Die Schweinegrippe und die Massentierhaltung

Veröffentlicht am 3. Sep 2009

grippevirus-a_murphy-fa-centers-for-disease-control-and-preventionBislang haben sich deutsche Wissenschaftler kaum getraut, die Schweinegrippe mit der Massentierhaltung in Verbindung zu bringen. Zu mächtig ist die deutsche Agrarlobby, der auch Verflechtungen mit verschiedenen Universitäten vorgeworfen werden.

Umso erfreulicher ist es, dass sich jetzt der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) offensiv zum Thema positioniert hat. Prof. Dr. Thomas Löscher, BDI-Experte und Leiter der Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München, sagte gegenüber Focus, dass die Häufigkeit von Influenza-Infektionen mit der Dichte von Schweinen in der Massentierhaltung erheblich zunimmt.

Weiterhin sagt Prof. Löscher: »Von Schweinen weiß man, dass sie sowohl anfällig für Influenza-Viren bei Vögeln als auch für menschliche Virustypen sind.« Der enge Kontakt zu Menschen und teilweise auch Hühnern sei daher sehr gefährlich. Und weiterhin sagt er: »Eine artgerechtere Haltung in kleineren Populationen würde die Gefahr der Entstehung und Ausbreitung neuer gefährlicher Influenza-Virus-Typen vermutlich deutlich verringern.«

Dr. Michael Greger, der bei unserer befreundeten US-Tierschutzorganisation HSUS den Bereich »Gesundheitswesen und Massentierhaltung« leitet, hat uns exklusiv seine neue DVD zum Thema zukommen lassen. Dr. Greger identifiziert zehn Faktoren, die die Entstehung gefährlicher Krankheiten in der Massentierhaltung begünstigen:

  1. Die bloße Anzahl der Tiere: Dadurch, dass mehrere tausend Tiere in einem Stall gehalten werden, haben neue Viren viele Möglichkeiten, sich zu vermehren und auszubreiten. Wissenschaftliche Studien belegen, dass sich Schweine in großen Ställen (über 5.000 Tiere) bis zu neun Mal öfter mit Schweinegrippeviren anstecken als Schweine in kleineren Ställen (weniger als 1.000 Tiere).¹
  2. Die Dichte der Tiere und Tierarten: Dadurch, dass die Abstände der Schweine- und Hühnerställe immer geringer werden, wird die Übertragung von Krankheiten erleichtert. Wissenschaftler sprechen höflich davon, dass es »unvernünftig« ist, Ställe so dicht beieinander zu positionieren.²
  3. Die drangvolle Enge: Dadurch, dass so viele Tiere auf engstem Raum gehalten werden, können sich Schweinegrippeviren sehr schnell per Tröpfcheninfektion verbreiten.³
  4. Stress: Je weniger Platz die Tiere haben, desto höher ihre Stresslevel. Auch Abferkelgitter, die es Muttersauen noch nicht einmal ermöglichen, sich um die eigene Achse zu drehen, geschweige denn ihre natürlichen Triebe wie den Nestbau auszuleben, erhöhen den Stress. Säue, die nicht die Möglichkeit haben, Nester zu bauen, haben im Vergleich zu Säuen mit Stroh und Platz zum Nestbau ein 2,5-fach erhöhtes Risiko, sich mit verschiedenen Formen der Schweinegrippe zu infizieren.⁴
  5. Zu wenig frische Luft: Schweine in der Massentierhaltung leben in und über ihrem eigenen Kot. Wenn dieser sich zersetzt, wird Ammonium frei. Dieses Gas greift die Atemwege an und macht die Tiere empfänglich für Krankheiten.⁵
  6. Kein oder kaum Sonnenlicht: »Moderne« Schweine sehen während ihres kurzen Lebens nie oder fast nie die Sonne. Das ist ein Problem, denn UV-Strahlen zerstören Grippeviren. Im Sonnenlicht halten sich z.B. Vogelgrippeviren nur 30 Minuten. Im Schatten halten sich Viren dagegen mehrere Tage, in Gülle sogar mehrere Wochen.⁶
  7. Die Mengen an Gülle: Viren können sich verbreiten, wenn Gülle auf Felder gesprüht wird.⁷ Außerdem können die Lüftungsanlagen in Massentierhaltungsställen Grippeviren über mehrere Kilometer hinweg in die Landschaft blasen.
  8. Krankheitsüberträger: Die Güllemengen ziehen Fliegen an, die Viren über mehrere Kilometer verbreiten können (z.B. in den nächsten Massentierhaltungs-Stall).⁸ Das zeigt, dass Begriffe wie »Biosicherheit« in Verbindung mit der Massentierhaltung mit Vorsicht zu genießen sind. Mitarbeiter können ihre Gummistiefel noch so gründlich desinfizieren: Systeme, in die keine Fliegen eindringen können, sind uns nicht bekannt.
  9. Impfungen: Die gängigen Impfstoffe, die Schweinen verabreicht werden, sorgen oft nur dafür, dass die Symptome von Erkrankungen milder verlaufen. Außerdem werden einige Impfstoffe verdächtigt, Mutationen in den Viren zu begünstigen, was wiederum die Gefahr für den Menschen erhöht.⁹
  10. Tiertransporte: Nimmt man einige der obigen Faktoren zusammen, so wird schnell klar, dass Tiertransporte die Verbreitung von Viren massiv beschleunigen können (z.B. über Fliegen, die einen Teil der Strecke bei den Schweinen bleiben).

Man kann also nur staunen, dass die Massentierhaltung in der heutigen Form noch immer erlaubt ist. Jetzt, wo sich die wahren Kosten von billigem Fleisch offenbaren, ist die Politik gefragt, zu handeln und das aktuelle System der Fleischproduktion schnell zu beenden. Stattdessen stellt sich die Regierung auf die Seite der Agrarlobby, benennt die Schweinegrippe kurzerhand um, gibt Unsummen für wenig erprobte Impfstoffe aus und erklärt, dass der Konsum von Schweinefleisch unbedenklich ist. Insbesondere letzteres ist extrem kurzfristig gedacht. Langfristiges Denken ist leider bislang Fehlanzeige.

Wenn Agrarindustrie und Politik versagen, ist der Konsument gefragt: Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt bittet Verbraucher, den Fleischkonsum generell, oder zumindest die Mengen und die durch die Kaufentscheidungen unterstützten Haltungsformen, zu überdenken.

Quellenangaben

¹ Zoonoses Public Health Nr. 55/2008 S. 342-351; The Canadian Journal of Veterinary Research Nr. 72/2008 S. 7-17
² Rev. sci. tech. Off. int. Epiz. Nr. 23/2004, S.453-465
³ Vet. Res. Nr. 31/2000 S. 313-327
⁴ Berl. Münch. Tierärztl. Wschr. Nr.107/1994, S. 256-262
⁵ Am J Vet Res Nr.10/1991
⁶ Rev. sci. tech. Off. int. Epiz. Nr. 14(2)/1995, S.435-445
⁷ J Swine Health Prod. Nr. 12(2)/2004, S. 78-81
⁸ The American Journal of Tropical Medicine and Hygiene Nr. 75(2)/2006, S. 327-332
⁹ The Canadian Journal of Veterinary Research Nr. 71/2007, S. 207-212


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18 Kommentare | Zum Kommentarfeld»

  1. Erst pfercht der Mensch die Tiere in riesigen Beständen zusammen und nimmt ihnen jede Möglichkeit einer auch nur annähernd artgerechten Haltung, oftmals ohne Bewegungsmöglichkeit und Licht.
    Und dann wird ihnen zu allem Überfluss auch noch die Schuld an daraus resultierenden Krankheiten für die Menschen gegeben. Hier versucht der Mensch, die Opfer auch noch zu Tätern zu machen.Verachtenswert!

  2. ich denke die Bevölkerung müßte viel mehr aufgeklärt werden. Viele wissen bestimmt nicht, dass die Massentierhaltung so grausam ist. Es ist ja nicht jeder in einem Tierschutzverein, der die meisten Informationen bietet. Es müßten draussen große Plakate zur Aufklärung angebracht werden, die jeder sehen/lesen kann.

  3. Jeder Verbraucher, der Fleisch und Tierprodukte von Tieren aus Massentierhaltung kauft, trägt eindeutig eine Mitverantwortung. Es kann nicht angehen, dass man meint, “Lebensmittel” für `nen Appel und `n Ei bekommen zu können. Man sollte bereit sein, einen angemessenen Preis für Qualität und ethisch verantwortliche Produktion zu bezahlen. Davon profitieren die Tiere und selbstredend vor allem auch der Mensch.

  4. Zu sagen, dass Tierausbeutung “artgerechter” werden soll, ermuntert die Konsumenten dazu, sich bei dieser Art der Tierausbeutung wohler zu fühlen. Letztendlich fördert dies den fortgesetzten Konsum von Tierprodukten und könnte das Leiden und Sterben unterm Strich sogar noch erhöhen!

    Die Lösung ist, die Ausbeutung von Tieren abzuschaffen, nicht zu regulieren!

  5. Dankeschön für den neuen hervorragenden Flyer-Text. Ich werde gleich nächste Woche in den Copy-Shop meines Vertrauens ziehen und mal wieder zu ausgedehnten Spaziergängen in meiner Heimatstadt ansetzen! :)

  6. Wäre ich nicht Vegetarier, würde ich den “Anlassfall” Schweinegrippe als Anstoß nehmen
    meine Ernährung umzustellen. Wenn man es genau nimmt, ist Fleischkonsum in der heutigen Zeit nicht nur – kraft der widerwärtigen Produktionsprozesse – sehr wenig ethisch sondern
    auch nicht mehr artgerecht. Warum ? Eine Ernährungsform, die für den Konsumenten ungesund ist und die Umwelt über Gebühr belastet, kann nicht artgerecht für eine funktionierende Gesellschaft und Menschheit sein. Fleischkonsum ist ein großes Übel auf dem Wege. Schlechte Gewohnheiten in gute zu verwandeln ist eine der Aufgaben des entwicklungsfähigen Menschen. Wir schulden den Tieren Achtung und Fürsorge. Die Menschheit hat in ihrem Leben bereits genug tote Tiere verspeist – jeder Einzelne von uns trägt eine persönliche Verantwortung ! Die Zeit
    für kopfloses Herdentierverhalten ist für den Menschen eindeutig vorbei. Der Verzicht auf Fleischkonsum ist ein wichtiger Schritt Richtung Heilung !

  7. Auch wenn mein Vorschlag unorthodox ist: Sie sollten die Erkenntnisse über die Verbreitung der Schweinegrippe und ihre Ursachen in der “Bildzeitung” bekannt geben, möglichst auf der ersten Seite.Dann dürfte Ihnen auch ein Leserklientel sicher sein, das sonst nicht an diese Informationen komt. Unsere Politiker sind von einer unbeschreiblichen Arroganz. Bei ihrer Vereidigung müssen sie schwören, alles zum Wohle des Volkes zu tun. Für mich ist das leider eine leere Phrase.
    Haben das evtl. alle klebrige Finger? Ich gehe davon aus, dass unsere Politiker alle nicht nach bestem Wissen und Gewissen frei entscheiden können
    Ich habe meinen Fleischkonsum seit etlichen Jahren auf ein Minimum beschränkt und wenn, dann kaufe ich nur bei einem Metzger, dem ich was Haltung und Fütterung der Tiere angeht, vertrauen kann.

  8. Ich schließe mich meinen Vorrednern vorbehaltlos an!
    Im übrigen hat sich inzwischen ja wohl herumgesprochen was Massentierhaltung und Tiertodestransporte bedeuten. Wenn Menschen nicht so perfekt im Verdrängen unbequemer Inhalte wären, gäbe es nicht nur viel mehr Vegetarier, auch Veganer wären auf dem Vormarsch.
    Fast das übelste an diesem Thema ist allerdings die Haltung der sog. “großen Parteien” dazu.
    Es gibt leider nur eine einzige Partei, die zumindest ansatzweise moralischer handeln würde. (Sie war sogar schon einmal mit in der Regierungsverantwortung).

  9. Ich finde es auch abstossend wie wir Menschen mit Tieren umgehen.

    Auch ich esse immer weniger Fleisch.

  10. Leider rührt das schreckliche Leiden dieser armen Kreaturen daher, dass sie heutzutage nicht als Lebewesen, sondern lediglich als WARE betrachtet werden, mit der man/frau gut ver-
    dienen kann. Ich selbst esse daher kaum noch Fleisch – und wenn hin u. wider – nur aus Ökotierhaltung und verrete das auch entsprechend!!!

  11. Kein Mensch braucht Fleisch – also sollte man auch keines essen, wenn man für Tierrechte und Tierethik eintritt.

  12. Jedem Menschen, auch dem simpelst gestrickten, leuchtet es ohne große wissenschaftliche Beweise ein, dass er sich in einer vollbesetzten U-Bahn leichter mit einem Schnupfen/ einer Grippe anstecken kann, als an einem einsamen Strand.
    Dass es sich bei einem Virus und zitausend zusammengepferchten Tieren ebenso verhält- dazu bedarf es erst einer “Studie” eines Herrn Prof. Dr.? Hintergrund dieser Info ist sicherlich keine neue Erkenntnis, sondern die Tatache dass ein renommierter Studiosus sich mit dieser Tatsache öffentlich gegen die Agrarlobbyisten stellt, anstatt pro-Agrar- Artikel unter die Leute zu bringen.
    Veganismus hat heute in etwa die Stellung, wie der Vegetarismus noch vor 20 Jahren: die meisten stehen ihm recht unwissend und auch verständnis- los gegenüber, weil die Vorstellungskraft, “was man denn dann noch essen könnte” nicht vorhanden ist. Aber das macht ja nichts:)
    Das zunehmende Angebot von veganen Produkten auch in regulären Supermärkten zeigt wachsendes Interesse und Nachfrage. Wer vegetarisch lebt und irgendwann für sich erkennt, dass dies auf dem Weg der Tierleidsvermeidung nur der erste Schritt ist, dem andere folgen müssten, möchte man umfassendes Tierleid vermeiden, den kann ich nur ermuntern, es vegan zu versuchen. Es ist nicht schwer:)))

  13. Ich denke es ist ein sehr schwieriges Unterfangen, die Menschen zu überzeugen, kein Fleisch mehr zu essen. Zu tief ist diese archaische Gewohnheit verwurzelt, obwohl heutzutage mensch wissen müsste wie es in der Massentierhaltung und auf Tiertransporten zugeht. Die Gleischgültigkeit der Meisten ist enorm. Es passt das Zitat “Erst kommt das Fressen und dann kommt die Moral”. Obwohl der Mensch ein vernunftbegabtes Wesen sein will, bleibt die Vernunft, wenn es ums Essen geht, auf der Strecke.

  14. Gerade die deutsche Bundesregierung und ihre Ministerien/Institute haben strikte Weisung von oben Kleinbestände aufzulösen, da angeblich gerade von denen Seuchengefahr ausgeht.
    Der Artikel zeigt, wie da gelogen und manipuliert wird um der AgrarINDUSTRIE unter die Arme zu greifen und all den kleinen Bauern, welche nur ein paar Schweine/Hühner etc. halten, den finanziellen Boden unter den Füßen wegzureißen.
    Gerade Klein- und Kleinstbestände werden artgerecht geführt.

  15. Dazu fällt mir nur ein:
    Die Dummen Rotten Sich Selber Aus. Auch Wenn Wir Den Umweg Über Die Massentierhaltung Gehen, Und Wahrscheinlich Die Meisten An Der Schweinegrippe Erkrankten, Vegetarier (Wie Auch Ich) Sind!? Naja Uns Fehlt Ja Auch Die Extradosis Antibiotika Aus Dem Schweinefleisch… ;-)

  16. Das Bild im Artikel ist kein Beweis für ein Virus, denn es stellt kein isoliertes Virus dar, wie es als Beweissicherung notwendig wäre, es müßte ein einziges Teil sein und nicht ein Haufen von irgendetwas. Die Frage stellt sich ganz anders: gibt es überhaupt Viren oder ist es ein Hirngespinst auf der falschen Säftelehre auf die sich der ganze Unsinn mit den Viren aufbaut. Wenn es dieses angebliche Virus tatsächlich geben sollte, dann wäre eine Übertragung trotzdem nicht möglich, das wäre so als ob ein Schmetterling einen Elefanten begattet, reiner Unsinn, Also weg von diesem Schwachsinn von Schweinegrippe und ihrer tödlichen Impfung. Die Frage muss lauten weshalb so viel Aufwand für eine angebliche Sommergrippe die so gut wie kein Todesopfer gefordert hat, an der Grippe sterben jedes Jahr anscheinend ca. 12.000 Menschen und da redet niemand von einer Zwangsimpfung, also was ist der Hintergrund, eine Reduzierung der Menschheit über Tamiflu der richtige Name lautet “Toxisch Amiflu” ein Blutverdickungsmittel.
    Ich bin überhaupt gegen Tierhaltung, denn wir brauchen vom Tier so gut wie nichts um zu leben, schon gar nicht ihr beseeltes Fleisch. Also hin zur Vernunft und Wahrheit und weg von der Schweinegrippe-Lüge.

  17. Dem Beitrag von Wolfgang möchte ich mich hiermit anschließen – was seit Wochen mit der „Schweinegrippe“ betrieben wird, die wohl situativ immer mal einen anderen Namen bekommt, ist doch insbesondere eine aktive Unterstützung der ach-so-armen Pharma-Industrie und vermutlich einiger anderer Wirtschaftszweige durch die Politik.

    Statt immer wieder darzustellen, welch wichtige Stellung die Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise haben, statt ausgleichende Tätigkeiten zum täglichen 8-Stunden-Job zu forcieren, statt in Kindergärten, Schulen, Berufsschulen und selbst Universitäten eine aktive Wissensvermittlung zu den Themen Ernährung, Umweltbewusstsein zu ermöglichen– wozu außer den Themen Ordnung und Sauberkeit, Energiegewinnung, Umgang mit Wasser und Ressourcen eben auch die Achtung vor LEBENDEN Organismen, wie Tieren und Pflanzen gehören und welche Stellung sie für uns alle im großen Stil und auf lange Sicht haben und nicht nur für den Einzelnen, stattdessen wird mit immer wieder neuen Mitteln, wie im Moment der Schweinegrippe, an denen diese nun wohl auch noch selbst schuld sind, gezielt Angst und Schrecken unter der Bevölkerung verbreitet unter Zuhilfenahme der Medien, die dies mit sich machen lassen (müssen?).

    Ich bin kein erklärter Vegetarier, esse jedoch fast nie Fleisch oder Wurst, weil ich pflanzliche Produkte ohnehin viel schmackhafter und nahrhafter finde und weil die immer häufigeren Berichte von Tierhaltungs- und Lebensmittelmissbräuchen mir auch das letzten Quäntchen Appetit daran vergehen lassen. Jedoch darf dies wohl jeder für sich entscheiden. Allerdings sollten wir heute von JEDEM entscheidungsfähigen Menschen erwarten können, dass er nicht nur drauflos isst, sondern auch darauf achtet, woher und wie das, was er verzehrt, auf den Tisch kommt, dass er neben den Geschmackspapillen auch noch mal das Gehirn mit zu Entscheidungen heranzieht, das leibliche Wohl betreffend. Nur so kann wohl einer Massentierhaltung sowie einer Verfälschung von Tieren und Pflanzen durch Genmanipulation wirksam entgegengetreten werden. Solange es genug Menschen gibt, denen es völlig egal ist, wie es ihren Nachbarn oder gar unser aller Nachfahren ergeht, wird sich Dank „durchgreifender Politik“ nichts nennenswert daran ändern…

  18. Viele der o.a. Schreiben sollten in den Tageszeitungen veröffentlicht werden,denn wir,die Tierfreunde und Vegetarier ,wissen doch sowieso alles .Gestern,beim sogenannten Schlagaustausch-Merkel-Steinmeier ,wurde das Tier nicht einmal erwähnt.

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