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Schweinemast undercover in den USA

Veröffentlicht am 17. Nov 2009

mfa_pigsDie US-Organisation Mercy for Animals hat einen Undercover-Mitarbeiter in einen großen Schweinemast- und zuchtbetrieb eingeschleust. Die Bilder sind noch schlimmer als das, was wir aus deutschen Betrieben kennen.

Wenn Sie sich die Bilder ansehen möchten (wir raten davon ab, wenn Sie empfindlich sind), können Sie sich das Video weiter unten anschauen. Dieser Artikel beschäftigt sich aber vor allem mit den verlogenen Reaktionen der Schweinefleisch-Industrie.

Aus der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit des Unternehmens wird als Reaktion auf das Video verlautbart, man würde sich selbst viel strengere Maßstäbe anlegen als es vom Gesetzgeber je möglich wäre. Außerdem würde es allein aus wirtschaftlichen Gründen notwendig sein, sich so gut um die Schweine zu kümmern, wie das irgend möglich sei.
Anmerkung: Es gibt in den USA praktisch noch keine in Kraft getretene Gesetze, die »Nutz«tiere schützen. Es ist also keine Kunst, Maßstäbe über dem gesetzlichen Niveau anzulegen. Die Wirtschaftlichkeitslüge hört man auch in Deutschland immer wieder. Es ist schlichtweg falsch zu behaupten, dass aus der Optimierung von Kosten und Ertrag hohe Tierschutzstands resultieren würden. Kostenoptimiert sind Quälereien wie Abferkelgitter, die betäubungslose Kastration, das betäubungslose Kürzen von Schwänzen und Zähnen etc. – von Tierschutz keine Spur.

Die industrienahe US-Vereinigung der Veterinäre für Schweine sagt, man habe keine Toleranz für Tierquälerei, aber was die Tierschützer hier veranstalten würden, sei ein Angriff auf das ländliche Leben in den USA.
Anmerkung: Ist das ländliche Leben wirklich nur in Verbindung mit schlimmster Tierquälerei möglich?

Das National Pork Board (die Dachorganisation der Schweine-Massentierhalter schlechthin) sagt, man würde die Misshandlung von Tieren verurteilen. Weiterhin würden die US-Schweinehalter ihre ethische Verantwortung gegenüber den Tieren ernst nehmen und Tierquälerei nicht tolerieren.
Anmerkung: Starke Worte für eine Organisation, die offensichtlich keine Konsequenzen aus den Vorfällen zieht. Das wird vor allem daran liegen, dass die Undercover-Filmer wieder einmal den ganz normalen Wahnsinn dokumentiert haben. Anders ist es nicht zu erklären, dass praktisch jede Dokumentation unglaublich schlimme Bilder an den Tag bringt. Ausnahmefälle sind nicht das, was eingeschleuste Tierschützer regelmäßig entdecken, sondern das, was die Massentierhaltungsindustrien an Videos und Bildern herausgeben, bzw. Journalisten bei angemeldeten Besuchen zeigen.

Und hier das Video für die wirklich Hartgesottenen:

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