Professoren gegen die organisierte Verantwortungslosigkeit (Massentierhaltung)

Veröffentlicht am 19. Mai 2010

In den Niederladen haben sich knapp 250 Professoren zusammengeschlossen, um für ein Ende der industrialisierten Massentierhaltung einzutreten. In einem Positionspapier verdeutlichen die Wissenschaftler die Probleme der Massentierhaltung und zeigen Lösungsmöglichkeiten auf.

Auch wenn wir in der Vergangenheit schon auf praktisch alle Punkte des Papiers eingegangen sind: Die niederländischen Professoren bringen die verschiedenen Themenbereiche so zielgenau auf den Punkt, dass wir sie in freier Übersetzung zusammenfassen. Bitte beachten Sie, dass die Formulierungen von führenden Wissenschaftlern und nicht von Tierrechtsorganisationen stammen.

Tierschutz

Die industrielle Massentierhaltung hat sich zu einem effizienten, technisierten System entwickelt, in dem Tiere den Bedürfnissen der Industrie angepasst werden. Das geht bis zu dem Punkt, dass die Tiere meist ohne Betäubung verstümmelt werden: Schnäbel, Schwänze, Hörner und Geschlechtsteile werden abgetrennt, Zähne werden abgeschliffen.

Die Tiere sind teilweise so überzüchtet, dass sie buchstäblich zu Tode wachsen (Masthühner), ihre Nachkommen nicht mehr auf natürliche Weise auf die Welt bringen können (Milchkühe) und ihnen Probleme mit Herzen und Beinen angeboren sind (Schweine). Kälber werden sofort nach der Geburt von ihren Müttern getrennt und leiden an Blutarmut, weil ihnen kaum Eisen zugeführt wird, damit sie helles Fleisch liefern. Die Brüder von Legehennen werden nach dem Schlüpfen vergast oder zerhäckselt, weil es keine Verwendung für sie gibt. Bei der Schlachtung gibt es keine Garantie dafür, dass die Tiere wirkungsvoll betäubt wurden, oder dass sie wirklich tot sind, wenn sie am Schlachthaken hängen.

Dass es soweit kommen konnte, erklären die Professoren mit dem psychologischen Phänomen der pluralistischen Ignoranz: Verbraucher und sogar Landwirte missbilligen prinzipiell die Zustände in der Tierhaltung, beruhigen sich jedoch damit, dass niemand etwas unternimmt, weshalb es ja doch nicht so schlimm sein kann. Und wenn es doch schlimm wäre, würde ja die Regierung etwas unternehmen. Dieses Nichtstun wird wiederum von Politikern und Unternehmen so gedeutet, dass die Konsumenten mit den gängigen Praktiken einverstanden sind, wodurch sich der Kreis wieder schließt: Alle Beteiligten denken, dass alles in Ordnung wäre, weil niemand etwas unternimmt.

Selbst wenn Konsumenten sich bemühen, Lebensmittel mit erhöhten Tierschutzstandards zu kaufen, wird es ihnen sehr schwer gemacht. Das Bio-Siegel ist beispielsweise kein Garant für hohe Standards (Anm. d. Red.).

Zerstörung der Böden

Bei der Produktion jedes Kilogramms Fleisch entstehen ca. 6 kg Gülle. In Regionen mit intensiver Massentierhaltung sind die Folgen sind eine Versäuerung und Überdüngung der Böden sowie die Verunreinigung von Grund- und Trinkwasser. Weitere Folgen sind – je nach Lage – die Verödung von Grünland und Waldsterben. Auch die Fauna wird durch die Überdüngung geschädigt (insbesondere große Insekten), was negative Auswirkungen auf gesamte Ökosysteme hat.

Phosphat ist ein essentieller Nährstoff für Pflanzen. Dadurch, dass Futter häufig aus dem Ausland importiert wird, importieren wir große Mengen dieses Minerals, das Tiere über ihre Exkremente wieder ausscheiden, wodurch hier eine schädliche Über- und im Ausland eine Unterversorgung entsteht, die voraussichtlich noch in diesem Jahrhundert zu gravierenden Problemen führen wird. In einem Satz: Wir setzen die Zukunft der Nahrungsmittelversorgung aufs Spiel.

Welternährung

Durchschnittlich 5 kg Getreide werden benötigt, um 1 kg Fleisch zu produzieren. Bereits 40% der weltweiten Getreideernte werden von »Nutztieren« verschlungen, und wenn die Prognosen der Welternährungsorganisationen zutreffen, wird sich die Nachfrage nach Fleisch bis zum Jahr 2050 verdoppeln. Bereits jetzt werden Regenwälder für die Fleischproduktion abgeholzt und bereits jetzt leiden eine Milliarde Menschen an Hunger. Und das, obwohl weltweit genug pflanzliche Lebensmittel produziert werden können, um weit mehr als 10 Milliarden Menschen zu ernähren.

Wasserverschwendung

Die Fleischproduktion verschlingt besonders viel Wasser. Es wird vorausgesagt, dass bereits im Jahr 2017 70% der Weltbevölkerung Probleme mit dem Zugang zu ausreichend Süßwasser haben werden, und trotzdem verbrauchen wir große Mengen davon für die Fleischproduktion – insbesondere in ärmeren Ländern, die Futter produzieren.

Klimawandel

Laut Welternährungsorganisation verursacht die Tierhaltung 50% mehr Treibhausgase als alle PKW, LKW, Züge, Schiffe und Flugzeuge zusammen. Neuere Schätzungen kommen sogar zu noch dramatischeren Ergebnissen.

Öffentliche Gesundheit

Alle ernstzunehmenden Experten raten, den Konsum tierischer Proteine und Fette stark zu reduzieren. Trotzdem werden mittels nationaler und europäischer Steuergelder Kampagnen finanziert, die einen noch höheren Verzehr bewerben. So wachsen die Risiken an Herz- und Gefäßkrankheiten, Krebs, Fettleibigkeit und Diabetes zu leiden, weiter an.

Weitere Gesundheitsrisiken ergeben sich aus der Verwendung von Antibiotika in der Tierhaltung, was zu resistenten Krankheitserregern führt. Außerdem wird es zunehmend schwieriger, Hühnerfleisch zu kaufen, das nicht mit Salmonellen oder Campylobacter belastet ist. In allen anderen Bereichen der Lebensmittelerzeugung würde das zu Konfiszierungen und der Schließung von Fabriken führen. In der Fleischproduktion wird es dagegen fast schon als normal angesehen.

Finanzielle Auswirkungen

Die Argumente vieler Politiker und Massentierhalter lassen sich so zusammenfassen: Eine wachsende Agrarindustrie trägt zum Wirtschafts-, Export- und Einkommenswachstum (der Massentierhalter) bei und ist daher zu begrüßen.

Dem sind zwei Argumente entgegenzuhalten: Wenn ethische Grenzen überschritten werden (siehe »Tierschutz«), werden finanzielle Überlegungen irrelevant. Heutzutage verteidigt auch niemand mehr die Sklavenhaltung oder die Kinderarbeit, auch wenn durch sie eventuell wirtschaftliche Vorteile zu erreichen wären. Außerdem ist die Argumentation der wirtschaftlichen Vorteile schlichtweg falsch, weil sie nicht die hohen Kosten einberechnet, die Mensch, Tier und Umwelt durch die Fleischproduktion auferlegt werden (siehe ebenfalls oben).

Zehn Forderungen der Wissenschaftler

1)      Die Regierungen müssen Veränderungen einleiten. Die Anstrengungen am Markt bzw. der Verbraucher reichen nicht aus. Unabhängige Regierungen sind notwendig (die Unabhängigkeit vieler Politiker ist in Frage zu stellen).

2)      Der Konsum tierischer Produkte muss bis 2020 um mindestens 33% gesenkt werden. Die Regierungen müssen die Öffentlichkeit über die Folgen des Konsums von Lebensmitteln tierischen Ursprungs intensiv und offen informieren.

3)      Alle Kosten der Fleisch- und Milchproduktion inkl. Umweltzerstörung und Belastungen des Gesundheitssystems müssen in die Preise einberechnet werden. Zusätzlich dazu sollte noch eine weitere Steuer auf diese Produkte erhoben werden.

4)      Wenn sich kein internationaler oder europäischer Konsens finden lässt, müssen einzelne Länder sich allein als Vorbilder positionieren.

5)      Dem Tierschutz muss eine zentrale Position eingeräumt werden, der sich deutlich in Verfassung und Gesetzen niederschlägt und die schlimmsten Praktiken (siehe oben) verbietet.

6)      Die Verwendung von Antibiotika und Hormonen in der Produktion tierischer Produkte muss verboten werden.

7)      Der Anfang sollte darin bestehen, wieder geschlossene Kreisläufe in der Lebensmittelproduktion zu etablieren.

8)      Bau und Expansion von Massentierhaltungen  aufgehalten werden. Es sollten gesetzliche Grenzen eingeführt werden, wie viele Tiere pro Hektar, Region oder Land gehalten werden dürfen.

9)      Landwirte müssen die Chance erhalten, sich auf die neuen Anforderungen einzustellen. Da die Politik einen großen Teil der Schuld für die falsche Entwicklung des Sektors trägt, sollte sie den Wandel zur Nachhaltigkeit unterstützend begleiten.

10)    Die Entwicklung von gesunden und schmackhaften pflanzlichen Lebensmitteln sollte gefördert werden, um Konsumenten den Umstieg zu einer weniger fleisch- und milchlastigen Ernährung zu erleichtern.

Eine vollständige englische Übersetzung des niederländischen Originaltexts inkl. Quellenangaben finden Sie hier.

Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt begrüßt den Verstoß der ProfessorInnen sehr und bittet Wissenschaftler in Deutschland und auf der ganzen Welt, sich nach dem niederländischen Vorbild zusammenschließen, um der industriellen Massentierhaltung entgegenzutreten. Die Politik ist aufgefordert, die erdrückende Beweislast zu den vielen negativen Auswirkungen der industriellen Massentierhaltung endlich ernst zu nehmen und entschlossen zu handeln.


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54 Kommentare | Zum Kommentarfeld»

  1. Eine tolle Zusammenfassung der wichtigen Argumente, die sollte doch jeden überzeugen! Hab die Nachricht gleich über facebook geteilt.

  2. Je schneller die Forderungen der Wissenschaftler umgesetzt würden desto besser. Die Verbraucher könnten aber wesentlich mehr erreichen als sie z. Zt. machen. Leider haben noch nicht so viele Menschen wie nötig ihre Verantwortung für ihren eigenen Konsum begriffen. Solange der Kunde/Verbraucher für etwas bezahlt wird sich nichts ändern. Wenn kein Geld mehr fließt geht die Veränderung rasend schnell. Also fragt nach bevor ihr für etwas Geld ausgebt! Besonders auch bei Nahrungsmitteln.

  3. Das ist zwar ein Anfang. Geht mir jedoch nicht weit genug. Warum stellt man nicht die Vorteile der vegetarischen oder veganen Ernährung in den Vordergrund.

  4. Ja, es ist ein Anfang, von dem ich hoffe, Deutschland macht ihn auch bald! Wenigstens!

  5. Hallo zusammen,

    ich finde die Vorgehensweise sehr gut!
    Lässt sich hier nicht eine “Kampagne” daraus stricken?!

    Nicht nur die Kompetenzen, auch die “monetäre Kraft” sollte gebündelt werden.
    Also ich wäre sofort dabei! Ich habe den Eindruck, dass manchmal an zu vielen Fronten gekämpft wird (natürlich auch berechtigter Weise). Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass dann der „finale Schlag“ oder eine wirklich ernstzunehmende „Opposition“ nicht aufgebaut werden kann.
    Stattdessen „verliert“ man sich in kleinen und vielen Themengebieten. Das ist sehr Schade und Nutzt letzenendes leider niemandem… Aus diesem Grund mein Tipp: Nach einem derartigen Bericht muss es die Möglichkeit zur Spende geben. Avazz hat es vorgemacht! Wenn viele kleine Beträge gespendet werden, dann kommt auch eine ordentliche Summe zusammen. Bzw., wenn ein Bündnis gegründet wird, dann muss dies lediglich auch nur auf der Seite „meiner Lieblingsorganisation“ stehen. Bitte nicht noch eine eigene Homepage ins Leben rufen! Das ist zuviel und lenkt „nur“ ab!

    Ich habe den Eindruck, dass hier in diesem Diskussionsforum manchmal viel Lamentiert und “gescholten” wird. Ich bin der Überzeugung, dass einige “Diskussionsteilnehmer” ihren Wirkungsgrad leider nur auf diese Diskussionen hier beschränken…Aber: Nicht jedermann/ frau kann vor Leuten stehen und für die eigene Überzeugung eintreten oder Flyer verteilen, sich Verbänden oder Orgas anschließen um Aktiv zu werden. Akzeptiert! Aber 5,00 EUR sollte mir meine Überzeugung schon wert sein?! Somit schließt sich meine E-Mail wieder ?

    D.h. ich würde mir wirklich eine europaübergreifende Kampagne wünschen, die Geld einsammelt (auch Orga übergreifend!!!!) und die per Plakat/Werbeflächen in Großstädten “sichtbar” ist. Die in Apothekenheftchen, auf Messen, Tagungen, etc. Einzug hält! Ich glaube daran! Je professioneller desto besser!

    Nichts für Ungut!

  6. eine massentierhaltung ist nicht notwendig und bringt auch den bauern nichts, da damit die preise fallen. ganz abgesehen vom tierschutz.
    die massentierhaltung wird nur gefördert, damit die futtermittelindustrie ihren absatz hat.
    die bauern verschulden sich, machen sich noch mehr abhängig und müssen laufend vergrössern um die rückzahlungen, steigende futtermittelpreise zu fallenden fleischpreisen bedienen zu können.
    lt. berechnungen werden ca. 45 % aller tierischen produkte verschwendet !!!

  7. an:@irene: du hast recht !
    bei mir auf dem land, bei den bauern und den kleinen fleischhauern gibt es “abfallprodukte” oder misswirtschaft.
    die meisten menschen leben in städten und kaufen in supermärkten ein.
    dort ist es pflicht, dass immer jegliches angebot vorhanden sein muss, ob es verdirbt, oder nicht.
    dazu kommen die sonderangebote, wo man grössere mengen billiger kaufen kann.
    wenn das nicht sofort verarbeitet wird, landet das bei vielen im müll !
    und das betrifft fast alle lebensmittel, ausser schockolade, salzgebäck und cola !!!!!!

  8. schreibfehler an irene:
    ich meinte “keine” abfallprodukte und misswirtschaft !

  9. Das wäre erstrebenswert!

  10. Das ist wirklich ein großartiger Artikel!
    Nur warum kommt sowas bei uns nicht in den Nachrichten, weder im Fernsehen noch im Radio und steht auch in keiner Zeitung? Wie soll sich etwas ändern wenn die Öffentlichkeit einfach nicht belangt wird?
    Ich bin ziemlich sicher, dass die meisten Menschen von den oben genannten Argumenten nie gehört haben… und auch nicht hören wollen! Das beschriebene “Phänomen der pluralistischen Ignoranz” trifft eindeutig zu…. wenn man doch etwas dagegen tun könnte…

  11. Ein sehr vernünftiger Vorstoß, den die Professoren in den Niederlanden da machen. Man kann das nur mit allen Mitteln unterstützen.
    @Marco
    “die Vorteile der vegetarischen oder veganen Ernährung in den Vordergrund” stellen, wird nichts bringen, da die Mehrheit der Bevölkerung auf Fleisch nicht verzichten und beide Ernährungsweisen öffentlich umstritten sind.
    Vor allem die Aufklärung über die unangemessene Tierhaltung und inhumane Schlachtung kann eine Verhaltensänderung bewirken. Aufklärung muss vor allem über die Medien erfolgen. Auch Schulen könnten eine Rolle spielen.

  12. Dieser Artikel müsste Pflichtlektüre für jeden Lehrer und jeden Schüler werden. Würde das passieren, hätten wir eine große Chance auf Veränderung…
    Ich werde dieses Positionspapier natürlich mit meinen Schülern im Unterricht besprechen und auch meinen Kollegen ins Fach legen…..

  13. Der Artikel ist sehr gut und überzeugend. Wie schon oft von mir und anderen erwähnt, verstehe ich nicht, dass die Menschen nicht endlich auf vegetarische oder vegane (noch besser) Kost umsteigen können. All dieses Tierleid wäre dann nicht mehr nötig.

  14. Die Frage ist, wer hat dieses Positionspapier zu Gesicht bekommen, wer von denen, die Verantwortung tragen. Und es würde mich auch interessieren, wieviel von Niederlands Professoren das sind ( anteil)
    Natürlich muss man für jeden Strohhalm dankbar sein. wenn die “Wissenschaft” dies so prägnant zusammenstellt, dann müssten doch auch die Politiker langsam zu Potte kommen.

    Wir brauchen hier eine europäische Initiative, das beste wäre über die 10 Punkte eine europäische Petition an das EU-Parlament zu richten.

  15. Diese Aktion sollte unbedingt unterstützt werden!

  16. Ich unterstütze die 10 Forderungen unbedingt, ausserdem müßte man die Fleischpreise so erhöhen, dass die Menschen gezwungen sind weniger Fleisch zu kaufen.

  17. Das Problem kann nur durch Zusammenschlüsse über nationale Grenzen hinweg gelöst werden. Bitte treten Sie mit den
    Fachkollegen in Deutschland (und anderen Ländern, besonders Dänemark!) in Verbindung!
    Sie werden breite Unterstützung erfahren!

  18. @ Sandra, die Idee finde ich gut. Die breite Öffentlichkeit muß angesprochen werden.
    Die Tierrechtsgruppen wissen das sowieso.
    Was ich auch so sehr hasse: In den vielen Ratgebern für gesundes Essen, wird immer wieder empfohlen, mageres Hühnchen-oder Putenfleisch zu essen.
    Hier wäre auch Aufklärung nötig. Das kostet Geld und deshalb finde ich so eine Sammelaktion sehr gut.

  19. Endlich Professoren, die ihre Titel zu Recht tragen und über die wirklich wichtigen Dinge nachdenken und sich dazu kompetent äußern. Für mich ein weiteres Zeichen dafür, dass Veränderungen im Gange sind. Das macht Mut und gibt Kraft zum weiteren Kampf. Dank an die Professoren und Dank an Euch, dass Ihr das verbreitet.
    ,

  20. Den Professoren sei Dank für ihre Initiative! Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Wissenschaftler ohne Politiker im Hintergrund können leider allein nichts ausrichten. Die Politiker dürfern nicht nur bei Grünen u.ä. gesucht werden, sondern auch bei den konservativen Parteien. Doch da heute maßgeblich die Medien bestimmen, welchem Thema sich die Politik vorrangig zu widmen hat, müssen vor allem diese mit ins Boot genommen werden. All dem stehen Lobbyisten und monetäre Interessen entgegen. Das Thema ist extrem schwierig umzusetzen. Die letzten Jahre zeigen, wie schwer es ist, selbst Gesetze durchzusetzen.

  21. Die Aktion der Professoren ist höchst nachahmenswert. Ich hoffe, das passiert auch bald. Neben dem tierschützerischen Aspekt ist es ja auch nicht das Schlechteste, zwar weniger Fleisch aber dafür in höherer Qualität zu haben.

  22. VERY GOOD! I have been fighting exactly this, in my own small way. KEINE Massentierhaltung! Dann kommt das Problem von GMO Gemuese und Obst … was kommt da auf uns zu?
    Gruesse von Australien.

  23. Right on!

  24. Ich finde es sehr gut, dass sich einige Wissenschafter zusammengetan haben, um das Problem zu erörtern u. neue Vorgehensweisen zu fordern; allerdings wird es schwer werden, diese Forderungen umzusetzen, weil die Massentierhaltung leider den Betreibern viel Geld bringt u. diesen das Leid der Tiere egal ist, solange der Rubel rollt;
    Tierschutz sollte in der Kirche gepredigt u. in der Schule gelehrt werden; offenbar wurden ja aus dem Johannesevangelium wichtige Aussagen Jesu über Tierschutz entfernt (siehe Websitehttp://www.puramaryam.de/naturjesus.html);
    solange es normal ist, dass in Zoogeschäften winzige Käfige für Kaninchen verkauft werden – solange viele Menschen mehrmals pro Woche Hühnchen oder Pute am Speiseplan haben (vor 30 Jahren war Hühnchen ein seltenes Festessen) u. niemals die traurigen Augen der Schweine u. Kälber wahrnehmen, die in ihren Mastständen höchstens aufstehen u. sich niederlegen können, solange es sogar in der EU ganz legal ist, dass streunende Hunde und Katzen in Tötungslagern erschlagen werden oder sie dort verhungern u. verdursten müssen, solange wird auch der Aufruf von namhaften Wissenschaftern nicht viel ändern können……
    aber vielleicht ist es ein Anfang für ein neues Bewusstsein………vielleicht…….hoffentlich….

  25. Ein dringender Appell an die Regierenden und Verantwortlichen:
    Die Forderung der Wissenschaftler MUSS unverzüglich umgesetzt werden.
    Das beinhaltet aber auch, dass der Verbraucher endlich lernt, bewusst mit dem Konsum von Lebensmitteln umzugehen.
    Je früher dies passiert – desto besser

    mfg
    Ursula Menzel

  26. Es sind leider viele niederländische Investoren die hier bei uns in Niedersachsen in das Maststall- Geschäft ‘einsteigen’. Ein Grund: in den Niederlanden gibt es staatliche Prämien für die Aufgabe bestehender Mastbetriebe und deren Neuansiedlung im (benachbarten) Ausland. Nun ist auch im Emsland die Toleranzgrenze erreicht und es wird im östlichen Niedersachsen und z.T. in den neuen Bundesländern investiert. Passend dazu soll nun in Wietze/Krs. Celle die grösste Gelügelschlachterei Europas entstehen!
    Das ist politisch so gewollt. Vorrangiger Adressat des Positionspapiers sollte deshalb die niedersächsische Landesregierung sein.

    Wietze, Hans G. Schlegel

  27. Es ist alles so lange bekannt und es ist und bleibt unfassbar, was die Menschheit sich erlaubt mit Tieren zu machen. Es betrifft ja nicht nur die sog. Nutztiere.
    Ich war viele Jahre aktiv,ehrenamtlich im Umweltschutz tätig.
    Deshalb habe ich wenig Hoffnung, dass sich bald – wenn überhaupt – etwas ändert.
    Die Lobbyisten haben einfach zu viel Macht bekommen, gleich worum es geht.
    Da müsste schnellstens und wirkungsvoll angesetzt werden,
    Treia, U.Jüdt-Duve

  28. Ich bin jetzt 79 Jahre alt und habe resigniert !
    Was ich dazu tun konnte, habe ich versucht:
    Ich bin seit 28 Jahren Vegetarier und unterstütze
    alle Arten von Tierschutz nach Kräften !
    Alle Worte im Aufruf, welche “MÜßTE” und “SOLLTE” heißen, sind witzlos. Es kann nur
    ein “MUß” geben.
    Auf die Politiker zu warten heißt, bis in alle
    Ewigkeit zu warten.
    Einziger Trost für mich ist: – auch die Saurier
    sind ausgestorben! Warum sollte es dem Säu-
    getier HomoSapiens, das sich KRONE DER
    SCHÖPFUNG schimpft, anderst ergehen? -
    Bestes Beispiel für irreversible Umweltzerstö-
    rung sind die Osterinseln – aber kaum jemand
    interessiert sich dafür.
    Subventionen zur Behebung der Folgekrankhei-
    ten wegen angefressener Fettleibigkeit,
    Raucherschäden jeglicher Art und anderer selbstzerstörerischer Lebensgewohnheiten
    sind per Gesetz zu unterlassen.
    Ansonsten: Weiter so – immer auf Kosten derer,
    die uns AUSGELIEFERT sind – je eher wir die
    Quittung bekommen, desto besser für die Um-
    welt und unsere armen Mitgeschöpfe.
    Das mußte mal raus !!! mfg.Elsbeth Sellis

  29. Solange Tiere noch ausgebeutet werden, hat das Wort Ethik und Moral für mich keinerlei Wert.

  30. Solange die Menschen sagen “Ich will”, wird sich nichts ändern lassen. Würden die Menschen sich auf das besinnen, was man maßhalten nennt, dann wären diese schlimmen Zustände der Massentierhaltung und der Hunger in der Welt nicht so dramatisch. Es wird bestimmt von niemandem verlangt, völlig auf Fleisch zu verzichten. Aber es sollte in maßen genossen werden. Wie ich bereits zu einem anderen Thema geschrieben hatte, reicht ein- oder zweimal Fleischverzehr in der Woche völlig aus. Je mehr der Mensch nach Fleisch ruft, desto größer die Massentierhaltung. Es ist aber nicht nur beim Fleisch, sonder auch bei Obst und Gemüse so. Wieso konnten die Nachkriegskinder alle groß werden und auch bis heute gesund bleiben, obwohl es nicht das gesamte Jahr über Erdbeeren, Pflaumen, Zwetschgen oder Blumenkohl und Kohlrabi gab? Ganz einfach: Früher haben es unsere Mütter noch eingekocht. Ist in der heutigen Generation bei sehr vielen leider ein Fremdwort geworden. Meine Eltern sind früher zu einem Bauernhof gefahren, haben sich dort ein halbes Schwein und ein viertel Rind gekauft. Das Fleisch ist in Gläsern zum Teil eingekocht worden, die Wurst wurde selbst gemacht und der Braten wurde eingefroren. Es waren Tiere, die garantiert aus keiner Massentierhaltung stammten und meine Eltern wußten auch, wie die Tiere gehalten und gefüttert wurden. Klar, es kann heute nicht jeder auf dem Lande wohnen, aber es gibt genügend kleinere Metzgereien, bei denen man Fleisch kaufen kann, was von den Bauern aus der Region geliefert wird. Bei uns, wo ich wohne, gibt es keine Massentierhaltung bei den Schweinen. Hier weiß jeder, wie die Tiere gehalten werden, was sie zu fressen bekommen. Und hier kann auch jeder sicher sein, dass kein “halbtotes” Schwein an den Fleischerhaken gehängt wird. Nur für die Masse der Menschen muß das Fleisch “günstig” sein, um nicht zu sagen billig. Deshalb wird ja auch in Massen produziert.
    Nur wenn die Menschen – auch die Politiker – umdenken, haben unsere Mitgeschöpfe eine reelle Chance. Solange das nicht geschieht, wird es weiterhin Leid, Not, Qual, Hunger und Elend geben.

  31. Endlich, es ist längst überfällig! 80% der Krankheiten der Menschheit in den Industriestaaten sind ernährungsbedingt! Wir zahlen alle den Preis, wenn Menschen nicht verantwortungsvoll und bewußt mit Lebensmitteln/Nahrungsmitteln umgehen wollen. Die Kreatur büßt für Profitgier und maßloses und ungezügeltes Essverhalten. Schon Dr. Bruker (1919 -2001) hat den Zusammenhang ernährungsbedingter Krankheiten und Maßlosigkeit aufgezeigt. Leider sind nur wenige Menschen bereit, ihre Gewohnheiten auf den Prüfstand stellen zu wollen…was in der letzten Konsequenz dann doch Leiden bedeutet, selber leiden! Die Qualen der Tiere werden auf breiter Ebene ignoriert und wenn ich bedenke, dass ich schon als Kind Unterschriften gegen die tierquälerische Massentierhaltung gesammelt habe und in eineinhalb Jahren fünfzig Jahre alt sein werde, dann wird mir deutlich, wie dumm die Menschheit eigentlich ist. Es ist kein wirklicher Trost für mich, wenn ein Mensch, der derart lebenverachtend agiert, in letzter Konsequenz krank wird.
    Beate Kalauch, Hamburg

  32. Finde ich eine super Auflistung!

    Allerdings finde ich, dass diese 33% nicht erst 2020 sondern schon wesentlich früher sein sollten!

  33. Endlich! Ich habe das Gefühl, wir gehen in die richtige Richtung. Es wird noch lange dauern – aber was geht bei Menschen schon schnell, wenn es keinen Profit abwirft!

    Mit diesem ersten Schritt beweisen Wissenschaftler wirklich Köpfchen (und Herz!!!)

    Cornelia

  34. Die Qualen der Tiere in der Massentierhaltung – von der Verstümmelung ihrer Körper ohne Betäubung
    über ihre Schmerzen durch Entzündungen in Füßen und Gelenken durch nasse Spaltenböden sowie
    die zur absoluten Bewegungslosigkeit gezwungenen Muttersauen in Eisengestängen bis zum langen Todestransport in die Schlachthäuser – sind unermeßlich.

    Diese extremen Tierquälereien finden hinter geschlossenen Türen meist weit ab von Ortsrändern statt
    und werden – wenn überhaupt – nur durch von Tierrechtlern erkämpfte Investigation bekannt.

    Die Anzahl aller gequälten Tiere in und durch Massentierhaltungen liegt im Milliardenbereich.

    Die Initiative der 250 Professoren muß dringend durch die Medien veröffentlicht werden.

  35. Die Forderungen der Wissenschaftler sind klar und gut aufgelistet. Die Punkte sind nicht nur den Niederländern bekannt, sondern auch sehr vielen in Deutschland und anderswo. Bei uns rührt sich allerdings nicht viel, denn es ist ja eine Tatsache, wenn hier Wissenschaftler den Mund aufmachen und es paßt der dementsprechenden Lobby nicht, dann sitzt er auf der Straße. Von unseren Politikern können wir nichts erwarten. Für die ist, besonders den jetzigen, Tier- und Umweltschutz ein Fremdwort. Inwieweit sie selbst involviert sind weiß keiner, sie sind aber von den Lobbyisten abhängig, Sie und die meisten der Bevölkerung haben noch nicht begriffen (oder wollen nicht begreifen?), daß durch diese Massenbetriebe bedingt, die Nahrung krank macht. Der Fleischverzehr steigt und die Fleischindustrie ist daran interessiert, diesen noch weiter zu steigern. Das zeigen ihre immer wieder kehrenden Kampagnen. Beim Normalverbraucher ist die Vernunft ausgeschaltet. Er läßt sich lieber leiten und glaubt den vielen Versprechungen. Bequemlichkeit und Gier liegt dem Menschen im Blut.
    Die holländischen Professoren sind, wie die Veganer und Vegetarier, die Rufer in der Wüste. Eine Kampagne der Wissenschaftler wäre hervorragend für eine Änderung geeignet ist, aber zum jetzigen Zeitpunkt leider noch illusorisch! Und man sollte sich eins noch ganz deutlich vor Augen führen: gerade holländische Massenbetriebe sind hier in Deutschland reichlich vertreten! Sind bei uns die Gesetze lascher als in Holland?
    Solange es Subventionen gibt, solange wird sich nichts ändern. Im Gegenteil, es wird noch schlimmer kommen. Wir sind noch nicht am Ende angelangt.

  36. Ich unterstütze die o.a. Forderungen der Wissenschaftler in vollstem Maße,
    Dieses Thema anzugehen ist längst überfällig.

  37. protect all: less meat or1 day the weak no meat!

    “Der Deutsche Bundestag, u. alle Regierungen der Welt, möge beschließen dass weniger Fleisch gehandelt u. konsumiert wird und somit weniger Fleisch sowie mindestens einmal pro Woche ein Fleischverzicht umgesetzt wird. Ein fleischfreier Wochentag soll es bundesweit und in allen Ländern weltweit geben!
    Begründung: Die Nutztierhaltung ist ein Hauptverursacher von Treibhausgasen, dies bestätigt die Welternährungskommission FAO. Gemäß der UNO-Organisation FAO ist die Viehhaltung allein für 18% der globalen Treibhausemissionen verantwortlich! Jede Reduktion der Fleischproduktion sowie des Fleischkonsums bringt enorme Vorteile für die Umwelt u. so auch für Menschen und Tiere! Die Treibhausemissionen, die Verschwendung von Land u. Wasser, die Versteppung, die Waldabholzung durch Massentierhaltung muss aufhören. Zu viel Fleisch erhöht u.a. den Cholesterinwert, daher ist wissenschaftlich Fleisch ein Risikofaktor durch zu hohes Cholesterin, für manche Krebserkrankungen, für Diabetes u. krankhaftes Übergewicht, das Menschen und letztlich der ganzen Gesellschaft schadet. Durch die Einführung eines fleischfreien Tages pro Woche und dem Bewusstsein weniger Fleisch zu produzieren u. zu konsumieren, wird dies allen Generationen bewusster gemacht. Wir schützen so nachhaltig Tiere, unsere eigene Gesundheit u. die Umwelt! Die Massentierhaltung ist global eskaliert! Vielerorts arbeiten Menschen unter zu geringer Bezahlung in der Fleischindustrie und vielerorts leben die Tiere erbärmlich und absolut unwürdig. Der Schutz allen Lebens ist geboten, daher auch diese Petition! Am Beispiel der Erkrankung Rinderwahnsinn erkennt man den Wahnsinn der Fleischindustrie weltweit und des Menschen, welcher ohne dies alles zu bedenken weiterhin täglich Fleisch gedankenlos konsumiert: dagegen sagen wir STOP IT! Ein fleischfreier Tag die Woche könnte zum Beispiel 157 Millionen Tieren das Leben retten und ihnen helfen nicht mehr in verachtender Massentierhaltung gezüchtet zu werden, ein fleischfreier Tag würde das Bewusstsein des Menschen schärfen, seine Gesundheit fördern . Weniger Nutztiere in der Massentierhaltung müssten geboren werden, würden die Menschen Fleischverzicht üben und proklamieren oder wenigsten weniger Fleisch essen. Eat less meat to protect the animals worldwide and to protect yourself at least too. Wie ein autofreier Sonntag soll es einen z.B. fleischfreien Freitag die Woche geben! Nach §2 des Tierschutzgesetzes steht geschrieben: dass ein Tier nach seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernährt, gepflegt und verhaltensgerecht untergebracht wird! Dies fordern wir auch mit dieser Petition! Allein in Deutschland heißt es, dass jeder Deutsche in seinem Leben im Durschnitt über tausend Tiere verspeist, das ist viel zu viel: STOP & think about it! Noch ein Beispiel: 70 % des vom Rind freigesetzten Methans stammt vom Erhaltungsumsatz des Rindes. somit bestätigt ein UN-Bericht auch, dass der globale Rinderbestand das gesamte Weltklima ebenso stark belastet, wie alle Menschen Deutschlands, Indiens u. Japans zusammen. Bei Massentierhaltung und Hochleistungszucht von Tieren ist zudem die höhere Produktionsleistung nur mit viel industriellem Kraftfutter zu bewältigen und dessen Produktion kurbelt erneut wieder die klimaschädlichen Gase an – ein Teufelskreislauf, dem Einhalt durch Regierungen zu gebieten ist.
    Weniger Fleisch ist ein Beitrag zum Klimaschutz! Weniger Fleisch ist ein Beitrag zum Schutz der Tiere! Weniger Fleisch ist ein Beitrag zum Schutz der Gesundheit des Menschen! Weniger Fleisch ist ein Beitrag zum Schutz der Gesellschaft! Weniger Fleisch ist eine Verantwortung in einer globalisierten Welt für alle Regierungen dieser Erde!
    wir schützen mit dieser Petition langfristig deshalb alle, die Natur, die Tiere und nicht zuletzt nachhaltig uns, den Menschen.” ©M.Wk. M.Waldkirch, germany, 2010-05-27

    http://www.petitionspot.com/petitions/20100527

  38. Endlich einmal geht jemand mit dieser Forderung in die Öffentlichkeit, und spricht sich für die Abschaffung der Tierfabriken aus. Denn nicht anders kann man diese Zuchtanstalten bezeichnen. Geboren werden, wachsen und sterben am Fließband. Dazwischen noch ein grausamer und oft unnötig langer Transport zum nächsten Schlachthof, und wenn nicht Schächtung, dann oft nicht fachgerecht betäubt, und ein schmerzvolles Ende. Und dieses Produkt schmeckt den Menschen, und sie essen möglichst viel davon, da es in den Tierfabriken billig hergestellt wird. Es ist höchste Zeit, sich wieder auf die Wertigkeit und Achtung vor dem Leben unserer Mitgeschöpfe zu besinnen! Eine Änderung ist höchst angebracht, und ich hoffe sehr, dass sie bald durchgesetzt werden kann!

  39. Petitionen machen da wenig Sinn.
    Ich habe am 1.3.2010 eine Petition eingereicht, die genau dieses zum Thema hatte.
    In Kürze: Tierschutzgesetz muß als solches auch umgesetzt werden.
    ZB: Tierschutzgesetz und Anbindehaltung von Rindern schließen sich gegenseitig aus.

    Die Petition (obwohl so vorbereitet, daß Internetseite, Anschreiben an viele Organisationen etc stand) wurde nicht veröffnentlicht. Wie die meisten Petitionen.
    Dazu hat man kein Recht und kann nach Gusto entschieden werden.
    Ich habe den Eindruck, daß diese sehr stiefmütterlich behandelt werden.

    Antwort: 11.5.2010 Zitat der Paragraphen und dann, ich zitiere:

    “Durch diese Vorschriften wird dem Staatsziel Tierschutz nach Artikel 20a des Grundgesetzes Rechnung getragen und der Tierschutz mit den ebenfalls grundrechtlich geschützten wirtschaftlichen Interessen der Landwirte in ein ausgewogenes Verhältnis gebracht.”

    Man ist nur auf einen kleinen Teil eingegangen,
    weil es wohl nicht interessiert.
    Wenn man auf die Internetseite von Frau Aigner geht, liest man auch viel von den Interessen der Bauern.
    Was mich ärgert: Es gibt Nicht-Biobauern, die zb ihre Rinder auf die Weide lassen.
    Die haben dadurch einen Wettbewerbsnachteil.

    Weniger Fleisch zu essen ist ja immer eine Glaubensfrage, aber wenn es zu jeder Tageszeit und an jedem Wochentag jede Sorte Fleisch geben muß, dann ist es kein Wunder, daß es so viel Gammelfleisch gibt.
    Wie pervers, Tiere so grausam zu halten und dann das Fleisch wegen Überproduktion wegzuwerfen.

    Einfach nur Fleisch aus guter Haltung zu kaufen reicht nicht.

    Ich bin etwas ratlos und überlege den nächsten Schritt.
    Auf Unterstützung zu hoffen, habe ich aufgegeben. Politik, Verbrauchersendungen etc regen sich erst, wenn sie etwas davon haben.

    Meiner Meinung nach besteht ein Problem darin, daß das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz konkurrierende Ziele beinhalten.
    Das haben wir schon im Gammelfleischskandal zu spüren bekommen – was das heißt.
    Das Recht der Fleischproduzenten ging vor dem Verbraucherschutz.

    Ich fürchte selbst ein Petition, die sich darum dreht, dieses Bundesministerium anders zu verteilen würde wieder im Sande verlaufen, weil man es 1. wahrscheinlich nicht veröffentlicht wird und 2. weil sich viele gar nicht um die Beweggründe kümmern und so nicht viele Stimmen zusammen kommen.
    Wie macht man so ein Thema sexy?

  40. So ein Stuß, ich will weiter mein Steak und meine Bratwurst billig haben.
    Nieder mit dem Ökofaschismus!

  41. Und das sollte erst der Anfang sein! Auf die Fleischverpackungen müssen Bilder, die detailliert das Schlachten zeigen. Statt der niedlichen Osterkükenbilder sollten Postkarten, die das Vergasen zeigen angeboten werden. Schulklassen sollten Schlachthofbesuche machen. Der Fleischwahnsinn muss endlich ein Ende haben!

  42. Ein kleiner Kurzfilmabend
    Die Grösse und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt.
    Mahatma Gandhi

    Eines Abends saßen ein paar Kollegen und meine verwirrte Wenigkeit in unserem Aufenthaltsraum
    und diskutierten über die Menschen und ihre Sichtweise von Ethik und Moral. Als wir gerade
    unsere Runde auflösen wollten, kroch eine Kollegin in den Raum und fragte ob wir vielleicht Lust
    hätten uns ein paar Kurzfilme anzuschauen, die sie zusammengestellt hätte. Einige von uns wollten
    zwar gerade schlafen gehen, aber am Ende entschlossen wir uns doch noch alle uns einen kleinen
    Filmabend zu gönnen. Wir dachten ein wenig Unterhaltung könne nicht schaden. Während wir uns
    im Raum verteilten und uns auf die Sitzprojektionen setzten, kommunizierte unsere Kollegin mit
    der Matrix, um den Film vorzubereiten. Als wir im Kreis saßen, dimmte sie das Licht. In diesem
    Moment fragte ich mich, was denn überhaupt die Themen der Filme waren, als schon die
    Holoprojektion in der Mitte des Raums entstand und gut leserlich der erste Titel erschien: „Die
    Evolution der Kuh unter dem Aspekt des maximalen Profits“, mir schwante Böses.
    Der Film fing ganz harmlos an, er zeigte uns ein paar Kühe auf einer grünen Wiese. Es wurde uns erklärt, dass die durchschnittliche Kuh damals 10 Liter Milch am Tag gegeben und sie sich die meiste Zeit im Freien aufgehalten hatte. Plötzlich wurde das Hologramm von einer Art Wirbel zusammengezogen und mit einem Whoop-Effekt entstand ein neues Bild.
    Aus der Kuhherde wurde ein Stall mit hundert Kühen, während die Stimme erwähnte, dass die Kühe nur noch selten den Stall verließen und inzwischen über 20 Liter Milch am Tag gaben; täuschte ich mich oder waren ihre Milchdrüsen größer geworden?
    Wieder dieser Effekt, das Bild wechselte und der Stall wurde größer, die Fenster verschwanden, inzwischen waren es Hunderte von Kühen, die den Stall nicht mehr verließen und am Tag 35 Liter Milch gaben; jetzt war ich mir sicher: Ihre Milchdrüsen wurden ganz bestimmt größer. Inzwischen war der Lärmpegel in der Halle deutlich lauter geworden. Der Sprecher erwähnte, dass die
    Leistungshybriden an Entzündungen und Geschwüren erkrankt waren und unter Schmerzen litten.
    Whoop, die Szene wechselte wieder, diesmal überflogen wir aus der Sicht einer unserer Sonden ein
    Areal aus mehreren großen Hallen, um am Ende in einen Stall mit hunderten von Kühen
    einzutauchen. Der Geräuschpegel hatte deutlich abgenommen. Uns wurde erklärt, dass die Kühe
    nun Schmerzmittel und Antibiotika bekamen, da die Menschen festgestellt hatten, dass sie so den
    Ertrag steigern konnten. Inzwischen gab die einzelne Kuh 50 Liter Milch am Tag und ihre
    Milchdrüse lag in einem Gestell. Konnten die Kühe überhaupt noch laufen?
    Das Bild wechselte wieder mit einem Wuscheffekt und wir wurden Zuschauer einer Geburt. Wir
    sahen ein Fließband mit Kühen, die uns ängstlich mit ihren großen Augen anschauten. Dann
    erkannten wir den Grund. Sie wurden der Reihe nach von einer Maschine am Bauch aufgeschnitten,
    damit ein Kalb herausfallen konnte, welches von einer autonomen Transporteinheit weggefahren
    wurde. Der Sprecher erklärte uns, dass es den Menschen über Genveränderung gelungen war, die
    Fertilitätsrate der Reproduktionsbioreaktoren auf bis zu fünf Leistungshybriden pro Jahr zu
    steigern, die kostengünstig aus ihren Körpern entfernt wurden. Der geklonte Fertiliti Bioreaktor 2000 besaß eine Lebensdauer von zwei Jahren, die Menschen arbeiteten aber an dem Problem. Das
    Modell 3000 war in Arbeit. Von den Bioreaktoren ging es zu den Ställen, inzwischen gaben die
    Leistungshybriden 75 Liter Milch pro Tag. Inzwischen war ich mir sicher, dass sie nicht mehr
    laufen konnten. Weil die Menschen gemerkt hatten, dass sie über Psychopharmaka die Leistung der
    Kuh nochmals verbesserten, wurden sie entsprechen medikamentiert. Inzwischen konnte ich an fast
    allen Kühen Geschwüre und Entzündungen entdecken. Naja, jedenfalls waren die Schmerzen weg.
    Die Sicht wechselte wieder und ich schaute in die traurigen Augen eines Lebewesens, welches nicht
    gerade gesund und glücklich aussah, die Milchdrüse war wieder größer geworden, sie machte
    inzwischen die Hälfte des Körpers aus, ihre Leistung war auf 100 Liter pro Tag angestiegen.
    Täuschte ich mich da oder waren das da Schläuche, die in der Kuh verschwanden? Während die
    Stimme irgendetwas von nicht mehr überlebensfähig, krank, Schmerzen, Leben eine einzige Qual
    daherredete, driftete mein Geist ab und ich sah Kühe, die vollgepumpt mit Schmerzmittel und
    Psychopharmaka auf ihren Milchdrüsen fröhlich durch die Ställe hüpften.
    Das Bild wechselte wieder und riss mich aus meiner Vorstellung. Die Milchdrüsen waren auf zwei
    Drittel des Körpers angewachsen. Inzwischen gab es keinen Zweifel mehr, in die Bio Production
    Units, ehemals ein Lebewesen namens Kuh, führten viele Schläuche. Laut dem Sprecher waren die
    Schläuche nötig, da es ansonsten unmöglich gewesen wäre den „Lebewesen“ die nötigen Nährstoffe
    zuzuführen. Weiterhin erwähnte er, dass sie inzwischen 200 Liter Milch am Tag gaben und nicht
    mehr bei Bewusstsein waren, sondern sich im künstlichen Koma befanden, da man so viele der
    Medikamente hatte sparen können.
    Wieder der Wirbel und das Bild wechselte erneut, irgendetwas fehlte im neuen Bild, dann erkannte
    ich es, die Kühe waren verschwunden, an ihrer Stelle existierten große, schwammige, unförmige
    Säcke, in die Schläuche hinein führten. Säcke? Erst als der Sprecher erwähnte, dass die
    Tagesproduktion der Milchdrüsen inzwischen über 400 Liter betrug, wurde mir klar was diese
    Säcke waren!
    Whoop, die Szenerie wechselte wieder, die weißen „Amöben“ waren verschwunden, an ihre Stelle
    waren große Tanks getreten, der Sprecher erklärte uns, dass einer dieser Tanks so viel Milch wie
    5000 Kühe am Tag produzieren konnte.
    Wieder eine neue Szene, diesmal blickte ich in das Gesicht eines Menschen, der voller Stolz von
    den erreichten Fortschritten in der Milchproduktion erzählte, die der freien Wirtschaft in den letzten
    120 Jahren dank des technischen Fortschritts geglückt waren. Damit endete der Film und ein
    neuer begann. Nach dem Huhn und anderen Geflügelarten folgte das Schwein, dann das Lamm und
    als nächstes kamen die Fische an die Reihe. Glauben Sie mir, es war die reinste Freak-Horrorshow!
    Nach dem Ende der Filme herrschte betroffenes Schweigen in unserer Runde. Nach einigen
    Momenten zerschnitt eine nervöse Stimme den Raum und fragte, ob uns denn die Filme gefallen
    hätten, worauf sich die unterschiedlichsten Sehorgane auf unsere Kollegin richteten und sie böse
    anschauten, als ob sie an dem Gesehenen schuld gewesen wäre. Eins war mir bewusst geworden,
    Unterhaltung sah definitiv anders aus. Fazit: Ethik und Moral auch hier Fehlanzeige!

  43. Planetofthecrazyapes.org

    Nur ein kleines Beispiel was ein Mensch machen kann. Nicht das es gut wäre, aber dennoch ein Versuch etwas zu ändern.

    Grüße an euch alle und auf das wir gemeinsam unseren Planeten verändern können!

  44. An Gerhard Schäffer:
    Geh`dir mal solche Massentierhaltungen angucken! Dann wirst du merken, dass die Profs keinen Stuss vertreten!

    An alle anderen:
    Fragt nach, wenn ihr könnt, wo eure tierischen Lebensmittel herkommen! Geht nach Möglichkeit zum Bauern und kauft dort direkt eure Milch!!!

  45. Ich bin mit Steaks großgeworden.Als ich im Internat mit 12 Jahren Die Zeitschrift “Stern” in die Hand bekam, las ich das erste Mal, wie unglaublich grausam und schrecklich es auf Schlachthöfen usw. zugeht.
    Seit diesem Tag esse ich kein Fleisch mehr!
    Mir war bis dato nicht bewußt, was diesen armen Geschöpfen angetan wird -man isst halt Fleisch.
    Jetzt bin ich 47 und werde nie wieder Tiere essen.

  46. ich finde die sache klasse, es geht mir aber nicht weit genug – warum kann man nicht endlich fleisch durch zellvermehrung im labor herstellen? man könnte die “fleischberge” dann noch bisschen in form bringen und dann sollen die fleischfresser doch ordentlich reinhauen! dieses abartige tierleichengefresse gehört meiner meinung nach noch nicht mal ins mittelalter! ich persönlich habe vor 20 jahren aufgehört, meine freunde, die tiere, ausbeuten zu helfen und lebe seither vegan.

  47. Jan Umsonst, Eintrag Nr. 42, wie heißt dieser Film?

  48. eine ähnliche Aktion wünsche ich mir auch von deutschen Professoren und Wissenschaftlern! Unter der Federführung von bekannten (prominenten) Köpfen, wie z.B. Prof. Dr. E.U. von Weizsäcker könnte hier Einiges erreicht werden!!!
    Die gesamte Problematik muss verstärkt in die Öffentlichkeit, der Druck auf die Lobby erhöht werden. Vielleicht kann ja eine namhafte Einrichtung wie die A. Schweitzer Stiftung hier etwas anstossen!!!

  49. @ ralf heinke, Eintrag 48: Ja. Genau. Wir sollten – neben aller wichtigen ethischen Diskussion und Aufklärung der breiten Verbraucherschaft – die Analyse und Forderungen der niederländischen Wissenschaftler an die Entscheider, die Politiker und Behörden, an Tierärzte und an die Landwirte selbst herantragen. Im einzelnen Konfliktfall um neue Mastanlagen muß man auch an Bürgermeister, Gemeinderäte und Kreisbrandmeister etc. herantreten.

    Ich habe eine ad-hoc-Bürgerinitiative gegen die größte derzeit geplante Massentierfabrik für Hähnchen in Mecklenburg-Vorpommern zusammengebracht (400 000 Mastplätze – 4000 to. kontaminierter Mist – 19 to. Ammoniakausstoß p.A. – s. http://www.bi-brohmerberge.de). Die “Investoren” sind der holländische Agrarkonzern Plukon und ein deutscher Hedgefonds. Sie schicken einen einheimischen Strohmann vor, der den Boden für das Projekt bereitet.
    Meine Meinung: Wenn Fachleute aus Holland (aus Deutschland …?) fundierte Argumente vortragen, kann das etwas bewegen.
    Ich glaube, die Entscheider, die die Agrarfabriken ermöglichen, sind oft erreichbar für präzise Kritik. Und auch die Leute auf dem Land wissen im Grunde, daß die Massentierhaltung der falsche Weg ist. Sie trauen sich aber oft nicht etwas zu sagen oder zu schreiben.
    Wir müssen auf vielen Ebenen agieren, und auch die Leute vor Ort respektieren in der oft nicht einfach zu führenden Diskussion. z.b. einen Bürgermeister, der dringend Gewerbesteuereinnahmen für seine klamme Gemeinde braucht.

  50. Lösung für HIRN und HERZ :
    VEGAN-Industrie und Handel muß STEUERFREI werden !
    VEGAN-Bevölkerung muß SOZIALABGABEN-BEGÜNSTIGT werden !
    VEGAN-Lebensmittel&Ware muß PREISWERTER werden !
    VEGAN-Lebensweise muß SUBVENTIONIERT werden !
    “Wenn keiner tierische Produkte kauft , gibt es keine Produktion der tierischen Produkte !”

  51. Solche Statements von namhaften Persönlichkeiten geben mir immer wieder Hoffnung, dass sich doch noch etwas ändern wird! Weiter so! Ein langer Weg, aber der erste Schritt ist immer der schwierigste…
    Hoffentlich schließen sich viele andere Nationen diesen Forderungen an.

  52. Und im Übrigen widerspricht die Praxis des Umgang mit den Milliarden bedauernswerswerten Frankenstein-Kreaturen eklatant dem eigentlich gültigen Tierschutzgesetz:

    http://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/BJNR012770972.html#BJNR012770972BJNG000103377

    “Tiere essen” von Jonathan Safran Foer habe ich im Englischen Original (“Eating Animals”) bereits gelesen und kann es bestens empfehlen.

  53. “Fleisch ohne Leben,die Musik der Zukunft”

    http://www.taz.de/1/zukunft/konsum/artikel/1/falsches-huhn-an-naehrloesung/

  54. Pluralistischen Ignoranz !!!
    DANKE, DANKE, DANKE !
    Endlich habe ich eine Erklärung für Unrecht in so vielen Bereichen…
    Und DANKE für den tollen Artikel im ganzen !

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