Schweinemäster reden sich um Kopf und Kragen

Veröffentlicht am 20. Jan 2010

Pressemitteilung

Nach der Veröffentlichung der schockierenden Schweinebilder versuchen die Schweinemäster auf der Grünen Woche verzweifelt, ihr Image wieder herzustellen – und verwickeln sich dabei in Widersprüche.

Nachdem die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt Bildmaterial von blutigen Schweinen auf der Grünen Woche präsentiert hat, suchen die Schweinemäster nun nach Ausreden. Dabei verwickeln sie sich zum einen in Widersprüche und geben zum anderen zu, dass sie die Situation der Mastschweine für die Besucher auf der Grünen Woche künstlich geschönt ist:

Während Georg Englisch vom Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion versuchte, die blutigen Ohren und die zerkratzten Rücken damit zu erklären, dass zwei Gruppen zusammengelegt wurden und dadurch Rangkämpfe entstanden sind, behauptet Simon Michel-Berger von der Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft, die Tiere stammen alle aus der selben Herde.

Außerdem geben die Aussteller auf der Grünen Woche zu, dass die gezeigten Verhältnisse nicht der gängigen Schweinemast entsprechen. Auf Nachfrage wurde der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt von den Ausstellern mitgeteilt, dass in der Schweinemast normalerweise rund doppelt so viele Tiere auf dem gleichen Raum gehalten werden. Wolfgang Schindler, Präsident der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt sieht darin ein Täuschungsmanöver: »Wer der Öffentlichkeit die Schweinemast vorstellen will, sollte mit ehrlichen Besatzdichten arbeiten – alles andere ist für mich Verbrauchertäuschung.« Auch die auf dem Erlebnisbauernhof vorhandenen Metallketten und der Holzstamm zur Beschäftigung der Tiere sind in der herkömmlichen Massentierhaltung kein Standard.

Momentan verheilen die Wunden der Tiere langsam, aber es sind noch immer blutige Stellen zu sehen: »Wenn sich die Tiere trotz halber Besatzdichte und trotz unüblichem Beschäftigungsmaterial blutig beißen und in ihrem eigenen Kot stehen, kann sich der Verbraucher vor Augen führen, wie es in der herkömmlichen Massentierhaltung aussieht. Wer heutzutage wirklich noch Fleisch essen will, sollte auf solche Produkte strikt verzichten«, schließt Schindler.


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33 Kommentare | Zum Kommentarfeld»

  1. Mein Kompliment. Habt sehr gute Arbeit geleistet. So ist es naehmlich “Verbrauertaeuschung”. Macht weiter so. Ich kann immer nur wieder sagen: Oeffentlichkeitsarbeit, Oeffentlichkeitsarbeit,…….

  2. Die Schweinemäster können sich doch selbst nicht mehr glauben!

    Mein Tipp: Vegetarier werden! Bin ich auch, und ich bin heilfroh darüber wenn ich solche Bilder sehe. Heutzutage kann man das doch echt nicht mehr mit reinem Gewissen essen.

    Nadine
    ____________________________
    Weitere Petitionen unter:
    http://tierschutzblogger.blogspot.com

  3. Nichts Neues, der einzige Ausweg um das Schlimmste zu verhindern ist Vegetarier zu werden. Eier und Milch sollte man in Bioqualität kaufen. Veganer werden ist leider sehr schwer.
    Schade daß es für Eier u. Milch nicht noch einen höheren Standard zu Bio gibt.
    Besser wäre es auch dafür keine Tiere zu töten zu müssen.

  4. Heute ist das Thema in der BZ Berlin auf der Titelseite, aber ich fürchte, dass der/die/das gemeine Boulevardzeitungs-LeserIn auch hier wieder nicht erkennen wird, dass es seinem Schnitzel auf dem Teller noch viel schlechter erging mit noch schlimmerer Enge als es den Schweinen auf der Grünen Woche ohnehin schon ergeht. Aber tolle Arbeit der ASS, dies so groß in die Medien zu bringen!

  5. Biofleisch ist für mich die einzige Möglichkeit, um überhaupt noch Fleisch zu konsumieren. Leider sind viele Menschen nicht dazu bereit, den höheren Preis zu bezahlen. Das bedeutet, dass die Fleischproduktion aus Massentierhaltung immer noch viel zu viel Absatz macht – leider. Stück für Stück bekommen wir dafür die Quittung, etwa in Form von Antibiotika-Resistenzen, Sterilität, Allergien oder schlimmen Krankheiten. Der Mensch scheint nur auf diese Art zu lernen… . Deshalb kann man nicht oft genug aufklären und den Menschen diesen Irrsinn bewusst machen!

  6. Es ist gut, dass über ALLE Missstände berichtet wird, um die Bevölkerung aufzuklären.

    Leider kennen viele Menschen nicht den Film “Earthlings” , sonst würde es bestimmt einige mehr geben, die vielleicht ihren Fleischkonsum verringern, oder vielleicht ganz drauf verzichten,oder aber auch auf Bioware zurück greifen.

    @ Claudia Müller, Sie schreiben:…”leider sind die Menschen nicht dazu bereit, den höheren Preis zu bezahlen..”

    Leider gibt es viele Menschen, die sich das aus finanziellen Gründen überhaupt nicht leisten können,ich denke da u.a. auch gerade an Hartz IV-Empfänger. Oder Rentner mit sehr niedriger Rente, denen bleibt doch gar nichts anderes übrig als auf “Billigware” zurück zu greifen.

    Wir selbst haben unseren Fleischkonsum so extrem “herunter geschraubt”, dass wir im Jahr vielleicht auf 5 kg Fleischverzehr kommen und dieses Fleisch kommt vom Biobauern, der auch selbst am Hof schlachtet.

    Solange der MENSCH NICHT DENKT…wird es und kann es auch keine Veränderung geben…LEIDER ;o(

  7. Eine endlose Geschichte,ich weiss manchmal nicht was man noch sagen soll??? Denkt doch daran das es LEBEWESEN sind die Gefühle haben wie Angst und Schmerzen empfinden,wer kann da mit ruhigem Gewissen noch Fleisch essen??? Es gibt so viele Gesunde Alternativen für den Menschen und die armen Tiere müssten nicht mehr Leiden. Stoppt die Massentierhaltung !!!

  8. Claudia Müller, auch Sie machen sich was vor, wenn Sie Biofleisch konsumieren. Wenn es Sie wirklich interessiert, wie Biofleisch entsteht – ach, auch dort wird dem Konsumenten ein gutes Gewissen vorgegaukelt. zB hab ich Bilder von Biohühnern gesehen, die von Grossverteilern i.d.CH verkauft werden…mir kamen die Tränen! Jedes Tier leidet im Schlachthof Höllenqualen, ob Bio oder nicht!! Diese Qualen essen Biokonsumenten mit.

    Hansg: Veganer werden ist sehr schwer…warum?Nein, das ist es nicht. Man muss es nur wollen!
    “Es ist nie genug zu wissen, man muss es auch anwenden. Es ist nie genug zu wollen, man muss es auch tun.”
    MUT, Veganismus ist der tierschonendste, planetschonenste Weg.

  9. Ich sehe auch, dass in der veganen Ernährung die Zukunft liegt – global. Ich taste mich gerade heran und bemühe mich, mehr vegan als vegetarisch zu essen. Aber es ist doch verrückt, wie billig große Mengen Fleisch sein können, und wie teuer kleine Mengen Fleischersatz. Das muss sich wirklich ändern.

    Ja, Schweineproduktion wird es genannt und ist es auch – schon allein das Wort zeigt uns doch die Absurdität und Perversität wie mit Leben umgegangen wird.

  10. Wenn man diese Bilder schon wieder sieht,fällt einem wirklich nur noch ein,versucht vegetarisch zu essen und dann werdet Veganer.Es ist ja auch nicht nur die Haltung sondern auch die Schlachtung……ich kann nicht mal dieses Wort ertragen.Aber ich weiss auch das es nicht einfach ist für manche Menschen.Ich persönlich lebe weitestgehend veganisch und es klappt ganz gut.Ich finde auch es gibt keinen anderen Weg ,darum rufe ich euch weiterhin dazu auf………bitte esst kein Fleisch mehr.Allerdings mache ich mir auch Gedanken ……..was ist mit der Lederindustrie……? Ich weiss,das der Sänger und Tierschützer Reinhard Mai keinerlei Ledersachen besitzt.Ich finde das richtig und desshalb kommen für mich auch keine neuen Ledersachen mehr in frage.Ein Politiker würde jetzt wieder sagen…..und was ist mit den ganzen Arbeitsplätzen….die an der Lederindustrie hängen?Da müsste man wohl erst wieder Alternativen schaffen.Was ist mit Hundefutter,Hunde sind nunmal Fleischfresser.
    Sicherlich sind die Schweine nicht wegen dem Futter gestorben, sondern wegen dem Schnitzel.Fragen über Fragen,auf die ich leider auch keine Antwort weiss.Vielleicht findet ihr das übertrieben……oder?.Wisst ihr ich habe selbst einen Hund,der natürlich sein Futter bekommt und natürlich brauch.

  11. Oh jeh, immer die gleiche Leier. Bei uns hat ein Laden nach Sanierung wieder aufgemacht, und was sagen die Leute auf meine Vorhaltungen hin: “Aber das muß ich sagen, sie haben eine gute Fleischabteilung”… (O-Ton) – auf meine Vorhaltungen hin. Bitte noch mehr von diesen Fotos in den Medien veröffentlichen.
    Für Veganer und solche die es werden wollen, Ihr müßt nicht bei Kuhmilch bleiben. Wir haben auf Hafersahne und Hafermilch umgestellt. Schmeckt erst mal etwas anders, aber dann hat man sich daran gewöhnt. Ist natürlich teuer als ein Becher Sahne für 29 Cent. Und wenn schon Sahne, dann wenigstens Bio.

  12. Hallo,

    ich kann nur Esther voll und ganz zustimmen, informiert euch über die vegane Ernährung. (Vegan – Essen ohne Leid und Scham). Dann muss keiner mehr so Bilder anschauen. Wir sollten uns nichts vormachen, eine vegetarische Ernährung ist ein erster und wichtiger Schritt, aber es bleibt einen nur eine Alternative, wenn man Umwelt-Menschen-Tierethisch unbedenklich Essen möchte, dann geht das nur Vegan. Denn man sollte Wissen, dass das Abfallprodukt in der Milch- und Eierproduktion die männlichen Tiere sind. Und auch zur Käseherstellung wird das Kälberlab benötigt. Also, wir müssen uns auch selbst Informieren, denn nur Wissen schafft Gewissen.

    Matthias

  13. wißt ihr was? ich denke das beste wäre wenn die spezies mensch von diesem planeten verschwinden würde. sie ist ein irrtum der natur. und da ich weiß, daß ich als baum oder gazelle oder fisch wiedergeboren werden kann, finde ich den gedanken gar nicht schlimm. es ist doch so: mal angenommen, die vegetarier übernehmen den planeten, dann wird in unserer kapitalfixierten gesellschaft irgendwann ein findiger geist kommen und sagen:”he, ich habe da eine marktlücke entdeckt. es gibt zu wenig fleisch. laßt uns in die fleischproduktion einsteigen.” so ist der mensch.

  14. Bin beeindruckt von Ihrer Arbeit und versuche meinen Teil zur Aufklârung beizutragen.
    Selbst esse ich kein Fleisch, halte selbst einige Hühner, kaufe nur Biomilch und Biobutter – keinen Quark oder ä.
    Versuche mein Bestes und habe Mitleid mit diesen armen Geschöpfen. Ich kann nicht begreifen warum – trotz besseren Wissens alles weitergeht wie bisher. Das liebe Geld, die lieben Wählerstimmen, nachmirdieSintflutdenken, oder “nur” Bequemlichkeit?
    Veronika

  15. Zur Verhinderung der Massentierhaltung KÖNNTE man die biovegane Landwirtschaft stark subventionieren, danach die Bio-Landwirtschaft etwas weniger stark und die konventionelle Landwirtschaft gar nicht mehr.
    Weil das aber wohl zur Zeit noch nicht durchsetzbar ist, müssen wir tun, was wir können, um die Standards der Massentierhaltung hochzusetzen. Auch eine strenge Kontrolle der Tierhaltung wäre ein sehr wichtiger Schritt (wie auch der Kommentar der Tierärzte, die den schlechten Zustand der Schweine mit “gut” bewerten, zeigt).
    Vegan zu leben ist möglich! Fangt einfach an, eure Ernärhung umzustellen und informiert euch in Veganforen.

  16. Auch von mir ein “Hut ab!” für die ASS! Aufklärung, Öffentlichkeitsarbeit, Fotos und Fakten…. und ich bleibe bei meinem Slogan: Tiere sind nichts anderes wie wir. Sie sehen nur anders aus!

    Meine Meinung zu den Stimmen, die immer wieder auf tierliche Bioprodukte verweisen: Sicher, auf dem ersten Blick mag die sog. Biotierhaltung um ein vielfaches besser aus. Doch unter dem Stich bleibt in der Regel derselbe Schlachtvorgang wie für alle anderen Tiere und – natürlich ? – die tötliche Aussortierung in männlich/weiblich und – natürlich – die für jedes Tier um ein vielfaches geringere Lebenserwartung, wie es die Natur eigentlich vorgesehen hat.
    Mein persönliches Fazit: Auch tierliche Bioprodukte sind, für den menschlichen Teller “produziertes Leben”…
    Mag sein, dass thelka Recht hat..??…

  17. Sylvana, guten Tag, ich habe auch selber Hunde und ernähre sie seit längerem vegetarisch. Im Internet kann man sehr tolles veganse Hundefutter bestellen. Meine Hunde mögen’s sehr, es heisst Benevo. Ja, der Hund ist ein Wolf, er ist Fleischesser. ABER er ist nicht Hormon-, Antibiotika- und Autopneufresser. Seit ich gelesen habe, dass alte Autopneus in Tierfutter gefunden wurde und dass enorm viele Haustiere an Krebs sterben WEGEN der Nahrung, habe ich schleunigst umgestellt. Ich bin auch nicht für vegane Ernährung eines Hundes…aber solange die “Nutz”tierhaltung so gehandhabt wird mit all diesen negativen Faktoren….oooh nein…da mach ich nicht mit!
    Was das Leder angeht: auch da können Sie sich bestens im Netz informieren, es ist nicht ein Abfallprodukt und ist gut, aufgebraucht zu werden, oh nein, auch dort wird den Tieren enormes Leid angetan, es wird in so grossen Mengen gebraucht und die Tiere nur dafür gezüchtet! Es ist ebenfalls ein Geschäft – ein Ledergeschäft auf Kosten der extrem leidenden Tiere!! Es geht doch echt ohne Leder! Oder wenigstens weitgehendst…Liebe Grüsse an alle Vegis und macht weiter so, zusammen sind wir stark, jep!!!!

  18. Je mehr ich davon lese, desto besser schmecken mir meine Seitan-Schnitzel – aus Weizeneiweiß-Pulver hergestellt, ganz nach meinem Geschmack. Völlig tierfrei. Und sehr lecker. Auch sonst greife ich umso lieber nach veganen Alternativen. Und fühle mich besser als noch vor Jahren.

  19. Es ist erfreulich, dass in dieser Diskussion so viele Pro-Vegan-Stimmen zu finden sind – wenn diese repraesentativ fuer unsere Gesellschaft waeren, waeren wir einen grossen Schritt weiter..

  20. http://www.blick.ch/news/schweiz/nach-16-jahren-kommt-das-ok-fuer-anti-fleisch-spot-138818

    Schaut euch mal das an! Der VgT kämpfte 16 Jahre lang darum, um einen Antifleisch-Werbespot im Schweizer Fernsehen ausstrahlen zu dürfen. 16 Jahre lang! Und jetzt hat er die Bewilligung erhalten vom 27.01.10 bis 29.01.10 also ganze 3 TAGE LANG!!! darf dieser natürlich zensurierte Spot gezeigt werden. Peinlich ist der Mensch. Und traurig bin ich. Aber immerhin hoffe ich, dass wenigstens diese 3 Tage diese herzzerreissenden Bilder viiiiele Leichenesser anschauen.

  21. @Esther: Vielen Dank für diesen Hinweis! Dürfte soetwas eigentlich in D gezeigt werden? Sollte für so einen Spot Geld für Werbezeiten benötigt werden, so würde ich mich gerne daran beteiligen….
    Das Argument: “Das ist so entsetzlich – da kann ich gar nicht hinschauen…” sollte kein Argument bleiben. Wenn man bedenkt, wie unglaublich viel Geld in all unseren Tierschutzarbeiten fließt, sollte es doch möglich sein, eine “echt große Kampange” – langfristig – zu planen…
    Es kann doch nicht sein, dass das, was Millionen über Millionen Tiere seit Jahrzehnten, weltweit ERLEBEN von den verursachenden Konsumenten noch nicht einmal ANGESCHAUT werden kann…..

    …. auch wenn sie anders aussehen – sie sind nicht weniger wert wie wir….

  22. Die Leute sollten sich mal einen Schlachthof angucken. Sie sollten mal hören wie die Tiere vor Angst schreien, ihre Panik sehen und sie sollten mal sehen wie lange diese Tiere noch zappeln wo sie doch angeblich betäubt werden. Sorry, aber Bio kommt mir auch nicht auf den Tisch, das ist genauso eine verlogene sch…e. Man muß sich die Massenproduktion von Fleisch einfach mal durch den Kopf gehen lassen. Soviel Fleisch wird gar nicht verzerrt und wenn es dann gammelig wird will man trotzdem noch Kohle damit machen. Nach dem Motto , ” was der Verbraucher nicht weiß , macht Ihn nicht heiß” Früher war das Schlachten da um zu überleben, heute wird geschlachtet um möglichst schnell viel Geld zu machen.Egal wie. Die Tiere werden hoch gespritzt und so unwürdig behandelt , das einem schlecht wird. So sieht das Fleisch heute aus und so schmeckt es auch…nach gar nix. Ich bin von ganz alleine Vegetarierer geworden, einfach weil es nicht mehr schmeckte. Die Frikadellen um 50% in der Pfanne geschmolzen sind und man gar nicht soviel würzen kann wie es eigentlich hätte schmecken sollen. Ich könnt kotzen wenn man sieht wie die hohen Bosse sich die Kohle einpacken und sich ins Fäustchen lachen weil sie wieder mal einen Gammeldeal abgezogen haben und dann Werbung übers Reinheitgebot machen …nee sorry, ich bin nicht so dumm das ich das wirklich glauben könnte. Was bin ich froh das es so mutig Leute im Tierschutz gibt die sowas aufdecken, wer weiß was wir sonst noch alles so in uns reinfuttern würden und an eine harmlose Magen -Darm Grippe denken würden nach dem man Nahrungsmittel solcher miesen Geschäftemacher gefuttert hat.

  23. Sorry für meine Ausdrucksweise aber ich bin so voller Wut wenn ich das immer sehe und lese wie die Tiere behandelt werden. Das geht mir so durch und man scheint so hilflos zu sein.

  24. Dass auf der grünen Woche viel Negatives verschleiert wird, ist typisch für den Bauernverband und die Agrarpolitiker, die ja nur die Agrarindustrie unterstützen, anstatt die bäuerliche Landwirtschaft – auch wenn sie das nicht zugeben.

    Ganz unseriös ist aber auch, dass viele Menschen (sowohl Qualfleischfresser als auch Vegetarier und Veganer) die Biotierhaltung schlechter machen als sie tatsächlich ist, mit der falschen Behauptung, sie wäre kaum besser als die konventionelle.

    Fakt ist, dass es auch in der Biotierhaltung Unterschiede gibt, die man zwischen mangelhaft bis sehr gut bewerten kann, oft sogar innerhalb ein und desselben Bioverbandes, zum Teil sogar auf ein und demselben Bauernhof.

    Es kommt ganz darauf an, ob der jeweilige Biohof nur die Mindeststandards einhält oder diese weit überschreitet.

    Ich bin der Meinung, dass man eine Schweinehaltung nur dann als gut bezeichnen kann, wenn alte, ursprüngliche Rassen gehalten werden, es keine Kastenstände für die Muttersauen gibt, wenn der Stall mit Stroh eingestreut ist und die Schweine nicht nur einen Laufhof haben, sondern auch eine Weide, ferner vor dem Kastrieren mit Narkose betäubt werden und die Schlachtung auf dem eigenen Hof erfolgt.

    Erfreulicherweise gibt es auch solche Schweinehaltungen, leider aber nur selten.

  25. @Angela….auch Biosäue sterben nicht gerne, nur für die Gaumenbefriedigung des unersättlichen Menschen! Go Vegan! Das ist der einzigste Weg, um Tierleid zu umgehen. Alles Drum-Herumgerede über Bio oder nicht ist zwecklos. KEINE Tiere essen, das ist die Lösung!!!!

  26. Hm.. gut, dass ich seit 2 Jahren keine Tierprodukte mehr futter.. das Gewissen nervt nicht mehr und körperlich ging es mir noch nie so gut.

  27. Da kann man nur hoffen, dass solche Bilder immer mehr in die Öffentlichkeit gelangen. Allein Betroffenheit reicht da aber nicht, die Menschen müssen Konsequenzen daraus ziehen, denn wo Nachfrage, da das Angebot… :-(

  28. Es müsste noch mehr an die Öffentlichkeit kommen…wenn es nach mir ginge würden solche Bilder auf den Fleischverpackungen abgebildet sein damit man auch gleich weiß was man da isst (wer sich mit Fleisch ernährt)….ich bin jedenfalls “froh” darüber dass es solche Bilder für die Öffentlichkeit gibt damit man weiß das es auf jedenfalls richtig war auf “tierische” Produkte zu verzichten. LG, Dani

  29. Dumm gelaufen!
    Da war offenbar auf dem Erlebnisbauernhof etwas schiefgelaufen: Nachdem am Dienstag der Teufel los war im Flatdeck, herrschte ab Mittwoch große Ruhe, so große Ruhe, daß manche der Mastläufer sich noch nicht einmal mehr zum Fressen und Trinken ganz erheben mochten. “Böse Zungen” argwöhnten, daß die armen Tiere mit Hilfe von Mittelchen der Pharmaindustrie ruhiggestellt wurden. Klar, daß das von offizieller Seite dementiert wurde. Als Grund für die Keilerei wurde Fragenden beschieden, die Beißereien seien auf das Zusammenstellen der Gruppe aus mehreren Herkünften zurückzuführen. Komisch nur, daß die Ferkel erst nach fünf Tagen merkten, daß sie keine Geschwistertiere waren!
    Fakt ist, daß in Praxisbetrieben so etwas an der Tagesordnung ist. Nur so ist zu verstehen, daß die Veterinäre nichts dabei gefunden hatten. Sie sind eben in der Mehrzahl offenbar schon zu sehr abgestumpft.

  30. Schöner Bericht

    Aber ganz ehrlich, Vegetarier zu werden bringt doch nichts. Außer vielleicht um sein Gewissen zu beruhigen.

    Bio- Hühner bzw. Bio- Kühe werden doch genauso geschlachtet. Oder etwa nicht ?!

    Am besten gleich Veganer werden und keine Tiere- Tierprodukte mehr konsumieren !

    Es geht nämlich auch ohne

  31. ich dachte auch immer vegan werden sei sehr schwer, bis ichs dann einfach mal ausprobiert hab. nun bin ich seit mittlerweile über fünf jahren vegan, und sehr glücklich damit – gerade wenn ich solche bilder sehe.

  32. Zitat von Christl (6. Beitrag) : “Leider gibt es viele Menschen, die sich das aus finanziellen Gründen überhaupt nicht leisten können,ich denke da u.a. auch gerade an Hartz IV-Empfänger. Oder Rentner mit sehr niedriger Rente, denen bleibt doch gar nichts anderes übrig als auf “Billigware” zurück zu greifen.”

    Wenn man sich sowas aus finanzielle nicht Leisten kann, kann man es sich halt nicht kaufen. Schluss aus! Ich kann mir auch keinen neuen Computer kaufen, wenn ich es mir nicht leisten kann. Das Problem ist, dass die Leute einfach soweit nicht denken. Einfach Schade. Ich kann mir es sogar soweit vorstellen, dass es Fleisch bald auch in Ratenzahlung gibt. *kopfschüttel*

    Bin jetzt seit über 5 Wochen vegan und sehe keine Schwierigkeiten mich so zu ernähren. Ich habe zwar den Vorteil, dass ich in Berlin lebe und es hier viele Bioläden und auch Läden gibt, die ausschließlich pflanzliche Lebensmittel anbieten. Aber wir leben in einer Zeit in der man auch über das Internet versorgt werden kann.
    Es gibt genug vegane Shops im Internet. Jeder kann es für eine Woche versuchen und vielleicht dann noch eine Woche dran hängen. Ich denke, dann wird klar werden, dass es wirklich geht. Man muss auf nichts verzichten, nur die Augen offen halten und sich informieren. Ich esse Suppen, Eintöpfe, viele verschiedene Salate, Aufläufe, Spaghetti “Bolognese” (natürlich pflanzlich), Schokolade, Gummibärchen, Eis, Kuchen, Plätzchen, Kekse, Chips (um noch ein paar ungesunde Sachen zu nennen) und das ist noch längst nicht alles.

    Informiert euch und lebt bewusst. :)

  33. Ich möchte ja niemandem zu nahe treten, jedoch empfinde ich es nicht als die ultimative Lösung, deswegen einfach Veganer zu werden. Damit schafft man sich das Problem nicht vom Hals, sondern nur das schlechte Gewissen.
    ——————————–
    Zitat von Samuel (Beitrag 26):
    Hm.. gut, dass ich seit 2 Jahren keine Tierprodukte mehr futter.. das Gewissen nervt nicht mehr und körperlich ging es mir noch nie so gut.
    ——————————–

    Sicherlich kann es dazu beitragen, dass dieser Industriezweig hier und da etwas zu schwächeln beginnt, wenn der eine oder andere zum Veganer wird. Doch schlussendlich wird das nicht ausreichen. Es ist auch klar, dass der Einzelne als Bestandteil der Gemeinschaft, sehr wohl im Stande ist Veränderung zu bewirken. Und hier ist definitiv nicht die Veränderung vom Fleisch- zum vollwertigen Pflanzenfresser zu verstehen! Das wäre nur eine Veränderung der eigenen Person (auch wenn das dem Menschen mitunter doch am schwersten fällt).
    Gesetzt dem Falle, man entschiede sich dazu, vom Fauna- ins Flora-Lager zu wechseln, was die Ernährung betrifft. Was macht man dann, um die Probleme der Massentierhaltung zu lösen???
    Im Prinzip wahrscheinlich gar nichts, denn das Gewissen ist ja beruhigt und “nervt nicht mehr”. Dafür kann man sich dann wahrlich nicht auf die Schulter Klopfen.
    Sicher…, man unterstützt die Massentierhaltung in gewisser Weise nicht mehr, doch etwas dagegen unternommen hat man auch nicht. Passiver Protest oder Boykott kann Wirkung haben, doch es bleibt zu bezweifeln, dass die Menge an Vegetariern und Veganern (nur mal Deutschland in Betracht gezogen) wirklich ausreicht, damit auf passivem Weg eine Veränderung eintritt.

    Ein wesentlich klareres Zeichen ist dagegen, die vom ASS recherchierten Vorfälle ohne etwas zu verschönen zu veröffentlichen. Ein klareres Zeichen ist es, wenn man sich offen gegen die Massentierhaltung ausspricht und aktiv dagegen vorgeht. Ein profitorientiertes Unternehmen in der Größenordnung, wie sie bei Mastbetrieben vorliegt, wird sich einen Dreck darum scheren, ob im Vorjahr wieder 1.000 oder vielleicht sogar 10.000 neue Vegetarier/Veganer dazu gekommen sind, oder nicht.

    Dazu mal eine kleine Rechnung, die davon ausgeht, dass derzeit alle Einwohner Deutschlands (ca. 82 Mio) keine Vegetarier oder Veganer sind. Unter der Annahme, der oben genannten Anstiegsrate von 10.000 hinzukommenden Vegetariern/Veganern pro Jahr, ergibt sich, dass bei ca. 82.000.000 Mio Einwohnern eine Zeitspanne von 2.050 Jahren, bis ein Viertel der Bevölkerung kein Fleisch mehr isst.

    Es ist somit davon auszugehen, dass aktiver Protest, sowie aktive Beteiligung an Veränderungen wesentlich mehr Wirkung haben wird als einfach nur Vegetarier oder Veganer zu werden.

    Ein weiteres wesentlich klareres Zeichen ist es gewesen, als Jamie Oliver (ein britischer Koch aus dem TV), vor laufender Kamera erst ein Huhn hinrichtet und anschließend vorführt, was mit männlichen Küken passiert.
    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,565865,00.html
    In keinem Fall will ich gutheißen, dass derartige Methoden die Basis sein sollten, um Veränderung zu erreichen. Jedoch entbehrt sich dieser Vorfall im TV doch einer großen Entschlossenheit für Veränderung. (Der Mensch merkt sich ohnehin viel einfacher, was schlecht ist in seinem Leben oder an seinem Dasein, als sich auf die Gegenteile zu berufen.)

    Um es letztlich auf den Punkt zu bringen:
    Wer Veränderung will, der muss seinen Hintern schon bewegen, sich nicht hinter einem beruhigten Gewissen verstecken und die Augen weit öffnen für die Dinge die passieren. Und dafür ist es eigentlich egal, ob nun Fleisch- oder Pflanzenfresser!

    P.S.: Auch wenn ich ihn nun gar nicht kenne, freue ich mich für Samuel (Beitrag 26), dass es ihm körperlich gut damit geht, dass er auf Tierprodukte verzichtet. :)

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