Obama erhält 2- für Tierschutzpolitik
Unsere befreundete Organisation HSUS hat die Tierschutzpolitik der neuen U.S.-Regierung ausgewertet. Die HSUS stellt fest, dass die von Barack Obama geführte Regierung sehr viel tierfreundlicher ist als die Vorgängerregierung. Sie wirft einen Blick auf die wichtigsten Fort- und Rückschritte und vergibt insgesamt die Schulnote 2-.
Lobend wird erwähnt, dass Präsident Obama innerhalb seiner ersten 50 Amtstage ein Schlupfloch geschlossen hat, das die Schlachtung von Kühen ermöglicht hatte, die zu schwach oder krank waren, um sich auf den Beinen zu halten. Außerdem wurde mehr Transparenz zum Thema Tierversuche geschaffen: In Zukunft müssen mehrere Details zu allen Tierversuchen zeitnah im Internet veröffentlicht werden. Dazu gehören Art und Anzahl der Tiere sowie Details dazu, ob den Tieren durch Schmerzmittel Leiden erspart wurden. Falls das nicht der Fall ist, muss dies nun begründet werden. Erfreulich ist auch, dass einzelne Ministerien das Ziel formulieren, Tierversuche ganz abzuschaffen.
Weiterhin wird positiv erwähnt, dass es jetzt ein Importverbot für Jagdtrophäen von Eisbären gibt. Außerdem setzt sich die US-Regierung dafür ein, dass Eisbären im Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES im Anhang I gelistet werden, wodurch der internationale Handel mit Eisbärfällen verboten würde.
Lob gibt es u.a. auch dafür, dass Wildpferde besser geschützt werden sollen, und dass die Treibhausgasemissionen der industriellen Massentierhaltung ausgewertet werden.
Besonders enttäuscht ist die HSUS davon, dass Wölfe in einigen Regionen jetzt nicht mehr als bedrohte Arten gelten, wodurch diese Tiere zum Teil gejagt werden dürfen. Außerdem kritisiert sie, dass die Massentierhaltung mit hunderten Millionen Dollar subventioniert wird, indem Fleisch und Milch für die Schulverpflegung eingekauft werden – ohne jegliche Gegenleistungen im Tierschutz einzufordern. Weiterhin gibt es noch immer fast keine gesetzlichen Regelungen für die Produktion von Fleisch, Milch und Eiern. Zu diesem Thema konnten allerdings in einigen Staaten Fortschritte erzielt werden, die noch vor wenigen Jahren undenkbar waren: Der Staat Maine verbietet Einzelboxen für Kälber sowie die körpergroßen Käfige für Muttersauen, Michigan geht noch einen Schritt weiter und verbietet zusätzlich Legebatterien. Das Gleiche wird in Kalifornien umgesetzt, wo zusätzlich das Kupieren von Kuhschwänzen verboten wird.
Die vollständige Auswertung der HSUS finden Sie hier.






