Spannendes aus den USA
Die USA hinken uns Tierschutzfragen noch weit hinterher. Allerdings kommt die Tierschutz- und Tierrechtsbewegung dort momentan sehr in Schwung – und die Probleme der Massentierhaltungsindustrie nehmen zu.
Pleiten, Pech und Pannen der Fleischindustrie
Der US-Staat Oklahoma hat mehrere der größten US-Hühnerfleischproduzenten verklagt, weil sie beim Abladen riesiger Mengen Hühnerkot Umweltgesetze missachtet und dadurch das Grundwasser verseucht haben. Das Gerichtsverfahren entwickelt sich positiv.
Gleich zwei große Massentierhaltungs-Unternehmen haben in jüngster Zeit Insolvenz angemeldet: Premium Protein und Coharie Hog Farms. Das überrascht auch nicht, denn eine seriöse Studie kommt zu dem Schluss, dass die Zahl der Vegetarier in den USA in den letzten drei Jahren um über 3,5 Millionen (also mehr als 3.000 pro Tag) gewachsen ist.
Weiterhin wurde das »Smart Choices« Programm der Lebensmittelwirtschaft von staatlicher Seite eingestampft. Das Programm empfahl u.a. sehr zuckerhaltige Lebensmittel wie Fruit Loops als clevere Wahl. Die US-Behörde für Lebensmittelsicherheit (FDA) konnte dieser Argumentation nicht folgen.
Medien
Die New York Times hat vorgeschlagen, das Erntedankfest vegetarisch zu feiern.
Der Cowboy, der vor allem wegen seiner fleischlastigen Ernährung kurz vor einem Herzinfarkt stand, erfreut sich jetzt einer deutlich besseren Gesundheit, nachdem er sich vier Wochen lang vegan ernährt hat. Hier das dazugehörige Video.
Jonathan Safran Foer, Autor des neuen Buchs »Eating Animals« hat vor einem Millionenpublikum erklären können, warum er sich nach sorgfältigem Studium der Materie dazu entschieden hat, sich vegan zu ernähren. Sein Buch gehört zusammen mit zwei anderen veganen Büchern momentan zu den 100 meistverkauften Büchern der USA.
Unsere Freunde von der HSUS haben einen Undercover-Mitarbeiter in ein US-Schlachthaus eingeschleust. Dort hat er nicht nur die üblichen, schlimmen Szenen, sondern auch noch einen Amtsveterinär dabei gefilmt, wie er den Mitarbeitern sagt, dass andere Inspektoren das Unternehmen schließen würden, wenn sie solche Szenen sehen würden. Pech für den Veterinär: Die Aufnahmen wurden öffentlich gemacht, das Unternehmen wurde geschlossen und jetzt ist das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) in Erklärungsnot, wie so etwas passieren konnte.
Schlechte Nachricht
Die einzige wirklich schlechte Nachricht, die uns in letzter Zeit aus den USA erreicht hat, ist, dass die US-Umweltschutzbehörde (EPA) nun nicht mehr die Klimagasemissionen von landwirtschaftlichen Betrieben messen darf. Hier ist der Agrarindustrie ein wahres Lobby-Meisterstück gelungen, denn es gibt keinen Zweifel daran, wie klimaschädlich die Erzeugung tierischer Produkte – insbesondere im großen Stil – ist. Wir sind allerdings optimistisch, dass solche Instrumentalisierungen der Politik immer seltener möglich werden, denn die Öffentlichkeit erfährt immer mehr über die Hintergründe der Fleischproduktion. Zum Beispiel noch einmal durch den Nachrichtensender CNN:
Die Informationen aus diesem Artikel wurden uns durch die Seite vegan.com zur Verfügung gestellt.






