Ihre Meinung zum Entwurf des neuen Tierschutzgesetzes
Dr. Christoph Maisack, Mitglied des Wissenschaftsbeirats der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, hat für die Partei Bündnis90/Die Grünen ein neues Tierschutzgesetz entworfen. Diesen Entwurf will die Partei in der kommenden Legislaturperiode in den Bundestag einbringen. An den Beratungen waren zahlreiche renommierte Juristen, Ethiker, Forscher und Praktiker beteiligt, ebenso die Fachpolitikerinnen und Fachpolitiker der bündnisgrünen Bundesarbeitsgemeinschaft Mensch und Tier.
Nicht nur aus ethischen Gründen ist eine Neuauflage des Tierschutzgesetzes notwendig. Auch aus juristischer Sicht ist eine grundlegende Überarbeitung erforderlich: Die Inhalte des aktuellen Tierschutzgesetzes stammen größtenteils aus Zeiten, in denen der Tierschutz noch nicht im Grundgesetz verankert war. Die damit verbundene Aufwertung des Tierschutzgedankens muss sich natürlich auch in den Gesetzestexten niederschlagen.
Die wichtigsten Verbesserungen, die der Gesetzesentwurf von Dr. Maisack vorsieht:
- Die Einführung des Begriffs der Würde des Tiers soll sicherstellen, dass Tiere als Mitgeschöpfe und nicht als Sachen betrachtet werden.
- Die Anerkennung der Angst als Leidensform soll Maßnahmen zur Vermeidung von Angstzuständen bei Tieren verpflichtend zu machen.
- Die Stärkung des Gebots der Haltung entsprechend der arteigenen Bedürfnisse der Tiere.
- Das Verbot dauerhafter Bewegungseinschränkungen.
- Eine zeitliche und räumliche Eingrenzung von Tiertransporten sowie das Verbot von schmerzhaften Hilfsmitteln (z.B. Elektrotreiber).
- Bessere Bedingungen bei der Tierausbildung: ohne Schmerz, keine Förderung von Verhaltensanomalien etc.
- Ein Verbot von Akkordlöhnen in der Tierschlachtung: die Entlohnung nach der Anzahl der geschlachteten Tiere führt zu Hastigkeit, die fast zwingend mit zusätzlichem Tierleid einhergeht.
- Das Verbot der betäubungslosen Kastration.
- Eine strengere Definition der Prinzipien »Unerlässlichkeit« und »ethische Vertretbarkeit« von Tierversuchen.
- Die Einrichtung einer zentralen Datenbank für Tierversuche, um Doppel- und Wiederholungsversuche effektiv vermeiden zu können.
- Die Ethik-Kommissionen müssen mindestens zur Hälfte mit Vertretern von Tierschutzorganisationen besetzt werden.
- Die Einführung des »Tierschutz-TÜVs« für alle Nutztier-Haltungssysteme: Diese Systeme müssen von einer unabhängigen Prüf- und Zulassungsstelle genehmigt werden.
- Die Verpflichtung der zuständigen Behörden, ausgesetzte Tiere nicht sich selbst zu überlassen. Die Bundesländer sollen weiter von den Aussetzern verlangen können, die Kosten für die Verpflegung der ausgesetzten Tiere zu tragen.
- Ein Verbot der Wildtierhaltung in Zirkussen.
- Die Einführung eines Bundestierschutzbeauftragten, der die für Tierschutz zuständigen Behörden kontrolliert und Rechtsverstöße beanstandet.
- Die Einführung des Verbandsklagerechts für Tierschutzorganisationen.
Den gesamten Gesetzesentwurf finden Sie hier.
Was ist Ihre Meinung zum neuen Entwurf des Tierschutzgesetzes? Wir sind gespannt auf Ihre Kommentare.











Tiere nur zu schützen geht mir nicht weit genug..schon allein der erste Punkt, der besagt,dass Tieren eine Würde zusteht und sie nicht als Sache gesehen werden sollen steht im völligen Gegensatz zum Tierschutz. Wenn man Tieren wirklich ihre Würde zugestehen will dann darf man sich nicht das Recht nehmen sie trotzdem essen zu dürfen. Der erste Punkt lässt sich überhaupt nicht mit den anderen Punkten vereinbaren.
Ich bin für ein Tierrecht und nicht nur für den Schutz, der sich immer wieder Hintertürchen bzw. Argumente offen hält den Tieren im Endeffekt Leid anzutun, sie zu töten und zu essen.
ich nochmal…
§1 “Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.”
Welchen vernünftigen Grund gibt es bitte einem Tier Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen?!
Vielleicht bin ich ja zu doof das zu verstehen aber wieso werden wirbellose Tiere vom Schutz ausgenommen?- sind sie weniger wert?
ANu, dieser Paragraph ist besonders ausgeklügelt – er bereitet nämlich darauf vor, im Zuge folgender Gesetzesänderungen auch rückgratlose Menschen vom Schutz auszunehmen.
Aber pssst, erzähl das niemandem, das ist viel zu “radikal”. Und Probleme an der Wurzel (Radix) anzugehen, ist bei vielen nicht so beliebt :)
Wenn das so beschlossen und durchgezogen werden würde, ohne dass es wieder Schlupflöcher gibt, wäre es schon ein großer Fortschritt. Aber es wäre immer noch weit an meinem Ideal vorbei. In hochentwickelten Kulturen, wie ich letztens gerade gelesen haben, wurden Menschen, die Tiere getötet oder schlecht behandelt haben (ausgenommen Selbtverteidigung), verurteilt und aus der Gemeinschaft ausgeschlossen.
Solange die unendlichen Ausnahmen im Tierschutzgesetz weiteres Leid erlauben, können Tierschützer/-rechtler nur an das Gewissen der Mitmenschen appellieren.Und die Masse ist leider träge, wenn es darum geht, die Herkunft von Produkten zu hinterfragen und das Konsumverhalten bewusst in ethisch korrekte Wege zu leiten. § 1 des Tierschutzgesetzes sagt eigentlich alles, aber dennoch wird es täglich gebrochen. Und das ohne Konsequenzen.
Ich finde das geplante neue Tierschutzgesetz prima, jedoch bezüglich Tierversuchen geht es mir nicht weit genug. Diese gehören nach meiner Ansicht grundsätzlich verboten. Würden die Menschen gesünder leben, bräuchten wir viel weniger Medikamente! Außerdem sollte man Homöopathie statt Chemie verwenden!
Auch das Schächten gehört grundsätzlich verboten, es darf keine Ausnahmegenehmigungen aus religiösen Gründen geben! Ebenso der Import von Schächtfleisch (und sonstigen tierquälerisch erzeugten Produkten) gehört verboten!
Da ich in meiner Freizeit viel mit Schafen zusammen bin, weiß ich, dass es auch heutzutage bei uns in Deutschland noch viele strenggläubige Moslems gibt, die auf Schächtfleisch bestehen. Erst kürzlich kam ich zufällig an einer Schafweide mit solchen ins Gespräch. Auch ein mir bekannter Schafhalter erzählte mir, dass etliche Moslems von ihm Schächtfleisch verlangen – er weigert sich glücklicherweise immer, Schafe für sie zu schächten. Vor ein paar Jahren fehlte plötzlich ein Schaf von seiner Weide, ein anderes Mal entdeckte er auf der Weide ein große Blutlacke, und wiederum fehlte ein Schaf …!
Ich finde das ein ganz wichtiger Punkt in die Verbesserung des Tierschutzgesetzes noch mit reingehört.
Sodomie an Tieren. Dies müsste in Deutschland für immer verboten und bestraft werden.
@ D.B.: Ist enthalten. Siehe vollständigen Gesetzestext §7, Absatz 1, Nr. 16:
http://tinyurl.com/qmtz9x
Angesichts dessen, was politisch überhaupt möglich ist (auch die Grünen bestehen nicht nur aus Tierschützern…), ein weitreichender und guter Entwurf. Jeder lange Weg beginnt mit einem ersten Schritt, und dieser Entwurf ist sicher ein solcher – weit weg vom Ideal, aber auf dem richtigen Weg. Ohne Details nachgelesen zu haben: Schächten sollte m.E. klar verboten werden (auch wenn die Multi-Kulti-Vertreter der Grünen dann aufjaulen und man sich dem Vorwurf des Antisemitismus aussetzt – den sollte man einfach aussitzen…), Tierversuche wird man wohl leider leider nicht verbieten können, aber sie sollten nur noch massiv eingeschränkt möglich sein (z.B. PFLICHT zur Verwendung zugelassener alternativer Methoden, auch wenn sie teurer sind) und massiv erschwert werden. Dann gehört ein Qualzuchtverbot mit rein, das auch die Turbokuh und das Masthuhn, das sich vor lauter Brustmuskel nicht mehr bewegen kann und in 28 Tagen schlachtreif ist, umfasst.
Natürlich ist es verständlich, daß man Tierleid komplett verhindern will, wenn man sich mit der Thematik Tier und Mensch erst einmal intensiv beschäftigt hat.
Man darf aber nicht vergessen, daß die Mehrheit der Bevölkerung noch weit entfernt ist, diesen Schritt zu tun. Wer zuviel verlangt, endet wie das berüchtige Fischerpaar im Märchen im Essiggurkenglas und bekommt nichts. Der Gesetzesentwurf wäre ein gewaltiger und sehr wichtiger Schritt hin zu einer deutlichen Verbesserung der Situation für die Tiere. So einen Schritt sollte man vorbehaltlos begrüßen und unterstützen, ehe man mit nicht umsetzbaren Idealvorstellungen alle Andersdenkenden verschreckt, somit niemals eine Mehrheit für einen radikaleren Gesetzesentwurf bekommen würde und alles darum unverändert bei den alten, schlimmen Zuständen bleibt.
Veränderungen gehen selten von heute auf morgen. Laßt euch bitte so eine kompromissfähige Chance, auch bislang nicht aktiv tierfreundlich, sondern eher gleichgültig eingestellte Menschen mit ins Tierrechts-Boot zu holen, nicht entgehen, weil ihr sie mit überzogenen Erwartungen und zu extremen Wünschen verschreckt.
Der Gesetzesentwurf ist angesichts der derzeitigen Gegebenheiten exakt richtig, Großes Lob für diese Initiative!
Im Ansatz ganz gut. Aber es geht nicht weit genug, da bei uns in Deutschland die Nutzung von freilebenden Wildtieren immernoch als reines, unüberwachtes Freizeitvergnügen ausgeübt wird. Der Tierschutz sollte auch hier endlich eine kompetente Überwachung dieser Hobbyjägerei fordern. Wildhüter unter wissenschaftlicher Leitung könnten hier die Lösung sein. “In diesem unüberwachten Rotlichtbezirk der Naturnutzung spielen sich die unglaublichsten Tragödien ab.” Zitat aus http://www.vitruan.de
Der Umgang mit der Tierwelt durch die Spezies Mensch ist wohl eines der größten Verbrechen auf unserem Globus und wir müssen uns im Klaren sein, daß Schutz für unsere Mitgeschöpfe nicht ausreicht: wir brauchen grundlegene Recht für die Tiere!
Für diese Rechte kämpfen Leute wie Dr. Maisack seit Jahrzehnten auf politischer und juristischer Ebene unermüdlich und erleben am Ende auf dem Weg durch parlamentarische Instanzen, Ausschüsse und Regierungsentscheide dann eine Abfuhr (she. auch Debatte des EU-Parlaments zur Vorlage einer neuen Tierversuchsrichtlinie vom 4. und 5. Mai 2009).
Trotzdem dürfen wir bei den anstehenden Wahlen nicht der Tierverbrauchslobby das Feld überlassen und wenn wir dieses Novelierungskonzept als Basis einbringen könnten, wären wir wirklich ein Stück weiter im Kampf für die geschundene Tierwelt.
ANu,
als Standardkommentierung zum TierSchG gilt wohl Hirt/Maisack/Moritz, Tierschutzgesetz, Vahlens Kommentare. Zitat § 18 Rn. 24, S. 507 (2. Auflage 2007):
“Eine besondere Bedeutung von Abs. 2 liegt darin, dass auch wirbellose Tiere geschützt sind. Soweit deren Schmerz- und Leidensfähigkeit bezweifelt wird (s. § 1 Rn. 16 und 23a), kann ihnen doch zumindest ein Schaden zugefügt werden, denn dafür genügt jede Beeinträchtigung der Unversehrtheit, auch wenn sie nicht nachweislich von Schmerzen oder Leiden begleitet wird. Weil auch der Tod ein Schaden ist, kann zB die unnötige Tötung von Ameisen oder Spinnen den Tatbestand erfüllen; einen vernünftigen Grund wird es dafür nur selten geben (vgl. Hirt, Der vernünftige Grund, S. 5).”
Die Tötung einer Stubenfliege ohne vernünftigen Grund ist nach § 18 Abs. 2 und 4 TierSchG also strenggenommen nach bereits geltendem Recht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße (von theoretisch bis zu fünfundzwanzigtausend Euro) geahndet werden könnte.
@Hansjörg Blum: ich stimme 100% mit Ihrem Kommentar überein! Aber welche Partei soll mensch wählen?!?!?! Am Ende knicken doch (fast) alle ein, wenn die Tierausbeuterlobby vor der Tür steht…
Bsp.: das jüngste Verbot von “Robbenprodukten” riecht mir viel zu sehr nach Alibipolitik. Denn wer bitteschön ist in der EU schon davon betroffen.
Darüber hinausgedacht – und wie es viele meiner Vorredner_innen bereits schrieben – geht ein Tierschutzgesetz nie weit genug; ganz einfach deshalb weil der Begriff “Tierschutz” mittlerweile zu einer holen Phrase verkommen zu sein scheint.
Tierschutz heißt doch heutzutage, sein Gewissen mit dem Kauf von “Bio-Schnitzeln” und Eiern von “glücklichen Hühnern” zu beruhigen und lenkt viel zu sehr vom Kern des Problems ab: nömlich der Tatsache, dass auch nichtmenschliche Tiere eine Würde haben und das Recht auf Leben, Freiheit und Unversehrtheit. Das steht so auch im ersten Punkt, doch wie dieser mit den anderen Paragraphen vereinbar sein soll, ist auch mir schleierhaft (siehe 1. Kommentar von ANu).
Nein, der Gesetzesentwurf ist nicht schlecht, aber geht eben nicht weit genug.
Trotzdem: zu kämpfen ist besser, als nicht zu kämpfen! Ich wünsche Herrn Dr. Maisack unendlich viel Kraft und Ausdauer für seine wichtige Aufgabe!
Rechtsphilosophisch dürfte die Einführung des Würdebegriffes für Tiere schwierig sein. Aber nicht unmöglich. Dessen ungeachtet wird aber das, was daraus folgen würde, einen Würdebegriff gleichen Ranges wie jenen der Menschenwürde in den bestehenden Strukturen verhindern.
Praktisch sind Menschenwürde und (verfassungsrechtliche) Grundrechte gekoppelt. Grundrechte werden gewährt, die Würde ist als gegeben vorausgesetzt und zieht die Gewährung von Grundrechten nach sich. Der Tierschutz ist Staatsziel (Art. 20 a GG), das damit aber nicht den Tieren (Grund-)Rechte verleiht (und auch nicht die Würde des Tieres als existent definiert). Eine einfachgesetzliche Würdezuschreibung wäre rechtssystematisch unsinnig.
Stringent würde die (verfassungsrechtliche) Anerkennung der Würde des Tieres zu einer analogen Grundrechtsankoppelung führen müssen. Erstmalig wären damit unmittelbare Tier(grund)rechte verliehen, die in der Systematik der Gewaltenteilung (durch Dritte) einklagbar zu gestalten wären.
Ein Ding der Unmöglichkeit, denn das würde letztlich ein ganzes Volk zu Zwangsveganern machen.
Das hat nichts damit zu tun, wie ich persönlich darüber denke. Den Gesetzentwurf habe ich mir nicht durchgelesen, würde aber einen weitergehenden normierten Tierschutz begrüßen. Die Chancen sehe ich als nicht sehr groß an. Viel wäre schon gewonnen, das bestehende Tierschutzrecht ernst zu nehmen.
P.S.:
Rechtssystematisch unsinnig (2. Abs.), da es hier um einen Inhalt von Verfassungsrang geht.
Im Übrigen wäre zu bedenken, dass ein einfachgesetzliches Würdeanerkenntnis auch einfachgesetzlich wieder aufgehoben werden kann.
Was ist von der Würde des Menschen zu halten,der seine Mitgeschöpfe massenhaft planvoll massakriert? Welch eine ethische Kluft besteht zwischen uns derart handelnden Zivilisierten zu den frühen Indianern,die vor der Tötung eines Tieres die Götter um Einverständnis baten.Christenheit und Islam(man denke nur an die entsetzliche Vernichzung der Schweine in Ägypten) lassen “mit Würde ” ungeniert weiterhin morden. Es ist allerhöchste Zeit,dass sich zumindest die christlichen Kirchen vorbehaltlos der Tierschutzbewegung anschliessen. Der Entwurf zur Neufassung des Tierschutzgesetzes zielt aufs Wesentliche,auch unserer menschlichen Existenz
Leute – was soll das hochintellektuelle Philosophieren? Bleibt bodenständiger!
Sehr wichtig wäre es, ins Tierschutzgesetz mit aufzunehmen, dass jagdlustige Hunde (und das sind viele Rassen, z. B. auch Dackel und Terrier!) nur noch an der Leine geführt werden dürfen bzw. gar nicht mehr gezüchtet werden dürfen oder nur noch von Berufsjägern gehalten werden dürfen! Und dass ein „Hundeführerschein“ für jeden Hundebesitzer Pflicht wird!
Es passiert unglaublich oft, dass nicht angeleinte Hunde andere Tiere oder auch Menschen schwer verletzen oder sogar töten! Die häufigsten Opfer sind Schafe, wobei die Hunde in den Schafweiden oft wahre Massaker anrichten:
Am 7. Mai z.B. haben zwei Hunde (ein Labrador und ein Schäferhundmischling) einen Schafweidezaun übersprungen und dabei 27 Schafe getötet und 6 verletzt!
Der Besitzer hat sie einfach unbeaufsichtigt herumstreunen lassen!
Das ist kein Einzelfall – wenn Ihr wissen wollt, wie oft so was passiert, gebt regelmäßig ins Internet die Suchbegriffe „Nachrichten Schafe“ und „Nachrichten Hunde“ ein!
Es ist grauenhaft, wie viele Schafe (aber auch Rehe) und andere Tiere und Menschen von Hunden entsetzlich zugerichtet werden!
Solche Vorfälle aber werden leider von den allermeisten „Tierschützern“ und „Tierschutzorganisationen“ ignoriert und bewusst totgeschwiegen. Sicher deshalb, weil der Hund als „bester Freund“ des Menschen gilt, während man andere Tiere als weniger wichtig erachtet.
Wie traurig !!!
Servus bis nächste Woche! Ich fahre nun hinaus auf’s Land in die Natur, wo ich ein paar Tage bei meinen geliebten Schafen verbringe!
Der Mensch ist zunehmend seltener in der Lage sich selbst oder seine eigene Spezies zu schützen. Da verwundert es nicht, wenn er diesen Mangel umso deutlicher am Umgang mit Tieren auslässt.
Wer aber ein Tier nicht so behandelt, als wenn es menschlich wäre, der wird seinen eigenen menschlich-tierischen Status selbst nicht so schnell verlieren.
der entwurf geht absolut in die richtige richtung und gesetze sind sicher wichtig, aber sie alleine werden nicht wirklich etwas ändern.
wir, die menschen sollten es endlich lernen, jedes lebewesen mit respekt zu behandeln. aber wie axxl schon schreibt, so wie wir menschen miteinander umgehen, so braucht es uns nicht zu verwundern, das die vermeindlich “schwächeren” tiere oftmals noch unwürdiger behandelt werden. aber auch so wie die natur reagiert, in form von umweltkatastrophen, so werden wir auch in zukunft vermehrt die reaktion der tiere auf das menschliche tun zu spüren bekommen.
Was,das Schächten betrifft gehört das ,auch auf die Liste.Und ein Tierausbildung finde ich eine frchheit.
Reittuniere,sind auch eine Tierquälerei.
Ich,bin auch noch nicht ganz zufreiden mit derListe.
Ich finde die zusammengefaßten Fakten als einen äußerst posivitiven Komplex, der realisiert werden könnte. Wir wissen alle, dass die Schritte im Verbesserung des Tierschutzes eher klein und sehr mühsam sind.
MfG
Karla Reiss-Meyer
Lämmlein, geht es nicht in die falsche Richtung, bei Hunden anzusetzen, die einen natürlichen Jagdinstinkt haben? Von Tierschutzgegnern lassen sich Deine Beispiele wie Schuldzuweisungen an die Hunde lesen. Das führt eher dazu, dass noch die Wildtiere im Wald verboten werden :)
Der natürliche Jagdinstinkt des Hundes darf kein Freibrief sein, jegliche Hunderassen zu halten, diese überall frei herumlaufen zu lassen und dann gleichgültig mit der Schulter zu zucken, wenn der Hund andere Tiere oder Menschen verletzt oder gar tötet, und dann womöglich noch zu erwarten, dass man ohne Strafe davonkommt!
Das würde zwar vielen Hundebesitzern so gefallen – so aber geht das nicht!
lämmlein,ist ihnen garnicht klar,worum es hier geht,was soll das denn,dass sie auf einem mal mit hunderassen,die sogar menschen töten können anfangen,das können doch menschen viel besser—–wir setzen uns doch dafür ein, dass tiere artgerecht leben können ,und das die menschen ihnen nicht die hölle auf erden bereiten,klar?
Sehr geehrte Damen und Herren,
wo bleibt ein dringend benötigtes Gesetz gegen den Welpenhabdel und der Verkauf von Hundewelpen und Katzenkitten in Zooläden ? Wo bleibt ein Gesetzt gegen den Missbrauch der Tiere ? Dies waren nur wenige Beispiele, die dringend benötigten Gesetze werden schon seit Jahren von den Politiker abgeschmettert, da für sie kein Vorteil dabei herausspringt. Trauriges Deutschland.Mit Öffnung der Grenzen hat das Elend der Tiere einen furchtbaren Aufschwung bekommen.
Mit tierfreundlichen Grüßen
Karl Brunner
Frau Futterschneider:
Auf jeden Fall müsste ins Tierschutzgesetz mit aufgenommen werden, dass jeder Hundebesitzer verpflichtet ist, seinen Hund so zu halten und zu erziehen, dass er keine Gefahr für andere Lebewesen darstellt! Auch die Rauflust mancher Hunde ist ein Problem. Als Kind führte ich immer den sehr braven, friedlichen Dackel-Spitz-Mischling einer Nachbarin im Park spazieren. Doch ausgerechnet dieser Hund wurde mehrmals von rauflustigen Hunden angegriffen! Sowas hätte nicht passieren dürfen.
Angebracht wäre ein Hundeführerschein für jeden Hundebesitzer, ein gründlicher Kurs, in dem er lernt, wie einen Hund so behandelt und erzieht, dass er z.B. keine Rauflust verspürt; außerdem sofort stehen bleibt, wenn der Besitzer ihn ruft – statt einem Jagdobjekt (Reh, Hase, Eichhörnchen, Schaf etc.) hinterherzuhetzen. Natürlich darf man ihn dann auch nicht unbeaufsichtigt herumstreunen lassen.
Herr Brunner:
Sie haben Recht! Vor allem in Tschechien werden Hunde in kleinen, verdreckten Käfigen gezüchtet; die Welpen im Kofferraum nach Deutschland transportiert und dort als „Schnäppchen“ verkauft. Viele Welpen sind krank, da nicht geimpft und nicht entwurmt, manche sterben während der Fahrt. So viel ich weiß, ist das zwar verboten – doch wo kein Kläger, da kein Richter! Den Leuten, die solche Welpen kaufen, fehlt es auch an Verantwortungsbewusstsein
Vor nahezu sieben Jahren wurde am 21. 6. 2002 der Tierschutz ins Grundgesetz eingetragen. Die Überarbeitung des Tierschutzgesetzes war und ist damit überfällig. Den Initiatoren ist deshalb ausdrücklich zu danken, dass sie sich dieses Themas angenommen und das Gesetz überarbeitet haben. Mir persönlich geht es allerdings nicht weit genug, obwohl ich mich über jede Verbesserung zugunsten unserer Mitgeschöpfe freue.
Der Entwurf enthält zweifelsohne viele wichtige und notwendige Korrekturen, aber leider auch nach wie vor die Ausnahmeregelung beim religiös motivierten betäubungslosen Schächten, obwohl es wissenschaftlich längst erwiesen ist, dass Schächttiere dabei einen besonders grausamen Tod erleiden und es heute reversible Betäubungsmethoden gibt, die beidem Rechnung tragen: dem religiösen Bedürfnis und dem Schutz des Schächttieres vor unnötigen Schmerzen und Leiden.
Auch bei den Versuchstieren hätte ich mir mehr Schutz vor der Wissenschaft gewünscht. Nicht alles, was machbar ist, ist ethisch auch vertretbar.
Alle theoretischen Bekenntnisse zu Ethik und Schutz vor Leiden sind vergeblich, wenn in vielen bereichen, wie Jagd, Landwirtschaft, Tierversuche usw. immer wieder Ausnahmen gemacht werden. Und da ist auch von der EU nichts zu erwarten.
Zweitens werden viele Tierquälereien einfach nciht ausreichend verfolgt. Eine strengere Kontrolle durch Behörden und Gerichte kann nur durch das *Verbandsklagerecht* erreicht werden. Auch wenn das in der Liste oben an letzter Stelle steht, ist das für mich der wichtigste Punkt!
Es stimmt, dass viele Tierquälereien nicht ausreichend verfolgt werden!
Z.B. lese ich ab und zu in den „Schafnachrichten“, dass Schafe verletzt, erstochen oder erschlagen auf der Weide vorgefunden werden! Meist erfährt keiner, wer es war. Nur an zwei Fälle kann ich mich erinnern, nämlich dass Jugendliche dabei ertappt wurden – einmal waren es sogar Gymnasiasten! (Da sieht man, wer so aller auf’s Gymnasium geht!)
Vermutlich sind es meist kriminelle Jugendliche, die so was „zum Spaß“ machen.
Aber die Polizei forscht nicht weiter nach, weil sie hierzu ja gesetzlich gar nicht berechtigt ist. Ich bin der Meinung, dass man hier alle Methoden anwenden sollte (vor allem auch die DNA-Analyse), um die Schuldigen zu finden – und vor allem, dass sie viel drastischer bestraft werden sollten! Besonders das Jugendstrafgesetz ist viel zu lasch!
Natürlich sind nicht nur Schafe die Opfer solcher Taten, sondern auch andere Tiere.
Mir geht der Gesetzentwurf nicht weit genug, obwohl es schon ein Fortschritt wäre, wenn diese Vorschläge gesetzlich umgesetzt würden.
Verboten gehören z.B. auch: unkontrolliertes Züchten von Haustieren, Verstümmelungen bei der Hundezucht (Ruten abschneiden), Qualzüchtungen. Wildtiere wie Nerze oder Füchse können niemals artgerecht in sog. “Pelztierfarmen” gehalten werden. Das müßte verboten werden. Dem Katzenelend müsste konsequent durch Kastrationen entgegengewirkt werden.
Vor allem müssten Gesetzesverstöße härter bestraft werden. Tierquäler werden in Deutschland meist zu milde bestraft.
Wäre darin das Wildtierverbot in Zirkussen nicht, könnte ich in vielen Punkten zustimmen. So aber muss ich den kompletten Entwurf ablehnen !!
Ein generelles Wildtierverbot in Zirkussen ist unsinnig und entbehrt vernünftiger Argumente. Denn davor müsste ein komplettes Tötungsverbot unserer einheimischen Wildtiere wie Rehe, Hirsche, Hasen, Wildschweine, Fische, usw. erfolgen. Alleine die Haltung und Dressur von Wildtieren bedeutet kein Leid für diese Tiere, somit ist ein Verbot nicht vertretbar. Ich habe grosse Achtung und innere Nähe zu Albert Schweitzer, aber hier wird sein Name nun für etwas missbraucht, dem er so nie zugestimmt hätte. Ihm ging es um Achtung der Tiere, aber nicht um Verbote.
Ich habe überhaupt nichts gegen ein komplettes Tötungsverbot von Wildtieren, ganz im Gegenteil…
Ingo:”Alleine die Haltung und Dressur von Wildtieren bedeutet kein Leid für diese Tiere”
–> achja? da wissen Sie ja anscheinend ganz genau bescheid.
Ich finde es immer “super” zu hören, dass Menschen sich das Recht herausnehmen zu wissen wann Tiere leiden und wann nicht.
Eine ganz einfache Frage wäre da: ” wie würden Sie sich fühlen, wenn man Ihnen Ihre Freiheit nehmen würde und Sie zu Sachen zwingen würde, die Sie eigentlich nicht tun möchten?- für mich hat das was von Folter.
Ja, Albert Schweitzer ging es um Achtung der Tiere und ihm ging es darum, wenn nötig alles zu tun um diese Achtung gewährleisten zu können und ohne Verbote würde das nicht funktionieren.
Die Argumentation, daß Wildtierdressur kein Leid bedeutet, ist wirklich sehr abstrus und unlogisch und zeugt von großer Unkenntnis der Materie. Wildtiere haben einen großen Bewegungsdrang, werden im Zirkus aber auf kleinstem Raum in Käfigen (Raubtiere) oder in Anbindeposition (Elefanten) gehalten. Psychische Schäden sind zwangsläufig – “webende” Elefanten oder Käfigkoller. Allein schon die Haltung unter diesen Umständen ist Qual.
Aber getoppt wird das ganze durch die Dressur. Hätte “Ingo” wirklich Ahnung vom Zirkus oder Dressur, könnte er so eine Aussage kaum treffen, daß die Dressur kein Leid darstellt. Die Bewegungen und Taten der Tiere, die so “erstaunlich” oder “ungeheuerlich” für das Publikum wirken, werden von den Tieren nur deshalb vollzogen, weil die Furcht vor dem drohenden Leid, wenn die Tiere die Aktion verweigern, größer ist, als die Furcht vor der Akrobatik. Würden Sie, lieber Ingo, freiwillig durch einen engen brennenden Reifen springen, nur weil ich Ihnen ein feines “Leckerli” anbiete, wenn sie es tun oder wohl doch eher, wenn Ihnen anderfalls heftige Hiebe mit einem Holzstock oder Elektroschocks drohen?
“Ich finde es immer “super” zu hören, dass Menschen sich das Recht herausnehmen zu wissen wann Tiere leiden und wann nicht.”
Ich finde es immer anmaßend, wenn Menschen darüber urteilen ob Tiere leiden oder nicht.
Was der Mensch für sich als Leid empfindet, muß das nicht gleichermassen für ein Tier gelten.
Und Tierdressur hat nichts mit Zwang zu tun, oder nicht mehr als man einem Kind beibringt, wie man sich auf einen Stuhl setzt. Auch das ist eigentlich gegen die Natur, aber einfach notwendig in unserer Welt. So ist das Ausnutzen von natürlichen Fähigkeiten eines Tieres ein Akt der Sozialisierung in unserer Welt. Dem Tier schadet dies nicht und diesem geht es dabei auch nicht schlecht. Im Gegenteil viele Tiere arbeiten in der Dressur gerne mit, da es sie fordert und anregt. Da sind sich Mensch und Tier ähnlich und nichts ist stupider, als ohne Anreize und Herausforderungen leben zu müssen.
Folter ist, wenn man als Mensch oder Tier zum Nichtstun verdammt wird, im Sinne von Kerker ohne Sinn und Lebensinhalt. Aber das Zusammenwirken von Mensch und Tier ist genau das Gegenteil!
“Die Argumentation, daß Wildtierdressur kein Leid bedeutet, ist wirklich sehr abstrus und unlogisch und zeugt von großer Unkenntnis der Materie. Wildtiere haben einen großen Bewegungsdrang, werden im Zirkus aber auf kleinstem Raum in Käfigen (Raubtiere) oder in Anbindeposition (Elefanten) gehalten. Psychische Schäden sind zwangsläufig – “webende” Elefanten oder Käfigkoller. Allein schon die Haltung unter diesen Umständen ist Qual.”
Hier schreiben zwei Menschen, welche schon lange keinen Zirkus mehr besucht haben. Denn das was hier geschrieben wird, war einmal aber ist schon lange Vergangenheit.
Orientiert euch vor Ort und überzeugt euch von der Realität und schreibt nicht das nach, was andere im Internet behaupten.
Es ist immer belustigend zu lesen, wenn andere urteilen ich habe keine Ahnung von der Materie. Soviel dazu: Ich habe seit 40 Jahren mit Tierhaltung und Tierdressur beruflich zu tun und ich weiß genau über was ich hier schreibe. Und ich will überhaupt nichts beschönigen, sondern gebe einfach nur meine persönlichen Erfahrungen und Sichtweisen weiter.
Daß diese hier nicht gewollt sind, lese ich in den beiden Antworten. Daher werde ich hier auch keine weiteren Gedanken mehr einbringen. Denn wo man nicht geachtet wird, ist man in einem verkehrten Land.
ein Kind lernt Dinge, damit es sich in seiner Umwelt besser zurecht finden kann- Einem Tier werden Kunststückchen beigebracht damit Menschen unterhalten werden und andere Menschen damit Geld machen. Das Beispiel mit dem Kind ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Ich bringe einem Kind bei wie es auf einem Stuhl sitz aber nicht wie es zum Beispiel durch einen brennenden Ring springt.
Ich würde das hier nicht schreiben, wenn ich keine persönlichen, praktischen Erfahrungen mit einem Zirkus gemacht hätte…denn ich stehe nicht so auf ” das nachschreiben was andere im Internet behaupten” aber danke für die Behauptung ;-)
Ich finde es wichtig dass jede Meinung hier einen Platz findet und man sollte auch diskutieren können ohne dass sich jemand nicht geachtet fühlt weil andere Menschen eine andere Meinung haben. Mit Achtung oder Nicht-Achtung hat das nichts zu tun sondern mit unterschiedlichen Sichtweisen. Wenn bei Ihnen bereits da schon eine Nicht-achtung Ihrer Person besteht, wo es um unterschiedliche Meinungen geht, was ist es dann für eine Nicht- Achtung der Tiere im Zirkus…
“Ich bringe einem Kind bei wie es auf einem Stuhl sitz aber nicht wie es zum Beispiel durch einen brennenden Ring springt.”
Der brennende Ring wird heute nicht mehr gezeigt, wobei dieser für das Tier kein Nachteil ist. Denn in der Natur kommt es mit dem Feuer durch Steppen- und Waldbrände auch in Berührung und das richtige Verhalten entscheidet über das Überleben. Diese Erfahrung hat Circustigern vermutlich das Leben gerettet, als vor ein paar Jahren deren Sattelschlepper durch einen Reifenbrand im hinteren Teil des Käfigwagens zu brennen begann. Durch die Erfahrung mit Feuer in der Dressur blieben die Tiere ruhig und zogen sich in die andere Seite des Käfigwagens zurück und vertrauten ihrem Dresseur bis der Brand gelöscht war.
Es hatalles immer zwei Seiten der Sichtweise und Dressur ist selten ein Nachteil für die Tiere.
Übrigens ist die Erziehung sprich Dressur von Kindern auch mit finanziellen Erwartungen verbunden, denn im Sinne unseres Generationenvertrages der Altersversorgung, werden gutausgebildete Junge die Alten mittragen und viele Eltern suchen auch ihren unmittelbaren Nutzen in ihren Kindern. Alles hat mit Geben und Nehmen zu tun. Daran ist auch nichts schlechtes, es sei denn man macht es schlecht.
Freiheitsdressur ist eine edle Kunst, in der Erziehung von Kindern und von Tieren. Was dabei nicht angewandt werden darf ist Gewalt. Das muss bei allen Schutzbefohlenen verhindert werden, denn das erniedrigt jedes Wesen.
Aber das Miteinander von Wesen aller Art ist ein Teil des Lebens auf unserer Erde, an dem jeder von uns lernt und daran wächst.
Nicht in der Ablehnung einer bestimmten Richtung, sondern im praktischen Erfahren und Verstehen ist der Weg zu suchen.
“Ich würde das hier nicht schreiben, wenn ich keine persönlichen, praktischen Erfahrungen mit einem Zirkus gemacht hätte…”
Mit EINEM Circus, welcher anscheinend nicht so optimal war, aber ist der der Maßstab dessen was heute die Mehrheit macht? Es gibt einen Berufsverband der Tierlehrer mit sehr strengen Maßstäben, welche klare Grenzen in der Dressur setzen. Diese geben den Weg vor und da wird gezeigt was zeitgemäss ist.
Zwischen dem was vor zwanzig, dreissig und vierzig Jahren üblich war und dem was heute die Erkenntnisse sind, liegen Entwicklungswelten. Bei uns in Deutschland sind diese voll angekommen. Schon in Frankreich ist man da noch zehn Jahre zurück und in vielen Südländern noch zwanzig Jahre hinter unserer Entwicklung. Diese Länder brauchen einfach noch länger, um in ihrem Bewusstsein bezüglich Tieren gegenüber Tieren zu wachsen. Das kann man aber nicht über Verbote erzwingen, sondern muß auch diesen Volksgemeinschaften die Zeit fürs Umdenken lassen. Die sind sind alle auf dem Weg dorthin, aber manche brauchen etwas länger.
So ist es auch mit einigen Circussen in unserem Land. Die Mehrheit ist in der Gegenwart angekommen, aber einige hinken noch hinterher und fallen dabei unangenehm auf. Aber dafür gibt es staatliche Kontrollen und Bussgelder, welche diese auffordern die entscheidenden Veränderungen vorzunehmen.
Grundsätzliche Verbote sind der falsche Weg und derartige Forderungen werden nur zu langen Rechtsstreitigkeiten führen, die letztlich damit auch andere Verbesserungen aufhalten werden. Von daher ist der neue Entwurf des Tierschutzgesetzes als Maximalforderungskatalog zu sehen, welcher sich aber in der Form nicht durchsetzen lässt.
Welch tolle neue und vor allem völlig gewaltfreie Zirkuswelt, die uns Ingo da offenbart. Ein Traum für jedes Tier! Ich bin geneigt zu applaudieren.
Darf ich dem Insider dennoch ein paar Fragen stellen?
Auf welchem “gewaltfreien Weg” gelangen die Wildtiere aus ihren Heimatgefielden und der Freiheit in den Zirkus?
Wie groß ist der Platz, den all diese vielen ultimativ-tierfreundlichen Zirkusse ihren Tieren zur Verüfung stellen – aufgegliedert in
Bewegungs- und Aufenthaltsraum für
* Tiger, Löwen und andere Raubkatzen
* Elefanten, Kamele und andere Großtiere
* Affen?
Warum scheuen dann diese tierfreundlichen Zirkusse interessierte Menschen mit Fotoapparat, die gerne mal die Elefantenbeine aus der Nähe ablichten würden?
Definieren Sie bitte in diesem Zusammenhang “Freiheitsdressur”.
Was mag denn der Anreiz für einen Elefanten sein, auf einen kleine Schemel zu steigen und die Vorderbeine zu heben, wenn nicht Schläge?
Daß Ihr Kindervergleich mal wieder völlig daneben ist, ist Ihnen bewußt?
Jedes Kind hat die Freiheit und die Wahl, den Generationenvertrag zu verlassen- entweder durch eine entsprechende Berufswahl (Freiberufler, Selbständigkeit) oder das Land zu wechseln. Welche Wahl und Freiheit haben Zirkustiere?
Im übrigen sprechen Sie hier von finanziellen Lasten, die nicht einmal ansatzweise existenzprägend sind. Für Zirkustiere gibt es aber nichts anderes. Sie werden auf die Publikumserfreuung in ihrem Leben reduziert und beschränkt, verbringen es im übrigen eingesperrt und dienen ausschließlich und einzig und alleine der Profitgier der Zirkusbetreiber. Dies auf ihre anrührendes Kindererziehungsbeispiel übertragen würde also bedeuten:
Kindersklavenhaltung, Kinderarbeit und Kindesmisshandlung.
Welche Eltern würden das tun oder kämen damit gar durch? Mit “Freiheitsdressur” hätte das wohl wenig zu tun und hat es auch nicht bei den Zirkustieren.
“Auf welchem “gewaltfreien Weg” gelangen die Wildtiere aus ihren Heimatgefielden und der Freiheit in den Zirkus?”
Es kommen keine Wildfänge mehr in den Circus, sondern nur Tiere welche im Circus oder in Zoos geboren sind.
Wildfänge gab es früher und einige ältere Tiere stammen noch aus dieser Zeit.
“Warum scheuen dann diese tierfreundlichen Zirkusse interessierte Menschen mit Fotoapparat, die gerne mal die Elefantenbeine aus der Nähe ablichten würden?”
Weil zuviele fanatische Tierschützer es nur darauf anlegen Circus negativ darzustellen. Was die Elefantenbeine anbelangt, sind an denen häufig noch Spuren früherer Ankettung zu sehen, welche sich nicht mehr zurück bilden.
Zu mehr äussere ich mich nun hier nicht mehr, da es nun hier auch schon wieder in Richtung “Tribunal” ausartet. Und dem muss und werde ich mich nicht aussetzen.
Gegen Fanatiker kann man sich nur abgrenzen und muss leider damit leben.
Nur zeigt diese Diskussion nur zu deutlich, dass hier Albert Schweitzer von Tierrechtsfanatikern vereinnahmt und benutzt wird. Da wird er sich aber im Grab umdrehen, denn Fanatismus mochte er gar nicht!!
Auch eine Art: unbequeme Fragen als Fanatismus zu bezeichnen, um sich die schön-gelogene Zirkuswelt als Illusion behalten zu können. Welcome to the Matrix (läuftja gerade ;o) )
Es waren nur Fragen – wo ist das Fanatismus? Ich erkenne nur Feigheit, sich der Problematik von Zirkustieren ernsthaft stellen zu wollen. In dieses Bild paßt dann auch, daß alle erkennbaren Wunden natürlich ur-ur-uralt sein müssen. ;o) Ach ja..und Wildtiernachwuchs im Zirkus? Wie stümperhaft müssen da Zoos und Tiergärten sein, die es jedes Mal als wahre Sensation feiern, wenn ihnen das seltene Ereignis von Wildtiernachkommenschaft nach vielen Versuchen glückt. Aber ich hatte vergessen: im Zirkus ist ja alles anders, ein wahrhaftes Tierparadies, das letzte Refugium der Glücksseligkeit für Tiere, da haben die sicher mehr Lust auf Nachkommenschaft. Es liegt nur am mangelnden Werbekönnen der Zirkusse, daß die Welt davon nichts mitbekommt. Das nennt sich übrigens nicht Fanatismus, sondern Ironie. Ihre Worte, lieber Ingo, hingegen sind eine Stufe höher: Zynismus pur. Würde ich an Wiedergeburt glauben, würde ich Ihnen eine solche als Zirkuselefant wünschen. Ich tu´s vorsorglich dennoch – man weiß ja nie. ;o)
Nun schreien die fanatischen gemachten Tierrechtler und mit ihnen die Veganergemeinschaft, die Gesetzesvorlage ist viel zu schwach. Es werden ja noch immer Tiere für Lebensmittel getötet. Darum müssen auch die Tiere im Zirkus verschwinden. Der Zirkus muß doch keine Rechenschaft ablegen, warum er Tiere mit sich führt. Tiere, die ihr Futter und Wasser regelmäßig erhalten und zufrieden erscheinen. Fragen sie Ihren Hund ob er glücklich oder unglücklich ist, Ihre Katze usw.. Elefanten werden im Zirkus älter als in der (restlichen ) freien Wildbahn, doch in der Peta Lügenbroschüre steht, sie werden nur 17 Jahre im Zirkus , ein Druckfehler?? Der Zirkus zeigt seine Tiere, doch es reicht nicht für die Tierrechtler, sie “observieren monatelang” den Zirkus. Und finden einen Richter, der zwei Verstöße mit je 500 Euro Bussgeld ahndet. Doch gleichzeitig wurden Tierrechtler zu 2000 Euro in Nürnberg verurteilt. Auch eine grobe “Volksverhetzung” von Tierrechtsorganisationen wurde gerichtlich beanstandet. Mit gezielten Kampagnen gegen den Tierzirkus, da landen übrigens auch Spendengelder, werden die Menschen -mit Bildern, usw von “gequälten Tieren – in ihrer Gefühlsebene angesprochen. Ich halte einen großen Teil dieser Fotos. DVDs usw. für “aufgearbeitet”, und nicht von deutschen Zirkusunternehmen”.Als oberstes Ziel der Tierrechtler sollen alle Tiere aus der Unterhaltungsbranche entfernt werden. Eine sonderbare kleine Gruppe möchte ihre Weltanschauung, nun auch mit Hilfe einer Partei, und mit Spendengeldern finanziert, in die Bürger/innen hineinprojizieren. So finde ich diese Diskussion sehr, sehr traurig und völlig überflüssig.
Es kann jawohl nicht tolerierbar sein, dass Tiere in Käfigen leben und ausgenutzt werden, um Menschen der Unterhaltung zu dienen und Geld mit ihnen zu machen. Wir können ja wirklich froh sein, dass diese Tiere ein langes Leben im Zirkus haben- super, eingesperrt bekommen sie das nötige Essen und Trinken…ich könnte mir auch wirklich nichts besseres vorstellen- da kann ich ja direkt ins Gefängnis gehen, denn einen wirklich großen Unterschied gibt es da nicht.
“Freiheitsdressur ist eine edle Kunst, in der Erziehung von Kindern und von Tieren. Was dabei nicht angewandt werden darf ist Gewalt. Das muss bei allen Schutzbefohlenen verhindert werden, denn das erniedrigt jedes Wesen”
–> Freiheitsdressur ist schon ein sehr interessantes Wort, aber das in der Dressur von Tieren keine Gewalt angewandt wird können Sie mir nicht erzählen. Also je nachdem wo bei Ihnen Gewalt anfängt, aber Sie behaupten ja auch zu wissen wann einem Tier Schmerz zugefügt wird und wann nicht.
“Und Tierdressur hat nichts mit Zwang zu tun, oder nicht mehr als man einem Kind beibringt, wie man sich auf einen Stuhl setzt. Auch das ist eigentlich gegen die Natur, aber einfach notwendig in unserer Welt”
–> erklären Sie mir mal bitte wieso Tierdressur notwendig in unserer Welt ist!
“Übrigens ist die Erziehung sprich Dressur von Kindern auch mit finanziellen Erwartungen verbunden, denn im Sinne unseres Generationenvertrages der Altersversorgung, werden gutausgebildete Junge die Alten mittragen und viele Eltern suchen auch ihren unmittelbaren Nutzen in ihren Kindern.”
–> ist das Ihr Ernst? Also wenn ich mir ein Kind wünsche, dann denke ich mir Sicherheit nicht an den Generationsvertrag und an finanzielle Erwartungen.
Ich kann einfach nicht verstehen, wieso man befürwortet, dass Tiere eingesperrt und für finanzielle Zwecke ausgenutzt werden und sich dann noch ernsthaft einredet den Tieren ginge es besser als in der Freiheit, es würde ihnen ja Spass machen…Und das ist wieder mal typisch: sobald einem die Argumente ausgehen, heisst es die bösen fanatischen Tierrechtler…blabla. Ich kann Menschen auch einfach als Tieraquäler bezeichnen wenn mir nichts anderes mehr einfällt. Das führt natürlich zu einer unglaublich sinnfreien Diskussion.
Circus Krone: Verurteilung wegen Verstoß
gegen das Tierschutzgesetz
Amtsgericht bestätigt Vorwürfe des
Darmstädter Veterinäramts
Tierrechtler und Tierrechtlerinnen kritisieren immer wieder die Haltung von Tieren im Zirkus. Die Veterinäre in Darmstadt bemängelten bereits 2006, dass die Haltung des Flusspferdes und der Schweinsaffen nicht artgerecht gewesen sei, die Kopfstand-Nummer eines Elefanten ebenfalls nicht, Elefanten und Pferde in schlechtem Gesundheitszustand gewesen seien. Das Amtsgericht Darmstadt sah es am 10.02.2009 als erwiesen an, dass den Tieren im Circus Krone erhebliche Leiden und Schmerzen zugefügt wurden aufgrund nicht artgerechter Haltung. Ferner erging die Auflage, dass sämtliche Vorgaben des Veterinäramts Darmstadts, dass das Verfahren eingeleitet hatte, erfüllt werden müssen.
–> nur ein kleines Beispiel von vielen…
ein guter spruch: ” die quittung für der tiere qual gibt es bei der nächsten wahl “.für mich heißt das,:nur eine partei,die sich auch für die rechte der tiere stark macht,wähle ich ,und ich hoffe ,daß viele tierfreunde das auch tun.
Im Prinzip möchte ich für ALLE Tiere den best möglichsten Schutz. Leider wird das ein frommer Wunsch bleiben.
Da ich im Katzenschutz arbeite, fordere ich eine Kastrationspflicht für alle Hunde und Katzen! So ließe sich das unendliche Leid vieler ungewollter Babys verhindern, die Jahr für Jahr, wenn sie Glück haben, bei uns landen.
Tierversuche gehören verboten. Die Ergebnisse sind auf den Menschen anzuwenden, siehe Contergan!
Selbstverständlich gehört das Schächten verboten. Schutz für Gottes Schöpfung ist wichtiger als abartige Bräuche. Das ist nicht Ausländer feindlich, eher Deutsch freundlich. Die Moslems brachten uns sowieso mehr “Multi” als “Kulti”!
Vielleicht sollte man mal direkt bei den Grünen anfragen, wie sie zum Schächten stehen sowie auch zum Import von Schächtfleisch? Die Antwort wäre sicher interessant.
Übrigens habe ich nun gelesen, dass die Tierschutzpartei das Schächten grundsätzlich ablehnt und verbieten will. Nun weiß ich, wen ich am Sonntag wählen werde!
sehr gut ,lämmlein,ich wähle am sonntag auch die tierschutzpartei,da ich auch nicht genau weiß,wie die grünen zum schächten stehen,eine andere partei kann ich als tierschützer sowieso nicht wählen
Um Tieren Rechte zu gewährleisten reicht es meiner Meinung nach nicht eine Tierschutzpartei zu wählen. Zum einen finde ich, dass Tiere keinen Schutz brauchen sondern Rechte. Tierschutz möchte z.B. die Haltungsbedingungen für Tiere verbessern- für mich ist das nicht genug, wieso soll man Tiere überhaupt halten dürfen. Das ist natürlich nur ein Punkt von vielen der sich mit meiner Einstellung nicht vereinbaren lassen.
Zum anderen ist es nicht sehr sinnvoll sich dafür zu entscheiden eine Tierschutzpartei zu wählen, da ich glaube dass es viel umfangreichere Programmpunkte auch ausserhalb des Tierschutzes bedarf, um wirklich etwas für die Tiere zu tun und ich nicht glaube dass die Tierschutzpartei das alles mit ihrem Programm decken kann.
Noch kurz zur Zirkus-Diskussion http://www.zeec.de/video/95409/1815/ein-blick-hinter-die-kulissen-bei-circus-krone
PETA ist doch keine seriöse Quelle, sondern ein auf Gewinn ausgerichteter Verein, welcher selber Dreck am Stecken hat. Siehe unter http://petatotettiere.de/
Circus Krone: Verurteilung wegen Verstoß
gegen das Tierschutzgesetz
Amtsgericht bestätigt Vorwürfe des
Darmstädter Veterinäramts
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Ein normaler Vorgang in Deutschland, wo gegen einen Bußgeldbescheid Widerspruch eingelegt wurde und darauf ein Gericht entschied. Übrig blieben von vielen Vorwürfen zwei banale Punkte, welche inzwischen behoben sind.
Fehler gibt es überall mal und wird mit Verwarnungen oder Bußgeld geahndet. Fast jeder von uns hat damit im Strassenverkehr schon seine Erfahrungen gesammelt. Aber damit ist es dann auch erledigt und keiner wird deswegen anschliessend im Internet an den Pranger gestellt.
Leute fasst euch mal am Kopf und werdet dem Geist von Albert Schweitzer gerecht. Denn Denunziation und Anprangerung mochte er überhaupt nicht !!
Ihre Worte, lieber Ingo, hingegen sind eine Stufe höher: Zynismus pur. Würde ich an Wiedergeburt glauben, würde ich Ihnen eine solche als Zirkuselefant wünschen. Ich tu´s vorsorglich dennoch – man weiß ja nie. ;o)
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Gerne, denn denen geht es nicht schlecht. Schlimmer wäre es als Elefant in freier Natur geboren zu werden, denn da wären meine Überlebenschancen viel geringer.
Sie können es wohl auch nicht lassen doch zu schreiben, obwohl sie jedesmal sagen, dass das Ihr letzter Beitrag war oder ;-)
Ich weiss ja nicht was manche Menschen als gut erachten wie ein vernünftiges Leben eines Tieres aussieht..Essen, Trinken und soviel Platz dass sie halt noch so halbwegs stehen können. Achja und ab und zu gibts noch “anregende” Dressur damit ihnen nicht langweilig ist natürlich völlig ohne Zwang und Gewalt..die machen das wirklich gerne und wenn sie die Wahl hätten zwischen Freiheit und ihrem natürlichem Lebensraum würden sie sich selbstverständlich für den Zirkus entscheiden…das ist mal ein Leben, schön im Rampenlicht und so…ich glaube es sollten sich mal einige Leute an den Kopf fassen und versuchen zu denken und nicht so naiv zu sein…
“Schlimmer wäre es als Elefant in freier Natur geboren zu werden, denn da wären meine Überlebenschancen viel geringer.”
–> ich würde lieber in freier Natur leben und dann vielleicht früher sterben als in Gefangenschaft und unter unzumutbaren Bedingungen ein langes Leben führen müsste!
Herr Ingo gibt wieder den abgeklärten allwissenden Zirkusinsider und schwingt erneut den Zauberstab, der die Zirkuswelt in ein rosa Tütü kleidet. Ich habe Sie ja schon fast vermisst. Vielleicht bekomme ich dann doch noch substantiierte Antworten auf meine Fragen?
Oder funktioniert Ihr Konzept nur mit allgemeinen Parolen wie man sie vom politischen Aschermittwoch her kennt?
Was haben wir an Argumenten von Ihnen bislang bekommen? Nicht viel:
Zirkus Krone sei eine Ausnahme und peta hätte doch selbst Dreck am Stecken und Vestöße habe doch jeder schon mal im Straßenverkehr gemacht.
Ah ja, das strotzt vor Überzeugungskraft.
Jüngst im April gab es schon wieder so eine Ausnahme: http://www.planetopia.de/archiv/2009/planetopia/04_26/11.html
Natürlich macht es die dokumentierten Fakten mit einem Fingerschnippen zunichte, wenn man versucht, die aufzeigende Organisation zu diskreditieren. Haben Sie das aus den billigen amerikanischen Gerichtsfilmen abgekupfert, wo stets versucht wird, die Glaubwürdigkeit einer Aussage dadurch mindern, indem man den Zeugen angreift? Nur doof, daß es nicht einfache Behauptungen sind, sondern gerichtsfeste Tatsachen. Nur doof, daß sogar die politische Ebene bereits 2003 erkannt hat: Wildtiere im Zirkus ist Tierquälerei und nichts anderes. (Steht nun wie peta auch der Bundesrat als nächstes auf Ihrer Abwertungsliste oder “Der Spiegel”? http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,270372,00.html )
Ein weiteres Propagandastilmittel ist das der Verharmlosung. Was stellen wir uns bloß so an? Jeder ist doch schon mal zu schnell gefahren, was soll´s, da ist doch kein Unterschied, ob ich nun gegen die StVO verstoße oder so ein bißchen Elefanten dresche, anbinde und Löwen und Affen einsperre. Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein, ne? Ingo? Gilt das grundsätzlich? Wollen wir mal eben alle Gefängnisse öffnen und Amnestie gewähren, weil ja jeder schon mal zu schnell gefahren ist?
Und dann natürlich “Verleugnung” – was wäre Propaganda ohne Verleugnung der Tatsachen. “Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen” ;o) Ja, lieber Ingo, Sie wollen sicherlich als Zirkuselefant leben, ich habe nicht den geringsten Zweifel daran, denn ich weiß ja nun dank Ihrer fundierten Aufklärung, daß jedwedes Bildmaterial über leidende Zirkustiere computergenerierte Lügen sein müssen, nur um eine Institution in Verruf zu bringen, die treusorgend Tieren ein langes Leben schenken.
Es lebe der Zirkus! Vor allem der, den Sie hier veranstalten. ;o)
Wiedergeburt, nicht schlecht:
Lieber Gott, wenn ich noch einmal auf diese Welt komme, möchte ich alles werden, bloß kein Mensch.
LG Karl
“Ein weiteres Propagandastilmittel ist das der Verharmlosung.”
Und hier in den Tierrechtsforen die Diffamierung !!
Indem man harmloses aufbläht zu einem Popanz und damit ganze Branchen in den Dreck zieht, bis denen die wirtschaftlichen Grundlagen zerstört sind.
Armer Albert Schweitzer, was da unter Deinem Namen angestellt wird!
Ingo: Sie scheinen Albert Schweitzer sehr gut gekannt zu haben, so wie Sie hier die ganze Zeit darüber schreiben was er jetzt zu jeder Meinung hier gedacht und gesagt hätte …sehr interessant, aber Sie wissen ja auch wie sich ein Elefant in einem Zirkus fühlt- Sie scheinen unglaubliche Fähigkeiten zu besitzen ;-)
Sehen Sie, dann sollten Sie meine Fähigkeiten anerkennen. Denn ich kann mich tatsächlich in andere Wesen (Menschen, Tieren, Pflanzen) hineinversetzen und mit diesen fühlen. Zudem habe ich eine präzise Beobachtungsgabe und eine solide Ausbildung in einem Beruf mit Tieren. Keine Theorie, sondern ein Leben mit Tieren.
Ja, ich habe mich schon als Jugendlicher sehr intensiv mit Albert Schweitzer beschäftigt und dessen Denken und Handeln ist mir sehr nahe. So habe ich grossen Respekt vor dessen Person und Lebenswerk.
Mich erschreckt häufig, wie “grosse Geister” oft für etwas benutzt werden, was diese zu ihren Lebzeiten nie zugelassen hätten. Nun seinen Namen für derartiges zu verwenden, empfinde ich als Leichenschändung.
Daß Sie anders empfinden als ich, haben wir hier zu Genüge schon festgestellt. Daß Sie es anders sehen nehme ich zur Kenntnis und respektiere Ihre Meinung. Leider stelle ich derartiges bei Ihnen nicht fest und lese sehr viel Intoleranz gegenüber Andersdenkenden in diesem Forum hier. Etwas, was überhaupt nicht zum Geist von Albert Schweitzer passt!
Toleranz muß dort ein Ende finden, wo es einer Duldung von Unrecht und Leid gleichkäme. Dann hat man meiner Meinung nach sogar die Pflicht zu Intoleranz und zum Handeln.
Toleranz heißt auch nicht, die Augen zu verschließen vor dem, was passiert.
Würden Sie Rechtsradikale tolerieren, die Ihre Einstellung per Fausthieben an einem Ausländer manifestieren wollen? Wohl kaum. Ich könnte tolerieren, daß Sie dem Tierleid gegenüber völlig gleichgültig einegstellt sind und darum Tiere im Zirkus in Ordnung finden. Aber Sie hüllen sich in das Deckmäntelchen des großen Tierfreundes und Albert-Schweitzer-Anhängers und verbreiten dergestalt aktiv Unwahrheiten vom kurhaften Erholungsleben der Tiere im Zirkus und leugnen dabei, daß den Tieren bei der Dressur psychischer und physchischer Qual widerfährt und daß sie in viel zu engen Käfigen und Gehegen gehalten werden, was zwangsläufig zu psychischen Verhaltensstörungen führt.
Und das, das kann ich nicht tolerieren.
Aber ich kann Sie ignorieren. Ihnen, lieber Ingo, wurde hier schon viel zu viel Aufmerksamkeit geschenkt und damit die Möglichkeit, eine Plattform gewährt, Ihre Unwahrheiten zu immer weiter zu verbreiten. Im Grunde sind Sie aber gerade hier in einem grundsätzlich tierfreundlichen Umfeld mit Sicherheit eine Mindermeinung und eine Randerscheinung. Belassen wir Sie doch dort.
Mit Zirkustieren habe ich mich bisher noch gar nicht näher aus Tierschutzsicht beschäftigt, vermute aber, dass die meisten (oder alle) von ihnen in Käfigen bzw. angebunden leben?
Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass jedes Tier Anspruch auf ausreichend Platz im Stall sowie auch Auslauf im Freien haben müsste.
Ebenso bin ich mit der reinen Wohnungshaltung von Haustieren nicht einverstanden – sie sollten auch ins Freie dürfen (Garten, Spaziergänge etc.)
Auch dies sollte meiner Meinung nach im Tierschutzgesetz verankert werden.
Was fanatische Tierrechtlicher (Veganer) betrifft, so würden diese wohl am liebsten eine „Anti-Tierhaltungs-Partei“ gründen – wovon ich persönlich nichts halten würde.
So, nun bin ich gespannt, ob hierauf Antwort kommt – kann erst nächste Woche darauf eingehen, da ich nun mal wieder für mehrere Tage in der Natur bin, beim Wandern und Radln sowie Schafe und Rinder besuchen, mit denen ich befreundet bin.
Würde niemand sie „halten“, hätten sie keinen persönlichen Namen, würden nicht gestreichelt, wüssten nicht, wie es ist, von einem Menschen geliebt zu werden, hätten keinen Unterstand, in dem sie sich vor extremen Witterungsverhältnissen schützen können, würden im Winter nicht gefüttert, sondern müssten hungern und frieren. Wenn sie krank oder verletzt sind, würde sie niemand pflegen, und Jungtiere, die vom Muttertier nicht angenommen werden, müssten verhungern. Und irgendwann würden sie von einem Hund oder Raubtier gehetzt und gerissen, hätten also auch keinen stressfreien, schmerzlosen Tod …
Es wäre ja schön, wenn alle Tiere gut gehalten würden, aber leider ist das überhaupt nicht so. Selbst Menschen mit guten Absichten machen Fehler. Ich mag Tiere sehr, aber ich habe auch schon Fehler bei der Haltung gemacht und habe jetzt, da ich mehr weiß, ein sehr schlechtes Gewissen. Ich kann nur schätzen, aber ich befürchte, dass die meisten Tiere unter menschlicher “Obhut” geschunden werden. Man erfährt jeden Tag übers Internet von Missständen, das ist schwer auszuhalten. Dazu kommen die alltäglichen Missverständnisse und die Gleichgültigkeit Tieren gegenüber, und das oft hinter verschlossenen Türen. Eine Aufzählung des menschlichen Fehlverhaltens Tieren gegenüber wäre endlos (nur ein Stichwort: Reiten für Anfänger). Ausserdem gibt es zu viele Sadisten.
Ich glaube, dass wir die Tieren nicht wirklich begreifen können. Wer kann sich schon in sie hineinversetzen? Letztlich wissen wir nicht was sie wirklich wollen. Deshalb finde ich jede Tierhaltung problematisch.
Lämmlein:
Das Sie ein Tierfreund sind ist ja schön, aber vielleicht sollten Sie sich Gedanken darüber machen wieso Tiere gehalten werden speziell Rinder etc. Natürlich ist es so dass Tiere ein Dach über dem Kopf bekommen, sie werden gefüttert etc. aber mit Sicherheit nicht, damit es ihnen gut geht und sie an ihr Lebensende ein schönes Leben voller Liebe ihrer Menschen geniessen können bis sie irgendwann ruhig einschlafen. Auf mich wirkt Ihr Beitrag sehr naiv. Und ich werde Ihnen nun die Wahrheit erzählen: Die Tiere werden gehalten , ihnen wird Essen und Trinken gegeben damit.. na kommen Sie drauf? …Damit sie schön fett werden, geschlachtet werden und dann gegessen werden oder verkauft werden.
“Wenn sie krank oder verletzt sind, würde sie niemand pflegen, und Jungtiere, die vom Muttertier nicht angenommen werden, müssten verhungern. Und irgendwann würden sie von einem Hund oder Raubtier gehetzt und gerissen, hätten also auch keinen stressfreien, schmerzlosen Tod …” Haben Sie schon einmal etwas von Natur gehört? Das ist alles ein ganz Leben im Gegensatz zu dem was die Tiere heutzutage “Obhut” von Menschen ertragen müssen.
“Und irgendwann würden sie von einem Hund oder Raubtier gehetzt und gerissen, hätten also auch keinen stressfreien, schmerzlosen Tod …”
Haben Sie schon mal gesehen wie ein Rind geschlachtet wird- vorallem industriell? Wenn ich ein Rind wäre würde ich lieber von einem Raubtier gefressen werden als so zu sterben wie ein Rind in menschlicher ” Obhut”.
Ich als böse Tierrechtlerin( schön dass Sie so intolerant und verallgemeinernd sind) und auch noch Veganerin dazu;-) würde wenn ich die Möglichkeit hätte Tieren wie z.B. Rindern, Schafen, Schweinen etc. ein gutes Zuhause zu bieten wo sie dann wirklich bis an ihr Lebensende bleiben könnten ,würde ich das sofort machen. Aber bei Ihnen kommt nicht so ganz raus wo sie die Tiere besuchen auf einem Bauernhof oder wie? Wenn ja finde ich es von Ihnen absurd zu sagen es seien Ihre Freunde, aber Sie finden es in Ordnung dass Ihre Freunde früher oder später dann geschlachtet und gegessen werden. Das verstehe ich nicht so ganz- vielleicht möchten Sie mir das einmal erklären.
Wenn Sie es so wollen, könnte ich sagen dass Tiere auch meine Freunde sind, ich respektiere sie alle und möchte dass ihnen Rechte zugestanden werden, auch was das Recht der Würde angeht und dass beinhalten nun mal nicht dass diese Tiere getötet werden.
Wie gesagt, ich finde es gut und wichtig wenn sich Menschen um Tiere kümmern und ich tue das auch. Aber es ist jawohl ein Unterschied ob ich mich um Tiere kümmere, damit sie ein gutes Leben haben oder ob ich mich um Tiere kümmere, damit ich sie später essen oder ihr Fleisch verkaufen kann.
Mich würde interessieren wo die Tiere die Sie besuchen wohnen- Bauernhof? Bei Menschen die sich um die Tiere kümmern ohne sie zu essen o.ä.?
Meine lieben Mit-Internetdikussionsforenuser!
Zu Beginn ein Paar kurze Einschätzungen meinerseits:
“Lämmlein” ist nach eigens getätigter Aussage mit einigen Schafen und Rindern berfreundet und definiert ihn ihrer/seiner Begrifflichkeit “Veganer” und “fanatische Tierrechtler” als ein und das selbe.
Dazu später.
“Ingo” möchte Kindererziehung durch deren Eltern oder Ähnlichem und Zirkustierdressur als equivalente Verstanden wissen.
Gehen wir einmal davon aus ein Lebewesen in irgeneiner Form wird in “freier Wildbahn” geboren wird/entsteht und beginnt ein beobachtbares Verhalten zu entwickeln, das sich im Rahmen seiner individuellen Befähigungen und Eigenschaften und den unzählbaren Faktoren, die seitens seiner Umwelt auf es einwirken, ein Verhalten zu entwickeln, was widerrum aus unzählbar vielen Komponenten zusammengesetzt ist die in Wechselwirkungscharakter zu einander stehen. So wird es dem einzelen sicher schwer fallen zu erkennen ob es sich bei den jeweiligen Verhaltensmusten um “Natürliche” oder “Instinktive” handelt, oder um Anpassungsstrategien für eine diverse Umgebung.
Weniger schwer hingegen dürfte es zu erkennen sein, dass die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Lebewesen zu einem Verhalten tendiert, das von Selbsterhaltung und Schutz vor dem für das Leben schädlichen Einfluß jeglicher Art geprägt ist, größer ist als die Wahrscheinlichkeit gegenteiliges zu vollziehen.
Kein mit Mobiltät ausgestattetes Lebewesen wurde je dabei beobachtet, die Hilfe dritter zu Benötigen um sich der Gefahr durch einen schädlichen Einfluß (z.B Feuer, Erdbeben, “Fressfeinde” usw.) bewußt zu werden und sich
dieser zu entziehen. Ob dieses doch recht gut “operationalisierte” Verhalten eines menschlichen “Dresseurs” bedarf ist an dieser Stelle fragwürdig, um nicht zu sagen: Äusserst schwer zu beweisen.
Die Handlung widerum einem menschlichen Kind beizubringen, wie es ein Werkzeug (Stuhl) für sich benutzbar macht, mit der Konditionierung von nicht-menschlichen Tieren im Unterhaltungsbetrieb gleichzusetzen und/oder zu vergleichen halte ich für eine absolute Vereinfachung, die die Zweckdienlichkeit und den Charakter beider Tätigkeiten außer acht lässt, wie meine Vorrednerin “Anu” bereits trefflich bemerkt: “…ein Kind lernt Dinge, damit es sich in seiner Umwelt besser zurecht finden kann- Einem Tier werden Kunststückchen beigebracht damit Menschen unterhalten werden…” Und die Wahrscheinlichkeit das beispielsweise ein Elefant solche “Kunststückchen” aus eigener Motivation zur Unterhaltung von menschlichen Primaten ausführen würde, ist aus meiner und der Sicht vieler die sich mit Verhaltensbiologie im schulischen oder universitären Umfeld beschäftigen, sehr gering.
Ganz subjektiv formuliert: Wer auf unverschämte Weise völlig Strukturdifferente Methoden der Wesensbeeinflussung in einen Topf wirft und sich dann auch als Kenner des Zirkusbetriebes mit “praktischen Erfahrungen” darstellt, sollte sich selbst ausgiebig auf totale Befangenheit prüfen. Im Übrigen richtet hier niemand, sondern Argumentiert bestenfalls.
*Sarkasmus an*
Ach ja, “Lämmlein”!
Natürlich bedürfen viele Tiere ihres besonderen Schutzes und Streicheleinheiten, aber diese wichtige Aufgabe überlasse ich im Zweifelsfall lieber “fanatischen” Veganern und Tierrechtlern als basisnaiven, intelektuallismusskeptischen Naturromantikern und Streichelzoofreaks!
*Sarkasmus aus*
Einen schönen Tag allerseits!
Die Schafe und Rinder, mit denen ich befreundet bin, leben auf Bauernhöfen und bei Schafhaltern.
Ja, leider werden die meisten irgendwann geschlachtet, was mir nicht passt, weil es ja meine persönlichen Freunde sind – aber ich kann ja nichts dagegen machen.
Andererseits: Würde niemand Milch, Fleisch, Felle etc. kaufen, müssten die meisten Bauern und Schäfer ihre Tierhaltungen aufgeben und die Tiere wären gar nicht mehr da. Was ist besser, was schlechter …? Alles hat zwei Seiten – eine positive, eine negative, eine schöne, eine traurige …
Ich sage oft zu dem einen oder anderen Rind oder Schaf: „Wenn Du mir gehören würdest, täte ich Dich nie und nimmer schlachten lassen. Ich hätte Dich nur zum Liebhaben“.
Leider habe ich keine Möglichkeit, dies zu realisieren – mir fehlt schlichtweg das Geld, um große Weiden und Ställe zu kaufen, und alles zu finanzieren. Ich fände es toll, einen Gnadenhof zu gründen, wenn ich reich wäre.
Aber die Tiere leben immerhin artgerecht auf der Weide, wo ich sie besuchen und streicheln kann. Im Winter sind manche im Stall, andere ganzjährig (mit Unterstand) auf der Weide.
Mit den Bauern und Schafhaltern mache ich recht unterschiedliche Erfahrungen: Manche sind recht nett, andere durchschnittlich, einige so ekelhaft, dass ich teilweise mit ihnen zerstritten bin und froh bin, wenn ich sie nicht sehe.
Eine Familie ist sogar dabei, die keines ihrer Schafe schlachten lässt, sondern sie nur so als Haustiere bzw. Gartentiere hält und teilweise an der Leine spazierenführt!
Im übrigen glaube ich nicht, dass die Tiere es unter (guter) menschlicher Obhut grundsätzlich besser haben als in freier Wildbahn. Ich bin mir nur darüber im klaren, dass beides seine Vor- und Nachteile hat. Optimal ist weder das eine noch das andere.
Von allen Nutztieren sind Schafe, Ziegen und (Weide)rinder noch am besten dran, weil sie auch ins Freie dürfen. Schweine und Geflügel hingegen leben ja meist in konventionellen Mastställen, was schrecklich ist!
Übrigens glaube ich nicht, dass es z.B. für ein Schaf angenehmer ist, von einem Hund, Bär oder Wolf gebissen und schwer verletzt liegen gelassen zu werden, bis es elend krepiert, als von einem schlampigen Metzger vor dem Schlachten nicht richtig betäubt zu werden.
Beides ist gleichermaßen schlimm!
Vor allem verletzten und töten Raubtiere keineswegs nur aus Hunger, sondern wann immer sie Gelegenheit dazu haben. Ich denke dabei z.B. an die vielen Berichte von Hunden, die Massaker in Schafweiden anrichten …
Und was meine persönlichen Erfahrungen mit Veganern betrifft, so lehnen diese auch die Haltung von sogenannten Nutztieren ab, wenn diese gar nicht genutzt werden! Als ich voriges Jahr in einem Veganer-Forum von der Familie berichtete, die keines ihrer Schafe schlachtet, sondern sie nur so im Garten hält, zogen mehrere Personen sofort über diese Familie los, aus dem einfachen Grund, weil diese eben Schafe hält, was man nach veganer Ansicht nicht sollte!
Auch über Michael Aufhauser vom berühmten Gnadenhof Aiderbichl wurde in dem Forum losgezogen – man ließ kein gutes Haar an ihm. Deshalb gewann ich einen den Eindruck, dass die meisten Veganer total frustrierte, aggressive Menschen sind, die alles negativ sehen und sich über nichts freuen können, jeden Nicht-Veganer anfeinden.
Lämmlein:
1.”Würde niemand Milch, Fleisch, Felle etc. kaufen, müssten die meisten Bauern und Schäfer ihre Tierhaltungen aufgeben und die Tiere wären gar nicht mehr da.”
–> also ich kann auch mit Tieren zusammenleben ohne sie zu schlachten und von ihrem Fleisch etc. zu leben, dadurch würden die Tiere doch nicht aufeinmal verschwinden.
2.”Wenn Du mir gehören würdest”
–> ich sehe die Tiere mit denen ich lebe nicht als mein Besitz an, vielleicht sollten Sie das nochmal überdenken.
3.Veganer: ich finde es erschreckend, dass Sie aufgrund eines Erlebnisses in einem Forum sich so schnell die Meinung über Menschen bilden und sie auf alle Menschen, nur weil sie die gleiche Ernährungsweise haben, beziehen.
“Deshalb gewann ich einen den Eindruck, dass die meisten Veganer total frustrierte, aggressive Menschen sind, die alles negativ sehen und sich über nichts freuen können, jeden Nicht-Veganer anfeinden.”
–> ich finde das schon ganz schön hart so etwas zu hören und diese voreiligen Schlüsse aus einem Erlebnis zu ziehen frustiert mich wirklich.
Sie sollten sich darüber bewusst sein, dass es Menschen gibt die frustriert, aggressiv und sonst was sind, aber dass das mit der Ernährungsweise nichts zu tun hat.
@Lämmlein:
natürlich ist die Vorstellung eines Gnadenhofs schön, aber haben Sie schon mal nachgedacht, was das Wort eigentlich bedeutet? Man gewährt in gönnerhafter Manier ein paar sehr, sehr wenigen auserwählten Tieren die “Gnade” ein eingermaßen gutes Leben zu führen, als Ausgleich dafür, was den Millionen Artgenossen täglich angetan wird. Aus welcher Motivation heraus? Um wirklich an diesen paar Tieren etwas gut zu machen oder weil man sich selbst gut fühlt und die Masse an anderen Tieren besser verdrängen kann?
Herr Aufhauser polarisiert darum sicherlich. Zum einen ist es gut, daß er mit seinem Projekt medienwirksam (manche meinen auch auf Walt Disney-Erlebnispark-Art) auf Tierschicksale aufmerksam macht. Auf der anderen Seite serviert exakt jener Herr, der eben noch so anrührend eine putzige Schweinefamilie gerettet hat, seinen Besuchern im eigenen Restaurant/Biergarten das Schnitzel Wiener Art, das aus einer anderen Schweinefamilie gemacht wurde. Was ist das? Nur widersprüchlich oder doch bigott?
Ein Raubtier in freier Natur tötet gerade nicht zum Spaß, es setzt seine Energien sehr bewußt nur dazu ein, um Nahrung zu gewinnen. Demzufolge leidet auch kein Beutetier in der von Ihnen beschriebenen Weise. Das, was sie schildern, das sind frustrierte und gelangweilte Tiere, denen ein reizloses Dasein etwa von einem vermeintlichen “Hundeliebhaber” auferlegt wird. Da wird nicht unterschieden, ob man nun ein Kopfkissen zerfetzt oder ein Schaf. Das Tier will sich abreagieren. Die meisten Hundehalter haben von ihren Tieren keine Ahnung und so wird beispielsweise ein Bordercollie als Haus- und Familienhund angeschafft. Dann wundert man sich über das “anormale” Verhalten. Nicht das Tier ist anormal, das Leben, in das es gezwungen wird, ist anormal.
Manche Veganer sind harte Zeitgenossen, da würde ich Ihnen durchaus zustimmen. Sowas schafft Gräben und verschreckt, auch da stimme ich Ihnen zu. Vielleicht schaffen sie es aber, etwas Verständnis aufzubringen: wie oft werden Veganer lächerlich gemacht, als Fanatiker und Spinner betitelt, nur weil sie eines wollen: Tierleid vermeiden.
Der Mensch tut alles, um seine Gewohnheiten beibehalten zu können, sich nicht verändern zu müssen. Er ist sogar richtig erfindungsreich, wenn es darum geht, eine Ausrede zu kreieren, alles so lassen zu _müssen_, wie es ist. Nun kann man aber der veganen Argumentation letzlich wenig Schlüssiges entgegenhalten beiseits einem “Ich will einfach nicht.” Dieses “Ich will einfach nicht.” paßt aber zumeist nicht ins moralische Selbstbild, also wird dieser Schlußaussage ein Riegel vorgeschoben und das geht am besten mit Floskeln oder wenn man das Gegenüber eben als nicht ernst zu nehmendes Subjekt einstuft. Dann kann man nämlich wirklich alles ungeprüft so lassen, wie es ist. Denn niemand muß seine Lebensgewohnheiten wegen eines “Spinners und Fanatikers” in Frage stellen.
Wenn man dies nun schon hundertfach erlebt hat, dann kann das in der Tat manchmal frustrieren und man ist es manchmal einfach leid, sich wieder zum Gegnstand dieses Rituals machen zu lassen. Ich denke aber, Sie haben bei Ihrem Erlebnis einfach einen schlechten Tag erwischt, denn nichtsdestotrotz habe ich Veganer eher als lebensbejahende und offene Menschen kennengelernt, die sehr an einem Dialog und Austausch interessiert sind.
Abschließend noch zu den Landwirten: gerade die Landwirtschaft ist hochsubventioniert, um überhaupt wirtschaftlich arbeiten zu können. Dabei produziert sie Massen von Massen an Überschuß für die Müllkontainer (der Milchpreisverfall rührt ja etwa exakt daher, daß zu viel Milch auf dem Markt ist. Darum der Ruf nach einer neuen Milchquote). Diese Subventionen nur umgeleitet für die Naturpflege könnte bereits vielen ein gutes Auskommen sichern und unsere Umwelt wieder erlebnissreicher machen. Ein Beispiel: in meiner Gegend nisten noch vom Aussterben bedrohte Wiesenbrüter. Läßt sich so ein Vogelpaar nun auf einer Wiese nieder, erhält der Landwirt bei Meldung 500,- Euro dafür, daß er die Wiese erst nach der Brutzeit mäht. Hat das Brutpaar erfolgreich Nachwuchs erzeugt, so erhält der Landwirt nochmals 500,- Euro Prämie. Erwirtschaften Sie mal 1000,- Euro durch den Verkauf von Heu einer einzigen Wiese. ;o) Hinzu treten natürlich noch positive Nebeneffekte für viele Wiesenblumenarten und Schmetterlinge. Wenn ich nur an meine Kindheit zurückdenke, so waren im Sommer die Wiesen voller Admirale, Schwalbenschwänze, Zitronenfalter, Tagpfauenauge und kleiner Fuchse; auf den Wiesen blühten Teufelskralle, wilde Nelken, Klappertöpfe, roter Klee, Wiesenschaumkraut, Sauerampfer und andere. Betrachten Sie mal eine “bewirtschaftete” Wiese heute. Finden Sie mehr, als Gras und Löwenzahn?
Tierliebe und Tierschutz – das eine hat nur mit dem Herzen zu tun, das andere auch mit Wissen, Erfahrung und Erfahrung, dass man wie ein Tier denken muss, um es zu verstehen und nicht seine menschlichen Denkweisen, Ansichten und Bedürfnisse auf das Tier übertragen darf.
Wer ein Schaf besitzt, ist nicht gezwungen es zu schlachten, aber es an der Leine spazieren zu führen, ist das Tiergerecht? Und dieses Schaf ist dressiert, in dem es an die Leine gewöhnt wurde. Gibt es dagegen keine Einwände?
Wo sind Admirale, Schwalbenschwänze oder Füchse hin verschwunden? Doch nicht im Circus zur Belustigung des Menschen.
Politiker gebrauchen das Circustier, um sich wieder ins Gespräch zu bringen, Stars und Sternchen benutzen die Tiere, um wieder in die Medien zu kommen und die Medien brauchen doch nur „Futter“ für das Sommerloch.
Lämmlein besitzt ja keine Tiere, sie sind nur ihre Freunde. Freundschaften muss man pflegen, um Besitz muss man sich kümmern. Also, wenn wir uns nicht um unsere Tiere kümmern müssten, dann hätten wir etwas mehr Zeit und dann würden wir uns um die wirklich bemitleidenswürdigen Geschöpfe kümmern, die Tierschützer!
Zitat Frau Meyer: “Also, wenn wir uns nicht um unsere Tiere kümmern müssten, dann hätten wir etwas mehr Zeit und dann würden wir uns um die wirklich bemitleidenswürdigen Geschöpfe kümmern, die Tierschützer!”
Danke für inhaltiche Bestätigung meines Vorpostings. :o)
Die meisten Bauern und Schäfer müssten sicher Ihre Tierhaltung aufgeben, wenn niemand mehr tierische Produkte kaufen würde, weil sie sich dann die Tiere nicht mehr leisten könnten, bzw. sich einen anderen Beruf suchen müssten, durch den sie eben Geld verdienen. Aber dann stellt sich die Frage, ob sie nebenbei noch Zeit hätten, die Tiere zu versorgen – Heu machen, Ausmisten, Klauen schneiden, Wolle scheren, Zäune versetzen usw. ist alles zeitaufwendig.
Gnadenhöfe gibt es sicher drum so wenige, weil nur wenige Leute genug Geld, Zeit und guten Willen haben, welche zu gründen und zu erhalten.
Was Michael Aufhauser betrifft, so gab er vor einiger Zeit in der TZ-Serie „Akte Tier“ bekannt, dass die Speisekarte auf Gut Aiderbichl mittlerweile vegetarisch geworden ist und er selber auch Vegetarier wurde.
Ihm geht es aber allgemein weniger darum, Tiere vor dem Schlachten zu bewahren, sondern vor allem darum, ihnen lange, qualvolle Transporte zu weit entfernten Schlachthöfen zu ersparen. Drum fährt er mit anderen Aiderbichlern ja auch immer wieder zu Viehmärkten, um dort die schwächsten Tiere zu kaufen und ihnen den schlimmen Transport ins Ausland zu ersparen. Er nimmt aber auch Tiere auf, die aus schlechten Haltungen befreit wurden oder einfach umständehalber von ihren Besitzern weggegeben werden müssen.
Was die hohen Agrarsubventionen für die Landwirtschaft betrifft, so ist ja das Problem daran, dass nur die großen Betriebe viel erhalten – meist Betriebe mit artwidrig tierquälerischen Haltungsformen und umweltzerstörerischer Wirtschaftsweise, was auch noch vom Bauernverband gefördert wird. Welche Schande! Deshalb ja auch das sogenannte „Bauernsterben“ – immer mehr Kleinbauern müssen aufgeben. Ebenso werden die Biobetriebe zu wenig finanziell gefördert, weshalb wir ja auch nur 5 % Biobauern in Deutschland haben.
Man kann dem nur entgegenwirken, indem man eben Bioprodukte kauft, soweit man es sich finanziell leisten kann. Biobauern erhalten auch eher den Lebensraum für Wildtiere, indem sie auf Kunstdünger und Pestizide verzichten, Ackerrandstreifen und Hecken erhalten.
Was die Raubtiere betrifft: Nicht nur Hunde, sondern auch Bären und Wölfe jagen, verletzten und töten, wann immer sie Gelegenheit haben – auch ohne hungrig zu sein und ohne zu fressen! Anfang Juni war in den „Schafnachrichten“ zu lesen, dass ein Bär in Osttirol an einem einzigen Wochenende 12 Schafe riss und sie einfach tot liegen ließ bzw. nur anfraß. Heute lese ich, dass ein Wolf im Wallis seit Mitte Mai mindestens 13 Schafe getötet hat – letztmals riss er vorige Woche in einer einzigen Nacht mehrere Schafe!
Ich hatte aus diesem Grund auch mal einen Briefwechsel mit einem Wildbiologen aus der Schweiz, der mir bestätigte, dass normalerweise eben alle Raubtiere dazu neigen, zu jagen und zu töten, wann immer sie Gelegenheit haben, auch wenn sie gar nicht hungrig sind – oder nur ein wenig naschen wollen.
Nachdem Schafe meine Lieblingstiere sind – welchen Grund hätte ich da, Raubtiere besonders zu mögen? So wie ich keine Menschen mag, die nur zum Spaß töten, so mag ich auch keine Tiere, die dasselbe tun.
Allerdings gibt es auch scheue Raubtiere, die menschliche Siedlungen meiden. In Österreich gibt es einen Bären namens Moritz, der als sehr scheu gilt und von dem vermutet wird, dass er noch nie bzw. nur sehr selten mal ein Schaf oder sonstiges Tier reisst.
Was die Leute betrifft, die ihre Schafe an der Leine spazieren führen:
Warum hält man das für unnormal, hingegen als normal, einen Hund an der Leine spazieren zu führen?
Seltsamerweise wurden auch in dem Veganerforum Leute mit Hunden (oder Katzen) als Haustieren akzeptiert – nicht jedoch Leute mit Schafen als Haustieren bzw. Gartentieren.
Auch Hunde und Katzen waren ursprünglich Wildtiere, die erst im Laufe der Jahrtausende domestiziert wurden.
Um nochmal auf Zirkustiere zurückzukommen:
Bei der Käfighaltung bzw. Anbindehaltung kommt es natürlich auch auf die Größe des Käfigs bzw. die Länge der Anbindung an und auch darauf, wie oft und wie lange die Tiere davon befreit werden, um sich frei bewegen zu können.
Man kann z.B. ja auch die Haltung eines Stubenvogels in einem relativ großen Käfig, der täglich mehrere Stunden heraus darf, nicht mit der Haltung einer Käfighenne vergleichen.
Falls Ingo noch mitliest, möchte er vielleicht hierzu noch etwas über die Haltung der Tiere in seinem Zirkus berichten?
Sofern die Veganer ihn nicht inzwischen schon „vergrault“ haben …
“Sofern die Veganer ihn nicht inzwischen schon „vergrault“ haben …”Ich würde mich sehr freuen Lämmlein, wenn Sie nicht die Menschen beleidigen würden, die hier mitdiskutieren. Dazu hatte ich Ihnen bereits etwas geschrieben oder würden Sie auch in einem Forum Beleidigungen über beispielsweise farbige Menschen “raushauen”, nur weil sie die eine oder andere schlechte Erfahrung gemacht haben- dann wäre aber was los. Also halten Sie sich zurück und bleiben Sie sachlich.
ANu, es ist doch genau umgekehrt: Gewisse Veganer beleidigen und würdigen doch immer andere Leute herab – auch hier!
Beispiel Frau Meyer mit der Bemerkung: “Also, wenn wir uns nicht um unsere Tiere kümmern müssten, dann hätten wir etwas mehr Zeit und dann würden wir uns um die wirklich bemitleidenswürdigen Geschöpfe kümmern, die Tierschützer!“
Beispiel M.E. mit der Passage:
„Natürlich ist die Vorstellung eines Gnadenhofs schön, aber haben Sie schon mal nachgedacht, was das Wort eigentlich bedeutet? Man gewährt in gönnerhafter Manier ein paar sehr, sehr wenigen auserwählten Tieren die “Gnade” ein eingermaßen gutes Leben zu führen, als Ausgleich dafür, was den Millionen Artgenossen täglich angetan wird. Aus welcher Motivation heraus? Um wirklich an diesen paar Tieren etwas gut zu machen oder weil man sich selbst gut fühlt und die Masse an anderen Tieren besser verdrängen kann?
Herr Aufhauser polarisiert darum sicherlich. Zum einen ist es gut, daß er mit seinem Projekt medienwirksam (manche meinen auch auf Walt Disney-Erlebnispark-Art) auf Tierschicksale aufmerksam macht. Auf der anderen Seite serviert exakt jener Herr, der eben noch so anrührend eine putzige Schweinefamilie gerettet hat, seinen Besuchern im eigenen Restaurant/Biergarten das Schnitzel Wiener Art, das aus einer anderen Schweinefamilie gemacht wurde. Was ist das? Nur widersprüchlich oder doch bigott?“
M.E. weiß offenbar nur wenig über Aufhauser und Gut Aiderbichl, da er/sie sehr einseitig und negativ darüber berichtet. Wie schon erwähnt, gab Aufhauser vor einiger Zeit bekannt, dass die Speisekarte auf Aiderbichl mittlerweile vegetarisch geworden ist – und auch früher gab es dort nur Biowurst und Biofleisch, nichts konventionelles.
Ferner wird von Veganern völlig übergangen, dass Aufhauser sehr viel Aufklärungsarbeit über die verschiedensten Tierschutzthemen leistet – sowohl auf den Internetseiten von Aiderbichl als auch in regelmäßigen Serien in zwei Zeitungen (TZ und Krone), die ebenfalls auf den Aiderbichl-Internetseiten nachgelesen werden können. Da geht es um ähnliche Themen wie hier.
Doch kein Veganer verliert ein Wort des Lobes darüber, dass Aufhauser Millionen von Menschen regelmäßig darüber aufklärt, wie schlecht es meisten Tieren heutzutage geht, um diese Menschen zum Umdenken und zur Vermeidung von Tierleid zu bewegen.
Stimmt, meine Information über Herrn Aufhauser war veraltet, genau gesagt etwas über ein Jahr. Ich habe das Werk “Gut Aiderbichl” tatsächlich nicht mehr beachtet, nachdem ich dieses frühere paradoxe Verhalten für mich nicht akzeptabel fand. Ich habe nun aktuell nachrecherchiert und herausgefunden, daß die Entscheidung, Fleischprodukte von der Karte zu nehmen, exakt auf die Hinweise der Veganer/Vegetarier zurückgehen. Bestimmt nicht, weil sie so beleidigend zu Herrn Aufhauser waren, Lämmlein. Genau wegen solcher kleinen Siege werden viele ethisch motivierte Veganer/Veggies ja nicht müde, sich für die Tiere einzusetzen.
Nun hier in dieser Diskussion wurden Veganer schon als Fanatiker betitelt, umgekehrt sehe ich Derartiges nicht. Den Beitrag von Frau Meyer interpretieren Sie für mich etwas sonderbar, Lämmlein, denn auch Sie macht sich über Tierrechtler lustig. Ich vermute, Ihre Wahrnehmung Frau Lämmlein hat einen “Anti-Vegan-Filter” und Sie verdammen global alle Veganer aufgrund des Vorerlebnisses, daß sie dort, wo Sie Verständnis für Ihre Schafliebe zu fnden erhofft haben, auf massive Ablehung gestoßen sind. Ich denke, es wäre an der Zeit, diese Kränkung zu vergessen und wieder sachorientiert zu sein. Denn worum geht es hier? Nicht um die persönlichen Eitelkeiten der Schreiber oder die mangelhafte Würdigung Herrn Aufhausers, sondern darum, daß der rechtliche Rahmen für Tiere in Deutschland verbessert wird. Und da sollten wir alle an einem Strang ziehen, denen Tiere etwas bedeuten.
Lämmlein,schreiben Sie doch einfach:Ferner wird von “einigen ” Veganern völlig übergangen…..,es geht doch M:E: sicherlich nur um die Verallgemeinerung. Diese ganzen Internet-Diskusionen,die,wie ich meine ,ziemlich ausufern,bringen doch eh nichts! Am effektivsten ist es zur Wahl zugehen und als Konsument politische Teilhabe auszuüben. Das ist das einzige,was die Wirtschaft intessiert: wo du dein Geld läßt !!Und die Wirtschaft bestimmt die Politik ! Also immer schön BIO einkaufen und vegetarisch leben.
Kleine Siege:
http://www.merkur-online.de/lokales/nachrichten/zirkus-folgt-kassel-muenchen-beim-wildtier-verbot-357298.html
@futterschneider, marianne und @all
Sie meinten wohl immer schön saisonal, lokal, bio und vegan einkaufen! Und immer schön Konsumverweigerung Leute, so gehts doch. Ich mein`s ernst. Hört einfach auf ständig Scheiße zu kaufen, ich versuchs grad auch, geht eigentlich klar!
Danke
Nachdem die Meinungsumfrage nicht das gewünschte Ergebnis brachte, wurde sie hier nun einfach gelöscht. Das zeigt doch die einseitige Einstellung der Betreiber, welche Politik betreiben und dabei die Meinung manipulieren wollen.
Hinweis zur Löschung: http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/dem-bauernverband-gehen-die-argumente-aus (ganz unten).
Hab grad die gelöschte Seite aufgerufen. Das ist ja wirklich interessant, dass innerhalb weniger Tage plötzliche hunderte Stimmen von Bauernverbandsmitgliedern eingingen, denen das geplante neue Tierschutzgesetz viel zu weit geht! Das zeigt, dass viele Mitglieder des Bauernverbandes keinerlei Tierschutzbewusstsein besitzen!
Ebenso ist es übrigens beim Deutschen Schafzuchtverband. Auch dort will man keinerlei Tierschutz für Schafe verwirklichen, z.B. weder das Schächten noch Langstreckentransporte abschaffen!
Deshalb hatte ich auch vor einigen Jahren mein Abo der Zeitschrift „Deutsche Schafzucht“ gekündigt. Dort wurden (und werden wahrscheinlich immer noch) sogar Annoncen veröffentlicht mit Inhalten wie „Schlachtschafe für Drittlandexport gesucht“!
Pfui Teufel kann ich dazu nur sagen!!!
@ Lämmlein: Wir wissen nicht, ob das DBV-Mitglieder waren – ist nur eine Vermutung. Ist ja nichts Neues, dass Interessensgruppen die Ergebnisse von Online-Umfragen in ihre Richtung biegen.
Es handelt sich nicht um einen gelöschten Artikel, sondern um einen Hinweis, warum wir die Umfrage gelöscht haben.
Neulich erzählte mir ein Biobauer, dass der Bauernverband bemüht ist, seine Mitglieder zum CSU-Wählen zu bewegen – also diejenige Partei, die (neben der FDP) am wenigsten tun will für die Verbesserung des Tierschutzes.
Er selber (der Biobauer) wähle die CSU schon lange nicht mehr.
Viele (oder alle?) Biobauern sind gegen Bauernverband und CSU.
Abgesehen davon gibt es ja in jeder Partei (also auch CSU und FDP) Einzelpersonen, die tierschutzengagiert sind – aber es sind eben nur ganz wenige.
uns ist das gleiche auf unserer homepage passiert. wird hatte eine abstimmung, ob sexueller missbrauch an tieren per gesetz verboten werden soll. nachdem sich diese abstimmung in gewissen kreisen herumgesprochen hatte, wurde das bis dato eindeutige ergebnis manipuliert stündlich manipuliert. leider lässt sich dies bei online-umfragen nicht immer verhindern. wir haben die umfrage dann auch von unserer seite entfernt.
zu dem neuen tierschutzgesetz möchte ich sagen, dass es ein toller anfang ist, endlich mal etwas zu verändern & in der bevölkerung ein neues bewusstsein zu schaffen im umgang mit tieren. ich hoffe, dass es dann zukünftig noch ausgebaut werden kann.
weiter so!
@Ingo und Mitschreiber:
Ich weiß ihr könnt es alle nicht mehr hören/lesen, dennoch möchte ich auch noch meinen Senf dazu geben: Ich finde die durchschnittliche Tierhaltung in europäischen Zirkussen auch nicht in Ordnung. Es mag Ausnahmen in beiden Richtungen geben, das zu beurteilen steht mir nicht zu. Was das Gleichsetzen von Dressur mit Kindererziehung betrifft: Es gibt immer noch viel zu viele Paralellen. Trotz Verbot werden immer noch sehr sehr viele Kinder geschlagen. Und die können auch nicht das “Land verlassen” wenn sie keine Lust auf gute Noten haben, damit die Eltern die Zeugnisse herumzeigen, und mit ihren tollen Kindern angeben können. Vielen Kindern wird artgerechtes Verhalten “Herumrennen, raufen, wer-schreit-am-lautesten, generell Lärm, auf hohe Bäume klettern, im Matsch spielen, … verboten. Rund um Kindergärten, zT sogar gesetzlich …
Natürlich sind nicht alle Eltern so. Aber auch nicht alle Tierhalter. Wir leben auf einem ehemaligen Bauernhof. Wir halten heute keine klassischen Nutztiere mehr (Obwohl ich zugeben muss, dass meine Katzen immer noch Mäuse und Ratten jagen, obwohl ich sie füttere und keiner sie mehr zum Jagen zwingt, was ihr ursprünglicher Nutzen war), weil ich meinen Mann davon überzeugen konnte, dass es bessere Arten gibt seinen Lebensunterhalt zu finanzieren, als konventionelle Milchwirtschaft.
Und das war nicht so einfach, wie es sich anhört. Seine Eltern haben ihm nämlich nie erlaubt einen anderen Beruf zu wählen. Und zieh mal von zu Hause aus, wenn du kein Geld, keine Wohnung, keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld, keine ahnung wo du eine Krankenversicherung herbekommen sollst, und keinerlei Unterstützung von Nachbarn oder von den auch nicht anders aufgewachsenen Freunden hast…. (Gott sei Dank hat er gegen massiven Widerstand mit 33 ein “Stadtkind” geheiratet) Tut mir Leid – verplappert.
Was ich eigentlich noch sagen wollte: Mein Sohn bekommt Ärger, wenn er nicht pünktlich um sechs zu Hause ist, meine Katzen nicht. die müssen auch nicht klopfen, und sich ihre Schelte abholen, wenn sie erst im Dunkeln kommen. Die Katzen haben die Wahl, zu einem Leben als Wildtiere zurückzukehren. Hat aber bisher keine gemacht. meinem Kind lasse ich die Wahl nicht, ob er zur Schule gehen will, oder nicht. Ob er lernen will richtig zu buchstabieren oder nicht, was auch nicht wichtiger für seine bloße Existenz ist als der Umgang mit Feuer für Raubkatzen. Vielleicht können beide den Kram mal irgendwann gebrauchen…
Wenn wir seelisches Leid als ebenso schlimm betrachten, wie körperliches, und das tue ich, dann müssen wir das Leid von gut erzogenen/dressierten Kindern/Tieren gleichsetzen und zwar in beide Richtungen.
Dafür muss es einerseits strenge Gesetze geben. Hier meine große Anerkennung für den mutigen Entwurf, der diese Diskussion gestartet hat.
Zudem strengere Strafen sowohl für väterliche Ohrfeigen und Hausarrest bei verpatzten Tests, als auch bei Stockschlägen und Käfighaltung) für Tiere, und
eine konsequente Umsetzung der Richtlinien durch staatliche Behörden.
Und obwohl ich weiß, dass ich mir damit ein paar verbale Ohrfeigen abholen werde: Schlimm finde ich es weniger, dass private Tierschützer auch mit guten Absichten auf Zirkusgelände nicht fotografieren dürfen. Ich möchte auch nicht, dass jemand meinen Sohn filmt, wenn er weinend von der Schule kommt, und mich dann an den Pranger stellt, weil ich ihn da noch hinschicke. Und das nur, weil ich Angst habe ihn zu verlieren, obwohl ich ihn doch aufgezogen, und ihn reden und mit Messer und Gabel essen (noch so eine unnötige Dressur) gelehrt habe.
Aber so wie es das Jugendamt gibt, gibt es auch das Veterinäramt, die für die kosequente suche und Bestrafung zuständig wären. Aber beide haben viel zu wenige Mitarbeiter, viel zu wenig Geld, und sind beide völlig überlastet. Darum greifen sie auf manchmal – aber leider nicht immer – gut informierte Privatmenschen zurück, die Anzeige erstatten, und so auf bestimmte Missstände hinweisen. Solange die Dinge sind wie sie sind, muss dass wohl so sein, damit überhaupt etwas passiert. Ich habe auch schon in fremden Ställen fotografiert, wenn ich es nicht mehr ausgehalten habe, aber ich finde es trotzdem nicht wirklich richtig.
Würden diese Ämter nicht als Stiefkinder der Nation behandelt, würde das dem Ruf von Eltern, Tierhaltern, Amtspersonen und letztendlich auch Tier- und Kinderschutzvereinen und besorgten Mitbürgern gleichermaßen nutzen. Hier müssten die Bemühungen, die Dinge anzugehen, vermehrt ansetzen. Mich für meinen Teil frustriert nichts mehr als wenn ich sehe dass Menschen Gesetze jahrelang ignorieren können, und am Ende wenn die Kinder groß sind dafür nur bedingte Haftstrafen (d.h. Mach das aber ja nicht noch einmal!) bekommen.
Ich nehme an, dass man, wenn man tagtäglich im Tierschutz tätig ist, ähnlich fühlt. Ich habe aber keinen sechsten Sinn, und weise ausdrücklich darauf hin, dass ich hier nur vermute, wie andere sich fühlen könnten, oder wie ich mich an ihrer Stelle vielleicht fühlen könnte.
Abschließend: Gesetze sind wichtig, aber die Einhaltung, Durchsetzung und Bestrafung fast noch wichtiger. Ich betone nochmals dass meiner Meinung nach alle verfügbaren Anstrengungen in diese Richtung gehen sollten. In diesem (und keinem anderen) Sinne: Ora et labora, – Beten und arbeiten! Viel mehr bleibt der Basis eh nicht zu tun…
Ich würde mir wünschen, daß die Zustände in Schlachthöfen genauer unter die Lupe genommen werden. Schließlich gibt es beamtete Veterinäre, die so etwas zu überwachen haben.
Wenn ich mir vorstelle,
- daß kleine Ferkel mit der Elektrozange gepackt werden, während ihre Brüder und Schwestern das ängstlich aneinandergekauert mitansehen müssen
- Schlachttiere nicht richtig betäubt sind und bei vollem Bewusstsein zum Ausbluten aufgeschnitten werden oder im siedend heißen Brühkessel ertrinken müssen
- Tiere mit gebrochenen Beinen mit Eisenstangen in den Schlachtgang gerieben werden, obwohl sie vor Schmerzen schreien
Mir kommen da die Tränen und dies war auch einer der Gründe, weshalb ich Mitglied im Deutschen Tierschutzbund geworden bin. Ich denke, daß einfach zu viel Fleisch gegessen wird und es allgemein zu billig ist. Wenn man ein tiefgefrorenes Hühnchen für 2 € bekommt, fragt man sich schon, wie wohl das Leben dieses armen Tieres ausgesehen haben muss.
Zur Thematik gehört natürlich auch, daß unnötige Tiertransporte zu vermeiden sind. Transporte > 50 km dürften eigentlich nicht notwendig sein. Europaweit schonmal garnicht.
Warum ist eine Neuauflage des Tierschutzgesetzes notwendig?
Reicht es nicht, wenn Paragraphen hinzugefügt oder erweitert werden, um eine Verbesserung des bestehenden Gesetzes zu erreichen?
Jahrelang haben Tierrechtler gebraucht, um zu unserem TierSchG die entsprechenden Richtlinien, Kommentare, Verordnungen, etc. zu erkämpfen und durchzusetzen. Und all diese kleinen und großen Erfolge würden durch eine Neuauflage mit einem Schlag vernichtet werden, weil nichts mehr davon entsprechend anwendbar wäre.
Grundsätzlich denke ich, dass eine Neuauflage alleine nicht das BEWUSSTSEIN der Menschen ändert. Wo meiner Meinung nach auch der Hebel angesetzt werden muss:
-intensive Arbeitskontrolle der Behördenvertreter
-Weiterbildung der Behördenvertreter honorieren
-die Gesetze gegen die Korruption verschärfen
Sehr geehrte Frau Althaus,
der Gesetzesentwurf basiert auf dem aktuellen Tierschutzgesetz und wirft keinesfalls das bislang Erreichte über Bord.
Dennoch, ich glaube auch und immer noch, dass ein neues Gesetz (noch) nicht zielführend wäre. Vielmehr würde erreicht, wenn das bestehende endlich in vollem Umfang angewendet würde. Bestenfalls müssten strengere Strafen eingeführt werden.
Siehe StVo bei uns in Österreich, per Beschluss wurden die meisten Bußgelder einfach verdoppelt. Wenn man jetzt noch mehr kontrollieren würde, hätte das ganze sogar einen Sinn.
Im Tierschutz würde ich mir das gleiche Vorgehen wünschen. Erst die wirklich schlimmen Zustände beenden und dann an der Verfeinerung arbeiten.
@Romana Ellinger
“Vielmehr würde erreicht, wenn das bestehende endlich in vollem Umfang angewendet würde.”
Ganz genau! Was nutzt ein verbessertes Gesetz, wenn es nicht eingehalten werden muss weil keiner kontrolliert?
Wenn Verstöße und Straftaten weiterhin von den Gerichten als Bagatelle behandelt werden und die Täter für übelste Tiermisshandlungen mit 50 Euro Geldstrafe davonkommen, dann brauchen wir kein neues Gesetz.
Erstmal müssen die Ordnungsbehörden und Gerichte sich überhaupt mit der Thematik auskennen.
Versuchen Sie mal bei der Polizei jemanden wegen Tierquälerei oder Aussetzen eines Tieres anzuzeigen – Sie werden Ihr blaues Wunder erleben!