Sind Vegetarier die besseren Menschen?

Veröffentlicht am 27. Jul 2009

Diese Frage stellte sich das Arte-Magazin »Xenius«. Sehen Sie, zu welchen Antworten man gekommen ist.

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25 Kommentare | Zum Kommentarfeld»

  1. Ja, Vegetarier sind die besseren, aber Veganer sind die besten Menschen, da sie Tiere überhaupt nicht mißbrauchen, während Vegetarier doch noch Schuld sind an der Ermordung von männlichen Kälbern, Hähnchen, männlichen Küken etc. Doch wenn alle Menschen schon mal zu Biovegetariern würden, wäre es immerhin schon ein beachtlicher Fortschritt in die richtige Richtung – und dieser ist überfällig ! Es wird Zeit, dass wir nicht mehr aufgrund der Hautfarbe oder Anzahl der Beine diskriminieren und andere Tiergattungen als den Menschen auch als Individuen, Persönlichkeiten lernen wahrzunehmen. Dann fällt uns nicht einmal mehr ein, dieses Individuum zu quälen oder zu ermorden, denn wir haben es dann gern, so wie es uns gern hat, wenn wir gut zu ihm sind.

  2. Ich kann die Filme leider nicht ansehen (warum?).
    Aber ich möchte mich der Meinung meines Vorredners völlig anschließen.
    Biovegetarier wären ein SEHR beachtlicher Fortschritt!
    Also: Los gehts!

  3. Der Titel des Films ist bei bester Absicht falsch gewählt, weil er Fleischessern den moralischen Zeigefinger zeigt und damit bei einigen bereits im Vorfeld auf Ablehnung und Blockade führen dürfte.
    Das erschwert leider die Bemühungen, diese Menschen von den Vorteilen- für alle- einer vegetarischen/veganen Ernährung zu überzeugen. Im Vordergrund des Films steht wieder mal der Mensch- seine Gesundheit. Das mit diesem Konsum verbunden Leid für die Tiere gerät in den Hintergrund. Mir ist der Film etwas zu flaspig und zu leichtfüßig, angesichts der dahintersteckenden Ernsthaftigkeit . Aber sicherlich ein redliches Bemühen, Gewohnheitsomnivoren das Thema zumindest mal als Leichtkost zu präsentieren.
    Ob ein Veganer letztendlich der besserer Mensch ist? Er ist mit Sicherheit bewusster, konsequenter in der Umsetzung von Wissen und daraus sich ableitender Notwendigkeit, er übernimmt mehr Eigenverantwortung und entzieht sich selbstbewusst der Manipulation von Medien,Wirtschaft und Tierindustrie. Er lebt und praktiziert täglich die Einstellung von Ethik und Moral in Hinsicht auf Tiere als unsere Mitgeschöpfe und leistet (s)einen Beitrag zu einer gewaltfreien Umwelt.

  4. Kann den bisherigen Kommentaren nur zustimmen!! Bin leider immer noch keine Vegetarierin bzw. Veganerin, habe aber bereits angefangen meinen Fleischkonsum einzuschränken und möchte mit der Zeit ganz davon weg, da ich das Leid der Tiere immer unerträglicher finde und nicht weiter daran schuldig werden möchte!!

  5. ich weiss jetzt immer noch nicht ob Vegetarier bessere Menschen sind…
    Aber dass es für die Umwelt und auch die Tierwelt besser ist sich vegetarisch oder noch besser vegan zu ernähren.
    Ich denke aber, dass es nicht dazu kommen kann dass die Menscheit ihre Ernährung umstellt solange das Fleisch für Spottpreise verkauft wird. Wenn Fleisch und Milchprodukte viel teurer wären, während frisches Gemüse oder auch Soja Produkte preiswerter wären, dann könnte sich vielleicht etwas ändern. Aber wenn wie in Deutschland immer mehr Menschen von Harz 4 leben müssen wird sich an deren Ernährungsweise nichts ändern. Wenn man das Kilo Hackfleisch nachgeschmissen bekommt, aber das Gemüse teuer ist, dann ist doch klar was die Menschen essen. Man muss ja die Mehrheit der Menschen betrachten und die haben weder die finanziellen Möglichkeiten noch die Bildung und das Bewusstsein für eine Ernährungsumstellung.
    Für die meisten sind doch Vegetarier noch immer “grüne Spinner” und Öko Freaks!
    Leider!!!!

  6. Immer wieder der gleiche Schwachsinn-warum lässt man nicht einfach die Leute leben wie sie wollen.Ich habe hier auf dem Gnadenhof auch ein Handaufgezogenes Rind und trotzdem kaufe ich bei meinem Bauern Rindfleisch und esse es.
    Der Mensch ist,wie der Schimpanse auch ein Allesfresser unser gesamtes inneres System ist auf Allesfresser ausgelegt (sonst wäre unser Darmallein um einiges länger).
    Es ist immer wieder die gleiche Diskussion und inzwischen sollen wir dann auch HUnde und Katzen vegan ernähren….
    Die Bauern werden weiter produzieren nur anstatt in Deutschland den Großteil zu verkaufen wird mehr nach Lybien und andere Länder transportiert.
    Anstatt die Welt reformieren zu wollen sollte man vielleicht die Energie darauf verwenden gegen die Lebendtransporte vorzugehen und gegen den Subventionswahnsinn.
    Wenn jeder versuchen würde beim Bauern direkt zu kaufen (angefangen bei der Milch!) wäre schon viel gewonnen.Die Tiere könnten artgerecht gehalten werden und die Supermärkte könnten nicht mit den Molkereien die Preise kaputt machen.

  7. nur Mut! Zumeist hat ein Wechsel der Gewohnheiten ja bei denen angefangen, an denen sich andere orientierren. Das sind eher die Gebildeteren – und bei denen gibt es mehr und mehr Menschen, die zumindest weniger und/oder Biofleisch essen.

    Doch eine Ernährungsaufklärung in Schulen sollte auch im Interesse der Volkswirtschaft sein, denn ernährungsbedingte Krankheiten machen immer noch einen sehr großen Anteil des gesamten Krankenstandes aus.

    Es wäre daher auf Dauer sinnvoll, die Ernährungsaufklärung aus dem Landwirtschafts- in ein anderes Ministerium zu verlegen.

  8. Jeder muss der Wandel sein, den er sich herbeiwuenscht. Und mit unserem kleinen Geldbeutel koennen wir JEDEN TAG die Entwicklung ein wenig mehr beeinflussen. Solange es Sklaverei gab, konnte sich bestimmt niemand vorstellen, dass diese mal ganz abgeschafft sein wuerde. Eines Tages werden sich die Menschen wundern, dass man frueher noch andere Tiere zuerst leiden liess, um sie danach auch noch zu essen. Und die Menschen uebertreiben jetzt so wahnsinnig den Fleischkonsum, dass diese Kurve auch bald wieder nach unten zeigen wird, wie bei allem im Leben. Alles Uebel, was der Mensch erzeugt, faellt irgendwann auf ihn selbst zurueck. Pflanzliche Ernaehrung ist die Loesung fuer viele grundlegende Probleme unserer Zeit.

  9. Den Verweis auf “..die Leute doch so leben lassen, wie sie wollen…” finde ich schon bemerkenswert angesichts der vielen Tiere, die selbst noch nicht einmal im Ansatz so leben können, wie sie denn gerne wollten. Die Aussage , der Mensch sei ein Omnivor , ist auch schon durch allseits oft – zu oft -und bei jeder Gelegenheit zitierte eine fast schon abgedroschene, leider häufig eine vom Zitierenden selbst ohne wesentliche grundlegende biologische Kenntnisse getroffene. Der Mensch ist anatomisch und physiologisch ein ursprünglicher Herbivore, der sich selbst zum Omnivoren umerzogen hat, mit der Folge, dass sich sein Verdauungstrakt zwar durchaus um-gestellt und er sich somit in die Mitte der- voren ge-stellt hat, dies aber nicht zwangsläufig bedeutet, dass dies ihm artgerecht und auf Dauer förderlich ist. Ein Mensch kann sich auch lange ohne Konsequenzen von Fastfood und Tütensuppen ernähren. Aber irgendwann kracht`s halt.Bemerkenswert auch, dass sich Menschen auf der einen Seite von jeglicher Ähnlichkeit mit Tieren distanzieren, ihnen aber, wenn es um ihren Fleischkonsum geht, sich dann doch gerne darauf berufen. Auf einmal ist man dem “blöden Affen” doch recht nahe und weil der Löwe ja auch jagt und Fleisch frisst, darf Mensch das eben auch.
    Hunde und Katzen vegan zu ernähren, ist vielerorts ein heiß diskutiertes Thema, aber eben nicht dieses hier und daher sinnlos , hierzu etwas zu sagen.

  10. Ich halte Vegetarier/Veganer nur dann für bessere Menschen als (Bio)fleisch- und (Bio)-Milchprodukte-Esser, wenn sie Tiere auch wirklich mögen, gerne mit ihnen zusammen sind und sich für Tierschutz engagieren, z.B. durch eine Patenschaft für ein Gnadenhoftier.

    Leider ist das nicht immer der Fall. Ich kenne einen Herrn, der seit vielen Jahren vegetarisch (fast vegan) lebt, jedoch nur Hunde mag (und überdies von Raubtieren fasziniert ist). Andere Tiere interessieren ihn jedoch wenig.

    Wenn ich ihn bitte, mit mir wohin zu fahren, wo es Schafe zu sehen und zu streicheln gibt, lehnt er meist ab, mit der Begründung, das sei keine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Ich ärgere mich jedes Mal darüber, weil ich selber kein Auto habe und nicht alle Schafe, die ich gern besuchen würde, mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen kann.

    Als wir mal nach Gut Aiderbichl fuhren, freute er sich zunächst darüber, wollte dann aber nur kurz durchgehen und einige Tiere nur kurz streicheln, um dann bald weiterzufahren, an einen nahe gelegenen See. Als ich ihm sagte, dass ich gerne noch länger in Aiderbichl bleiben möchte, zog er es vor, auf dem Parkplatz auf mich zu warten. Als ich nach drei Stunden kam, war er stocksauer. Er hatte es vorgezogen, drei Stunden lang (!) die Autos auf dem Parkplatz zu betrachten, statt die Tiere auf Aiderbichl – und das, obwohl es dort auch fröhliche Jungtiere gab, z.B. Zieglein, die lustig herumsprangen. Als ich ihn darauf ansprach, war seine Antwort, er habe diesen „Kitsch von Tieren“ nicht mehr länger sehen wollen …. ich war fassungslos!

    Ich glaube, dass von diesem langjährigen Fast-Veganer, der lieber stundenlang Autos auf Parkplätzen als Tiere betrachtet, auch die Tiere nicht sonderlich begeistert sind.

  11. Ich glaube ja, dass es den Tieren lieber ist, wenn man auf dem Parkplatz steht, sich nicht um sie kümmert und in Ruhe lässt, als wenn man sie erst streichelt, um sie dann zu töten und zu essen.

    Ist aber natürlich nur eine Vermutung.

  12. Die Tiere, die auf Aiderbichl oder sonstigen Gnadenhöfen leben, werden natürlich nicht getötet und gegessen, sondern sie dürfen bis an ihr natürliches Lebensende dort bleiben. Deshalb glaube ich, dass ihnen Besucher, die sie streicheln und eine Patenschaft für sie erwerben, lieber sind als solche, die auf dem Parkplatz stehen und zudem kein Geld für eine Patenschaft ausgeben wollen, wie dieser Herr.

  13. blablabla ob fleischfresser oder vegetarierer – vegan ist das einzigst richtige um tierleidfrei zu leben – ich möchte niemals mehr schuld daran sein, dass tierkinder wegen der milch ihren mütter entrissen werden, niemals mehr schuld sein, dass ein tier getötet wird.
    steffi

  14. Hoffentlich haben Sie dann aber z.B. auch eine Mutterkuh mit Kalb in ihrem Garten stehen, die bis an beider Lebensende bei Ihnen bleiben dürfen – oder eine Patenschaft für eine Mutterkuh mit Kalb auf einem Gnadenhof?

    Wenn nicht, dann ermöglichen Sie doch diesen Tieren überhaupt kein Dasein auf dieser Welt.

  15. Und übrigens finde ich, dass (unter anderem) der vegane Milchersatz unverschämt teuer ist. Gestern sah ich im Biosupermarkt Reismilch und Hafermilch für knapp zwei Euro! Also etwa doppelt so teuer wie echte Biomilch. Und das, obwohl das Zeug fast nur aus Wasser besteht, der Anteil an Reis und Hafer nur etwa 10 Prozent beträgt.

    Sollte ich mich jemals entschließen, Veganerin zu werden (wenn ich z.B. noch öfters von Betrügereien bei der Tierhaltung von Biobauern erfahre), werde ich künftig z.B. mein Müsli lieber mit Leitungswasser anrühren als mit Veganmilch – das kommt billiger.

    Ich denke, der ideale und vernünftigste vegetarisch-vegane Weg ist, das überteuerte Ersatzzeug für Milch und Wurst meiden – dieses Geld lieber für eine Patenschaft auf einem Gnadenhof für ein sogenanntes „Nutztier“ übernehmen. Lieber das Brot trocken essen, als Geld ausgeben für überteuerte vegane Wurst und überteuerten veganen Käse, ein Zeug, das in der Regel gar nicht schmeckt und auch keine gesunden Inhaltsstoffe hat.

  16. Vegane Milch: 1 Liter für 99ct im Kaufland (Soja-Reis-Drink). Übrigens sehr lecker!
    Vegane Wurst und Käse kenne ich gar nicht, muss ich aber auch nicht haben. Es gibt genug anderes Zeug.

    Mir sind übrigens Menschen lieber, die Tiere nicht mögen, sie aber dennoch nicht quälen (lassen).

    Menschen, die vorgeben, Tiere zu mögen, aber hinnehmen, dass sie für sie sterben für einen unnötigen Genuss, sind Heuchler und mir die schlimmsten.

    Ich bin übrigens beides: vegan und tierlieb. Zudem setze ich mich für Tierrechte ein.

    Aber das sind wahrscheinlich die allerschlimmsten ;)

  17. Ich zahle für meine Sojamilch auch nur 99 Cent(ist sogar Bio).

    Ich habe zwar nichts gegen Patenschaften, halte sie aber für strategisch nicht so clever. Von dem Geld, das nötig ist, um einem Tier ein halbwegs gutes Leben zu bieten, kann man auch sehr viel mehr Tieren in der Massentierhaltung helfen. Daher spende ich lieber an die Albert Schweitzer Stiftung und andere als für eine Patenschaft.

    Tierpatenschaften machen m.E. nur dann Sinn, wenn möglichst viele Leute die Tiere kennen lernen und aufgrund dessen ihr Konsumverhalten ändern.

  18. Ob Veganer bessere Menschen sind, die Frage ist doch lächerlich. Wer weiß, was diese Menschen machen, wenn es sich nicht um Essen dreht. Stellt doch die Frage mal anders: Schützen Veganer unsere Mutter Erde? Genau das machen sie. Wir essen z.B. überhaupt nichts was tierisches Eiweß enthält. Das hatte zur Folge, dass sämtliche Arthritisschmerzen verschwunden sind. Also gibt es auch gesundheitliche Aspekte, die so nicht erwähnt werden. Und warum muß ich Tiere streicheln, diesen Zusammenhang verstehe ich überhaupt nicht. Ich respektiere Tiere, sie sind Geschöpfe wie wir auch. Vielleicht sollten wir mit der Verniedlichung aufhören. Und es gehört ultimativ verboten, exotische Tiere als Haustiere zu halten. Was sollen Krokodile in kleinen Hausteichen. Meterlange Schlangen in Terrarien. So lange das immer mehr zunimmt, kann niemand erwarten, dass Tierschutz ernst genommen wird. Warum werden nicht schon im Schulunterricht solche Fächer gelehrt? Viele Kinder/Menschen haben von Anbeginn keine Ahnung von der Materie. Außerdem wurde Menschen vorgegaukelt, dass es völlig normal ist, das ganze Jahr über alles zu bekommen, nicht nur das, was die Saison hergibt. Warum sollen wir dann keine Steaks aus Argentinien bekommen. Ist doch wurscht, wenn dort alles vertrocknet. Das ist die Haltung, die vermutlich bei 95% aller Menschen da ist. Doch ich glaube, bei mehr Aufklärung würde sich etwas ändern. Was Menschen nicht wissen, worüber sie dauernd nur angelogen werden, das können sie auch nicht ändern. Und solange im Supermarkt 1 Kilo Fleisch für 5€ oder weniger zu haben ist, warum nachdenken. Das Schwein hat ja niemand gesehen. Seine Ängste, seine Schreie, wenn es die Rampe zum LKW hochgetrieben wird. Was glaubt Ihr alle, warum ab und zu so ein Tier ausbüxt und um sein Leben rennt? So viel ist klar, der Mensch kann ohne Fleisch und Fleischprodukte leben. Dauernd heißt es in den Medien, dass 60% aller Menschen weltweit eine Laktoseunverträglichkeit haben. Dann fragt Euch doch mal, warum soviele Produkte davon in den Regalen liegen. Und warum z.B. Hafer/Soja- und Reismilch für viele unerschwinglich ist. Es ist ja nicht so, dass alle 1€ zahlen können. Darauf wird schlicht und einfach keine Rücksicht genommen. Hier muß sich noch sehr viel ändern. Und sehr viele Menschen müssen ihr Ego ändern, und nicht nur reden.

  19. Es würde schonmal viel helfen, wenn Subventionen abgeschafft werden und wenn Sojamilch genauso wie Kuhmilch mit 7% besteuert würde. Was soll der ganze Unsinn? Warum haben Lobbyisten so viel Macht?

    Ich wünschte, mehr Leute lebten vegan und boykottierten dieses ungerechte System.

  20. “Biovegetarier”???
    Ich las gerade kurz im Vorfeld dieses Wort und möchte wirklich all diejenigen, die immer noch in dem Glauben sind, dass sog. Bioprodukte unter Artgerechter Haltung hergestellt wurden ganz eindringlich darum bitten, sich einmal die Mühe zu machen einen Kuhstall zur vermeintlichen Biomilchproduktion zu besichtigen.
    Nur mal als Beispiel. Wer als deutscher Bauer mit seinen Milchkühen auf Bio umstellt bekommt aktuell 9-11 Cent mehr pro Liter. Dafür muss der Bauer seine Kühe statt 1 mal – gleich 2 mal täglich melken. Hinzu kommt, dass er sie nicht mehr den ganzen Tag im Stall stehen lassen, sondern mindestens 2-3 Stunden auf die Weide gehen lassen “sollte”. Was allerdings selten kontrolliert wird – bzw. der Kontrolleur niemals ohne vorherige Anmeldung beim Bauern auftaucht. Soviel zum Thema “Bio”!

  21. Erst jetzt kann ich einen weiteren Beitrag schreiben – weil ich übers Wochenende wegfuhr und dort keinen PC habe.

    Zum Thema Biomilch/Bioprodukte: Leider werden die Biobauern zu selten kontrolliert bzw. nicht jeder Kontrolleur schaut immer richtig hin. Ich selber habe einen Biobauern als Betrüger entlarvt und ihn erst vorletzte Woche wieder mal bei der Kontrollstelle des Biolandverbandes gemeldet. Dort erfuhr ich, dass man ohnehin beabsichtige, ihm die Mitgliedschaft zu kündigen, weil er immer wieder gegen die Vorschriften verstößt. Man dürfe mir aus Datenschutzgründen nichts näheres sagen, aber ich kann mir denken, worum es sich handelt: Er vernachlässigt die vorgeschriebene Einstreupflicht und die Sauberkeit im Stall, was ich selber feststellte … gegen seine Weiden hingegen kann man nichts Negatives sagen, sie sind groß, ruhig gelegen, abseits vom Straßenverkehr, mit schönen alten Obstbäumen, die Schatten spenden und die Milchkühe sind auch immer draußen, wenn man vorbeischaut. Auch sind es nur 13 Stück Milchkühe, also noch ein richtiger kleinbäuerlicher Betrieb, keine Massentierhaltung. Trotzdem finde ich es richtig, dass ihm gekündigt werden soll, wenn er den Stall nicht richtig sauber hält und die Einstreupflicht vernachlässigt.

    Zum Thema Schlachten, Tod usw.

    Ich habe zum Tod an sich eine andere Einstellung als die meisten Leute, weil ich mich seit vielen Jahren intensiv mit Esoterik beschäftige, wozu auch die Beschäftigung mit dem Leben nach dem Tod gehört, Schamanenreisen in feinstoffliche Welten und ähnliches. Daher glaube ich nicht nur, sondern WEISS; dass jedes Geschöpf, auch Tiere, im Jenseits weiterleben und dass Tiere dort ein schönes Leben haben. Ganz egal, auf welche Art und Weise sie gestorben sind, ob an Altersschwäche, verunglückt, eingeschläfert, geschlachtet, oder sonst was. Ich bin in Kontakt mit allen Lämmern, mit denen ich jemals Freundschaft geschlossen habe, obwohl sie inzwischen geschlachtet wurden. Drei Lämmer sind sogar mal bei einem spiritistischen Medium erschienen, zusammen mit meiner verstorbenen Großmutter … obwohl das Medium zuvor weder etwas von meiner Großmutter noch von den Lämmern wusste. Ich hatte dem Medium vorher nichts erzählt und sie hatte keine Fragen gestellt. Auch bei meinen Schamanenreisen kann ich die Lämmer treffen, mit denen ich Freundschaft geschlossen habe, Krafttiere oder menschliche Verwandte. Für mich ist es daher kaum ein Unterschied, ob mit einem Tier befreundet bin, das noch im Irdischen lebt oder schon im Jenseits.

    Aber das ist nun ein Thema, über das man lange diskutieren könnte und nicht jeder daran glaubt … Wen es interessiert, der soll am besten Bücher darüber lesen und eigene Erfahrungen sammeln!

  22. Seit über 20 Jahren bin ich Vegetarier. In den ersten Jahren habe ich jeden mit diesem Thema genervt, weil mein Mitleid mit den Tieren so immens groß ist. Im Laufe dieser Zeit bin ich mir auch immer mehr darüber bewußt geworden, daß es nicht nur nicht in Ordnung ist Tiere zu essen, sondern auch ihre Produkte zu konsumieren einschl. Honig. Trotzdem fällt es mir unwahrscheinlich schwer auf Milchprodukte zu verzichten. Ich versuche mich immer, wenn mich mein Gewissen plagt, damit zu beruhigen, daß ich ja Bio kaufe, aber die Gewissensbisse sind immer vorhanden. Aus diesem Grund habe ich in der letzten Zeit auch ein gewisses kleines Maß Verständnis für die Fleischesser entwickeln können, was mir in den ersten Jahren meines Vegetarierdaseins schwer fiel. So bin ich von dem Gedanken weggekommen, mich als etwas besseres zu sehen, denn ich bin nicht besser als der Fleischesser, auch ich zahle Geld dafür, daß wehrlose Wesen ausgebeutet und getötet werden.

    Wenn es mir schon so schwer fällt auf Jogurt u. Käse zu verzichten, wie soll es ein Fleischesser erst schaffen auf den Verzehr toter Tiere zu verzichten? Der Konsum von Fleisch verändert das Bewußtsein. Der einzige Weg ist der Weg der Liebe. Die Liebe zu all diesen friedvollen, sanften, sensiblen und liebenswerten Wesen ist der einzige dauerhafte Beweggrund die Ausbeutung und den Konsum aufzugeben. Die Menschen sehen nur den Körper der Tiere, aber das darin eine Person wohnt wollen sie nicht akzeptieren. Jeder, der schon mal zu einem Hund und/oder einer Katze eine innige Beziehung aufgebaut hat, wird bestätigen, daß es sich um eine Persönlichkeit handelt, die sich von allen anderen unterscheidet. Und so ist es auch bei den leider sogenannten Nutztieren, auch sie haben eine Persönlichkeit, auch sie spüren Angst und Schmerz. Zum Beispiel schreit eine Mutterkuh tagelang, wenn der Bauer ihr nach der Geburt ihr Kalb weggenommen hat. Sowas ist doch so pervers und herzlos.

    Da es in dieser Welt leider sogar unter den Menschen wenig bis keine Liebe gibt wie sollen da erst die Menschen Liebe für andere Geschöpfe empfinden? Es ist ja so einfach Wehrlose auszubeuten bzw. die Einstellung, die werden doch extra dafür gezüchtet. Diesen Satz mußte ich mir oft anhören. Als hätten gezüchtete Kühe und Schweine keine Gefühle und würden keine Schmerzen empfinden.

    Hier in Deutschland können wir kaum nachvollziehen, daß man in anderen Ländern Hunde und Katzen aufißt, weil uns diese beiden Arten durch unsere Haustierhaltung (emotionale Nutztiere) so nahe stehen. Doch fragt man einen Thailänder so ist es für diesen ganz normal Hunde und Katzen auch auf seinem Speiseplan zu haben. Für die meisten Deutschen unvorstellbar. Und für einen Südländer landen die meisten davon in der Gaskammer. Die Einstellung zu Tieren ist eben eine Frage des Bewußtseins. Viele Menschen können nur in dem Maß etwas mit Tieren anfangen, indem sie überlegen, wie sie diese für ihren Sinnengenuß ausbeuten und so teilen sie die Arten in Nützlinge und Schädlinge ein. Und diese egozentrische Einstellung wird schon den Kindern vermittelt. Spinnen und Bienen sind nützlich. Fliegen, Mücken u. Silberfische sind schädlich. Dieses Denken hat dazu geführt, daß der Planet Erde in ein Ungleichgewicht geraten ist, weil die Spezies Mensch wohl der Meinung ist, er sei Gott und könnte sich so einfach das Recht nehmen sogar in die DNA jedes Lebewesens einzugreifen.

    Die Vorstellung Tiere zu essen wird für mich mit jedem Tag absurder und unvorstellbarer, da ich an Wiedergeburt und die ewige, individuelle u. unvergängliche Seele glaube, die in jedem Lebewesen wohnt. Das einzige, was uns von den Tieren unterscheidet ist der Körper und das Bewußtsein. Wenn wir als Kinder in dieser Welt ankommen wird uns beigebracht die Lebewesen zu unterteilen. Diese Prägung ist bei den meisten Menschen so stark, daß die meisten nicht in der Lage sind sich eigenständige Gedanken zu machen. Wäre das der Fall würde es viel mehr Menschen geben, die sich von dieser Ausbeutung und Folter unserer Mitgeschöpfe abwenden. Es geht immer um Profit und das ist traurig, weil wir dadurch den eigentlich Sinn des Lebens verpassen. Ich bemühe mich jedes Lebewesen zu respektieren auch, wenn mir seine Gestalt nicht unbedingt gefällt. Somit töte ich (jedenfalls nicht absichtlich) keine Spinne, keine Fliege, keine Mücke usw. Was ich leider beim Autofahren für Leid verursache belastet mich oft sehr. Autofahren an sich ist ja schon schlimm aber, das dadurch auch noch Lebewesen wie das kleine Volk u. Igel u. Co. dahingerafft werden, ist doch der reinste Horror. Was ist eigentlich noch das Leben wert? Andere quälen und ausbeuten, nur damit es uns besser geht? Wir wollen doch auch nicht, daß ein stärkeres Lebewesen unseren Körper verletzt und uns Schmerzen und Leid zufügt. Quäle nie ein Tier zum Scherz, denn es fühlt wie du den Schmerz. Der Mensch betitelt sich immer als die Krone der Schöpfung und dann ist er nicht einmal in der Lage sich in eine kleine Maus hineinzuversetzen und Mitgefühl für andere Wesen zu empfinden, das finde ich armselig. Aber das Karmagesetzt gleicht diese diese Verantwortungslosigkeit u. Skrupellosigkeit wieder aus. Dies wird sehr schön in dem Film Little Buddha am Anfang in der Geschichte von dem kleinen Zicklein erklärt. Ich bin auch der Meinung, daß viel zu wenig in den Schulen und den Medien vermittelt wird. Im Fernsehen läuft der allerletzte Schrott wodurch die ganze Menschheit nur noch mehr verblödet wird, sodaß alle es als völlig normal empfinden, daß die Wesen sich gegenseitig Gewalt antun. Und die meisten Eltern haben oftmals nicht die Zeit, Kraft u. leider die Intelligenz ihren Kindern noch Werte zu vermitteln, weil sie mit dem Kampf ums Überleben schon ausgelastet sind. Hoffentlich wachen die Menschen irgendwann einmal auf und fangen damit an selbständig zu denken ohne sich von den Medien manipulieren zu lassen. Zu den Argumenten mit den Preisen gebe ich der Vorrednerin völlig recht. Ich bin auch der Meinung, daß alle tierischen Produkte wesentlich teurer verkauft werden sollten. Aber dies wird ja auch von der Fleischmafia gesteuert. Dann würde der Konsum zurückgehen und am meisten läßt sich eben Profit über die Menge machen, dieses Verkaufsprinzig ist ja erfolgreich, das sehen wir ja an Aldi & Co. Aber das Karmagesetz wird alles ausgleichen, sehen wir ja schon am Klimawandel und laut der vedischen Schriften wie der Bhagavad Gita leben wir im Kali-Yuga der Endzeit und diese wird immer schlimmer, wenn die Menschen nicht umkehren und mit ihren Sünden an Mutter Erde und den Mitgeschöpfen ein Ende machen. Ansonsten kann nur jeder bei sich selbst anfangen. Wir alle machen Fehler, keiner ist vollkommen und jeder sollte aber versuchen in seinem eigenen Herzen Mitgefühl und Liebe zu entwickeln und ein Leben in Gewaltlosigkeit, Moral und Ethik zu führen. Jeder ist für sich selbst verantwortlich und andere Menschen zu verändern ist ein Kampf gegen Windmühlen. Das einzige worauf wir wirklich Einfluß haben sind unsere Gedanken.

    Und diejenigen, die die Tiere lieben, die verzweifelt u. schockiert sind angesichts des Leids und, die an etwas Höherem glauben, die können für die Tiere, Mutter Erde, für Liebe und Frieden für alle Wesen beten.

    Ich bewundere die Menschen, die trotz der aussichtslosen Lage immer noch den Idealismus besitzen sich aktiv für das Recht der Tiere einzusetzen. Hätte ich die Kraft würde ich sowas auch aktiv unterstützen. Aber sollte irgendeine Person sich die Mühe machen meinen langen Vortrag zu lesen und aktiver Tierschützer sein oder jemanden kennen, der aktiven Tierschutz betreibt so möchte ich all diesen Menschen meinen großen Dank und meine große Anerkennung für ihren Einsatz ausdrücken. Ich sende all diesen Menschen ganz viel Kraft diese so wichtige Arbeit im Sinne unsere wehrlosen Mitgeschöpfe weiterzuführen. In Gedanken bin ich bei Ihnen und bei den leidenden Tieren auch denen in den Versuchslaboren, in den Pelztierfarmen, den Zirkustieren, den gefangenen Fischen, den Vögeln in Fangnetzen und allen anderen tausenden von Tieren, die in der Knechtschaft der Menschheit leiden und natürlich auch allen Menschen, die unglücklich sind und leiden müssen. Ich wünsche allen Wesen in dieser Welt, in der jenseitigen Welt und im ganzen materiellen Universum Frieden, Glück und Liebe.

  23. Immer diese FAQs. http://www.veganismus.de/vegan/faq-sonstiges.html#besser … Vegetarier dagegen: http://vegetarier-sind-moerder.de

  24. Wie könnt ihr bloß auf Fleisch verzichten? Die Menschen waren schon seit Beginn an JÄGER und Sammler, es liegt somit einfach in der Natur des Menschen Fleisch zu essen…
    Darüberhinaus könnte ich niemals auf ein so ein leckeres junges Lamm, oder ein Spanferkel verzichten… Naja, aber geschmäcker sind nun mal verscheiden ;)

  25. immer dieser leidige Diskurs ,…. die einen essen Fleisch die anderen nicht was solls , aber leben und leben lassen fällt dem Mensch scheinbar ,egal was er zu sich nimmt schwer,….

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