Schweineleben im Vergleich
Im Sommer 2009 startete das Projekt »pig-vision«. Die Idee: Das Leben von zwei Schweinebrüdern
verfolgen, die in der konventionellen Haltung geboren wurden. Während »X15« vom Abferkelkäfig der Mutter über die Mast bis hin zur Schlachtbank mit der Kamera begleitet wurde, durfte sein Bruder »Jackpot« auf einen Gnadenhof ziehen.
Den Tod von X15 hat das pig-vision-Team zum Anlass genommen, die zwei so unterschiedlichen Schweineleben in Videos gegenüberzustellen. Auch wenn die Unterschiede auf der Hand liegen, sei erwähnt, dass der Bauer, der das Kamerateam hat filmen lassen, vergleichsweise hohe Haltungsstandards hat. So hat er z.B. darauf verzichtet, den Schweinen einen Teil des Schwanzes abzuschneiden. Damit nimmt der Bauer eher eine Sonderstellung ein, denn in den meisten europäischen Betrieben ist das (illegale) Schwanzkürzen Standard, um zu verhindern, dass die Tiere sich vor Langeweile gegenseitig blutig beißen.
Die Leben der beiden Schweine können Sie hier vergleichen.
Hintergrundinformationen über die Schweinehaltung finden Sie hier.











Leider können wir nicht alle Tierqualen verhindern, da sich vieles im Verborgenen abspielt. Man denke z.B. nur an die unzähligen Kaninchen ,die im Kinderzimmer od. dunklen Schuppen ein einsamen “Leben” im Käfig fristen! ABER, dass Leid und die Qualen der “Nutztiere” können wir, jeder einzelne von uns, einfach und gewaltlos verhindern, indem wir keine Leichenteile von den misshandelten Tieren essen! Warum ist es nicht allen Menschen möglich darauf zu verzichten? Was ist so schwer daran, sich gesund und tierleidfrei zu ernähren? Wie kann man mit all dem Wissen um diese Verbrechen immer noch behaupten:”es schmeckt”!? Da freut sich ein Tierkind über Stroh im Transporter der es in den Tod fährt, weil es Stroh noch nie im Leben hatte. Möchte weiterspielen, artgerecht leben und wird brutal ermordet, weil es den Menschen “schmeckt”…….
…. so sehe ich das auch! Was wir denn nun nach dem “Projekt” mit dem Material? Wird das Material an Schulen geschickt? Projekttage organisiert? Sich mit anderen Orgas zusammengeschlossen (damit noch mehr Leute angesprochen werden können)? Was sagen denn die Politiker dazu? “Unser Ilse” zum Beispiel? Es gibt doch auch zumindest eine Tierschutzbeauftragte in Hessen – was ist deren Statement? Würde mich sehr interessieren, wie nun die Leute angesprochen werden, die sich bisher nicht um den Tierschutz gekümmert haben. LG Sandra
… auch ich schließe mich gerne an…
Im Übrigen finde ich die Gegenüberstellung “schön – schrecklich” SEHR GUT!!
Die Befürchtung, dass sich die derzeitigen PolitikerInnen – sobald sie einen bestimmten Rang erreicht haben – nicht mehr um Tiere/Natur kümmern, bestätigt sich leider immer wieder…
Ich schließe mich meinen Vorrednerinnen fast vollends an. Ich behaupte aber, viele Menschen essen heutzutage nicht mehr – sie fressen. Und zwar alles, was die Geschmacksnerven halbwegs befriedigt. Wie oft höre ich, dass Fleisch kiloweise eingefroren wird, weil’s im Discounter zur Zeit gerade im Angebot für 2,99 €/kg im Regal liegt. Keiner fragt sich, wie das denn sein kann. Und an diesem Zustand können wir nur mit der Bildung der Menschen langfristig etwas ändern. Kinder sind für gute Bildung besonders empfänglich – man muss sie aber auch endlich mal moderner verpacken und nicht wie vor 100 Jahren Schule betreiben. Seid Vorbild und lebt vegetarisch oder vegan. Wenn 1 Mensch Eurem Vorbild folgt, habt Ihr viel erreicht!
Liebe Grüße
Cornelia
Die Kampagne rüttelt hoffentlich den einen oder anderen wach, aber ich finde es auch zynisch, die Spannung der Bilder zwischen dem beschützten Glücklichen und dem Armen, der chancenlos ins Messer läuft, für die emotionale Aufruhr zu benutzen. Der Geschlachtete ist der doppelt Gelackmeierte, sogar von selbsternannten Gutmenschen. Braucht es wirklich immer grausamere Filme und (Gedanken-)Experimente, damit mehr Menschen bereit sind, sich in die fühlende Kreatur einzufühlen? Diese Beobachtung zeugt von keinem echten Respekt vor der Kreatur, sondern hier schwingt auch sowas unnatürlich distanziert Selbstgefälliges mit, wie lieber Gott spielen. Ich find´s widerwärtig. PS: Ich esse kein Fleisch, aber dazu brauchte ich keine so grausamen Gegenüberstellungen.