbessertes Bewässerungsmanagement, durch Investitionen in moderne Technologien oder aber auch durch den Ausbau »innovativer« landwirtschaftlicher Systeme, wie z.B. den »<a title="FAO zu den integrated crop-livestock systems" href="http://www.fao.org/agriculture/crops/core-themes/theme/spi/scpi-home/managing-ecosystems/integrated-crop-livestock-systems/en/" target="_blank">integrated crop-livestock systems</a>«.</p>
<p>Auffallend an den Ergebnissen der FAO-Studie ist, dass zwar mit Stichworten wie »Erosion« und »Wasserverschmutzung« auch Ursachen der weltweiten Verschlechterung der Böden benannt werden, dass dabei aber der Zusammenhang zwischen Tierzucht/Massentierhaltung und der Qualität von Böden und Wasser scheinbar kaum beachtet, zumindest aber nicht konsequent bedacht worden zu sein scheint. Unserer Meinung nach ist es jedoch besonders wichtig, sich gerade diesen Zusammenhang vor Augen zu führen. Dies allein schon deshalb, weil bereits heute mindestens <a href="http://www.bmelv.de/SharedDocs/Downloads/Service/AnWis/Heft508.pdf?__blob=publicationFile">die Hälfte der Emissionen</a> des hochschädlichen Umweltgifts Ammoniak, das erheblich zum Waldsterben und zur Entstehung von saurem Regen beiträgt, von der Tierhaltung verursacht werden. Auch die Aspekte der Überdüngung von Böden und der starken Belastung von Grundwassern durch massenhaft produzierte Gülle sind in diesem Zusammenhang keinesfalls zu vernachlässigen.</p>
<p>Bedenklich ist auch, dass als hauptsächliche Lösungsstrategie von der FAO eine »nachhaltige Intensivierung« der Agrarproduktion angepeilt wird. Vor allem die Tatsache, dass sich bei gleicher Anbaufläche erheblich mehr Menschen mit pflanzlicher als mit tierischer Nahrung ernähren lassen, spricht unserer Meinung nach eher dafür, statt einer Intensivierung der Nahrungsmittelerzeugung doch eher eine optimale Verwertung der heute schon produzierbaren Nahrungsmittelmengen anzustreben. Statt<a href="http://www.lfl.bayern.de/publikationen/daten/schriftenreihe/p_41569.pdf"> über 60% </a> allein der industriestaatlichen Getreideproduktion für die Tierfütterung einzusetzen und dem Menschen über den Fleischkonsum auf einem mehr als zweifelhaften Umweg zukommen zu lassen, sollte Nahrung wie Soja, Mais und Getreide für die menschliche Ernährung in erster Linie direkt zugänglich sein. Außerdem gilt es, <a title="Biofermentation zur Lebensmittelherstellung" href="http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/leben-wir-bald-im-paradies">besonders ressourcensparende Innovationen</a> zu fördern.</p>
<p>Die Bedenken zeigen: Für eine nachhaltige Agrarproduktion der Zukunft lässt sich hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen Tierzucht und Boden- bzw. Wasserqualität wohl eher nicht vornehmlich mit einem Konzept der »Intensivierung« arbeiten. Stattdessen sollte eher ein Konzept der Abkehr stehen &#8211; eine Abkehr von der vor allem großindustriellen Tierzucht. Eine Abkehr, die sich letztlich aber nur dann verwirklichen lässt, wenn eine Verringerung des Fleischkonsums zum gesellschaftlichen Usus wird.</p>
<p>Verwandte Artikel<ol>
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		<title>Ihre Geschichte in der Selbst-Wenn-Broschüre</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Nov 2011 15:54:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Albert Schweitzer Stiftung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Helfen]]></category>
		<category><![CDATA[Vegetarisch]]></category>
		<category><![CDATA[VerbraucherInnen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir möchten gerne Ihre persönliche Geschichte in die Selbst-Wenn-Broschüre aufnehmen, um noch mehr Menschen zum Handeln zu bewegen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-medium wp-image-12655 alignleft" title="Cover der Selbst-Wenn-Broschüre" src="http://albert-schweitzer-stiftung.de/wp-content/uploads/selbst-wenn-cover-270x342.jpg" alt="Die Selbst-Wenn-Broschüre der Albert Schweitzer Stiftung" width="270" height="342" />Unsere Selbst-Wenn-Broschüre erfreut sich nach wie vor größter Beliebtheit: Seit sechs Wochen können wir uns vor lauter Bestellungen kaum retten und haben schon über 40.000 Exemplare gedruckt und versendet. Das macht uns sehr stolz und glücklich. Vor allem, weil wir ständig hören, dass die Broschüre bei Menschen entscheidende Impulse setzt.</p>
<p>Da wir zum einen viele konstruktive Vorschläge bekommen und uns zum anderen immer tiefer in die relevanten psychologischen Erkenntnisse zur Ernährungsumstellung einarbeiten, wird die Broschüre mit jeder neuen 10.000er-Auflage ein bisschen besser.</p>
<p>Unser wichtigstes Ziel ist, dass die Broschüre Köpfe und Herzen erreicht. Wir möchten einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, dass die Menschen verstehen, wie einfach es ist, die Lücke zwischen ihrer tierfreundlichen Grundeinstellung und ihrem tierfeindlichen Handeln zu schließen. Und wir möchten sie motivieren, die dafür nötigen Schritte zu gehen.</p>
<p>Genau dafür möchten wir die Broschüre noch etwas persönlicher gestalten, denn die Psychologie zeigt, dass Menschen sich leichter tun, Schritte in die richtige Richtung zu gehen, wenn sie andere Menschen sehen, die es ihnen vormachen. Und an dieser Stelle kommen Sie ins Spiel:</p>
<p>Schreiben Sie uns kurz, was Sie dazu bewegt hat, Ihre Ernährung umzustellen, wie einfach oder schwierig das war, ob Sie schon an Ihrem Ziel angekommen sind, oder ob Sie sich noch weiter bewegen werden. Uns interessieren alle Geschichten unabhängig davon, ob Sie Veganerin, Vegetarier oder Fleischreduzierer sind!</p>
<p><strong>Was wir benötigen</strong></p>
<ul>
<li>Ihre Geschichte in Kurzversion – möglichst nur 4-5 Sätze,</li>
<li>Ihren Namen, Ihr Alter (optional) und Ihren Wohnort,</li>
<li>mindestens ein Foto von Ihnen &#8211; in möglichst hoher Auflösung,</li>
<li>Ihr Einverständnis, dass wir Geschichte und Foto abdrucken dürfen,</li>
<li>dies alles in einer Mail an <a href="mailto:%6b%6f%6e%74%61%6b%74%40%61%6c%62%65%72%74%2d%73%63%68%77%65%69%74%7a%65%72%2d%73%74%69%66%74%75%6e%67%2e%64%65">unsere E-Mail-Adresse</a>.</li>
</ul>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span><br />
Die Broschüre können Sie unten durchblättern und <a title="Selbst-Wenn-Broschüren bestellen" href="http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/selbst-wenn-broschuren-bestellen">hier bestellen</a>.</p>
<div><object id="062f10fb-65df-3a4a-7c27-ad3867fff2d6" style="width: 420px; height: 298px;" width="320" height="240" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="menu" value="false" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="src" value="http://static.issuu.com/webembed/viewers/style1/v2/IssuuReader.swf" /><param name="flashvars" value="mode=mini&amp;embedBackground=%23ffffff&amp;backgroundColor=%23222222&amp;documentId=111129120257-87d469d04a1c4ed78172ee2100facf30" /><embed id="062f10fb-65df-3a4a-7c27-ad3867fff2d6" style="width: 420px; height: 298px;" width="320" height="240" type="application/x-shockwave-flash" src="http://static.issuu.com/webembed/viewers/style1/v2/IssuuReader.swf" allowfullscreen="true" menu="false" wmode="transparent" flashvars="mode=mini&amp;embedBackground=%23ffffff&amp;backgroundColor=%23222222&amp;documentId=111129120257-87d469d04a1c4ed78172ee2100facf30" /></object></div>
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		<title>Massentierhaltungs-Psychologie</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Aug 2011 05:44:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Albert Schweitzer Stiftung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Agrarlobby]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie können Massentierhalter trotz der immensen Leiden, die sie über unzählige Tiere bringen, ruhigen Gewissens schlafen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-medium wp-image-12223" title="Massentierhalter-Üsychologie © V. Yakobchuk" src="http://albert-schweitzer-stiftung.de/wp-content/uploads/gehirn-V.-Yakobchuk-270x270.jpg" alt="Gehirn" width="270" height="270" />Wir beobachten seit mehreren Jahren ein besorgniserregendes Phänomen: Während Intensivtierhalter der älteren Generationen sich oft für das schämen, was sie tun (zumindest wenn man sie mit den Zuständen in ihren Ställen konfrontiert), haben jüngere Massentierhalter oft kein Problem damit, ihre Praktiken in der Öffentlichkeit zu verteidigen. Manche von ihnen scheinen sogar regelrecht stolz auf das zu sein, was sie tun.</p>
<p>Wie können diese Menschen trotz der <a title="Tierschutz-Informationen über Nutztiere" href="http://albert-schweitzer-stiftung.de/tierschutzinfos/nutztiere">immensen Leiden</a>, die sie über unzählige Tiere bringen, ruhigen Gewissens schlafen? Diese Frage hat sich das US-Magazin »The Atlantic« im Artikel <a title="zum Artikel (englisch)" href="http://www.theatlantic.com/life/archive/2011/08/the-dangerous-psychology-of-factory-farming/244063/" target="_blank">The Dangerous Psychology of Factory Farming</a> gestellt. Die Erklärungen dafür sind ebenso einfach wie überzeugend:</p>
<p>1. Während vor der Ausweitung der Massentierhaltung das einzelne Tier noch im Mittelpunkt stand und die Bauern viel Zeit im individuellen Kontakt mit den Tieren verbrachten, geht das einzelne Tier in der Intensivtierhaltung in einer anonymen Masse unter. Traditionelle Bauern wussten und wissen, dass jedes Tier ein Individuum mit eigenem Charakter und eigenen Zu- und Abneigungen ist. Der moderne Massentierhalter gibt seinen Tieren dagegen keine Namen mehr, sondern Nummern – und je nach Tierart noch nicht mal mehr das.</p>
<p>2. Die Verwissenschaftlichung der Tierhaltung wirkt wie ein Katalysator für diese Entwicklung. Bei einem traditionellen Bauern fressen die Tiere. In der Intensivtierhaltung »konvertieren« bzw. »veredeln« sie Futter zu Fleisch, Milch und Eiern. Dass es seinen Tieren angeblich gut geht, liest der moderne Massentierhaltern an Kenngrößen ab: Futter- und Wasserverbrauch liegen im normalen Bereich, die »Mastleistung« stimmt, die Mortalitätsrate ist nicht höher als das, was als üblich angesehen wird. Ergo ist mit den Tieren &#8211; oder besser: »dem Tiermaterial« &#8211; alles in Ordnung.</p>
<p>Diese psychologischen Mechanismen erlauben es vielen jungen Massentierhaltern, die Leiden ihrer Tiere komplett auszublenden. Dass ältere Massentierhalter oft noch ein schlechtes Gewissen haben, dürfte daran liegen, dass sie als Kinder noch persönliche Beziehungen zu Tieren aufgebaut haben und daher wissen, was die Massentierhaltung den Tieren antut.</p>
<p>Anmerkung: Traditionelle Formen der Tierhaltung dürfen nicht idealisiert werden. Sie sind nicht automatisch besser als die Intensivtierhaltung.</p>
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		<title>Fleisch, Welternährung und die Bundesregierung</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Aug 2011 20:59:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Albert Schweitzer Stiftung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[»Nutztiere«]]></category>
		<category><![CDATA[Über uns]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Bericht für die Bundesregierung macht es erneut offiziell: Der Fleischkonsum muss gesenkt und die Intensivtierhaltung zurückgedrängt werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-medium wp-image-11701" title="Sojageschnetzeltes © Joerg Mikus - fotolia.com" src="http://albert-schweitzer-stiftung.de/wp-content/uploads/sojageschnetzeltes-Joerg-Mikus-270x202.jpg" alt="Sojageschnetzeltes im Sack" width="270" height="202" />Die Lösung des Welternährungsproblems ist eine der drängendsten  Herausforderungen unserer Zeit: Im Jahr 2009 litten weltweit offiziell mehr als 1 Mrd. Menschen an Hunger; es gibt auch Schätzungen, die von höheren Zahlen ausgehen. Hinzu kommen mehrere Mrd. Menschen, die von einer  Unterversorgung mit lebenswichtigen Mikronährstoffen betroffen sind. Dem gegenüber steht das Phänomen der Überernährung in Industrie- und Schwellenländern: Die Hälfte der Bevölkerung der OECD-Staaten ist übergewichtig, jeder sechste OECD-Bürger gilt als adipös.</p>
<p>Das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag hat sich jetzt in dem Bericht »<a title="zum Bericht" href="http://www.tab-beim-bundestag.de/de/pdf/publikationen/berichte/TAB-Arbeitsbericht-ab142.pdf" target="_blank">Forschung zur Lösung des Welternährungsproblems – Ansatzpunkte, Strategien, Umsetzung</a>« mit den unterschiedlichen Perspektiven des Welternährungsproblems und Lösungsstrategien beschäftigt. Dabei werden wichtige Zusammenhänge genannt, vor denen sich die Bundesregierung nicht verschließen darf. Es folgen die wichtigsten Punkte des Berichts zu den Themen Tierprodukte und Intensivtierhaltung.</p>
<p>Momentan werden, global gesehen, mehr als genug Lebensmittel für alle produziert, doch bei weitem nicht alle Menschen haben Zugang zu den Lebensmitteln, die in erster Linie in industrialisierten Ländern konsumiert werden. Der Bericht prognostiziert, dass sich dieses Verteilungsproblem zukünftig auch zu einem Mengenproblem ausweiten wird, da davon auszugehen ist, dass sich die Schwellen- und Entwicklungsländer in ihren Ernährungsgewohnheiten weiter an die Industrieländer anpassen. Dieser Ernährungsstil ist vor allem durch eine hohe Kalorienzufuhr und einen hohen Anteil tierlicher Nahrungsmittel gekennzeichnet, der mit einem hohen Bedarf an landwirtschaftlicher Fläche einhergeht, weil die Verfütterung pflanzlicher Kalorien zur Produktion tierlicher Kalorien sehr ineffizient ist (die Tiere verbrauchen die meiste Energie für den eigenen Stoffwechsel sowie den Aufbau von Knochen etc.). So werden z.B. im US-Staat New York für die Produktion von 1.000 kcal Getreide nur 1,1 m² Fläche benötigt, während für die Produktion von 1.000 kcal Schweinefleisch 7,3 m² in Anspruch genommen werden.</p>
<p>Zudem führt der Bericht auf, dass die Intensivtierhaltung zu einer massiven Verschlechterung des Zustandes der Ökosysteme führt: Sie ist der größte Verursacher von Treibhausgasen, der größte Verbraucher von Süßwasser, führt zu gravierender Bodendegeneration sowie dem Verlust von Biodiversität und bedarf einer hohen Menge an fossilen Energieträgern.</p>
<p>Die Studie fordert daher dringend dazu auf, den Verbrauch von Boden, Wasser und Dünger erheblich zu reduzieren, um zu verhindern, dass die Nahrungsmittelproduktion ihrer eigenen Grundlage beraubt wird. Die wohl wichtigste im Bericht vorgeschlagene Maßnahme zur Verbesserung der aktuellen Situation und zur Sicherung der zukünftigen Welternährung ist es daher, den Konsum von tierischen Proteinen in den Industriestaaten stark zu reduzieren.</p>
<p>Da leider davon auszugehen ist, dass die aktuelle Bundesregierung diese erneute Mahnung zur Zurückdrängung der Intensivtierhaltung sowie zur Senkung des Fleisch-, Milch- und Eikonsums ignorieren wird, werden wir weiter mit der Wirtschaft und in Zukunft noch intensiver mit der Öffentlichkeit zusammenarbeiten, um die grausamsten Tierhaltungsformen abzuschaffen und um die pflanzliche Ernährung zu stärken.</p>
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		<title>Gesundheitsrisiken für Anwohner von Tierfabriken</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Jul 2011 15:16:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Albert Schweitzer Stiftung</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wieder einmal wurde belegt, wie gesundheitsschädlich Tierfabriken für den Menschen sind: Rund um Agrarfabriken verbreiten sich Krankheiten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-medium wp-image-11650" title="Bakterien © Alexander Raths - fotolia.com" src="http://albert-schweitzer-stiftung.de/wp-content/uploads/bakterien-Alexander-Raths-270x180.jpg" alt="Bakterien in Petrischale" width="270" height="180" />Die Erkenntnisse einer <a title="zur niederländischen Studie" href="http://www.nivel.nl/pdf/Rapport-Intensieve-Veehouderij.pdf" target="_blank">Studie</a> der Universität Utrecht, die im Auftrag der niederländischen Regierung entstanden ist, belegen wieder einmal, dass Anwohner von agrarindustriellen Großställen erheblichen Gesundheitsrisiken ausgesetzt sind: Emissionen treten ungefiltert durch die Abluftanlagen nach außen und führen nachweislich zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch Krankheitserreger.</p>
<p>Wie die Untersuchung zeigt, kommt es vor allem in der Nähe von Intensivtierhaltungen von Geflügel, Schweinen und Ziegen zu einer deutlich höheren Konzentration von Feinstaub, was mit einer erhöhten Keimbelastung einhergeht, da die Keime an den Staubpartikeln haften bleiben und sich so verbreiten. Daher geht ein verstärktes Risiko für Keimbelastungen mit erhöhten Feinstaubwerten um Tierfabriken einher.</p>
<p>Außerdem wurden in einem Radius von bis zu 1000 m um Agrarfabriken herum erhöhte Werte von Endotoxinen (von Bakterien abgesonderte Giftstoffe) und viehspezifischen <a title="Massentierhaltung und Antibiotikaresistenzen" href="http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/massentierhaltung-und-antibiotikaresistenzen">MRSA</a>-Bakterien gefunden.</p>
<p>Endotoxine können zu Erkrankungen der Atemwege beim Menschen führen. Hausärzte, die im Rahmen der Untersuchung befragt wurden, beobachteten in viehdichten Regionen rund um die Ställe häufiger Fälle von Lungenentzündung, <a title="Q-Fieber: 36.006 Tote" href="http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/q-fieber-36006-tote">Q-Fieber</a> und atopischem Ekzem bei Kindern. Anwohner, die bereits an chronischen Atemwegserkrankungen wie Asthma oder chronischer Bronchitis leiden, sind zudem einem größeren Infektionsrisiko ausgesetzt.</p>
<p>Einige Landesregierungen fordern bereits beim geplanten Neubau von Massentierhaltungsanlagen Keimverbreitungsgutachten, jedoch fehlt ein einheitlicher Bewertungsmaßstab. In Anbetracht zunehmend resistenter Keime in der Massentierhaltung sind verbindliche Richtlinien für Emissionen aus Massentierhaltungen unverzichtbar: Die zuständigen Landes- und Bundespolitiker sind daher in der Pflicht, strenge Gesundheitsschutzauflagen wie Abluftfiltersysteme vorzuschreiben und entsprechende Vorgaben für Genehmigungsbehörden zu erlassen. Damit könnten die nicht nur aus Gesundheitssicht erforderlichen Genehmigungsstopps von Tierfabriken deutlich leichter erwirkt werden.</p>
<p>Verwandte Artikel<ol>
<li><a href='http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/professoren-gegen-massentierhaltung' rel='bookmark' title='Professoren gegen die organisierte Verantwortungslosigkeit (Massentierhaltung)'>Professoren gegen die organisierte Verantwortungslosigkeit (Massentierhaltung)</a></li>
<li><a href='http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/ehec-aus-der-massentierhaltung' rel='bookmark' title='EHEC aus der Massentierhaltung'>EHEC aus der Massentierhaltung</a></li>
<li><a href='http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/von-empathischen-huhnern-und-optimistischen-schweinen' rel='bookmark' title='Von empathischen Hühnern und optimistischen Schweinen'>Von empathischen Hühnern und optimistischen Schweinen</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Vegetarisch ist günstiger als fleischhaltig</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 16:38:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Albert Schweitzer Stiftung</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Vegetarisch]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer vegetarisch oder vegan lebt, wird immer wieder gefragt, ob das nicht viel teurer sei als die omnivore Ernährung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-medium wp-image-11455" title="Gegrillte Auberginen. Foto: woodleywonderworks - flickr.com" src="http://albert-schweitzer-stiftung.de/wp-content/uploads/auberginen_fl_woodleywonderworks2-270x270.jpg" alt="Gegrillte AUberginen" width="243" height="243" />Wer vegetarisch oder vegan lebt, wird immer wieder gefragt, ob das nicht viel teurer sei als die omnivore Ernährung. Wer das verneint, wird regelmäßig ungläubig angeschaut.</p>
<p>Dass die pflanzenbasierte Ernährung preiswerter ist als eine omnivore Ernährung und zudem die ökonomischste Art ist, Nahrungsressourcen zu nutzen, haben die Agrarwissenschaftler Jayson L. Lusk und F. Bailey Norwood von der Oklahoma State University <a title="zum Kostenvergleich (englisch)" href="http://ageconsearch.umn.edu/bitstream/55529/2/lusk%20-%20current.pdf" target="_blank">belegt</a>.</p>
<p>In ihrem Bericht gehen die Autoren der Frage nach, welche wirtschaftlichen Aspekte mit dem Thema Vegetarismus verbunden sind, und welche Vorteile und Kosten aus einer Abkehr vom Fleischkonsum resultieren. Dabei punktet die vegetarische Ernährungsweise nicht nur durch geringere Kosten für den Endverbraucher: Die Untersuchung zeigt auch (mal wieder), dass die Erzeugung von Kalorien und Proteinen über den Umweg Tier wesentlich mehr Ressourcen verschlingt als die Erzeugung pflanzlicher Kalorien und Proteine.</p>
<p>Die zentrale Botschaft der Studie lautet deshalb, dass Nahrungsressourcen am effizientesten durch eine vegetarische Ernährungsweise genutzt werden können. Eine deutliche Reduktion des Fleischkonsums würde zu einer erheblichen Senkung des Getreidepreises führen, wodurch pflanzliche Lebensmittel noch günstiger würden. Würden bei Produkten tierischen Ursprungs auch die Umweltkosten eingepreist werden, die diese verursachen, wäre die Preisdifferenz noch deutlich höher.</p>
<p>Besonders erfreulich ist, dass sich Wissenschaftler einer der führenden Universitäten im Bereich der Agrarwissenschaft in den USA eingehend mit den wirtschaftlichen Vorteilen der pflanzenbasierten Ernährung auseinandersetzen, und der Bedeutung von Vegetarismus im Zusammenhang mit nachhaltiger Landwirtschaft Rechnung getragen wird.</p>
<p>Angemerkt werden muss, dass die vegetarische Ernährung nur dann günstiger ist, wenn im Vergleich zur fleischhaltigen Kost von gleichen Qualitätsstandards ausgegangen wird. Wer sich vegetarisch oder vegan ernährt, legt häufig auch Wert auf Qualität und Bio-Produkte, und zahlt damit freiwillig mehr als als für pflanzliche Produkte im untersten Preisniveau.</p>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ethikpreis für Paola Cavalieri und Peter Singer (Great Ape Project)</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Jun 2011 10:03:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Albert Schweitzer Stiftung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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		<description><![CDATA[Der diesjährige Ethikpreis der Giordano Bruno Stiftung ging an die Initiatoren des Great Ape Project. Dazu gab es viel Kritik.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://albert-schweitzer-stiftung.de/wp-content/uploads/singer-preisverleihung.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-11418" title="Preisverleihung an Peter Singer" src="http://albert-schweitzer-stiftung.de/wp-content/uploads/singer-preisverleihung-270x191.jpg" alt="Ethikpreis für das Great Ape Project" width="270" height="191" /></a>Am 3. Juni erhielten die italienische Philosophin Paola Cavalieri und der australische Philosoph Peter Singer den mit 10.000 Euro dotierten Ethikpreis der Giordano Bruno Stiftung (gbs) für die Initiierung des Great Ape Project (GAP), das für die Anerkennung von Grundrechten für Menschenaffen kämpft. Konkret soll diesen Tieren das Recht auf Leben, Freiheit und körperliche Unversehrtheit zugesprochen werden.</p>
<p>Im Vorfeld wurde die Giordano Bruno Stiftung heftig dafür kritisiert, Peter Singer auszuzeichnen. Singer wird u.a. vorgeworfen, sich für das Töten behinderter Kinder einzusetzen. Dazu nahm Michael Schmidt-Salomon, Vorstandssprecher der gbs, <a title="Stellungnahme der gbs" href="http://www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/zur-debatte-um-peter-singer" target="_blank">ausführlich Stellung</a> und betonte, dass die Vorwürfe auf falschen Zitaten sowie einem bewussten oder unbewussten Missverstehens von Peter Singers Philosophie basieren.</p>
<p>Auch von Tierrechtlern wurde die Preisvergabe kritisiert &#8211; siehe dazu insbesondere den Text <a title="Text der AKT" href="http://www.akt-mitweltethik.de/Texte/manuskripts/GAPGAIA.pdf" target="_blank">Mitweltethik statt Great Ape Project</a> von Peter H. Arras. Kern der Kritik ist, dass es bei der Anerkennung von Rechten nicht darum gehen darf, wie ähnlich eine Spezies dem Menschen ist, denn zum einen ist das Kriterium »Menschenähnlichkeit« sehr willkürlich und zum anderen können davon nur einige wenige Tiere wie die Menschenaffen profitieren – die meisten anderen der ca. 1,5 Millionen tierlichen Lebensformen gehen zwangsläufig leer aus, obwohl auch ihnen nach objektiven Kriterien die gleichen oder ähnliche Rechte zugesprochen werden müssen.</p>
<p>Befürworter sehen das Great Ape Project dagegen als eine wichtige Strategie, die »künstlich hochgezogene speziesistische Barriere in den Köpfen der Menschen zu durchbrechen« (so der Psychologe und Tierrechtler Dr. Colin Goldner). Wenn die Menschen anfangen, zu verstehen, dass grundlegende Rechte nicht nur ihnen zustehen, wachsen laut der Befürworter damit auch die Chancen, dass den anderen Tieren Rechte eingeräumt werden.</p>
<p>Auch wenn wir die Gefahr, dass zumindest einige Menschen beim Kriterium »Menschenähnlichkeit« stehen bleiben, ernst nehmen, überwiegen aus unserer Sicht die Vorteile. Das Great Ape Project regt nicht nur zum Nachdenken darüber an, ob Menschen ein Monopol auf grundlegende Rechte haben sollten, sondern es nutzt auch die Chance, dieses noch vorhandene Monopol in der Praxis aufzuweichen. Gleichzeitig halten wir fest, dass das Projekt »Rechte für Menschenaffen« nur ein erster Schritt sein darf, damit die Potentiale des Great Ape Project auch ausgeschöpft werden.</p>
<p>So ähnlich scheint es auch Michael Schmidt-Salomon von der Giordano Bruno Stiftung zu sehen: »Wenn sich die Menschheit künftig ethisch weiterentwickeln sollte, wird man den Speziesismus unserer Tage mit der gleichen Fassungslosigkeit begegnen, mit der wir heute auf den Rassismus und  Nationalismus vergangener Epochen zurückblicken«. Ihm und den anderen Verantwortlichen der Giordano Bruno Stiftung gratulieren wir zur Entscheidung, einen Ethikpreis im Bereich der Tierrechte zu verleihen!</p>
<p>Hier sehen Sie einige Impressionen von der Verleihung:<br />
<object width="600" height="371"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/G1a5YUrPo2o?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="600" height="371" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/G1a5YUrPo2o?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><img src="http://vg08.met.vgwort.de/na/10922c13063f426fb08695e8c81d140c" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>EHEC aus der Massentierhaltung</title>
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		<pubDate>Tue, 31 May 2011 15:00:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Albert Schweitzer Stiftung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
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		<category><![CDATA[»Nutztiere«]]></category>

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		<description><![CDATA[Ganz Deutschland redet über Gurken, Salat und Tomaten. Doch die Ursache für EHEC liegt an ganz anderer Stelle.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-medium wp-image-11316" title="EHEC © WoGi - fotolia.com" src="http://albert-schweitzer-stiftung.de/wp-content/uploads/ehec-WoGi-270x270.jpg" alt="EHEC kommt aus Massentierhaltung" width="243" height="243" />Ganz Deutschland scheint momentan Kopf zu stehen wegen EHEC, einem E. Coli-Typ, der sich laut ersten Medienberichten auf einigen Gemüsesorten befinden sollte. Ein grundlegendes Problem ist hierbei die Oberflächlichkeit vieler Berichte, denn es wird Panik geschürt vor Gurken, Tomaten, Salat und/oder anderen Gemüsesorten, anstatt sich auf die Ursachensuche zu begeben und das Übel an seiner Wurzel zu packen.</p>
<p>Die Quelle der EHEC-Keime sind niemals Pflanzen. Als wahrscheinlichste Kontaminationsquelle gilt bislang Gülle aus der Massentierhaltung, mit der pflanzliche Lebensmittel entweder direkt oder über den Umweg <a title="Stammt der EHEC-Keim aus Biogasanlagen?" href="http://www.n-tv.de/panorama/Stammt-EHEC-Keim-aus-Biogasanlagen-article3500371.html" target="_blank">Biogasanlage</a> gedüngt wurden. Tiere in der Intensivhaltung sind besonders anfällig für Krankheiten, weil ihre Immunsysteme zum einen durch den Mangel an Licht und Bewegung geschwächt sind und ihre Verdauungssysteme aufgrund der falschen Ernährung mit Kraftfutter besonders anfällig für Durchfallerreger wie EHEC sind (mehr dazu <a title="Pressemitteilung von Tier &amp; Mensch e.V. und PAKT e.V. zu EHEC" href="http://www.openpr.de/news/541881/EHEC-sitzt-auf-Gurken-stammt-aber-aus-Massentierhaltung-Fragt-nach-den-Wurzeln.html" target="_blank">hier</a>).</p>
<p>Die Massentierhalter streiten jede Verantwortung ab, weil Gemüse angeblich nicht mit Gülle gedüngt werde. Doch zum einen kann auch Gemüse unter der Bezeichnung »Kompost« mit Fäkalien gedüngt werden und zum anderen reicht es schon, wenn auf den Feldern vorher andere Pflanzen mit Gülle gedüngt wurden, denn die Erreger können außerhalb des Darms bis zu ein Jahr lang <a title="siehe zeit.de (Punkt &quot;Ansteckung&quot;)" href="http://www.zeit.de/wirtschaft/2011-06/Ehec-Bauern-Entschaedigung" target="_blank">überleben</a>. Dass die Bakterien so übertragen werden können, wurde bereits vor etwa zehn Jahren in einer <a title="EHEC-Übertragung von Gülle zu Pflanzen" href="http://aem.asm.org/cgi/reprint/68/1/397.pdf" target="_blank">Studie</a> nachgewiesen. Außerdem sind auch andere Infektionswege nicht unwahrscheinlich:</p>
<p>Eine andere, von den Medien bis vor kurzem sträflich vernachlässigte Infektionsquelle sind nämlich Produkte tierischen Ursprungs. So hat schon im Jahr 2009 die Iowa State University in Zusammenarbeit mit der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) <a title="zur EHEC-Studie (englisch)" href="http://www.cfsph.iastate.edu/Factsheets/pdfs/e_coli.pdf" target="_blank">publiziert</a>, dass sich Menschen vor allem durch den Verzehr nicht durchgebratenen Hackfleisches und anderer tierischen Produkte mit EHEC infizieren können. Darauf weist auch der Präsident des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit <a title="zur Meldung der dapd" href="http://de.nachrichten.yahoo.com/experte-ehec-infektionen-meist-durch-fleisch-144736644.html" target="_blank">hin</a>. Er ergänzt, dass eine Übertragung durch Gemüse »eher selten« stattfindet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) <a title="Suche nach der Ehec-Quelle (Financial Times)" href="http://www.ftd.de/politik/deutschland/:suche-nach-der-ehec-quelle-erst-das-gemuese-dann-das-fleisch/60061068.html" target="_blank">schließt sich dem an</a>. Auch das Robert-Koch-Institut <a title="RKI zum Thema EHEC" href="http://www.rki.de/cln_169/nn_467482/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2008/02__08,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/02_08.pdf" target="_blank">nennt</a> mit Rohmilch, Rohwürsten und Lammfleisch Produkte tierischen Ursprungs als Risikofaktoren. Außerdem kann auch der direkte Kontakt von Menschen mit infizierten Tieren zu Ansteckungen führen.</p>
<p>Die öffentliche Diskussion darf sich nicht länger allein darum drehen, ob nun Gurken oder Tomaten das Problem sind. Vielmehr muss die Agrarindustrie in die Verantwortung genommen werden. In den Medien darf es nicht länger ein Tabu sein, die Erkenntnis auszusprechen, dass die Intensivtierhaltung nicht nur die Gesundheit von Tieren mit den Füßen tritt, sondern auch für den Verlust von Menschenleben verantwortlich ist; und das nicht nur wegen EHEC, sondern z.B. auch wegen ihres Beitrags dazu, dass <a title="WHO-Warnung: Antibiotika verlieren Wirksamkeit, Massentierhaltung trifft Teilschuld" href="http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/who-warnt-antibiotika-verlieren-wirksamkeit">Antibiotika zunehmend ihre Wirksamkeit verlieren</a>.</p>
<p>Stand: 05.06.2011<br />
<img src="http://vg08.met.vgwort.de/na/10922c13063f426fb08695e8c81d140c" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Apr 2011 04:31:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Albert Schweitzer Stiftung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Tierversuche]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir zeigen zum heutigen internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche zwei systemimmanente Probleme des Konzepts »Tierversuch« auf.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum heutigen internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche weisen wir erneut darauf hin, dass es nicht nur aus Sicht des Tierschutzes unbedingt nötig ist, schnell Alternativen zu Tierversuchen zu finden. Unsere Infografik verdeutlicht das Problem, dessen Ursache in den Unterschieden zwischen menschlichen und nichtmenschlichen Organismen liegt:</p>
<p><a href="http://albert-schweitzer-stiftung.de/wp-content/uploads/Tierversuche-Infografik1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-8089" style="margin-bottom: 10px;" title="Tierversuche-Infografik - Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt" src="http://albert-schweitzer-stiftung.de/wp-content/uploads/Tierversuche-Infografik1.jpg" alt="" width="600" height="486" /></a></p>
<p>Der Fall, dass Medikamente für Tiere verträglich sind, aber bei Menschen zu erheblichen Schäden führen (rot), ist spätestens seit dem Contergan-Skandal im öffentlichen Bewusstsein verankert. Um die Anzahl solcher Fälle zu reduzieren, werden potentielle Medikamente an immer mehr Tieren und Tierarten getestet. Je höher die Anzahl der Tierarten, desto höher auch die Gefahr, dass eine Tierart das Medikament nicht verträgt. Dies führt zwangsläufig zur Häufung des zweiten Falls (blau), der in der Öffentlichkeit kaum diskutiert wird, aber ebenfalls katastrophal ist: Medikamente, die geeignet wären, unsere Krankheiten zu bekämpfen, kommen nicht auf den Markt, weil sie im Tierversuch fälschlicherweise als schädlich eingestuft wurden.</p>
<h3>Was Sie schon immer über Tierversuche wissen wollten &#8211; Verlosung</h3>
<p>Auf noch viel mehr systemimmanente Probleme, die den medizinischen Fortschritt blockieren, anstatt ihn zu gewährleisten, weisen Corina Gericke und Astrid Reinke in dem Buch »<a title="Bestellen Sie das Buch bei buch.de" href="http://ad.zanox.com/ppc/?14048174C760267203T&amp;ULP=[[9783926914538]]" target="_blank">Was Sie schon immer über Tierversuche wissen wollten</a>« hin, das kürzlich in der zweiten Auflage erschienen ist. Die Organisation Ärzte gegen Tierversuche war so freundlich, uns 10 Exemplare des Buchs für eine Verlosung zur Verfügung zu stellen. Die Verlosung ist inzwischen beendet &#8211; die Glücklichen wurden per E-Mail benachrichtigt.</p>
<p>Die Infografik können Sie übrigens gerne unter der Quellenangabe »Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt« verwenden. Sollten Sie die Grafik in druckfähiger Auflösung benötigen, melden Sie sich einfach per <a title="Kontakt zur Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt" href="http://albert-schweitzer-stiftung.de/kontakt" target="_self">E-Mail</a> bei uns.</p>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>WHO warnt: Antibiotika verlieren Wirksamkeit</title>
		<link>http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/who-warnt-antibiotika-verlieren-wirksamkeit?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=who-warnt-antibiotika-verlieren-wirksamkeit</link>
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		<pubDate>Sat, 09 Apr 2011 19:56:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Albert Schweitzer Stiftung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Empfehlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[»Nutztiere«]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Weltgesundheits-organisation warnt vor einer »post-antibiotischen Ära«, in der wir sehr schnell leben könnten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-medium wp-image-10899 alignnone" title="Antibiotika © digitalpress - fotolia.com" src="http://albert-schweitzer-stiftung.de/wp-content/uploads/medikamente-digitalpress-fo1-270x180.jpg" alt="Antibiotika und andere Medikamente" width="270" height="180" />Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) <a title="zur WHO-Pressemitteilung (englisch)" href="http://www.who.int/mediacentre/news/releases/2011/whd_20110406/en/index.html" target="_blank">warnt</a> vor einer »post-antibiotischen Ära«, in der wir sehr schnell leben könnten, wenn wir unseren Umgang mit Antibiotika nicht grundlegend verändern. Als eines der Hauptproblemfelder <a title="WHO zu Antibiotika in der Nutztierhaltung" href="http://www.who.int/world-health-day/2011/presskit/whd2011_fs4d_subanimal.pdf" target="_blank">nennt</a> die WHO den hohen und unverantwortlichen Antibiotikaverbrauch in der »Nutztierhaltung«, der rund 50% des weltweiten Verbrauchs ausmacht. Konkret bemängelt die WHO den routinemäßigen Antibiotikaeinsatz, der u.a. erfolgt, weil die hygienischen Grundvoraussetzungen in der Intensivtierhaltung so schlecht sind, dass die Tiere schon vorbeugend behandelt werden.</p>
<p>Vor einigen Monaten hatten wir einen Online-Protest ins Leben gerufen, um Bundesgesundheitsminister Rösler und Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner aufzufordern, den Antibiotikamissbrauch in der Massentierhaltung als Gefahr zu erkennen und zu bekämpfen. Während aus dem Gesundheitsministerium keinerlei Reaktion erfolgte, führten wir im Landwirtschaftsministerium ein äußerst unbefriedigendes Gespräch, in dem es u.a. hieß, dass Antibiotika wichtig für den Tierschutz seien (kranke Tiere gelte es zu behandeln) und selbst in der Biohaltung benötigt würden, was zeige, dass es auch bei höheren Haltungsstandards einen Bedarf für Antibiotika gebe.</p>
<p>Diese Argumentation ging an unserer Kritik vorbei, denn zum einen haben wir nicht die Abschaffung von Antibiotika in der Tierhaltung, sondern eine strenge Handhabe gefordert, und zum anderen gibt es sehr wohl Haltungsformen, die den Einsatz von Antibiotika überflüssig machen (insb. Neuland). Abgesehen davon sollte sich ein für die Ernährung zuständiges Ministerium nicht der Erkenntnis entziehen, dass durch eine Reduzierung des Fleischkonsums* automatisch auch die Antibiotikarisiken gesenkt und obendrein <a title="Unsere Artikel zum Thema Gesundheit" href="http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/tag/gesundheit" target="_blank">weitere gesundheitliche Vorteile</a> erzielt werden können.</p>
<p>Detaillierte Informationen zum Thema Antibiotika in der Intensivtierhaltung finden Sie im Buch <img class="t tvlagijdacjkexcmfgyt tvlagijdacjkexcmfgyt tvlagijdacjkexcmfgyt tvlagijdacjkexcmfgyt mwqgkrhwklritnlbihci mwqgkrhwklritnlbihci mwqgkrhwklritnlbihci mwqgkrhwklritnlbihci mwqgkrhwklritnlbihci mwqgkrhwklritnlbihci mwqgkrhwklritnlbihci mwqgkrhwklritnlbihci mwqgkrhwklritnlbihci mwqgkrhwklritnlbihci" src="http://ad.zanox.com/ppv/?14048174C760267203" border="0" alt="" hspace="1" width="1" height="1" align="bottom" /><a href="http://ad.zanox.com/ppc/?14048174C760267203T&amp;ULP=[[9783868057669]]">Die Natur schlägt zurück</a> von Dr. Hermann Focke.</p>
<p>* Von einem Landwirtschaftsministerium, das die vegetarische oder die vegane Ernährung fördert, wagen wir derzeit nicht zu träumen.</p>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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