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Stern: Esst weniger Fleisch!

Veröffentlicht am 28. Mai 2010

In seiner aktuellen Ausgabe (Nr. 22, 27.05.2010) macht der Stern den Fleischkonsum zum Titelthema. Er macht dabei für ein breites Publikum unmissverständlich, was Tierschutz-, Tierrechts- und vermehrt auch Umweltschutzorganisationen seit einer kleinen Ewigkeit nicht müde werden zu wiederholen: Die moderne »Fleischproduktion« ist an Verantwortungslosigkeit kaum zu überbieten und ist trotzdem politisch so gewollt.

Die ersten Sätze des Artikels mögen noch für Stirnrunzeln sorgen: Hier soll der Fleischkonsum anscheinend damit gerechtfertigt werden, dass er in der Entstehungsgeschichte des Menschen eine Rolle gespielt hatte. Noch auf der selben Seite scheinen die Autoren aber einen Waffenstillstand mit denen vereinbaren zu wollen, die sich zu Recht über solche Argumente ärgern: Die sogenannten Flexitarier werden als inkonsequent bezeichnet, die aber immerhin »womöglich ein[en] Anfang« machen.

Im weiteren Text weisen die Autoren auf untragbare Tierschutzprobleme hin und behandeln die vielschichtigen negativen Auswirkungen des Nebenprodukts Gülle detailliert und oft wortgewaltig. Auch die Beiträge der Tierfabriken zu Klimaerwärmung und Regenwaldabholzung werden angesprochen. Nicht zu kurz kommt das für die Leserschaft des Sterns sicherlich nicht unwichtige Argument der immer weiter sinkenden Fleischqualität: »Übertrüge man die Qualität des hierzulande hergestellten Fleisches auf Autos, käme das deutsche Schnitzel maximal als klappriger Chrysler ohne Kat daher. Made in Germany bedeutet bei Fleisch ungefähr so viel wie made in China bei Spielzeug – Ramsch« und »wäre es Wein, würden wir ausschließlich Pennerglück trinken«, lauten einige der treffenden Vergleiche.

Auch sonst bietet der Artikel einen reichen Fundus an Zitaten. Nicht zuletzt deshalb empfehlen wir den Kauf der aktuellen Ausgabe. Alternativ steht der Artikel kostenfrei zum Anhören im Internet zur Verfügung.

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